Statistik

Unter der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoditis leiden allein in Deutschland ca. 8 Millionen Menschen, d.h. ca. jeder 10te.

Zu den Betroffenen zählen Personen aller Altersklassen, zum Großteil allerdings Frauen.

(Quelle: http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm)

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25 Kommentare

  • Nisa sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,

    ich bin 33 Jahre und bei mir wurde Hashimoto vor ca. 5 Jahren diagnostiziert.
    Habe bis letztes Jahr Oktober L-Thyroxin 50 genommen.
    Meine Blutwerte waren bis dahin immer in Ordnung, aber dann hat mich mein Hausarzt zum Nuklearmediziner überwiesen.
    Seit dem nehme ich gar kein L-Thyroxin mehr.
    Nun kommt unser Kinderwunsch hinzu und dies habe ich bei meiner letzten
    Kontrolle im April mit angegeben.
    Habe gestern nun einen Brief erhalten mit der Angabe, dass mir zunächst von einer Schwangerschaft abgeraten wird aufgrund meiner TRAK-Antikörper.
    Hier meine Werte:

    Januar 2019

    TSH ria. 0.01 fT3 ria 3,2
    fT4 ria 1.12 anti-TPOn ria 571

    Februar 2019

    TSH ria 0,03 fT3 ria 3,6
    fT4 ria 0,90 anti-TPOn ria 644

    TRAK ria 2,3

    Ende April 2019

    TSH 0,82 fT3 2,8
    fT4 1,01 anti-TPO 1186

    TRAK 4,4 TAK 571

    Meine Frage: An was liegt es, dass meine Werte der Antikörper so in die Höhe
    geschossen sind? Warum wird mir von einer Schwangerschaft abgeraten und was könnten die Folgen für ein ungeborenes Baby sein?

    Ich wäre über eine Einschätzung Ihrerseits sehr dankbar.

    • Ihre erhöhten TRAK-Antikörper könnten ein Anzeichen dafür sein, dass Sie jetzt zusätzlich an einem Morbus Basedow erkrankt sind. Sollten Sie mit Morbus Basedow schwanger werden, wird es dann schwierig, geeignete Medikamente zur Behandlung zu finden. Deshalb sollten Sie zunächst abwarten, Morbus Basedow heilt spontan in etwa 50 % der Fälle. In den anderen 50 % kann man Erkrankung gut behandeln und Sie können danach schwanger werden.

      Dr. med. Lunow

  • Janine sagt:

    Hallo,

    ich weiß seit Ende Januar 2019, dass ich unter Hashimoto leide, da ich aus freien Stücken ein Blutbild in Auftrag gegebene habe. Dabei stellte sich heraus, dass mein TSH Wert bei 6.0 liegt, FT4 liegt bei 2,6…Meine Ärtzin verschrieb mir Thyronajod 50 und Selen. Diese nehme ich nun brav jeden Morgen und habe das Gefühl ununterbrochen einen Kloß im Hals und Halsschmerzen zu haben. Nachdem ich nun einiges über Hashimoto gelesen habe, bin ich etwas unsicher, ob eine Tablette mit Jod der richtige Weg ist…ich bin kurz davor diese bis zu meinem nächsten Termin am 8.3. einfach mal wegzulassen? Wenn der Kloß im Hals bis dahin weg ist, weiß ich schonmal mehr! Ich würde mich über Ihre Meinung sehr freuen!!

    • Im allgemeinen ist eine zusätzliche Therapie mit bei Hashimoto nicht notwendig. Eine Ausnahme besteht während einer Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch. Ist ungewöhnlich, dass Sie unter der Therapie ein Klosgefühl bekommen. Einen Auslassversuch ist immer sinnvoll. Jede Therapie sollte Ihren Zustand verbessern und nicht verschlechtern.

      Dr. med. Lunow

  • Vero sagt:

    Hallo,
    Ich hätte gerne mal Ihre Einschätzung zu meinen Laborwerten.
    TSH 1,22 (0,3-4,5)
    FT3 2,6 (2,0-4,2)
    FT4 1,0 (0,8-1,7)
    Meine Symptome u. a sind Konzentrationsschwäche, Unruhe, Gereiztheit,
    Herzstolpern. Meine Frauenärztin meinte es wäre alles in Ordnung. Ich
    Fühle mich aber allgemein schlecht.
    Vielen Dank um Ihre Bemühung.

