Hashimoto-Thyreoiditis

Haben Sie den Verdacht an einer Schilddrüsenerkrankung zu leiden oder kennen Sie jemanden mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis?

In diesem Blog finden Sie interessantes Wissen rund um die Schilddrüsenkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis:

 

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189 Kommentare

  • Jeanette sagt:

    Guten Tag Herr Dr Lunow,

    Erst einmal vielen Dank für die Arbeit die sie hier leisten. Jetzt zu meiner Frage.
    Ich habe seit 2015 erhöhte TPO- Antikörper, 130 bis 140 bei einem Grenzwert von <40. Seit letztem Jahr nehme ich thyroxin 75 und 100 selen. Bei meiner letzten Blutuntersuchung hatte ich plötzlich keine Antikörper mehr. Wie kann das sein?
    Außerdem habe ich immer noch leichte unterfunktions Symptome.
    Meine Blutwerte:
    TSH: 0,87
    FT3: 3,12 (2,0-4,4)
    FT4: 1,49 (0,9-2,0)
    TSH-Rezeptor AK negativ
    TPO-AK negativ
    Ferritin: 36 (15-150)
    Vielen Dank für ihre Mühe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jeanette

    • Es kommt immer wieder vor, dass die Antikörper im Laufe der Erkrankung verschwinden. Die Therapie sollte sich an Ihren Symptomen ausrichten. D.h. wenn es Ihnen unter der Therapie gut geht, ist es die richtige Therapie. Die Schilddrüsenantikörper sind für die Therapie Entscheidung nicht von so großer Bedeutung.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Elisabeth sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich bin 50 Jahre alt und bei mir wurde vor über 20 Jahren Hashimoto festgestellt.

    Die letzte Schilddrüsenuntersuchung ergab folgende Werte.
    Sonographie: nur noch wabige Bindegewebsstruktur ohne intaktem SD-Gewebe
    FT3: 0%
    FT4: 40,2%
    TSH basal: 1,1
    TPO-AK: 210 lU/ ml (Norm unter 40)

    Laut meiner Ärztin sind die Werte in Ordnung und somit kann ihrer Meinung nach die Substitution mit LT 100 unverändert fortgesetzt werden. Ich fühle mich aber nicht in Ordnung, da ich unter Antriebslosigkeit, starkem Übergewicht, Konzentrationsschwäche und Schlafproblemen leide.

    Teilen Sie die Beurteilung meiner Ärztin? Und können weitere SD – Werte wie rT3 und TT3 und der Gehalt an Mineralstoffen Zink und Selen mehr Aufschluss geben?

    Danke im Voraus für Ihre Unterstützung!
    Beste Grüße

    • Ihre Symptome sprechen für eine zu geringe Dosis. Der TSH ist noch nicht ausreichend niedrig. Sie sprechen von 0 % T3 . Wenn dies wirklich stimmt, brauchen Sie wahrscheinlich wegen einer Umbaustörung auch nach Erhöhung des T4 noch zusätzlich T3.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Elisabeth sagt:

        Besten Dank für Ihre Einschätzung. Mit 0% FT3 meinte ich, dass der Wert genau auf der unteren Grenze liegt. Ich hoffe, ich hatte mich da nicht missverständlich ausgedrückt.
        Nach Rückfrage erklärte meine Ärztin jetzt, es sei noch Luft nach oben und hat die Dosis auf 125 erhöht. Mal sehen, was die Kontrolle in acht Wochen ergibt.

        Auch ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Kommentare herzlich bedanken. Es hilft sehr, bei Fragen ernst genommen zu werden und Rückmeldung zu bekommen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Ute Königs sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    ich habe vor kurzem die Diagnose Hashimoto erhalten.
    Mein TSH liegt nun bei 0,9. Ich erhalte L-Thyroxin 100. Keine weiteren ungewöhnlichen Auffälligkeiten.
    Ich leide immer noch (wenn auch weniger) unter mentaler Müdigkeit. Dies ist bei meiner Büro-Arbeit problematisch.
    Meine behandelnde Ärztin riet mir „einen Kaffee mehr“ zu trinken.

    Kann man die Symptome mit Koffein tatsächlich feinregulieren ?

    Danke sehr für Ihre Zeit und Hilfe!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ute Königs

  • Petra Wöhle sagt:

    Ich habe eine nachgewiesene Hashimoto Thyreoditis. Seit 6 Wochen werde ich behandelt. Ich beobachte seit 2-3 Monaten einen unangenehmen Körper- und Schweißgeruch ( wie Brühe?), mein Mann sagte mir, dass ich einen fischigen Mundgeruch habe. Steht das im Zusammenhang?

  • Frank Gabriela sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow
    mein TSH- Wert lag bei der Hauptuntersuchung 17.4. 2018 bei 2,16 ! Ich bin 59 Jahre und habe schon seit 30 Jahren Hashimoto-Thyreoiditis. Im Juni bei einer Ultraschalluntersuchung meinte der zu untersuchende Arzt , meine Schilddrüse sei eher vergrößert und ich müsste unbedingt das L-Thyroxin von 125 auf 175 erhöhen. Das habe ich dann gemacht und heute bei einer Kontrolle beim Hausarzt einen Wert von nur noch 0,01. Seit September wurde bei mir eine Hauterkrankung im Genialbereich namens ,,Acanthosis nigrican,,festgestellt .
    Könnte da ein Zusammenhang bestehen und sollte ich eventuell die Tablettendosis wieder senken .
    PS: Ich hatte 2018 das ganze Jahr sehr großen Psychischen Stress, da meine Schwester im Januar gestorben ist und danach die ganze Familie auseinander gebrochen ist. Hat sowas auch einen Einfluss auf den TSH Wert.
    Ganz liebe Grüße und schonmal vielen Dank für Ihre Antwort
    G.Frank

    • Ein Zusammenhang zwischen Ihrer Hauterkrankung und der Schilddrüse ist mir nicht bekannt. Die Erhöhung der Schilddrüsendosis war angesichts des hohen TSH Wertes aus meiner Sicht richtig. Psychischer Stress kann die Schilddrüsefunktion beeinflussen. Ob Sie noch die richtige Thyroxindosis bekommen hängt in erster Linie von Ihren Symptomen ab. Wenn Sie Beschwerden wie bei einer Schilddrüsenüberfunktion haben, könnte man eine Reduzierung der Dosis probieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Bärbel Reuter sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich hatte noch vergessen zu bemerken, dass nie Antikörper nachgewiesen wurden, aber es gibt ja auch seronegatives Hashimoto, wie ich von einigen Patientinnen weiß.
    Gewichtszunahme besteht auch nicht, ich bin eher sehr schlank und nehme sehr schlecht zu, nachdem ich wg. Auslassen von Zucker abgenommen hatte, bin sehr schlank.

    MfG
    B. Reuter

  • Bärbel Reuter sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    mein Nuklearmediziner befundete meine SD nun, trotzdem er immer meinte, der US sähe nicht nach Hashimoto aus, dass ich (60 J. weibl.) Hashimoito habe. Meine SD war lt. neuem Befund re 3,5 ml + li 2,5 ml groß. Normale Größe?. Vor einigen Jahren wurden re 3,5 ml + li 5 ml gemessen.
    Die Endokrinologin meint: kein Hashimoto und SD-Größe: re 3,5 ml + li 7,5 ml. Sie maß also links die doppelte Größe, rechts wie der Nuk

    Ich nehme seit ca. 5 Jahren LT und habe auf Grund von Beschwerden (innere Unruhe, Herzstolpern, Konzentrationsschwäche. Leistungsknick u. a. ) und der nicht einmal mittigen freien freier Werte im vorigen Jahr von 75 L-Thyroxin auf 88, dann auf 100 erhöht.
    Das TSH sank auf 0,02, fT3 und fT4 bewegten sich jedoch damit zum ersten Mal im Mittelfeld. Die Beschwerden wurden besser bzw. verschwanden.
    Hausarzt und Nuk schlugen wegen des TSH Alarm wegen Überfunktion, ich sollte wieder auf 75 LT senken.
    Damit sind meine freien Werte nun so schlecht, wie noch nie:
    fT3 2,86 pmol/l (Norm 3,4-7,7) also im Minus
    fT4 13,40 pmol/l (Norm 10,3-24,5) weit unten
    TSH mit 1,46 wieder gut

    Meine Ärzte sind zufrieden, da der TSH in der Norm ist, die freien Werte würden überhaupt nicht interessieren??????

    Ich habe wieder innere Unruhe, mehr Müdigkeit u. a. , ähnlich wie vor meiner Erhöhung im vorigen Jahr.
    Und ich bin ratlos.
    Vielleicht sanken die freien Werte so, da ich wegen Gastritis Säureblocker nehmen musste? Wie kann meine LT Einstellung nun i. O. sein, wenn die freien Werte so schlecht sind?

    VIelen Dank für Ihren Rat.
    Mit freundlichen Grüßen
    B. Reuter

    • Wenn sich weder im Ultraschall der Schilddrüse noch in der Bestimmung der Schilddrüsenantikörper ein Hinweis auf Hashimoto zeigt, ist diese Diagnose zumindest sehr unwahrscheinlich. Sie sollten dann zu mindestens eine Schilddrüsenunterfunktion haben, wenn Sie kein Thyroxin nehmen. Vielleicht war das in der Vergangenheit ja so. Ihre Symptome können sowohl einer Überfunktion als auch eine Unterfunktion zugeordnet werden. So gesehen ist es aus der Ferne schwierig, einen Rat zu geben. Vielleicht probieren Sie es wirklich mal ohne Schilddrüsenhormone und schauen welche Symptome dann übrig bleiben oder ob sich neue Symptome einstellen. Dann könnte man wieder langsam von unten aufbauen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Bärbel Reuter sagt:

        Hallo Dr. Lunow,
        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Aber ich schrieb Ihnen ja, dass der Nuklearmediziner in seinem Befund geschrieben htte, dass meine SD leicht inhomogen und etwas echoarm ist?! Außerdem eine kleine Kalkstelle als Zeichen einer erfolgten Entzündung. Die SD ist außerdem lt. seinem Befund von 8,5 ml auf 6 ml geschrumpft.
        Nur die Endokrinologin, die ich aus Unsicherheit (der Nuklearmediziner sagte mal so mal so…) meinte im vorigen Jahr, sie würde keine Inhomogenoität erkennen und maß die SD auf „einer Seite“ doppelt so groß, wie der Nuklearmediziner in den vergangenen Jahren. Der maß die gleiche Seite im vorigen Jahr ja sogar noch kleiner.
        Meine Frage bezog sich auch darauf, dass meine freien Werte super waren, nur der TSH unter LT 100 weit unter der Norm.
        UNter LT sollten doch aber eher die freien Werte Beachtung finden?

        LT absetzen ist doch keine Option, mir geht es ja bereits unter 75 schlechter
        Wozu sind eigentlich die freien Werte gut, wenn nur der TSH beachtet wird, selbst unter LT Substitution? Das TSH reagiert doch auf die Zufuhr von LT und das, wsa echt verfügbar ist im Blut sind doch fT3 und fT4?!.

        Mit freundlichen Grüßen
        B. Reuter

        • Die Beschreibung der Ultraschallstruktur ist viel von der subjektiven Meinung des Untersuchers abhängig. Eine leichte Inhomogenität und etwas Echoarmut könnte auch alleine von regressive Veränderungen verursacht worden sein. Auch Verkalkungen sind kein sicheres Zeichen für eine Hashimoto-Thyreoiditis. Wenn es Ihnen gut geht, kann der TSH auch deutlich supprimiert sein. T3 und T4 sollten dabei aber nicht oberhalb des Normbereiches sein. Das Absetzen der Hormone mit einem Neustart und kontinuierlicher Dosissteigerung würde helfen, die Abhängigkeit Ihrer Symptome von der Hormongabe genauer einordnen zu können.

          Dr. med. Reinhold Lunow

  • Diana sagt:

    Hallo,

    ich habe seit 13 Jahren die Diagnose Hashimoto. Bis vor 2 Jahren war ich mit L-Thyroxin 75 eingestellt und der TSH war bei 2,9 – was laut meinem Hausarzt ein Top Wert ist. Es ging mir immer schlechter und ich war von mir aus beim Endokrinologen – die Dosis wurde angepasst auf 112,5 mg. Das war vor 1,5 Jahren. Mittlerweile habe ich den Hausarzt gewechselt und gehe regelmäßig jedes halbe Jahr zur Blutkontrolle. Allerdings merke ich seit einigen Monaten, dass es mir wieder schlechter geht. Die Blutwerte vom Dezember sind: TSH 1,54 ,freies T4 18,7 (10,3-24,5) und freies T3 4,8 (3,6-7,7). Die TPO-Ak lagen immer so bei 130 – dieses Mal bei 261. Der Endokrinologe möchte die Dosis so belassen, obwohl ich gerne steigern würde. Meine Hausärztin ist mit dem Steigern einverstanden – macht sich allerdings etwas Sorgen, da ich Osteopenie habe. Würden Sie die Dosis auf 125 steigern und können Sie mir sagen, warum die TPO-AK stark gestiegen sind? Muss ich mir Sorgen wegen der Osteopenie machen, wenn ich steigere?
    Vielen Dank!

    • Die meisten Patienten mit Hashimoto fühlen sich bei einem TSH von 0,3-1,0 am wohlsten. Manche Patienten sogar mit einem noch niedrigeren TSH. Dabei darf aber auf keinen Fall T4 und T 3 in den Überfunktionsbereich gelangen. Die Kontrolle der Osteopenie ist mit einfachen Methoden möglich, so dass ich hier nur eine theoretische Gefahr sehe.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Reuter sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,

    ich bin männlich und Hashimoto Patient mit Kinderwunsch.

    Hat die Krankheit einen Einfluss ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Carsten Reuter

    • Es gibt keine umfangreichen Erkenntnisse über die Behandlung von männlichen Patienten mit Hashimoto hinsichtlich Kinderwunsch. Ich würde die Dosisfindung in Analogie zu der von weiblichen Patienten durchführen, und den TSH- Wert zwischen 0,3 und1,0 einstellen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Stefan Boll sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    lassen sich ADHS-Symptome mit L-Thyyroxin behandeln?