    • Ihre Symptome sprechen nicht unbedingt für eine Schilddrüsenunterfunktion. Da die meisten Patienten mit Hashimoto Thyreoiditis sich bei einem TSH Wert zwischen 0,3 und 1,0 wohl fühlen, wäre eine Dosiserhöhung zumindestens einen Versuch wert.
      Sollten die Symptome sich hierunter verschlimmern, kann jedoch auch ein Therapieversuch mit einer geringeren Dosis unternommen werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • MHE sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,

    bei meiner Frau wurde Hashimoto diagnostiziert. Der TSH Wert lag bei 20, so dass eine Schilddrüsensonographie zur Absicherung stattgefunden hat.

    Aktuell wird sie entsprechend mit L-Thyroxin eingestellt. Allerdings werden diverse Begleitsymptome (Müdigkeit, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen) nicht besser. Auch klagt sie in Stresssituationen über Herzstolperer, die laut Hausarzt auch zu den Symptomen des Hashimoto zuzurechnen sind.

    Wir sind etwas verzweifelt, da bisher das Thema Ernährung (Selen, etc.) gar nicht angegangen wurde. Wie ist sich hier zu verhalten, bzw. welcher Bluttest sollte hier durchgeführt werden etc.
    Können Sie uns hier Tipps geben?

    Wenn wir bei Ihnen eine Behandlung anstreben würden, wie könnte dies aussehen, da wir aus dem Raum Mönchengladbach/Viersen kommen!?

    Vielen Dank

    • Ein TSH-Wert von 20 zeigt eine sehr starke Schilddrüsenunterfunktion an. Die Einstellung der Schilddrüsenfunktion und die Symptom-Beseitigung wird deshalb einige Zeit brauchen. Wenn diese nicht beseitigt worden sind, können Sie über zusätzliche Maßnahmen wie Nahrung-Ergänzung (zum Beispiel Selen) nachdenken. Die Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis sollte so einfach wie möglich gestaltet werden. Eine gesunde Lebensweise und Ernährung ist wie bei jedem anderen Menschen natürlich sinnvoll. Man braucht aber nicht spezielle Vorschriften beachten. Es gibt keine Hashimoto Diät! Wir kommen bei über 90% unserer Patienten ohne solche Maßnahmen zurecht.

      Dr. med. Christian Lunow

    • Der TSH-Wert von 20 zeigt eine schwere Schilddrüsenunterfunktion an. Der ist eine Einstellung sicherlich auch nicht so schnell optimal durchzuführen. Sie sollten zunächst abwarten, wie die Symptome sich entwickeln wenn der TSH-Wert auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 und die T3 und T4 Werte im oberen Normbereich eingestellt werden. Wenn die Symptome dann noch vorhanden sind, könnte man Selen hinzugeben, insbesondere wenn der T3 Wert nicht ausreichend angestiegen ist.dann wäre als nächster Schritt die Einstellung auf ein TSH-Wert um 0 zu erwägen. Wenn dann immer noch Symptome wie Müdigkeit Erschöpfung und Stimmungsschwankungen vorhanden sind könnte man über eine Änderung der Ernährung nachdenken. Dabei würde ich in erster Linie einen Glutenverzicht empfehlen.

      Dr. med Reinhold Lunow

  • Schmetterlingsbaum sagt:

    Guten Tag,
    seit Nov 2016 hat mein Hausarzt bei mir eine AI Thyreoditis festgestellt.
    Meine Symptome sind Müdigkeit, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche und mir fällt allein schon das Treppensteigen oder Radfahren schwer. Mein Herz spüre ich beim Einschlafen stark…
    Der Hausarzt sagte 2017, es müsse eine andere bis jetzt nicht bekannte Ursache haben und weiß derzeit keine Lösung. Die Laborwerte seihen noch im Normbereich und es muss kein Medikament gegeben werden.

    Ein Endokrinologe hat ab 2018 die Behandlung übernommen.
    Seit Feb 2018 bekomme ich 25µgL-Thyorxin, seit Apr 2018 ist es auf 37,5µgL-Thyorxin gesteigert worden. Zudem bekomme ich Vitamin D Vigantolette IE. Es geht mit besser, obige Symtome sind deutlich besser, die körperliche Leistungsfähigkeit will nur irgendwie nicht zurückkommen.
    Seit Mai 2018 quäle ich mich nun wieder mit Symtomen wie Trübseligkeit, langen Erholungsphasen nach Sport (2-4 Tage), Gereiztheit, schnelle Verdauung, Reizdarm, Müdigkeit, Schlappheit…
    Eigentlich kenne ich meinen Körper gut und weiß, wie es sich anfühlt, auch mal nach Sport oder Arbeit erschöpft zu sein. Ich fühle mich einfach fertig, so wie es bei einem Burn-Out beschrieben wird. Ich habe jedoch meine Arbeitszeit auf 7h beschränkt und einen schönen langen Urlaub gemacht, wie kann das sein.
    Leider ist wegen der hohen Nachfrage mein nächster Arzttermin erst Mitte 2019 und man lässt mir ausrichten, dass meine Laborwerte nun nach der Gabe von L-Thyroxin in Ordnung sind und keine weitere Verabreichung von Medikamenten nötig ist.