    Meine starken Symptome (Müdigkeit, Watte im Kopf, starke Konzentrationsprobleme) wurden kurzzeitig mit Ritalin behandelt.
    Mit gutem Erfolg.
    Eine Blutuntersuchung wies vor einigen Monaten eine Hashimoto Erkrankung aus.
    Ich bekomme LT 175 bei 90 kg (TSH: 0,31) Meine oben beschriebenen Symptome treten tlw. immer noch auf. T3 und T4 sind im mittleren Normalbereich.
    Kann Thyroxin das gleiche Ergebnis liefern wie Ritalin ?
    Danke sehr.
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Boll

    • ADHS kann man nicht mit Thyroxin behandeln. Da Sie aber gleichzeitig an einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden, könnte man versuchen den TSH Wert noch weiter runter zu fahren. Hierfür könnte ein Versuch mit einer erhöhten Thyroxindosis gestartet werden. Wenn Ihre Symptome darunter besser werden, haben Sie alles richtig gemacht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Hannelore sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,

    bei mir wurde vor etwa zwei Jahren Hashimoto diagnostiziert. Da die Werte im Normbereich liegen, werde ich nicht medikamentös behandelt. In den letzten Tagen und Wochen leide ich verstärkt unter innere Unruhe, manchmal so stark, dass ein Einschlafen nahezu unmöglich ist. Ich habe vor wenigen Wochen wegen einer bakteriellen Infektion eine elftägige Behandlung mit einem Antibiotikum bekommen. Könnte dies eine Nebenwirkung sein? Wenn ja, was kann ich dagegen tun? Oder könnte mir eine Behandlung mit L-Thyroxin helfen?

    • Ihre Symptome sind nicht typisch für eine Schilddrüsenunterfunktion . Auf der anderen Seite gibt es aber auch paradoxe Symptome. Sie sollten die Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen. Antibiotika verursachen solche Symptome in der Regel nicht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Nicole sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,

    Ich bin aufgrund von vielen Symptomen seit Jahren auf der Suche einer Ursache. Ich habe ein sehr schwaches Immunsystem, Migränen, Müdigkeit, Schlafprobleme, Gewichtszunahme, Muskelschwäche, ständig Schwindel, kaum Libido, Reizdarmsyndrom, Druckgefühl am Hals, Hautirritationen und Ausschläge….Aus diesem Grund habe ich mich gefragt, ob ich Hashimoto haben könnte oder eine andere Schilddrüsenerkrankung wie eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen könnte.

    Mein Endokrinologe findet meine Werte bis auf den Prolaktinwert nicht weiter merkwürdig, jedoch glaube ich, aufgrund ihrer letzteren Antworten, dass der TSH Wert doch recht hoch ist und bitte um Ihre Meinung wie ich weiter vorgehen sollte:

    TSH: 2,75
    freies T3: 3,58
    freies T4: 0,777
    anti-TPO-AK: 20,3
    LH: 5,92
    FSH: 10,4
    Prolaktin: 44,8
    ACTH: 38,8
    Cortisol: 17,4
    Östradiol: 33
    SHBG: 28,9
    DHEAS: 201
    Erothrozyten: 3,94

    Könnte hier Hashimoto oder eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen? Bisher wurde keine Diagnose gestellt und keine Therapie veranlasst. Der Prolaktinwert soll erst in 1,5 Monat nochmal kontrolliert werden. Sollten noch weitere Werte ermittelt werden oder Tests gemacht werden?

    • Die trockene Haut könnte für eine Schilddrüsenunterfunktion sprechen. Das würde zu einer Hashimoto Thyreoiditis passen. Symptome wie Nachtschweiß und Herzstolpern sprechen eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Lichtempfindlichkeit die Augen könnte durch eine endokrine Orbitopathie bedingt sein. Diese Autoimmunerkrankung im Augenbereich kommt häufig bei Morbus Basedow und selten auch bei Hashimoto vor. Sie sollten zu einem Augenarzt und zu einem Arzt, der sich mit Schilddrüsenerkrankungen auskennt gehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Matthias sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,
    danke, dass Sie auf Ihrer Webseite so viele nützliche Infos zum Thema Hashimoto bereithalten.

    Ich bin wegen Hashimoto in Behandlung und habe, weil sich Hausarzt und Nuklearmedizinerin selten einer Meinung sind, zwei Fragen, für deren Beantwortung ich Ihnen sehr dankbar wäre.

    1) Spielt der Zeitpunkt der Blutabnahme für den TSH Wert eine große Rolle? Bei der Spezialistin (11:30, Tsh =0,9, explizit mit morgendlicher Thyroxineinnahme) habe ich andere Werte als beim Hausarzt (8:30, 1,9, ohne Thyroxintablette), die Therapieempfehlungen variieren daher leider auch, so dass ich da etwas hilflos bin….

    2.) Kann die Tabletteneinnahme 2-3 h vor Blutabnahme den FT4 Wert verfälschen? (Dieser ist bei mir im Vergleich zum f3 Wert deutlich höher, 1,6 (Labornorm geht bis 2,0)

    Vielen Dank,
    Matthias

    • Wir empfehlen eine Blutabnahme ohne vorherige Einnahme. Die Patienten nehmen das Thyroxin dann nach der Blutabnahme ein. Diese standardisierte Vorgehen erleichtert die Dosisfindung. Die Tabletteneinnahme einige Stunden vor der Blutabnahme kann den fT4 Wert erhöhen und den TSH Wert erniedrigen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ralf Schmitz sagt:

    Hallo Herr DR. Lunow,
    ich habe die Diagnose Hashimoto, Die Antikörper sind sehr hoch und der TSH-Wert war einmal über 20 und einmal bei 15,5. T3 liegt im Normnereich, T4 im unteren Normbereich. Ich habe L-Thyroxin, Eferox und jetzt Thybon in unterschiedlichsten Dosierungen bekommen. Ergebnis war jedesmal das mein Puls und Blutdruck extrem hoch gingen. Da ich 2014 einen Hinterwandinfarkt hatte ist das für mich nicht zu ertragen. Haben Sie evtl. noch einen alternativen Vorschlag was ich machen könnte? Im Voraus vielen Dank.

    • Angesichts Ihrer Vorgeschichte bei Zustand nach Hinterwandinfarkt sollten Sie in erster Linie die Thyroxindosis nach Ihren Symptomen einstellen lassen. Es muss nicht immer eine normale Schilddrüsenfunktion (Euthyreose) erreicht werden. Eine latente Schilddrüsenunterfunktion mit hohen TSH aber normalen T4 und T3 werden ist zu tolerieren, wenn hierunter die Herzbeschwerden geringer sind.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Tati sagt:

    Hallo Dr. Lunow,

    ich hab schon einige Jahre eine Unterfunktion.
    Seit gut einem Jahr hab ich ca 10 Kilo zugenommen und fühle
    mich schlapp mit Haarausfall und und und.
    Ich war nun beim Internisten und habe ein Ultraschall mit Blutabnahme
    machen lassen. Es kam heraus, dass ich Hashimoto habe, die Schilddrüse ist
    schon klein und dunkel. TSH Wert ist bei 2,28 der Arzt meinte
    ich soll die 50 mg L-Tyrox weiter so nehmen. Was meinen Sie?
    soll ich selber erhöhen und wenn ja wieviel? Ich muss dazu sagen, wir haben einen Kinderwunsch und hatten letztes Jahr 2x in der 6 Woche einen Abort. Ich würde mich über eine Antwort freuen.

    Vielen Dank
    Tati

    • Ihr TSH Wert spricht für eine Schilddrüsenunterfunktion. Bei Kinderwunsch stellen wir den TSH Wert im
      Allgemeinen auf einen Wert zwischen 0,3 und 1,0 ein. Insofern wäre eine Erhöhung der Dosis des Thyroxins
      indiziert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • susa37 sagt:

    Hallo, ich bin auch eine Hashimoto geplagte Frau, momentan nehme ich 112 mg L-Thyroxin. Meine Hausärztin meint mit 1,42 bin ich gut eingestellt. Sie weiss auch, dass ich mit unerfülltem Kinderwunsch kämpfe (erfolglose IVFs). Der Spagat ist schwierig, mit Überfunktion könnte ich Bäume ausreisen und meine Aufgaben bewältigen, in der Unterfunktion bekomme ich gar nichts auf die Reihe, aber ein Kind möchte ich auch. Zur Zeit fühle ich mich sehr müde und antriebslos. Auf der Arbeit bringe ich meine Leistung, heim etwas essen, dann schlafe ich ein. Zehn Stunden Schlaf sind keine Seltenheit. Seelisch befindet man sich im Hamsterrad, man ist unzufrieden mit sich selbst und die Umwelt versteht die Probleme nicht denn man sieht nicht wirklich die Krankheit und wird oft als Hypochonder oder depressiv abgestempelt.
    Gibt es eine Kur, die sich mit Autoimmunerkrankungen oder spez. Hashimoto befasst? Haben sie vielleicht noch einen Ratschlag der mir in Sachen Hashimoto oder Kinderwunsch weiterhilft?

  • Yvonne Nowak sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow,
    seit dem Jahr 2011 habe ich aufgrund meiner immer wiederkehrender Beschwerden eine Ärzte-Odyssee hinter mir:
    – wie grippeartige Symptome
    – starkes Frieren
    – Muskel- und Gelenkschmerzen
    – Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Glutenunverträglichkeit, Fruktoseintoleranz,
    Histaminintoleranz, Laktoseintoleranz
    – Magen- und Darmbeschwerden
    – Konzentrationsprobleme
    – Gedächtnisschwierigkeiten
    – depressive Verstimmungen
    – Haarausfall

    Mit der Aussage der Ärzte, dass alles in Ordnung sei und meine Probleme psychosomatisch sind und ich lieber Antidepressiva nehmen sollte und zur Psychotherapie gehen sollte.

    Auf mein Drängen wurden im November 2018 dann endlich die Schilddrüsen-Antikörper bestimmt.

    TSH 1,26
    Freies T3 3,89 pmol/l
    Freies T4 14,5 pmol/l
    TSH-rezeptfrei Ak <0,30 (negativ)
    TAK 169 (positiv) Hinweis auf Hashimoto Thyreoiditis
    TPO-AK LIA 10 (negativ)

    Eine Sonografie der Schilddrüse ist erst im Januar 2019 möglich bzw. It. Arzt erforderlich.

    Ich bin fix und fertig… stehe da mit einer Verdachtsdiagnose Hashimoto, aber mit der Behandlung geht es nicht weiter…

    Ich bin ratlos…Was soll ich tun?

    Wäre es nicht erforderlich L-Thyroxin einzunehmen?

    Ich bitte um Ihre Hilfe!

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    Yvonne

    • Die erhöhten Schilddrüsenantikörper sprechen für eine Hashimoto-Thyreoiditis. Auch wenn in der
      Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse keine typischen Veränderungen festgestellt werden sollten, halte ich
      aufgrund Ihrer Beschwerden einen Therapieversuch mit Thyroxin für indiziert. Zudem sollten Sie
      Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Zöliakie und Eisenmangel ausschließen lassen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Nicole sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,
    ich bin auf Ihre Seite gestoßen und sehr dankbar darüber, dass Sie sich auch für aussenstehende ein bisschen die Zeit nehmen um Rat zu geben!
    Ich bin aufgrund von vielen Symptomen seit Jahren auf der Suche einer Ursache. Darunter zählen:

    1. Ständiges Kranksein (chronisch Nebenhöhlen, Grippen, Magen-Darm, Migränen, –> alle 2 Monate 1-2 Wochen ausgesetzt und ständig Kopfschmerzen, etc.)
    2. Schlafprobleme und starke Müdigkeit
    3. Schnelle Gewichtszunahme mit normaler Ernährung (halte mein Gewicht nur bei 500 Kalorien am Tag)
    4. Muskelschwäche (trotz viel Sport bauen Muskeln sich nur sehr langsam auf und sehr schnell wieder ab)
    5. Seit Neustem Schwindel, Schwarz vor Augen
    6. Starker Libido-Verlust seit 2 Jahren
    7. Druckgefühl am Hals, manchmal auch Ausschlag
    8. Hautirritationen und Ausschläge, welche sporadisch auftauchen und verschwinden und aussehen wie Neurodermitis

    Nach langem Kämpfen habe ich nun einen Termin zum Endokrinologen erhalten. Er findet meine Werte bis auf den Prolaktinwert nicht weiter merkwürdig, jedoch glaube ich, dass der TSH Wert doch recht hoch ist und bitte um Ihre Meinung wie ich weiter vorgehen sollte:

    TSH: 2,75
    freies T3: 3,58
    freies T4: 0,777
    anti-TPO-AK: 20,3
    LH: 5,92
    FSH: 10,4
    Prolaktin: 44,8
    ACTH: 38,8
    Cortisol: 17,4
    Östradiol: 33
    SHBG: 28,9
    DHEAS: 201

    weitere Werte, welche leicht aus em Rahmen kommen:
    BMI: 26,8
    Erothrozyten: 3,94
    MCV: 97,1
    eGFR: >60
    Kapillar Glukose: 108
    HbA1c 4,9% und 30mmol/mol

    Sollte ich meinem Arzt vertrauen oder noch weiteren Rat einholen? Es wird zumindest demnächst ein Prolaktin-Spiegel gemacht, um auszuschließen dass es nur Stress wäre. Mein Arzt ist der Meinung, dass die meisten Symptome nur durch Stress und daraus resultierende Nierenschwäche verursacht sind.
    Dankeschön für Ihren Rat!

    • Da die Schilddrüsenantikörper nicht erhöht, liegt mit einiger Wahrscheinlichkeit kein Hashimoto vor. Sie sollten jedoch noch einen Ultraschall der Schilddrüse vornehmen lassen. Es gibt Fälle, in denen die Diagnose Hashimoto nur mit einem solchen Ultraschall gestellt werden kann. Der Prolaktinwert es nur leicht erhöht, so dass man davon ausgehen kann, dass Sie kein Prolaktinom haben.
      Wenn gar nichts hilft, kann man auch ohne sicheren Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion einen Therapieversuch mit Thyroxin wagen und den TSH auf 0,3-1,0 einstellen. Wenn Ihre Symptome dann verschwinden, hat man alles richtig gemacht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Bianka sagt:

    Hallo ich bräuchte dringend eine guten Rat…
    ich habe schon seit 20 Jahren Hashimoto, anfangs war die Einstellung schwierig dann war lange gut auch während zwei Schwangerschaft und seit einem Jahr gibt es auf einmal sehr hohe Antikörper und sehr schwankende Werte zwischen Über- und Unterfunktion. Ich hatte Jahr lang 175 L-Thyroxin genommen dann auf 150 reduziert, dann auf 125, mit leichter Unterfunktion sollte ich nun 125 und zwei Mal die Woche 150 nehmen. Nun meine aktuellen Werte:
    TSH 0,10 (0,27 -4,20)
    FT3 4,4 (3,1 – 6,8)
    FT4 22,1 (12,0 – 22,0).
    Am Wochenende hatte ich ständig das Gefühl schlecht Luft zu bekommen und war innerlich unruhig bzw. nervös.

    Muss ich meine Dosis weiter reduzieren? Habe ich nun eine leichte Überfunktion, aber warum ist FT3 im Verhältnis zu FT4 so unterschiedlich (35% zu 101 %)?

    Zudem muss ich seit vier Monaten die Cerazette wegen Endometriose zur Therapie nehmen und habe das Gefühl Hormone schlecht zu vertragen, können diese Hermone die anderen Hormone beeinflussen?

    Vielen lieben Dank
    Bianka

    • Die Therapie der Endometriose kann durchaus die Thyroxin-Therapie beeinflussen. Ihre Blutwerte sind im Prinzip in Ordnung. Aufgrund Ihrer Beschwerden würde ich auch am ehesten an eine Übertherapie denken. So gesehen sollten Sie eine Dosisreduktion ausprobieren. Außerdem würde ich noch die Schilddrüsenantikörper inklusive TRAK bestimmen lassen, um den Übergang in Morbus Basedow auszuschließen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Birgit sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Hashimoto hatte man erst nach 8 Jahren festgestellt, in dieser Zeit hatte/habe ich von Muskelschwäche, Schwindel, Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit, Kälteempfindlichkeit, Stimmverlust, Schlechtere Sehstärke, Muskelkrämpfe, Haarausfall und noch so einiges was mir diese Erkrankung bescherte durch. Man glaubte mir damals nicht. Mittlerweile nehme ich LT 75, habe immer noch starken Haarausfall nach 8 Jahren LT. Meine Werte: TSH:2,3 / ft4:16,4 / ft3: 6,5 / TPO-AK: 19,8 / TRAK: 0,7 / hTG: 8,4.
    Muskelschwäche und schnelles ermüdet sein sowie die anderen Nebenbau-stellen sind nur gering besser geworden. Sollte man bei dieser Dosis bleiben oder erhöhen? Irgendwann muss es doch mal besser werden.Sport ist immer noch nicht möglich, Muskuläre Anstrengungen bei egal welcher Tätigkeit schwächt sehr schnell die Muskeln,als hätte man Blei im Körper.

  • Sven Simon sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    mein TSH war kürzlich erhöht bei 4,0-6,0.
    Viele Monate und Jahre habe ich meine Müdigleit im Büro und Studium in Eigenmedikation behandelt (Koffeintabletten regelmäßig, Aspirin Complex, Guarana, viel Sport).
    Nun nehme ich L-Thyroxin und es geht mir gut. Der TSH liegt bei 0,4.

    Kann alleine durch meine Eigenmedikation/Sport der TSH steigen, weshalb ich nun selbst verschuldet L-Thdroxin nehmen muss ?
    Ist ein Auslassversuch möglich bei Diagnose Hashimoto ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Sven Simon

    • Durch Ihre Lebensweise ist der TSH nicht angestiegen. Ein Auslassversuch ist nicht sinnvoll. Meistens handelt es sich bei Hashimoto um eine lebenslange Erkrankung. Die Dosis sollte entsprechend den Symptomen und in zweiter Linie entsprechend den Laborwerten angepasst werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Caro sagt:

    Guten Tag,
    ich habe nach meiner Schwangerschaft 2014 erst eine Basedow Diagnose bekommen und ein gutes Jahr lang Thiamazol eingenommen. Dann hieß es, die ÜF-Phase war eine Hashitoxikose und die Diagnose lautete plötzlich Hashimoto. Knapp 3 Jahre habe ich dann L-Thyroxin genommen (zwischen 50 und 75). Vor 3 Monaten war dann der TSH-Wert supprimiert und quasi nicht mehr messbar. Seit dem kompletten Absetzen des L-Thyroxins sind die freien Werte und der TSH-Wert im Normbereich, die Antikörper für Hashimoto sehr hoch und der für Basedow grenzwertig. Hausarzt und Nuk sagen dazu nur ‚periphere Euthyreose‘ und regelmäßige Überwachung. Ich frage mich aber, was das alles bedeutet?! Hashimoto? Basedow? Spontanheilung? Ich bin ratlos.

    Vielen Dank und viele Grüße!

    • Ich gehe davon aus, dass mit den Basedow-Werten werden die Antikörper TRAK gemeint sind. Sie werden also nach ihrer Schwangerschaft einen Morbus Basedow gehabt haben. Eine anfängliche Überfunktion bei
      Hashimoto dauert auch nicht so lange. Möglicherweise haben Sie dann danach wirklich eine Hashimoto-Thyreoiditis bekommen haben. Dieser Erkrankung geht aber im Gegensatz zu Morbus Basedow meist nicht
      von alleine wieder weg. Wenn Sie keine Unterfunktionsymptome haben, brauchen Sie aber keine Schilddrüsenhormone zu nehmen. Falls doch, sollten Sie mit Ihrem Arzt noch einmal sprechen. Regelmäßige
      Kontrollen sind auf jeden Fall in sinnvoll, da ein Morbus Basedow noch mal wiederkommen kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sebastian sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich bin oft müde. Bei einer Blutuntersuchung wurde ein TSH von 3,3 festgestellt.
    Ist dies sehr ungewöhnlich hoch und rechtfertigt einen Hashimoto-Verdacht ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Sebastian

    • Dieser TSH Wert könnte, wenn Sie an einer Hashimoto—Thyreoiditis leiden ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Sie sollten sich die Schilddrüsenantikörper bestimmen und einen
      Ultraschall der Schilddrüse machen lassen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, ist eine Therapie mit Schilddrüsenhormon angesichts ihrer Müdigkeit indiziert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lisa Weber sagt:

    interessant auf jeden Fall

  • Manu sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    ich hätte sehr gerne einen Termin bei Ihnen gehabt, habe aber leider eine Absage von Ihren Damen bekommen. Ich habe seit einigen Jahren eine Hashimoto-Thyreoditis die mit L-Thyroxin 50 therapiert wird. Mein TSH ist zurzeit schwankt zwischen 2,2 und 2,6 (zurzeit 2,2). Mein Radiologe meinte bei der Sono, dass die Schilddrüse wird immer kleiner wird und ich anders eingestellt werden müsste, was meine Hausärztin völlig ignoriert da sie der Meinung ist, das TSH sei normal. Meine Beschwerden trotz LT 50 = zeitweise Gelenkbeschwerden, völlige Antriebslosigkeit, brüchige Fingernägel, Müdigkeit, zeitweise Wortfindungsstörungen, Gewichtszunahme von 35 Kilogramm, Haarausfall. Nun habe ich Angst, dass es noch zu weiteren organischen Schäden kommen kann, wenn diese Dosierung nicht ausreicht. Ich habe im letzten Jahr eigenmächtig die LT von 50 auf 75 erhöht, aber wegen verstärkter Nebenwirkungen wieder die Dosis auf 50 herabgesetzt. Leider finde ich hier in Baden-Württemberg keinen guten Endokrinologen.
    Vielen Dank für Ihre kurze Rückmeldung, damit ich weiß, ob meine Vermutung richtig ist.
    Herzliche Grüße
    Manu

  • Block sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    seit Juli 2018 nehme ich l-Thyroxin 100. Meine Werte von September sind TSH 0,23 FT4 1,19 und FT3 3,40. Endlich ging es mir gut. Seit 2 Wochen kann ich wieder nicht schlafen, schwitze und nehme an Gewicht zu. Kann es sein, dass ich schon wieder erhöhen muss? Meinen Arzt (Internist) musste ich schon sehr überzeugen, dass ich es mit dem niedrigen TSH Wert versuchen möchte. Er findet auch 100 L-Thyroxin viel zu hoch und nicht gut.
    Vielen lieben Dank im voraus
    A. Block

    • Schlaflosigkeit und das Schwitzen könnten für eine Überdosierung sprechen. Die Gewichtsabnahme jedoch spricht eher für eine zu geringe Dosis. Erschwerend kommt hinzu dass manchmal paradoxe Symptome gibt, die einen auf die falsche Fährte bringen. Vielleicht warten Sie zunächst etwas ab. Manchmal muss man das aber einfach durch Dosisänderung ausprobieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • A. Block sagt:

        Gewichtszunahme! Ist es dann evtl. doch eher in der Überfunktion?

        • Bitte entschuldigen Sie, ich meinte auch Gewichtszunahme und nicht Gewichtsabnahme. Wie gesagt eine Gewichtszunahme spricht eher für eine Schilddrüsenunterfunktion, die anderen Symptome eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Das Thyroxin wirkt oft an den verschiedenen Organen unterschiedlich und so kann es sowohl zu Symptomen der Überfunktion als auch der Unterfunktion kommen. Letztendlich bleibt dann nichts anderes übrig als verschiedene Dosierung auszuprobieren.

          Dr. med.- Reinhold Lunow

  • Georg Stöble sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ist es wichtig von welcher Firma das L-Thyroxin stammt ? Ist die Firma Henning besser als althapharma (ich hoffe der Name stimmt in etwa).
    Die Apothekerin machte mich darauf aufmerksam.
    Mit freundlichen Grüßen
    Georg Stöble

    • Im Prinzip ist es nicht wichtig, von welcher Firma das Thyroxin stammt. Sie sollten aber auf jeden Fall bei einer Firma bleiben, da sonst die Einstellung manchmal etwas schwierig ist. Erstaunlicherweise vertragen manche Patienten das eine und andere Patient das andere Präparat besser.
      Das müssen Sie dann einfach ausprobieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Meike Po sagt:

    Hallo, ich habe auch Hashimoto. Seit mehreren Wochen geht es mir sehr schlecht. Ich habe seit Mai 12 kg zugenommen, habe sehr starken Haarausfall, bin gereizt, ständig müde, Habe Probleme beim Einschlafen, der Körpergeruch ist anders, meine ganzen Gelenke schmerzen und und und. Ich war nun bei meinem Hausarzt, die Blutabnahme ergab: TSH 8,23. Mein Hausarzt ist auch ratlos. Ich nehme Euthyrox 225, also eine sehr hohe Dosis. Ich bin 1.79 m groß und wiege jetzt 126 (!) kg. Zudem wurde letztes Jahr eine Insulinresistenz festgestellt und ebenso Lipödem (Stufe II) an den Beinen. Meine Werte sind fast nie im normalen Bereich. Ich habe mich wieder sehr zurückgezogen und meide in meiner Freizeit Kontakt zu Menschenansammlungen. Ich war schon bei mehreren Endokrinologen und irgendwie kann mir keiner helfen.

    Liebe Grüße Meike

    • Angesichts der hohen Thyroxindosis die Sie nehmen, ist Ihr TSH Wert viel zu hoch. Möglicherweise wird das Thyroxin von Ihnen nicht richtig resorbiert. Sie könnten die Thyroxindosis weiter erhöhen oder vielleicht noch besser zusätzlich T3 nehmen. Der TSH Wert sollte unter 1,0 eingestellt werden. Sie dürfen sich nicht von einer hohen Thyroxindosis abschrecken lassen. Nur das Ergebnis zählt!

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lucky sagt:

    Hallo zusammen
    Ich komme gerade vom Hausarzt und bin ein wenig durcheinander !
    (Ich habe mir Blut abnehmen lassen , da es mir seid einigen Monaten nicht ganz so gut geht . ) Meine Hausärztin meinte das ich Hashimoto hätte ,ich sollte mir das im Internet mal durch lesen , es sei nicht schön aber man könnte mit leben ! sie hat mir erstmal Euthyrox 25 zur Probe gegeben , ich sollte es erstmal testen ! Ich fühle mich ein wenig alleine gelassen ,sie hat mir sonst nicht gesagt . Kann mir jemand sagen was ich machen soll?

    • Im Prinzip hat Ihre Hausärztin zunächst das richtige veranlasst. Sie scheint also nicht ganz ahnungslos zu sein. Suchen Sie doch zunächst noch mal das Gespräch mit ihr. Ansonsten gibt es im Internet wirklich viele Informationen. Ärzte, die sich speziell mit Hashimoto beschäftigen, gibt es in Deutschland viel zu wenige.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sebastian sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    ich habe Hashimoto und bin mi L-Thyroxin auf eine TSH-Kennzahl von 0,48 eingestellt.
    Psychisch und körperlich geht es mir damit gut. Ich neige jedoch nun seit ein paar Monaten stärker zu Haarausfall (Geheimratsecken). Können dies bereits Überfunktionssymptome sein oder beginnt die Überfunktion erst bei einem Wert bei 0,30 ? Ich bin männlich und 37 Jahre. Alle anderen Werte sind normal.
    MfG
    Sebastian

  • Maria sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Ich habe im Januar 2018 die Diagnose Hashimoto erhalten. Angefangen mit L-Thyrox 50 plus 200 Cefasel, bin ich nun bei L-Thyroxin 100. Leider habe ich immer das Problem, dass es mir 2-3 Wochen nach Dosiserhöhung wieder schlechter geht und die Symptome wie extreme Müdigkeit erneut auftreten.
    Seit 2 Monaten kann ich wieder Sport treiben, was vorher auf Grund der Müdigkeit nicht möglich war. Zusätzlich habe ich meine Ernährung umgestellt, sodass ein Kaloriendefizit besteht, trotzdem verliere ich kein Gewicht. Meine Werte befinden sich laut Arzt in der Überfunktion. Sehen Sie das auch so? Was kann ich tun, damit nicht alle 3 Wochen dieselben Symptome auftreten und ich endlich Gewicht verliere? ( 15 kg zu viel seit der Diagnose)

    Tsh: 0.07
    fT3: 2.8 (2.0-4.2)
    fT4: 1.4 (0.8-1.7)

    Ich hatte schon an eine Umwandlungsstörung gedacht, allerdings war die Diskrepanz bei den vorherigen Werten nie so hoch.