    Ich wäre für Hinweise sehr dankbar, der mein Wohlbefinden wieder annähernd ins Lot bringen könnte sehr dankbar.
    Anbei meine Blutwerte:
    Juli 2018
    TSH 1,87
    FT3 2,7
    FT4 1,5

    Mai 2018
    THS 1,59
    FT3 3,3
    FT4 1,65

    April 2018
    TSH 1,32
    FT3 3,2
    FT4 1,46

    Februar 2018
    TSH 2,62
    FT3 3,6
    FT4 1,44
    Selen 75
    Vitamin D3 17,8
    und 60 weitere Werte
    männlich, 48 Jahre

  • Stela sagt:

    Meine Umrechnung der.ft450,98%-ft385,71% Bitte können sie mir näheres darüber sagen?Auf was sollte ich Achten,mir geht es sehr schlecht!(Schlafe kaum,Depression,Juckreiz,Bluthochdruck,Herzrasen)ich will gar nicht alles aufzählen.Die nächste Untersuchung habe ich erst wieder Ende Sept.Vielen Dank im voraus

  • Stela sagt:

    Sg.Dr.Linie! Mein Ultraschall com 6.3.2018:Links betonte Schlddrüse mit inhomogener Struktur.Im rechten Lappen ein inhomogener Konglomeratknoten 16×19mm mittleres Drittel.Links ein zystischer Knoten mittleres Drittel ventral5×6mm und dorsal ein 6×5mm ebenso mystischer Knoten Volumen rechts6,0ml u. Links 8,4ml.Die Aktivitätsanreicherung ist nds inhomogen.Befund:Struma Multi

  • Thomas W. sagt:

    Guten Tag,

    ich wollte hier mal nach eine Einschätzung Fragen da mein Hausarzt meinte es wäre alles im grünen Bereich ich mir aber langsam nicht mehr erklären kann warum ich ständig müde, antriebslos und kälteempfindlich bin. Gleichzeitig seit einem Jahr aktiv Sport treibe und meine Ernährung umgestellt habe und trotzdem nicht wirklich abnehmen kann. Teilweise sogar zunehme.Zudem ist müttlericher seits bisher jeder früher oder später an einer Schilddrüsenkrankheit erkrankt.

    Meine letzten Werte waren:
    TSH 4,260mIU/l (Norm laut Labor: 0,270-4,200)
    FT4 14,15 pmol/l (Norm laut Labor: 12,00-22,00)
    Cholesterin 232 mg/dl (Norm laut Labor: grenzwertig zwischen 200-239 mg/dl)

    Ich bekomme in 2 Wochen auch nochmal neue Werte von einem anderen Arzt. Dort sollte dann auch FT3 glaub ich mit bestimmt werden.

    Bisher habe ich keinerlei Medikamente dagegen eingenommen / bekommen.
    Wäre es hier evtl. einfach mal einen Versuch Wert? Um dann zu schauen wie sich mein allgemeines wohlbefinden evtl auch verändert?

    Vielen Dank schon einmal 🙂

    • Ihren Ausführungen kann ich nicht entnehmen ob die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis bei Ihnen gesichert ist. Dies könnte durch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper festgestellt werden. Ich gehe davon aus, dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. In diesem Fall ist ein TSH-Wert von über 4 ein Zeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion. Ihre Symptome Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Kälteempfindlichkeit würden dazu passen.

      Dr. med. Christian Lunow

      • Thomas W. sagt:

        Hallo,

        danke erstmal für die Antwort. Ich habe nun heute neue Werte bekommen.