    Vielen Dank im Voraus

    • Es ist leider sehr häufig so, dass die Patienten nach einer Dosiserhöhung erst eine Verbesserung verspüren und es danach wieder schlechter wird. Eine Umwandlungsstörung ist nicht ganz abwägig. Ich würde es mal mit einer zusätzlichen Gabe von T3 versuchen. Dafür sollte das Thyroxin auf 75 reduziert werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jutta sagt:

    Guten Morgen Herr Dr. Lunow,
    ich habe Hashimoto und bin mit L-Thyroxin auf einen TSH Wert von 0,48 eingestellt.
    Psychisch fühle ich mich damit gut, körperlich neige ich zu roten Ohren und Haarausfall. Könnten dies bereits Überfunktions-Symptome sein oder beginnen diese erst ab einem TSH unter 0,3?
    Mit freundlichen Grüßen
    Jutta

    • Meist beginnen die Überfunktion Symptome erst ab einen TSH Wert unter 0,3. Dies ist jedoch individuell sehr verschieden und es gibt auch Patienten, die mit einem höheren TSH Wert am besten eingestellt sind. Sie müssen das individuell heraus bekommen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Judith sagt:

    Sehr geehrter Herr Lunow,

    besteht die Möglichkeit in Ruhephasen (Wochenende,Urlaube etc) auf die L-Thyroxin Dosis bei Hashimoto zu verzichten ? Im Alltag bin ich gut eingestellt (bei einem anstrengenden Job und Kindern) mit einem TSH von 0,28.
    Mit freundlichen Grüßen
    Judith

  • Eva sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    ich schreibe Sie an, weil ich mittlerweile verzweifelt bin. Ich würde auch gerne zu Ihnen kommen, aber ich darf nicht, weil mir gesagt wurde, dass Sie nur noch Privatpatienten nehmen. Daher schreibe ich meine Frage hier auf.( Ich habe dennoch in Bornheim in der 26.KW einen Termin bei einer Kollegin erhalten.)
    Mir geht es sehr schlecht in letzter Zeit. Ich habe den Schilddrüsen-Test online hier machen lassen und fast alles mit ja beantwortet mit dem Ergebnis ich soll mich vorstellen. Ich habe auch mittlerweile Schwindelattacken mit Blackouts zu meiner extremen Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit und starkes Kloßgefühl ( die Beschwerden habe ich so weit kurz gefasst). Krankheitsbild: PCO (Metforminbehandlung), jetzt höheres Prolaktin (25.3 ng7ml und die Schilddrüsenwerte waren zuletzt folgend: TSH=2,13 uU/ml ( Norm.0,32-4,2),fT3=4,1pg/ml (Norm. 2,2-4,7), fT4=11,5pg/ml (Norm.8,6-18,7).Zyklus regelmäßig, aber kein Eisprung( könnte natürlich jetzt auch am Prolaktin liegen). Als ich im März 2017 in Ihrer Praxis war ( ich war wohl bei Frau Dr. Denizot) kam bei meiner Blutuntersuchung folgendes raus: fT3=3,2(Norm.2,0-4,2),fT4=1,0(Norm.0,8-1,7),TSH1,35(Norm0,35-4,5). Ich bin Patientin-Nr.166560, da hatte ich noch einen anderen Nachnamen). Könnten meine gesundheitlichen Probleme mit der Schilddrüse zusammen hängen? Ich bitte Sie sehr, weil ich weiß, dass Sie sehr kompetent auf dem Gebiet sind, mir zu helfen und weil ich keine andere Hilfe mehr weiß.
    Vielen Dank schon mal für Ihre Hilfe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Eva E.

  • Karen sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    kann es bei einem TSH von 0,49 bereits zu Überfunktionssymtomen kommen ?
    Oder liegt die Grenze weiter unten ? Ich nehme L-Thyroxin 100.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karen

  • Frank sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    ich leide unter Hashimoto und suche noch nach meiner passenden Dosierung.
    Meine Dosierung wurde von mir selber von 175 ug auf 200 dann wegen Überfunktionssymptomen auf 150 und nun auf 100 gesenkt.
    Jeweils ca. 2 Wochen zwischen den Übergängen.
    Kann die Änderung der Dosis zu (neu auftretenden) Haarausfall führen ?
    Wo sollte der Tsh liegen ?
    Danke
    Frank

    • Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als eine Schilddrüsenunterfunktion kann zu Haarausfall führen. Allerdings geschieht der Haarausfall Wochen bis Monate nach der falschen Dosierung, also mit erheblicher Verzögerung, sodass man nicht aufgrund dieses Symtomes eine Dosis finden kann. Der TSH sollte zunächst auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Erika sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    TSH 1,9 bei Hashimoto
    wurde mir per Telefon von Arzt angegeben ,
    Ich war da weil ich mich mit L-Tyroxin 88 unwohl fühlte . Habe mittlerweile 10 kg zugenommen .
    Letztes Jahr bis Oktober hatte ich L Tyroxin 100
    FT 3 und 4 lässt er nicht bestimmen .
    Er äussert solange der TSH Wert nicht auffällig ist, ist es inordnung .
    Ist die Aussage korrekt??
    Bin 48 habe Hashimoto seit 22 Jahren !

  • Hans Würz sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    Ich habe seit meinem 11 Lebensjahr eine Unterfunktion und nehme seitdem l-thyroxin 50. Nun wurde im Juni eine Entzündung der Schilddrüse festgestellt, laut Ultraschall war sie löchrig. Ich nehme nun 75 und 100 im Wechsel plus 100 Selen. Die Beschweren (Müdigkeit, Lustlosigkeit, Kraftlosigkeit, abewearnheiz und Gewichtszunahme) wurden etwas besser, habe innerhalb von wenigen Wochen 9 kg abgenommen! Nun ist seit 2 Wochen völliger Stillstand! Eher geht es wieder etwas schlechter, kann man die Dosis nochmals erhöhen vielleicht täglich 100? Danke Hans Würz

    • Eine Schilddrüsenunterfunktion ist in weitaus mehr als 90% der Fälle immer Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis. Sie können also davon ausgehen, dass Sie die Schilddrüsenentzündung schon seit dem 11. Lebensjahr haben. Sie sollten die TSH Werte auf 0,3-1,0 gegebenenfalls noch niedriger einstellen lassen. T3 und T4 sollten sich dabei im oberen Normbereich befinden.

      Dr. med- Reinhold Lunow

  • Frank sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    TSH basal: 0,49
    Freies FT3: 2,9
    Freies FT4: 1,3
    Anti TPO: 26
    Anti TG: 23
    Selen: 105

    Bei mir wurde vor 2 Jahren Hashimoto diagnostiziert. Meine Medikamente: 200 ug L-Thyroxin (190 cm und 91 kg).
    Ein Jahr lang 200-400 ug Selen täglich. Mittlerweile kein Selen mehr.
    Mir geht es mit den Medikamenten gut.
    Entzündungsanzeichen weise ich seit über einem Jahr nicht auf.
    Kann man versuchen das L-Thyroxin auszuschleichen , da sich meine Schilddrüse erholt und ich daher die Diagnose Hashimoto anzweifele.
    Ist neu einsetzender Haarausfall ein Symptom meiner Werte und Medikamente ?

    Vielen Dank

    Freundliche Grüße

    • Probeweise die Dosis des Thyroxins zu reduzieren ist in Ihrem Fall vertretbar, auf Hashimoto-Thyreoiditis im Allgemeinen eine lebenslange Erkrankung ist, die aber nicht immer mit Thyroxin behandelt werden muss.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Era sagt:

    2003 wurde bei mir eine Überfunktion der Schilddrüse festgestellt. Diese wurde dann mit Carbimazol, Betablockern…(das ganze Programm) heruntergefahren. 3 Monate später waren meine Blutwerte wieder normal. Meine Ärztin sprach von Spontanheilung.
    Nach einem Umzug in eine andere Stadt ging ich zu einem neuen Arzt, weil ich mich irgendwie nicht wohl fühlte. Dieser empfahl mir L-Thyroxin 50 zu nehmen. Im Laufe der Jahre wurden daraus 75 Mikrogramm. Obwohl ich mich nicht so wirklich wohl fühlte akzeptierte ich diese Dosis, (auch nach dem Versuch einer Steigerung bis 100, welches mir aber nicht gut bekam)
    Nun nehme ich seit 13 Jahren L-Thyroxin 75 und meine Schilddrüsenwerte sind lt. Arzt immer im Normbereich. Ich habe allerdings seit Jahren mit starken Halsschmerzen zu kämpfen, außerdem mit starken Hitzewallungen (ich bin 71J.) und Magen- und Darmbeschwerden zu kämpfen. Leichte Gewichtszunahme inklusive.
    Auf meine Frage letzte Woche, ob ich überhaupt noch L-Thyroxin brauche, meinte mein Hausarzt: das ich mal einen Auslassversuch machen könne, da bei der letzten Blutuntersuchung (03-2018) meine Werte im Normbereich lagen (allerdings nur TSH basal (CMIA) bei 1.18mU/l Ref. Bereich 0.25 -4.04. Nun nehme ich seit 3 Tagen nur noch 37,5 Mikrogramm L-Thyroxin für 14 Tage, danach soll ich das Medikament ganz weglassen für 8 Wochen und dann würde er eine Blutuntersuchung machen und wir werden sehen, wie es mir bis dahin geht. Noch geht es mir gut. Aber ich fange an mich verrückt zu machen, da ich allerdings in allen Foren lese, dass man die Schilddrüsenhormone ein Leben lang nehmen muss. Stimmt das denn wirklich?
    Daten aus 2003: Trijodthyronin T3 = 228, Thyroxin T4 = 9,3, ft3 = 4.0, TSH basal = 0,04
    Daten aus 2015 Uniklinik Köln: Befund: Gesamteindruck euthyreot, keine endokrine Orbitopathie, keine Struma,
    Sonographie: SD-Gesamtvolumen 11ml (normal 15 ml) re. 6 ml, li. 5 ml. echoabgewächtes, inhomogenes Schallreflexmuster. Kein Hinweis auf suspekte Knoten. Keine pathologisch vergrößerten, zervikalen LK darstellbar.
    Labor 2015:
    TSH = 1,43 mU/l (Ref. 0,27 – 4,2 mU/l),
    ft4 = 14,9 ng/l (Ref. 9-17 ng/l),
    TPO-AK 102kU/l (Ref. M:<37 kU/l; F: <308 kU/l),
    TSH-Rezeptor-AK <0,5 U/l (Ref. <1U/l, 1-2U/l grenzwertig),
    Thyreoglobulin-AK = 37 kU/l (Ref. M: <72 kU/l;t, F:< 436 kU/l)

    Mittlerweile habe ich neue Blutwerte: ft3 = 2,1, ft4 = 12,1 Antikörper MAK 34, TSH 1,61 (im März 1,18). Mehr Werte wollte mein Hausarzt nicht bestimmen!
    Zum Ultraschall hat er mir erklärt, dass die Schilddrüse keinerlei Auslappungen und Löcher hat, sondern klein, aber glatt abgegrenzt ist.

    Da ich seit 2004 L-Thyroxin nehme, habe ich natürlich jetzt Bedenken, dies so einfach abzusetzen. Würde mich über eine Bewertung sehr freuen, ob ich nun Hashimoto habe oder nicht. Denn wenn ich es hätte, würde ich das L-Thyroxin natürlich nicht absetzen; wenn aber nicht, dann würde ich einen Versuch starten um endlich von meinem Dauerhusten und meinen elenden Halsschmerzen wegzukommen. (Magensäure habe ich untersuchen lassen, ist aber alles ok)
    Inzwischen nehme ich nun wieder L-Thyroxin 75, die Angst war zu groß!
    Freue mich über eine Antwort.
    Vielen Dank
    Era

    • Der Auslaßversuch mit Thyroxin ist vertretbar. Gerade bei älteren Patienten ist durch eine Reduzierung oder das Weglassen des Thyroxins oft eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Patienten finden sich dann mit einer leichten Schilddrüsenunterfunktion besser als mit einer normalen Schilddrüsenfunktion. Wenn es ihm jedoch wieder schlechter gehen sollte, ist eine weitere Therapie mit Thyroxin aber auch möglich.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrter Dr Lunow,
    habe Ihnen bereits die Werte meines 17 jährigen Sohnes geschrieben Sonographie war unauffällig. Empfehlung war 25mg L- Thyroxin.

    Nun hab ich meine Werte:
    Normmalgroße echoarme Schilddrüse
    Ft4 1.24
    Ft3 2.85
    TAG 1.67
    Anti TPO 11.28
    Anti TG 130.5
    TG 5.88
    Calcitonin <1.00
    Trak 0.4

    Tumormarker waren normwertg bzw. nicht wegweisend.

    Ich hatte während einer Schwangerschaft Depressionen.
    Jetzt Unruhe Haarausfall.
    Würde die bei meinen Werten eine Therapie mit LThyrocin befürworten ?

    Vielen Dank

    • Der TSH-Wert fehlt. Ich gehe davon aus, dass er nicht zu niedrig ist. Ihre Symptome können durch eine Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst sein. Die Schilddrüsenantikörper sind erhöht, insofern ist die Diagnose gesichert. Ich würde eine Therapie mit Thyroxin befürworten.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Claudia sagt:

        Nochmals guten Tag

        Mein TSH ist 1.67
        Nehme allerdings Antidepressiva ein könnte dadurch der Wert erniedrigt sein?
        Kann ich trotzdem bei diesem Wert mit niedrig dosierten L Thyroxin beginnen? Bei serologisch nicht florider AT

        Vielen Dank

  • Day sagt:

    Sehr geehrte damen und herren,

    Bei mir wurde mit 19 jahren hashimoto festgestellt. Mit 23 bin ich
    ohne medikamente schwanger geworden ab der 13 woche hatte ich eine
    unterfunktion die nicht erkannt wurde. Selbst auf mein bitten hin
    wurden die werte nicht überprüft erst in der 18 woche wurde dann
    eine unterfunktion festgestellt und mit 50 behandelt. Am ende mit 75
    danach hatte ich eine starke überfunktion. Als wir auf 0 waren folgte
    eine unterfunktion mit gewichtszunahme von 10 kilo innerhalb
    eines monats. Wir stiegen wieder auf 50. zweite schwangerschaft mit 50
    begonnen und 50 beendet. Wieder überfunktion, wieder langsam auf 0
    wieder unterfunktion mit 10 kilo zunahme in einem monat. Danach folgte
    die einnahme von 25. dritte schwangerschaft endete in einer
    fehlgeburt. Bin jetzt bei 50 und es wurde beim ultraschall ein knoten
    entdeckt. Ggf schwanger mit kind nummer 4 Muss ich was beachten. Kann der knoten etwas in der schwangerschaft bewirken?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Es ist nicht klar, auf welchen Laborwerten die Diagnose Überfunktion basiert. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie eher stramm eingestellt waren und noch keine Überfunktion vorlag. Im Allgemeinen ist der Thyroxinbedarf während einer Schwangerschaft um ca. 25 höher als ohne Schwangerschaft die starken Dosis Änderung sind sicherlich nicht sinnvoll. Der Schilddrüsenknoten sollte sonografisch kontrolliert werden. Wenn er nicht wächst, besteht im Allgemeinen kein Problem für eine erneute Schwangerschaft durch diesen Schilddrüsenknoten. Ein autonomes Adenom (heißer Knoten) sollte allerdings im Schilddrüsenszintigramm ausgeschlossen werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Day sagt:

        Vielen dank für die schnelle antwort. Die 4 schwangerschaft hat sich mit der diagnose des knotens überschnitten. Zurzeit bin ich nur bei meinem hausarzt. Entweder ich erhalte keine termine oder spätestens in 1,5 jahre bezüglich des knotens. Sollte es ein heißer knoten sein, was würde es für die schangerschaft bedeuten? Eine szintigraphie kann in einer schwangerschaft nicht erfolgen so wie ich es gelesen habe?

        Mfg

        • Eine Szintigraphie würde ich während der Schwangerschaft nicht machen lassen. Es reicht sicherlich wenn man die Schilddrüsenfunktion kontrolliert. Der TSH sollte nicht unter 0,3 liegen. Entscheidend ist aber vor allen Dingen, welche Symptome Sie haben. Bei Funktionssymptomen sollte der TSH dennoch möglichst nicht auf Werte unter 2,0 eingestellt werden.

          Dr. med. Reinhold Lunow

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    Ich bitte Sie erneut um eine Einschätzung der Werte meines 17 jährigen Sohnes.

    TSH 4.14
    ft3 3.69 pg/ml
    ft4 1.46ng/so
    Anti TPO 23.99 IU/ ml
    TRAK 0.2 IU/ l
    Anti TG 12.45 IU/ml
    TG 19.57 ng/ ml
    Parathormon intakt 29.1pg/ ml
    Vitamin D3 26.3ng/ ml

    Er hat Allergien und Vitiligo.
    Symptome zur Zeit Haarausfall.
    Bruder hat Hashimoto.
    Der Bruder hatte große Schwierigkeiten bei der Einstellung mit L Thyroxin.

    Vielen Dank

    • Eine kontinuierliche Therapie Begleitung ist auf diesem Wege nicht möglich. Bitte haben Sie Verständnis dafür. Der TSH-Wert ist relativ hoch, die erhöhten Schilddrüsenantikörper sind Zeichen der Hashimoto-Thyreoiditis. Im Allgemeinen gibt es keine Probleme mit der Einstellung mit Thyroxin.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jens Scholl sagt:

    Guten Tag,
    ich nehme 200 Einheiten L-Thyroxin und ab und an Selen (ebenfalls 200 Einheiten).

    Ich bekomme seither extrem viele graue Haare.

    Gibt es da einen Zusammenhang ?

    Danke und Grüße

    Jens Scholl

  • Andre sagt:

    Hallo, ich habe vor kurzem eine Diagnose vom Endokrinologe erfahren: Hashimoto-Thyreoiditis. Ich bin Mann, 43. Ich war immer fit und sportlich, war fast nie bei Ärzten, bis während letzten Paar Jahren bekam ich eine nach den anderen merkwürdige Symptome und Erkrankungen (Prostatavergrößerung, Beschwerden fast in allen Gelenken, besonders in Knien, Potenzstörung, Schlafstörung). Ist ein Zusammenhang zwischen allen diesen Symptomen/Erkrankungen möglich?

  • Mario Jakubowski sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    habe schon seit ca. 15 Jahren Hashimoto und nehme täglich 125 L-Thyroxin ein. ( mänlich, 52 Jahre )
    Bei der jährlichen Kontrolle vor ca.7 Wochen sei der TSH Wert zu niedrig gewesen ! Ich soll nur an 6 Tagen in der Woche 125 L-Thyroxin einnehmen.
    Nach einer erneuten Kontrolle letzter Woche sei der Wert immer noch zu niedrig.
    TSH Wert 0,39 oder – 0,39 kann das sein das der TSH Wert in den minus Bereich geht ? Jetzt soll ich weiter reduzieren 3x 100 , 3x 125 ! Halten Sie das für angemessen ? Ein TSH Wert von 0,39 wäre doch ok oder ? Eigentlich fühle ich mich zur Zeit eher wie in einer Unterfunktion, schlapp, friere schnell, nehme zu, schlafe schlecht ….

    Mit freundlichen Grüßen
    M.J.

    • Negative TSH Werte gibt es nicht, deswegen gehe ich davon aus, dass Ihr TSH-Wert 0,39 war. Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich wohl mit einem TSH-Wert von 0,3-1,0. Manche Patienten aber erst bei einem TSH-Wert von 0. Wichtig sind in diesen Fällen, dass T3 und T4 nicht in den Überfunktionsbereich gehen. Außerdem sollte das Herz und die Knochendichte regelmäßig kontrolliert werden. Natürlich sollten auch keine Schilddrüsenüberfunktionssymtome unter dieser Therapie auftreten.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Karin sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    seit einigen Jahren ist bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion bekannt. Zudem leide ich unter PCO.

    Ich bin 32 Jahre alt, 168 cm, 57 kg.

    Ich leide besonders unter folgenden Symptomen: Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Verdauungsstörungen und Zyklusstörungen (welche ich nur durch Neo Eunomim in den Griff bekomme). Zudem habe ich gerade eine Serie großflächiger, unerklärlicher Hämathome hinter mich gebracht (Blutgerinnung etc. wurden ärztlich abgeklärt und sind ok).

    Da meine Schilddrüsenwerte auffällig waren, wurde das L-Thyroxin von 50 auf 75 erhöht. In den ersten Tagen ging es mir besser, seit 2 Tagen habe ich jedoch wieder „Watte im Kopf“ und könnte nur schlafen. Es wurde auch Hashimoto in den Raum gestellt. Dies soll aber Fachärztlich abgeklärt werden. Da ich noch keinen guten Endokrinologen in der Nähe gefunden habe, würde ich mich sehr über eine Einschätzung von Ihnen freuen. Gerne würde ich dann auch (sofern Sie eine Veranlassung dazu sehen) für eine entsprechende Untersuchung und Beratung zu Ihnen in die Praxis kommen.

    Meine Werte (unter L-Thyroxin 50):

    TSH 2,51 (0,3 – 4,2)
    TRAK < 0,8 (< 1,8 lU/l)
    FT4 1,64 (0,9 – 1,70)
    TPO 196 (+) (< 34 lU/ml)

    Ganz lieben Dank!

    • Da Ihre Schilddrüsenantikörper (Anti-TPO) erhöht sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. PCO als Begleiterkrankung ist nicht ungewöhnlich. Ihre Beschwerden passen zu einer Hashimoto-Thyreoiditis.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jens Voigt sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    ich leide unter Hashimoto und einem Knorpelschaden Dritten Grades (ohne adäquates Trauma). Ein MRT des Knies zeigt einen überdurchschnittlichen Knorpel-Verschleiss.
    Ich bin Jogger (35 Jahre), mache aber keine besonderen Sportarten, die den Knorpel übermäßig belasten.
    Kann dies mit der Hashimoto-Autoimmun-Krankheit zusammenhängen ?
    Danke sehr für Ihren sehr besonderen Einsatz in diesem Bloq.
    Viele Grüße
    Jens Voigt

  • katja zahn sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr Lunow,
    Ich bin dieses Jahr 50 geworden und habe ab dem 23 Lebensjahr eine Odyssee hinter mir! Erst vor 10 Jahren hat ein Professor mir Rückblickend mein Leben (Fehlgeburten, Angstzustände, etc. etc.) aufgezeigt. Er diagnostizierte Hashimoto. Mit der Einnahme von L Thyroxin und dem Verzicht von Jod begann für mich ein neues Leben. Jetzt geht es mir zur Zeit miserabel!!! Wieder Angst, müde, starke Muskel und Gelenkprobleme (besonders Schulter) blass,Atemnot, Husten, geschwollene Augen etc.! Leider praktiziert mein Arzt nicht mehr und ich fühle mich schlecht eingestellt, da meine Befindlichkeiten sehr bescheiden sind!! Ich würde mich freuen, wenn sie sich meine Werte mal anschauen könnten.
    TSH 0,78
    FT3 1,78
    FT4 0,96
    Bei 50 L Thyroxin seit 10 Jahren und 200 Selen seit 4 Wochen

    Vielen Dank im Voraus und noch ein schönes Osterfest
    Liebe Grüße
    Ihre Katja Zahn

    • Ich gehe davon aus, dass die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis durch Ultraschall oder Schilddrüsenantikörper gesichert ist. Wenn dies der Fall ist, ist der TSH-Wert noch zu hoch und Sie sollten die Thyroxindosis bei diesen vorliegenden Beschwerden erhöhen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • katja zahn sagt:

        Sehr geehrter Dr. Lunow,
        Danke für Ihre Antwort. Ja, durch Die üblichen Methoden ist festgestellt worden, dass es sich um Hashimoto handelt. Könnten Sie mir vielleicht sagen, was sie für eine Dosierung empfehlen würden. Es wäre für mich interessant weil mein Arzt meint der TSH wäre so niedrig, dass ich weniger nehmen sollte. Würde mich sehr über eine Expertenmeinung freuen.
        Liebe Grüße
        Katja Zahn

        • Ich würde zunächst mit 62,5 später gegebenenfalls mit 75 L-Thyroxin ein Therapieversuch starten.

          Dr. med. Reinhold Lunow

          • katja zahn sagt:

            Sehr geehrter Herr Dr Lunow, leider bekomme ich keinen Termin bei Ihnen, aus dem Grund melde ich mich nochmals schriftlich bei Ihnen. Mir geht’s immer noch nicht gut! Ich bin wie Sie empfohlen haben erst auf 62,5 und dann auf 75 umgestiegen. Jetzt meine neuen Blutwerte: TSH 0,5/
            T3 2,58
            T4 0,96
            Außerdem ist beim Speicheltest festgestellt worden
            DHEA 757,5 pg/ml 150-620pg/ml
            Östriol <2,0 pg/ml. 2,7-9,05
            Progesteron/Östradiol-Quotient 42,7 (sollte bei 100 liegen)
            Progesteron 162,0 pg/ml. 100-450pg/ml
            Testosteron 33,0pg/ml 5-49 pg/ml

            Ich würde mich sehr über eine Antwort ihrerseits freuen!!!
            Liebe Grüße
            Ihre Katja Zahn

          • Bitte verstehen sie dass eine langfristige Therapiebegleitung in diesem Blog nicht möglich ist.der TSH-Wert ist minder 5 noch nicht vollständig supprimiert, sodass eine Erhöhung der Dosis möglich ist.

            Dr. med. Reinhold Lunow

  • Stefan Polster sagt:

    Nachtrag:
    T3: 0,3,3
    T4: 1,5

    Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Polster

  • Stefan Polster sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    meine Werte:
    TSH 0,73
    Anti-TPO 37
    bei 175 L-Thyroxin und 200 mg Selen täglich seit 1 Jahr.

    Ich bin männlich, 36 Jahre und wiege 94 kg.

    Die Werte sind meines Erachtens sehr gut. Trotzdem leide ich unter Erschöpfung.

    Ist dies, trotz der Medikamentation, der Hashimoto Thyreoiditis eventuell zuzuschreiben ?

    Müssen Hashimoto Patienten einen Teil ihrer Leistungsfähigkeit gezwungenermaßen abschreiben ?

    Kann man Selen ohne zeitliche Begrenzung einnehmen ?

    Vielen Dank

    Freundliche Grüße

    Stefan Polster

    • Wenn Sie unter Erschöpfung leiden, sind Sie noch nicht richtig eingestellt. Da der TSH-Wert mit 0,7 noch nicht völlig supprimiert ist, könnte man die L-Thyroxin-Dosis steigern oder auch T3 (zum Beispiel Thybon) dazugeben. Im Prinzip kann man Selen lebenslang nehmen. Sie sollten nur den Selenspiegel kontrollieren lassen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    wie würden Sie die Werte meines 17 jährigen Jungen bewerten?

    TSH 5,4 mU/l
    T3 3,9 pg/ ml
    Ft4 1,3 ng/ El

    MAK < 1.0
    TRAK < 1.0
    Sonographie ist unauffällig.

    Er hat eine Vitiligo.
    Ausgeprägten Vitamin D Mangel

    Geschwisterkind hat Hashimoto.

    Vielen Dank

    • Der TSH-Wert ist auffällig hoch. Sie sollten noch die TPO-Antikörper bestimmen lassen, aber selbst wenn diese nicht erhöht sind, könnte das Anfangsstadium einer Hashimoto-Thyreoiditis vorliegen. Behandelt werden muss die Erkrankung bei diesen Werten (latente Unterfunktion) aber nur, wenn sie Symptome macht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Biene sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr Lunow,

    Zu meiner Anfrage vom 27.02.2017 möchte ich ergänzen, dass ich heute von meinem HA angerufen wurde, weil der Befund vom Endokrinologen eingetroffen ist. So soll ich statt L-Thyroxin 75 jetzt Thyronajod 50 nehmen.
    Ist das ok? Das Rezept lag bei.
    Außerdem hatten Sie mir empfohlen, einen Arzt zu konsultieren der sich mit Hashimoto-Thyreoiditis beschäftigt. Können Sie mir eine Empfehlung für den Bereich Halle/Leipzig/Erfurt geben?

    Vielen Dank
    Biene

    • Die erhöhten Schilddrüsenantikörper sprechen für eine Hashimoto-Thyreoiditis.Wenn sie keine Beschwerden haben, ist eine Behandlung im Moment wirklich nicht nötig. Jod ist bei Hashimoto-Thyreoiditis kontraindiziert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Biene sagt:

    Guten Morgen Herr Dr Lunow,
    Zur Vorgeschichte: im Jahr 2000 bekam ich nach Schwindel die Diagnose Kleinhirnbrückenwinkelmeningeom mit OP. 2005 dann Rezidiv mit OP.
    2011 dann Bestrahlung. Seit dem jährliche MRT Kontrolltermine der noch vorhandenen Tumor-Reste.
    2016 nach dem 2 Jahres Check, waren die Leberwerte erhöht. Danach wurden die Werte nochmals untersucht. Diesmal mit Bestimmung der Schilddrüsenwerte.
    So wurde mir in 07/2016 zum ersten Mal gesagt: Hashimoto mit kalten Knoten.
    Es erfolgte die Einstellung auf L Thyroxin 25.
    Im August diesen Jahres wurden folgenden Werte gemessen und nach einer Mibi-
    Scintigraphie die OP empfohlen:
    TSH 0,4
    Ft 3 3,0 57,69 %
    Ft 4 1,6 80 %
    MAK 800 IU/ml Norm <100 IU/ml
    TAK. 6600 IU/ml Norm < 100 IU/ml
    Am 06.12.2017 OP. Es wurde der rechte Schilddrüsenlappen entfernt.
    Seit 28.12.2017 Einstellung auf L Thyroxin 75.
    Am 26.12.2018 Kontrolltermin beim HA. Es wurden folgende Werte gemessen:
    TSH. 0,61
    Ft 3. 4,77 30%
    Ft 4. 15,44 116 %
    TPOAK 16 Norm <16
    PTH 2.54 Norm 1,70-6,89

    Befinden: Kribbeln und aufsteigendes Brennen/Stechen in den Füßen und Händen, sporadische Schmerzen in den Fuß-,Finger- und Handgelenken, starkes Kältteempfinden, Müdigkeit und Schlafprobleme, trockene Haut

    Überweisung zum Endokrinologen. (meine Nuklearmedizinerin ist selbst krank) Dieser sagt: Hashimoto ist keine Krankheit. Auf die ft3 und ft4 Werte angesprochen, sagte er: Es zählt nur der TSH- Wert. Nach dem Befinden wurde nicht gefragt, nur Sonographie und Blutentnahme.
    Die Auswertung ist noch nicht bekannt.
    Eine Kontrolle der Nährstoffe, wie Selen, Ferritin, Vitamin D erfolgte noch nie.