        TSH basal 3,52 µIU/ml (Norm laut Labor: 0,35-4,50)
        FT3 3,2 pg/ml (Norm laut Labor: 2,0 – 4,2)
        FT4 1,2 ng/dl (Normal laut Labor 0,8 – 1,7)

        Anti-TG <15 U/ml
        Anti-TPO <15 U/ml

        Ultraschall:
        sonographisch sich nicht vergrößert darstellende Schilddrüse ohne Knoten mit euthyreoter Funktionslage. Sonographie der Schilddrüse (7,5 MHz): das Schilddrüsenvolumen liegt mit 15 ml im Normbereich, keine Knoten

        Mein Hausarzt meinte man müsse das ganz nun nicht mehr nachverfolgen. Alles wäre in Ordnung und ein Kontrollbesuch wäre nicht mehr nötig. Auf die Frage woher die "Begleiterscheinungen" noch kommen können, welche ich seit fast einem Jahr nun habe, wusste er auch keinen Rat.

        • Da die Schilddrüsenantikörper nicht erhöht sind und es auch im Ultraschall kein Hinweis auf eine Hashimoto-Thyreoiditis gibt, muss davon ausgegangen werden, dass Sie nicht an Hashimoto-Thyreoiditis leiden. Es gibt zwar gelegentlich Patienten bei denen weder das Kriterium Ultraschall noch die Schilddrüsenantikörper für eine Autoimmunthyreoiditis sprechen und dennoch eine beginnende Form vorliegt. Dies ist aber wirklich nur selten der Fall, sodass aus meiner Sicht momentan keine Schilddrüsenbehandlung notwendig erscheint. Voraussetzung ist allerdings, dass die Ultraschalluntersuchung von jemanden durchgeführt wurde, der erfahren ist in Ultraschalluntersuchungen von Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis.

          Dr. med. Christian Lunow

  • Unter der Therapie müssen die Antikörper bei Hashimoto-Thyreoiditis nicht weniger werden, wichtiger ist ob Ihre Symptome geringer werden. Werteformuliert könnte man sagen um die Hashimoto-Thyreoidits zu kontrollieren, ist eine regelmäßige Kontrolle der Antikörper gar nicht notwendig. Dennoch wird das bei uns auch durchgeführt, weil man sich auch ohne das es wissenschaftlich erwiesen ist, hieraus Informationen über die Autoimmunphänomene erhofft. Ihr TSH ist mit 0,1 relativ niedrig, sodaß eine Erhöhung der Thyroxindosis aus meiner Sicht nicht notwendig ist. Man kann aber auch nicht davon sprechen das Sie in einer Überfunktion sind. Es sei denn Ihre Symptome würden zu einer Überfunktion passen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Butterblume sagt:

    Hallo,

    ich hätte gerne mal eine fachliche Einschätzung zu meinen Laborwerten vom 29.11.16
    TSH 5,65 (Referenzbereich 0,4-4,9)
    fT3 2,4 (Ref.bereich 1,7-3,7)
    TPO 60 (Ref.bereich <6)
    TRAK <0,3 (Ref.bereich <1,8

    Der TSH hatte am 13.12.2016 einen Wert von 7,53

    Ich nehme kein L-Thyroxin, fühle mich momentan auch ganz gut. Hatte jahrelang Thyronajod-100 genommen. damit ständig müde, schlapp, Herzrasen, lustlos, sehr sehr kälteempfindlich, extremer Haarausfall im letzten Jahr.

    Meine Frage:
    Ist es empfehlenswert L-Tyroxin 50 zu nehmen? Hausarzt meint auf jedenfall, der Endokrinologe sagt, es kommt auf mein Allgemeinempfinden an, ab einem TSH von 10 MUSS behandelt werden. Ansonsten abhängig vom Wohlbefinden des Patienten. Jetzt bin ich hin und her gerissen was ich machen soll.

    Danke und viele Grüße

    • Wenn Sie sich wohl fühlen und keine Krankheitssymptome einer Schilddrüsenunterfunktion haben, kann eine abwartende Haltung eingenommen werden. Ich würde trotzdem mal einen Versuch mit L Thyroxin 50 unternehmen. Vielleicht fühlen Sie sich dann noch besser. Jod ist bei Hashimoto Thyreoiditis nicht zu empfehlen.

  • Thorsten sagt:

    Meine Tochter hat seit fast 2 Jahren erhebliche körperliche Probleme (Kopfschmerzen, Übelkeit, gelenkschmerzen Usw.). Das größte Problem sind aber aber die häufigen Muskelspannungen (dystonien? ) im linken Bein (dauer ca. 15 – 30h) oder im linken Arm (5-7h). Wir wissen die Ursache dafür nicht.
    Nun wurde hashimoto festgestellt.
    Können solche muskelspannungen durch hashimoto verursacht werden?
    Danke für Ihre Antwort.

  • Der TSH Wert ist relativ hoch. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob nicht eine höhere Thyroxindosis ausprobiert werden sollte.

    Dr. med. Reinhold Lunow