    Außerdem, jetzt bin ich 55 Jahre. Habe seit 10 Jahren die Hormonspirale Mirena.
    Meine Frauenärztin hat mich jedes Jahr zum Kontrolltermin gefragt, ob ich Schilddrüsenhormone nehme. Als ich dies 2016 mit ja beantwortete, hat sie gesagt: Damit hat sie nichts zu tun. 2017 hat sie mir auf die Frage, ob ich vielleicht einen Östrogenüberschuss habe, Progesteron Tabletten verschrieben. Ohne die Werte kontrolliert zu haben. Diese habe ich nicht genommen, weil die OP bereits geplant war.
    Haben Sie eine Empfehlung?

    Vielen Dank
    Biene

    • Ihre Beschwerden können durchaus durch eine nicht ausreichend therapierte Hashimoto-Thyreoiditis bedingt sein. Sie sollten zu einem Arzt gehen, der sich mit dieser Erkrankung intensiv beschäftigt . Die meisten Patienten fühlen sich am wohlsten mit einem TSH zwischen 0,3 und 1,0. T3 und T4 sollten dabei im oberen Normbereich sein. Die Umfelddiagnostik wie zum Beispiel Eisenstoffwechsel sollte ebenfalls durchgeführt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Geli sagt:

    Guten Tag aus Berlin, ich bin nach meiner Diagnose ( 4 Wochen alt, ) durch Zufall Ende Januar in einer Endokrinologischen Praxis gewesen, mit Blutwerten, die die Onkologin auffällig fand : Ergebnis SD Ultraschall :ja Schilddrüse entzündet, Ich nehme seit meiner Teilresektion wg. kalter Knoten 1 Seite komplett herausgenommen / operiert bin 2005
    50mg L Thyroxin v Henning. Meine WERTE: Thyreoglobolin Ak + 415
    TSH Basal sprunghaft nach OP ( Gebärmutter und Eierstock Entfernung – Myome 2016) Vorbeugenden Massnahme bei Brustkrebs Adeno Karzinom OP 2011und restverbleibendes Karzinoma in situ , Danach sehr starker Haarausfall (an chemo erinnernd seit Okt.2016, Starkes KÄLTEempfinden, Lymphozyten + 4,9, Hämatokrit +49,8 . Thromboz +380, MCV +102,5
    HB 16,9 ; Leuko 16,5 seit August 2016, Neutrophile (abs)9,4
    Monozyten 1,10; Gamma GT +54,3
    TSH basal von 0,2 auf 1,6 (bisher zwischen 0,2 und 0,8 höchstens ( bei Einnahme L Thyroxin 50 morgens ) Trockenheit der Haut, Unruhe , Schlafbeschwerdenund tags müde, Hände Zittern, starke Gelenkbeschwerden m Schwellungen
    Keine Therapievorschläge, nur der Hinweis min 300 Selen pro Tag 1000 Einheiten D3, Vitamin B Komplex, und Eisen. (Mein Hämoglobin ist ja schon erhöht ) sie müssen was f Ihr Immunsystem tun… WAS ? keine Ahnung, Sofa und Fisch vermeiden, kein Weizen…
    Damit hat man mich gehen lassen. Also habe ich meine Mistel Pinie 20 ng wieder hervorgeholt und Tendum und Arnica zum Spritzen gegen die Immer schlimmer werdenden Gelenkbeschwerden.
    WAS SOLL iCH TUN, habe am 1.3. noch mal in einer anderen Praxis f Endokrinologie Termin, aber (es könnte sein, bis dahin habe ich Glatze ….)
    Bitte um Rat
    Angelika Böckmann

    • Ein TSH-Wert von 1,6 bei Hashimoto-Thyreoiditis ist im Allgemeinen zu hoch. So gesehen könnte der Haarausfall durch eine Schilddrüsenunterfunktion bedingt sein. Eine Erhöhung der Thyroxindosis ist aus meiner Sicht zu vertreten. Ein Hb-Wert allein reicht nicht aus um einen Eisenmangel als Ursache für den Haarausfall auszuschließen. Bitte lassen Sie noch Transferrin und Transferrinsättigung sowie das Ferritin bestimmen.
      Bedenken Sie bitte, dass sich eine Besserung des Haarausfalls erst Wochen bis Monate nach Optimierung der Stoffwechsellage (Schilddrüse oder Eisen) zeigen kann.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Monika sagt:

    Guten Morgen Hr.Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich war beim Arzt dieser sagte mir eine Hälfte meiner Schilddrüse wäre vergrößert.Ca doppelt so groß wie die andere.Auch habe ich einen Kropf Struma 1.Mein TSH liegt bei 2.55.Er hat mir Lthyroxin 25mg empfohlen.Meinen Sie es wäre dafür notwendig?Auch leider ich unter Panikattacken,Schwindel,Nebel,Müdigkeit die sich mit Unruhe abwechselt.Kann das von diesem Wert/Befund kommen?

    Vielen Dank.
    Grüße
    Monika

    • Wenn Sie nur eine Schilddrüsenvergrößerung haben, ist eine Therapie mit L-Thyroxin nicht unbedingt notwendig. Sie sollten die Schilddrüsenantikörper überprüfen lassen. Wenn diese erhöht sind, haben Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis und dann ist der TSH-Wert von 2,55 ein Hinweis darauf, dass Sie eine Schilddrüsenunterfunktion haben. Ihre Beschwerden könnten dazu passen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Monika sagt:

        Guten Tag Hr.Dr.Lunow,

        Vielen Dank für Ihre Antwort.Habe noch vergessen zu erwähnen das ich einen ganz kleinen Knoten habe.Und er mir deshalb noch das Lthyroxin gab.Die Antikörper waren bei den Blutuntersuchungen nicht erhöht.1x sagte mir ein anderer Arzt das Gewebe meiner Schilddrüse wäre grieselig.Ich weiß nicht was das zu bedeuten hat?Auch sind bei mir ständig die Werte Adrenalin und Noradrenalin erhöht.Darf man da überhaupt das Lthyroxin nehmen?Oder soll ich es lieber komplett sein lassen?

        Vielen Dank.
        Gruß Monika

        • Früher hat man zur Verhinderung des Knotenwachstums über Jahre hinweg Schilddrüsenhormone gegeben. Nach heutiger Auffassung ist dies nicht mehr notwendig. Eine unruhige Struktur der Schilddrüse im Ultraschall ist auch keine zwingende Indikation zur Therapie mit Schilddrüsenhormonen. Sollte es Ihnen allerdings nach Absetzen des Schilddrüsenhormon schlechter gehen, spricht natürlich auch nichts gegen eine weitere Einnahme von L-Thyroxin.
          Ein Zusammenhang mit den ständig erhöhten Adrenalin und Noradrenalin sehe ich nicht. Ich gehe davon aus, dass ein Phäochromozytom schon ausgeschlossen worden ist.

          Dr. med. Reinhol Lunow

  • Susan Sch. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    im Februar 2016 wurde, nach langer Irrfahrt durch Ärztepraxen, vom Endokrinologen ein Hashimoto, mit einem hohen Vitamin D Mängel bei mir diagnostiziert. Ich gehe zu den Blutkontrollen aber der zuständige Mediziner meint, meine Werte sind unauffällig und nicht „schlecht genug“ um den Versuch mit künstlichen Hormonen auszuprobieren. In Ihren Berichten lese ich oft, dass man nach der Befindlichkeit des einzelnen Patienten schauen sollte. Ich habe Angst-/ und Panikattacken, depressiver Verstimmungen und bin emotional gesehen eine Achterbahn, Haarausfall, mein Cortisol lag bei der letzten Blutkontrolle bei über 240 (morgens nach Ruhephase vor der Abnahme). Ich habe sehr hohe Eisenwerte. Nun soll ein Zuckertest stattfinden weil auch die Insulinwerte nicht so rosig sind. Ich nehme zu obwohl ich mich gesund und ausgewogen ernähre. Ich fühle mich in jeglichen Belastungssituationen stark gestresst und habe während meines Zyklus starke Gemütsschwankungen. Im April diesen Jahres erlitt ich eine frühe Fehlgeburt. Schwindel, Muskel-und Gelenkschmerzen begleiten mich. Das schlimmste allerdings sind die Herzrhythmusstörungen die ich seit mehreren Monaten habe und zudem deutlich spüre. Trotz der Einnahme von Bisoprolol 3.75mg dreimal täglich. Mein Herz „stolpert“ , vermehrt in belastenden Situationen aber auch Abends im Bett. Im 24 h EKG wurden die Extrasystolen aufgezeichnet aber es heißt ich müsse damit leben es würde nichts passieren. Ich merke jedoch zunehmend, dass ich Kurzatmigkeit habe, gerade beim Treppensteigen oder unter Anstrengung bekomme ich schlechter Luft und mein Herz spielt verrückt. Dieses Gefühl macht mir noch mehr Angst und ich bin dadurch stark eingeschränkt in meinem Leben. Ich traue mich nicht mehr spazieren zu gehen oder Sport zu machen. Ich bin 35, ich habe zwei Kinder und einen Mann. Ich möchte gern wieder weitest gehend normal leben. Ich hab nur ein Herz und ich mache mir Gedanken, dass mein „Motor“ solche Hilfeschreie
    sendet. Können Sie mir weiterhelfen?

    Liebe Grüße aus Sachsen
    Susan Sch.

    • Natürlich ist bei so komplexen Krankheitsbild keine Beratung online möglich. Möglicherweise liegen bei Ihnen außer der Hashimoto-Thyreoiditis noch andere Autoimmunerkrankungen vor. Ein Therapieversuch mit Thyroxin ist fast in allen Fällen indiziert. Entscheidend ist wie Sie es auch selber schreiben allerdings, ob ihre Symptome darunter besser werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Michaela S. sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte gerne Ihre Meinung zu meinem Befund.
    Vor 2 Wochen wurde bei mir beim Nuklearmediziner Blut abgenommen.

    Meine Werte

    Freies T3 3,69 ( 2,42-4,36)
    Freies T4 1,24 ( 0,95-1,57)
    TSH 2,05 ( 0,27-4,20)
    TPO-AK 8,6 ( <34)
    Calcitonin <1,00 (<4,80)
    vor 6Monaten wurde bei mir noch Hashimoto festgestelt.

    Schilddrüsen Volumen gesamt 11ml / rechts 8ml, links 4ml

    Der Arzt ist der Meinung ich bräuchte keine Medikamente da ich sonst in eine Überfunktion käme.
    Meine Beschwerden sind kreisrunder Haarausfall,Unruhe, Schwindel, Benommenheit, Angst und Panik.

    Vielen Dank.
    Viele Grüsse Michaela S.

    • Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis gesichert ist, sollten Sie ihren TSH-Spiegel auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 senken. Ihre Symptome passen zu Hashimoto-Thyreoiditis. Ein Versuch mit Thyroxin ist auf jeden Fall zu empfehlen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Christin rieger sagt:

    guten Tag ich habe mal eine Frage was bedeutet thyreoperoxidase–antikörper 656 u/ml ?
    Liebe Grüße christin rieger.

  • Silke sagt:

    Guten Abend Herr Dr.Lunow,

    Bei mir wurde vor einigen Monaten Hashimoto festegestellt mit den Werten:

    T3 4.7 (2.8-7.2)
    T4 17.1 (9.5-24.0)
    TSH 3.0 (0.3-4.1)

    Mit der Empfehlung aufgrund meiner Beschwerden von Angststörung,Panikattacken,Muskelzucken,Unruhe,Sehstörungen,Schwindel,manchen Tage wieder extreme Müdigkeit wurde mir 50mg Levothyroxin empfohlen.
    Kurz darauf nahm meine neue Hausärztin nochmal Blut.In dieser Zeit hatte ich noch nicht mit der Einnahme begonnen.

    Die Werte:
    TSH: 2.44 (0.27-4.20)
    T3: 3.50 (2.42-4.36)

    Nun ist es mir lt.der Ärztin für Nuklearmedizin selbst überlassen ob ich mit der Medikamenteneinnahme beginne oder nicht.Da ich es eig.gar nicht benötige.Sie mir es nur aufgrund meiner Beschwerden verschrieben hat.Nun weiß ich nicht was ich tun soll.
    Über Ihre Meinung wäre ich wirklich sehr dankbar.

    Ganz herzliche Grüße

    • Die Beschwerden, insbesondere der Schwindel und die starke Müdigkeit passen durchaus zu einer Hashimoto-Thyreoiditis. In diesem Fall ist ein TSH-Wert unter 1 anzustreben. Sie sollten mit der Thyroxin Therapie beginnen.

      Dr. med. Christian Lunow

      • Silke sagt:

        Grüß Gott Herr Dr.Lunow,

        Vielen Dank für Ihre Antwort.Hätte noch eine Frage.Ist es es von meinen Blutwerten her eine Schilddrüsenunterfunktion?Oder soll ich das Thyroxin aufgrund meiner Beschwerden nur einnehmen?

        Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.

        • Rein von der Definition her, handelt es sich bei diesem Werten nicht um eine Schilddrüsenunterfunktion. Allerdings ist es die Regel, dass Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis sich mit diesem Werten in einer Unterfunktion fühlen. So gesehen ist es einerseits richtig, dass Sie Thyroxin einnehmen sollen wegen ihrer Beschwerden, andererseits zeigt die Erfahrung, dass dies auch durchaus zu einer Schilddrüsenunterfunktion passt.

          Dr. med. Christian Lunow

  • Brigitte sagt:

    Guten Tag, ich habe seit vielen Jahren Hashimoto, inzwischen ist meine Schilddrüse weg, aber ich bin recht gut eingestellt mit L-Thyroxin, denke ich. Bin aber inzwischen – trotz regelm. Sport – sehr empfindlich am Rücken (oft Schmerzen wg. Verspannungen, beim Schlafen etc.) und an der Hüfte (Druckschmerzen bei Bodenkontakt) und habe tlw. Schlafprobleme. Habe nun erfahren, dass man bei Hashimoto trotz guter Einstellung einen Magnesium- und/oder Selenmangel haben kann. Haben Sie einen Tipp, wo ich mich belesen kann, ob das korrekt ist und welche Mängel generell im Laufe der Jahre entstehen können? Meine bisherigen Recherchen dazu waren nicht sehr erfolgreich und ich würde meine Körper aber gerne mit entsprechenden Zufuhren unterstützen. Herzlichen Dank für Ihre Antwort und beste Grüße

    • Es immer schwer, zu beurteilen, ob Beschwerden durch Hashimoto-Thyreoiditis verursacht sind oder ob noch eine andere Ursache vorliegt. Viele Beschwerden verschwinden erfahrungsgemäß, wenn man die Thyroxin Therapie optimiert. Letztendlich ist es aber immer nur ein Versuch.
      Ich rate davon ab, ohne den Nachweis eines wirklichen Mangels von Spurenelementen und Vitaminen, diese einfach auf Verdacht zu nehmen.
      Im Blut sollte die Konzentration von Folsäure, Zink, Magnesium, Selen, Vitamin D, Vitamin B12 und anderen B-Vitamine bestimmt werden. Wenn ein Mangel nachgewiesen wird, sollte dieser durch entsprechende Stoffe substituiert werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Dilara M. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    vor zwei Monaten wurde bei mir die Diagnose „Hashimoto Thyreoiditis“ gestellt.
    Der Grund warum ich überhaupt zu solch einer Untersuchung musste war, weil kurzzeitig mein TSH-Wert bei ca. 6 µlU/ml lag. daraufhin wurde seitens eines Nuklearmediziniers und eines Endokrinologen, durch die notwendigen Untersuchungen (Sonographie, Blutuntersuchung auf Antikörper), die Diagnose gestellt. In der Zwischenzeit „normalisierte“ sich mein TSH wieder und befand sich im Normbereich, wodurch keinerlei Therapie zustande kam.
    Ich war jetzt schon bei vier Ärzten die sich geweigert haben, trotz meiner Symptome (Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörung, Stimmungsschwankungen, Zyklusstörungen, Kopfschmerzen mit Druckgefühl am Auge und Nackensteifheit, Gewichtszunahme von 15kg, Kältegefühl am ganzen Körper und Muskelkrämpfe) und meinen stark erhöhten Cholesterinwerten (303 mg/dl) bei einem alter von 22 Jahren, mich zu behandeln.
    Auf den Rat hin auf meine Ernährung zu achten und Sport zu treiben, bin ich diesem ohne Erfolg nachgekommen.
    Nun weiß ich wirklich nicht mehr was ich machen soll. Nächsten Monat steht mein Studium im Ausland an und mit den Ihnen geschilderten Symptomen dürfte sich das nicht besonders leicht gestalten.
    Ich habe versucht in Ihrer Praxis einen Termin zu bekommen, aber leider war das nicht mehr rechtzeitig möglich.
    Haben Sie nun vielleicht einen Rat für mich wie es weiter gehen könnte?
    Mit freundlichen Grüßen
    Dilara M.

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis und den von Ihnen angegebenen Symptomen Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Kältegefühl, Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen und Muskelkrämpfe ist aus meiner Sicht auch bei einem nicht wesentlich erhöhten TSH eine Therapie mit L-Thyroxin indiziert. Der TSH sollte auf Werte unter 1,0 und T4 im oberen Normbereich eingestellt werden. Ich würde die Therapie mit 25 µg Thyroxin beginnen. Die Dosisfindung geschieht dann anhand der oben genannten Werte von TSH und T4 aber vor allen Dingen durch Beobachtung ihrer Beschwerden und Symptome.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Anna sagt:

    Guten Morgen sehr geehrte Praxis Dr. Lunow.

    Ich bin in der 11. Woche schwanger und mein TSH liegt bei 2,4 bei einer Euthyrox Dosis von 112 µg. Das freie ft4 liegt bei 22, so dass der Hausarzt erstmal nicht weiter erhöhen möchte. Hashimoto ist diagnostiziert seit 2015.
    Es gab in der Vergangenheit sehr unterschiedliche Aussagen zur Zielwerteinstellung bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft und auch was die Jodidsubstitution angeht. Daher bin ich sehr verunsichert. Ich habe von drei Ärzten drei verschieden Aussagen (Hausarzt, Gynäkologe, Radiologe) über die Ergänzung von Jodid.
    Sie reichen von : Das können Sie die ganze Zeit nehmen, bis-das sollten Sie ganz lassen, -oder- ab der 10. Woche 150µg pro Tag,

    Ich habe Angst, dass sich durch die Jodzufuhr die Werte verschlechtern und ein Abort droht. Allerdings möchte ich meinem Kind die optimale Entwicklung der fetalen Schilddrüse natürlich nicht vorenthalten.

    Was würden Sie empfehlen? Jodid ja oder nein und welche Dosierung?
    Und reicht das Euthyrox oder muss es erhöht werden? Die nächste Blutkontrolle ist erst wieder in 5 Wochen.

    Ich freue mich sehr auf Ihre Einschätzung und hoffe es bringt mir etwas mehr Klarheit, was sowohl für mich als auch mein Baby am besten sein kann.

    Vielen Dank und mit besten Grüßen
    Anna

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis wird während der Schwangerschaft im Allgemeinen ein TSH zwischen 0,3 und 1,0 angestrebt. Wenn Sie sich beim TSH-Wert von 2,4 wohl fühlen, ist dieser Wert auch für normal anzusehen. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Thyroxin, sodass meist etwa ab der 10. bis 12. Woche 25 µg Thyroxin mehr gegeben werden müssen.
      Eine Jodid Substitution ist auch bei Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis aus meiner Sicht während einer Schwangerschaft zu empfehlen. Erstens ist nicht gesichert, ob Jod wirklich den Verlauf einer Hashimoto-Thyreoiditis beeinflusst. Zweitens steht während der Schwangerschaft das Wohl des Kindes eindeutig im Vordergrund. Sie brauchen keine Angst davor zu haben, dass sich durch eine Jodzufuhr die Erkrankung erheblich verschlechtert. Ob sie nach der Schwangerschaft eine Dosis von 112 Thyroxin oder 125 brauchen, spielt letztendlich keine Rolle. Während der Schwangerschaft würde ich die Schilddrüsenwerte alle 4 Wochen kontrollieren, damit die Thyroxindosis notfalls angepasst werden kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ela sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    bei uns in der Region gibt es leider keine Ärzte die die wünschenswerte Erfahrung mit Hashimoto haben.
    Ich wurde nun mehrfach hoch und runter dosiert und habe wirklich selten mal gute Phasen während der Behandlung.
    Der TSH lag anfänglich bei mir bei etwas über 5, ft3und ft4 wurden damals nicht gemessen, es wurde somit sehr schnell mit der L-Thyroxin-Gabe (Hexal) begonnen, damit fingen die Beschwerden dann tatsächlich auch erst gefühlt richtig an. Vorher litt ich gelegentlich an bleiernder Müdigkeit, dies schien mich aber nicht sehr stark einzuschränken, ich muss mich wohl daran gewöhnt haben Seit der Behandlung mit L-Thyroxin ist es ein ständiges auf und ab mit den Werten und Symptomen, es geht soweit, dass ich mittlerweile wirklich am liebsten die Einnahme abbrechen würde. Anfangs waren keine Antikörper messbar, vor 3 Monaten waren diese dann stark erhöht. Zu meinen Symptomen gehören nunmher seit der letzten Dosissenkung (auf Grund eines nicht messbaren TSH´s) von 100 auf 88 kribbeln im gesamten Körper, Reizbarkeit, Durchfall, Zyklusstörungen, Sprachstörungen, Magenschmerzen, Gewichtszunahme, Kälteempfinden (hält alles noch an). Mit der Dosis in Höhe von 75 war ich wohl noch unterdosiert und wurde somit auf 100 angehoben, mit 100 scheinbar überdosiert, zwischendurch hatte ich schon die Dosis in Höhe von 88, diese vertrug ich seinerzeit recht gut aber irgendwie will das mit dem Einstellen nicht so recht gelingen.

    • Bei einem TSH über 5 war sicherlich richtig eine Therapie mit L-Thyroxin zu Beginn. Das erst im Krankheitsverlauf die Antikörper angestiegen sind, ist nicht ungewöhnlich. Im Allgemeinen steigt der Thyroxinbedarf im Laufe der Erkrankung, wobei aber über den zeitlichen Ablauf eine Prognose fast unmöglich ist. Manche Patienten sind über Monate oder sogar Jahre in einer festen Dosierung gut eingestellt, andere Patienten benötigen alle paar Monate eine andere Dosis. Sie sollten sich deswegen nicht entmutigen lassen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Guten Morgen Herr Dr.Lunow,

    Vielen Dank für Ihre Antwort am 8.08.17.
    Wollte noch dazu ergänzen das die TRAK Werte alle passen.Wenn man Hashimoto hat und die Blutwerte passen und man sich trotzdem nicht gut fühlt kann man dann trotzdem Medikamente geben? Und sie hatten von einer
    disseminierte Autonomie geschrieben?Kann diese mit Medikamenten behandelt werden?Wenn nur in einer Szintigrafie eine Überfunktion zu sehen ist und im Blutbild nicht?

    Vielen Dank
    Viele Grüße

    Antworten

    Praxisklinik Dr. Lunow sagt:

    10 August, 2017 um 08:00

    Eine dissimenierte Autonomie wird durch Radiojodtherapie behandelt, dann müssten sie aber auch eine Überfunktionfunktion haben. Ihre Werte sprechen nicht dafür. Da die TG Antikörper hoch sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Eine probeweise Therapie mit Thyroxin ist aus meiner Sicht möglich. Die Überfunktions-Diagnose alleine aus der Szintigrafie erscheint mir zweifelhaft. Hier sollten Sie vielleicht noch einmal nachfragen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    Guten Abend Herr Dr.Lunow
    Mit welcher Menge Thyroxin würden Sie beginnen?
    Kann es dadurch noch schlimmer werden?Da ja meine Blutwerte ok sind.

    Vielen Dank.
    Viele Grüße

    Guten morgen Herr Dr.Lunow,

    Meine Hausärztin hat mir aufgrund meiner Beschwerden und meines Szintigraphie-Bilds das ihrer Meinung nach und auch nach den Aussagen des Nuklearmediziners eine Überfunktion anzeigt das Medikament Carbimazol 2.5mg verschrieben.Die ersten 2 Tage war ich sehr ruhig.Doch am 3.Tag kam die Unruhe zurück.Am 4.Tag war es so schlimm das ich wie unter Strom war.Der Körper war extrem unruhig.Konnte mich weder setzen noch hinlegen.Der ganze Körper zitterte.Kann das von den Tabletten kommen?
    Habe heute keine mehr genommen.

    Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Viele Grüße.

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Guten Morgen Herr Dr.Lunow,

    Vielen Dank für Ihre Antwort am 8.08.17.
    Wollte noch dazu ergänzen das die TRAK Werte alle passen.Wenn man Hashimoto hat und die Blutwerte passen und man sich trotzdem nicht gut fühlt kann man dann trotzdem Medikamente geben? Und sie hatten von einer
    disseminierte Autonomie geschrieben?Kann diese mit Medikamenten behandelt werden?Wenn nur in einer Szintigrafie eine Überfunktion zu sehen ist und im Blutbild nicht?

    Vielen Dank
    Viele Grüße

    Antworten

    Praxisklinik Dr. Lunow sagt:

    10 August, 2017 um 08:00

    Eine dissimenierte Autonomie wird durch Radiojodtherapie behandelt, dann müssten sie aber auch eine Überfunktionfunktion haben. Ihre Werte sprechen nicht dafür. Da die TG Antikörper hoch sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Eine probeweise Therapie mit Thyroxin ist aus meiner Sicht möglich. Die Überfunktions-Diagnose alleine aus der Szintigrafie erscheint mir zweifelhaft. Hier sollten Sie vielleicht noch einmal nachfragen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    Guten Abend Herr Dr.Lunow
    Mit welcher Menge Thyroxin würden Sie beginnen?
    Kann es dadurch noch schlimmer werden?Da ja meine Blutwerte ok sind.

    Vielen Dank.
    Viele Grüße

    • Ich würde mit einer sehr geringen Dosis zum Beispiel eine halbe 25 als 12,5 beginnen und nach 4 Wochen die Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen. Dann gegebenenfalls Steigerung auf eine ganze 25 Thyroxin.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Guten Morgen Herr Dr.Lunow,

    Vielen Dank für Ihre Antwort am 8.08.17.
    Wollte noch dazu ergänzen das die TRAK Werte alle passen.Wenn man Hashimoto hat und die Blutwerte passen und man sich trotzdem nicht gut fühlt kann man dann trotzdem Medikamente geben? Und sie hatten von einer
    disseminierte Autonomie geschrieben?Kann diese mit Medikamenten behandelt werden?Wenn nur in einer Szintigrafie eine Überfunktion zu sehen ist und im Blutbild nicht?

    Vielen Dank
    Viele Grüße

    • Eine dissimenierte Autonomie wird durch Radiojodtherapie behandelt, dann müssten sie aber auch eine Überfunktionfunktion haben. Ihre Werte sprechen nicht dafür. Da die TG Antikörper hoch sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Eine probeweise Therapie mit Thyroxin ist aus meiner Sicht möglich. Die Überfunktions-Diagnose alleine aus der Szintigrafie erscheint mir zweifelhaft. Hier sollten Sie vielleicht noch einmal nachfragen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sandra sagt:

    Guten Tag, bei mir wurde kürzlich eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt und der Verdacht auf Morbus Basedow geäußert. In der Familie ist jedoch Hashimoto Thyreoiditis über mehrere Generationen diagnostiziert. Ich habe gelesen, dass Hashimoto oftmals mit einer Überfunktion beginnt und dann in eine Unterfunktion umschwenkt. Ist die Behandlung mit Thiamazol dennoch richtig und wird voraussichtlich anschlagen? Freises T4 lag vor Tabletteneinnahme bei 23,0, TSH basal<0,01 und TSH Rezeptor AK bei 4,98. Seit drei Wochen nehme ich täglich 20 mg Tiamazol. Mir wurde empfohlen zunächst mindestens 1-1,5 Jahre die Tabletten zu nehmen und mit der Planung einer Schwangerschaft solange zu warten. Würden Sie das auch so empfehlen? Mit freundlichen Grüßen

    • Da ihre TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) erhöht sind, ist davon auszugehen, dass Sie einen Morbus Basedow haben. Da etwa bei 50% der Patienten nach 1-1½ Jahren es zu einer Spontanheilung kommt, wird im Allgemeinen empfohlen über diesen Zeitraum die Schilddrüsenüberfunktion mit Medikamenten wie Thiamazol zu behandeln. Sollten ihre Schilddrüsenantikörper (TRAK) jedoch nicht im Laufe der Behandlung abfallen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie zu denen gehören, bei denen die Krankheit spontan abklingt, gering. In diesem Fall sollte über eine definitive Therapie wie Radiojodtheapie schon eher nachgedacht werden. Während der Therapie mit Thiamazol sollten sie besser nicht schwanger werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • sonja klünder sagt:

    sehr geehrte damen und herren..ich bin 47 jahre und habe seit mehr als 30 jahren hashimoto.leider war es in der zeit nie möglich eine einstellung zu finden die es mir möglich machte sympthomlos zu leben.jetzt bin ich mitlerweile in dem wechseljahren und.mein arzt hat mich vor jahren durch eine synthetisch hervorgerufene überfunktion unter der medikation von L-thyroxin 75 auf euthyrox 37.5 heruntergestuft was auch eine zeitlang funktionierte.
    jetzt habe ich seit langem beschwerden.über und unterfunktionssympthome wechseln sich ab.
    hier meine werte.
    22.03 2016 euthyrox 37.5
    tsh 1.20
    ft3-2.99
    07.06.2016 euthyrox 37.5
    tpo ak -373
    tsh-1.15
    ft3-2.87
    ft4-1.39
    22.12 2016 euthyrox 37.5
    tsh-1.80
    ft3-2.88

    16.03.2017 euthyrox 37.5
    tsh-1.24
    ft3-2.69

    19.07.2017 euthyrox 37.5
    tsh-1.98
    ft3-3.12

    vielen dank für ihre mühe mfg sonja klünder

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Vielen Dank.
    Viele Grüße

    • Da ihre Schilddrüsenantikörper erhöht sind, werden sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben.
      Ihre Symptome sprechen eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Die TSH, T3 und T4 Werte zeigen aber eine Überfunktion nicht an. Sie sollten noch die TRAK Antikörper bestimmen lassen, die bei einem Morbus Basedow erhöht wären.
      Wenn in einer Szintigrafie eine Überfunktion festgestellt worden ist, könnte sich vielleicht auch um eine disseminierte Autonomie handeln.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lara sagt:

    Sehr geehrter Herr Lunow,

    ich bin 22 Jahre alt und leide seit langen Jahren unter Müdigkeit und Haarausfall.Vor 3 Jahren wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt ,was aber auf den darauffolgenden Blutuntersuchungen nicht mehr der Fall war. Durchweg ist auf dem Ultraschall eine Veränderung der Schilddrüse nach Hashimoto zu sehen. Aufgrund der Tatsache das im Blut nichts festzustellen ist nehme ich keine Medikamente ein.
    Meine letzten Laborwerte ergaben nichts auffälliges außer das Anti TG lag bei 82.1+ ,bei einem Referenzbereich von 33. Meine Frage wäre was ich tun sollte bei so einem Fall.
    Würde mich auf eine Meinung freuen.
    Mit freundlichen Grüssen

    • Man sieht im Ultraschall typische Veränderungen wie bei Hashimoto-Thyreoiditis haben, sollte insbesondere angesichts der auch erhöhten Schilddrüsenantikörper eine Therapie mit Thyroxin begonnen werden besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass ihre Beschwerden wie Müdigkeit und Haarausfall dann besser werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lina sagt:

    Guten Tag,
    ich nehme seit 14 Jahren Euthyrox wegen H-T., bin „perfekt“ eingestellt, dh die Laborwerte passen, es geht mir aber trotzdem sehr schlecht (Müdigkeit bis zur Erschöpfung als Dauerzustand, extremes Kältegefühl, Kirbbelanfälle, trockene Haut), andere Ursachen sind ausgeschlossen. Ich frage mich, wozu ich das Medikament nehme und erwäge, es abzusetzen. Was kann passieren?
    Danke für Ihre Einschätzung!

    • „Perfekte“ Laborwerte bedeutet noch nicht, dass Sie gut eingestellt sind. Zum einen stellt sich die Frage, welche Normwerte hierbei zugrunde gelegt worden und zum anderen sollte die Einstellung sich weniger an den Laborwerten als an den Beschwerden orientieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Petri sagt:

    Guten Tag,
    Ich nehme seit mehreren Jahren L thyroxin ( z.Z. 150). Habe auch schon eine Radiojodtherapie hinter mir. Ich fühle mich immer noch schlapp, habe Schlafprobleme ( 3 Stunden und das war es für die Nacht ) und nehme einfach nicht ab. Meine Haut ist rissig und total trocken. Werde auch langsam depresiv. Kann das ein Hashimoto sein?
    Was kann ich machen ?

    • Nach Radiojodtherapie ist eine Schilddrüsenüberfunktion die Regel. Ob Sie an Hashimoto-Thyreoiditis leiden, kann durch die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper auch andere Auto-Immunphänomenen festgestellt werden. Im Ultraschall ist eine Hashimoto-Thyreoiditis bei Zunstand nach Radiojodbehandlung nicht so leicht zu diagnostizieren. Wenn Sie Laborbefunde haben, die für eine Autoimmunerkrankung sprechen, sollten Sie sich in die Behandlung eines Arztes begeben, der Erfahrung mit diesen Erkrankungen hat.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Petra Wittler sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe seit über 20 Jahren Hashimoto-Thyreoiditis und nehme von Anfang an Novothyral 100. Allerdings wurde vor sehr langer Zeit die Dosierung auf 150 hochgesetzt, da mit 100 immer müde war und mein Stoffwechsel nicht funktionierte. Ende 2016 hat mein Hausarzt gesagt, ich müßte die Tabletten auf 100 wieder runtersetzen. Dies habe ich getan, nur jetzt habe ich meine alten Probleme: Gewichtszunahme, sehr schlechter Stoffwechsel und neuerdings gehen meine Blutdruckwerte in die Höhe z.B, 87 : 167. Mein Bluttest von letzter Woche war TSH 0,01. Was kann ich tun? Ich soll die Dosierung aber lt. Hausarzt nicht erhöhen. Fühle mich aber sehr unwohl.
    Würde mich freuen, von Ihnen zu hören und verbleibe
    mit freundlichen Grüssen Petra Wittler

  • Stöcker sagt:

    Guten Tag,
    seit Jahren hat mein Mann als vermeintlich Schilddrüsengesunder, einen ft3 von 60% und einen ft4 von 40%. Ist so ein Verhältnis zueinander tatsächlich normal? Muß nicht der ft4 höher als der ft3 sein? Diese Konstellation hat er schon seit gut 2 Jahren, also kein Wert der mal kurzfristig ausgebrochen ist. Wie sieht das ein Fachmann? Zumal auch ne Menge Symptome da sind…
    Vielen Dank
    Sani

  • Yvonne sagt:

    Sehr geehrter Hr.Dr.Lunow

    Bei mir wurde vor 12 Jahren Hashimoto festgestellt ich habe bis August diesen Jahres ca 7 Jahre L Thyroxin 112 eingenommen es ging mir damit gut.Wegen Kinderwunsch und das ich seit 3 Jahren versuche schwanger zu werden und schlechtem TSH Wert überwies mich mein Gynäkologe zum Nuklearmediziner.Dieser setzte das L Thyroxin auf 125 und dann 3 Wochen später auf 150 hoch.Seit 5 Wochen fühle ich mich sehr schlecht ich habe zeitweise kribbeln in Händen,Füssen und sogar im Kopf und auch starke innerliche Unruhe. Der TSH Wert bei meiner Hausärztin war vor 3 Wochen im Normbereich 1,14 ich bin sehr verzweifelt beim Facharzt bekomme ich erst Ende Februar einen Termin.Ich war sogar beim MRT für die Halswirbelsäule und beim CT Kopf alles ok auch das große Blutbild laut meiner Hausärztin ist ok.

  • Hein sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich leide an Hashimoto und bn derzeit nicht Behandlung. T4 und T3 sind im Normbereich, TSH liegt bei 5,6. Ich habe bereits Fachliteratur gelesen und mich dem Thema beschäftigt.
    Einen Termin bei einem Spezialisten habe ich erst Anfang August.
    Ich nehme ein homöopat. Mittel (Thyreodea Ferrum).
    Meine Frage: Ich möchte gerne schwanger werden und mit der Einnahme von Folsäure beginnen. Meine FA meinte ich soll ein Präperat ohne Jod nehmen. Die Apothekerin meinte ich solle erst den Spezialistentermin abwarten bevor ich etwas nehmen, da es sein kann, dass es das Immunsystem „stört“.

    Jetzt möchte aber gerne mit der Einnahme von Folsäure beginnen und freue mich über einen kompetenten und ehrlichen Rat.
    Folgende Präperate stehen zur Auswahl:
    Feiblon (jodfrei) I und II
    Orthomol natal (soll sehr gut sein und eines der besten, hier kann man wohl die Jodtabl. weg lassen)
    Folio und Folio forte (jodfrei)
    Kann ich mit der Einnahme für den Kinderwunsch beginnen oder hat es tatsächlich Auswirkungen auf Hashimoto bzw. der Symptome der Schilddrüsenunterfuntkion? Oder sollte ich tatsächlich erst den Termin abwarten?
    Meines Erachtens sind es doch nur „Vitamine und Mineralstoffe“, die eigentlich gut sein müssten für den Körper.
    Ich rauche nicht, ernähre mich sehr bewusst und gesund, bin so oft es geht an der frischen Luft und treibe Sport. Zöliakie liegt ebenfalls bei mir vor, damit komme ich aber schon seit Jahren sehr gut klar.

    Ich hoffe auf eine kurze ehrliche Antwort, damit ich mit dem Kinderwunsch „beginnen“ kann.

    Vielen Dank vorab und herzliche Grüße!
    Fr. Hein

    • Bei Kinderwunsch spricht aus meiner Sicht nichts gegen die Einnahme eines Folsäurepräparate.
      Jod ist zwar bei Hashimoto Thyreoiditis eventuell kontraproduktiv. bei Kinderwunsch würde ich diese Bedenken aber hinten an stellen.
      Der TSH sollte auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Carmen sagt:

    Liebe Praxisklinik,

    Ich leide unter Hashimoto. Mein letzter TSH lag bei 34,4…ich habe das Gefühl das meine Ärzte sich nicht wirklich auskennen.Oft werden Symptome nicht Ernst genommen und abgetan.auch die Blutkontrollen sind nicht umfangreich genug. Hinzu kommt das ich wegen eines unerfüllten Kinderwunsches leide und ohne ruchtige Behandlung auch sicher keine Erfüllung finden werde. Ich bin verzweifelt und ich bräuchte dringend Ärzte die sich mir abnehmen und meine Symptome und Probleme ernst nehmen.

    Ich freue mich über eine Antwort.

    Liebe grüße Carmen

  • Thiemann sagt:

    Liebe Praxisklinik,
    Ich habe vor 15 Jahren die Diagnose Hashimoto bekommen und nehme seitdem 75 mg LT. Ich habe den Eindruck mich seit einem halben Jahr nicht gut eingestellt zu fühlen, da ich unter extremer Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und Unwohlsein leide. Meine aktuellen Blutwerte sind:
    TSH 1, 47 (Ref. 0,27- 4, 2)
    FT3 2,27 (Ref. 2,0- 4,4) und
    FT4 1,28 (Ref. 0,9- 2,0).
    Ich habe erneut 75 mg LT verschrieben bekommen. Sollte ich dieses vielleicht erhöhen?
    Vielen Dank für Ihre Mühe!
    Ich hoffe Sie können mir helfen.

    • Sehr geehrte Frau Thiemann,

      Ihre Symptome sprechen für eine zu niedrige Dosis. Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich bei TSH-Werten zwischen 0,3 und 1,0 am wohlsten. Sie sollten es probeweise mit einer höheren Dosierung probieren. Wenn es zu keiner Besserung kommt, würde ich die nicht seltenen Begleiterkrankungen von Hashimoto-Thyreoiditis ausschließen lassen. Häufig ist ein Eisenmangel oder Vitamin B12 Mangel die Ursache für solche Symptome.

      Dr. med. R. Lunow

  • Uebersax Katja sagt:

    Liebe Praxisklinik

    Kürzlich wurde bei mir eine chronische Schilddrüsenentzündung festgestellt, jedoch mit noch keinerlei Veränderung der Hormonwerte. Bis jetzt produziert der Körper nur Antikörper gegen die Schilddrüse. Der Arzt meint, man könne im Moment nichts tun,erst wenn die Hormone sich verändern. Doch bitte schön! Wenn es eine Autoimmunerkrankung ist, dann gibt es doch sicher eine Möglichkeit schon jetzt das Problem anzugehen, sei mit Homeopathie, Chin.Medizin, Ernährungsumstellung….Ich geb mich mit Abwarten nicht zufrieden. Was meinen SIe?
    Vielen Dank für die Antwort.
    Katja

    • Die Autoimmunerkrankung lässt sich nur in sehr seltenen Fällen bei frühzeitiger Behandlung stoppen. Im allgemeinen ist die Hashimoto-Thyreoiditis jedoch eine lebenslange Erkrankung.
      Ob im Moment schon eine Behandlung bei Ihnen notwendig ist, hängt nicht nur von den Laborwerten ab, sondern auch von Ihren Symptomen.

      Dr. Reinhold Lunow

  • Guten Tag. Ich habe schon seit längerem den Verdacht das ich Hashimoto habe. Aber meine Hausärztin möchte es nicht alles genau untersuchen und sagt ist alles harmlos. Mein einer t wert lag an der Grenze und zwar bei 1,1. Leider hag sie aber nicht alle Blutwerte abgenommen. Beim röntgen zeigt sich die linke Seite grenzwertig vergrößert. Ich habe alle typischen Symptome die darauf hinweisen, aber fühle mich nicht wirklich ernst genommen. Können sie mir damit weiterhelfen. Ich bin echt langsam am verzweifeln.Mfg Yvonne Nienhuysen

  • Christine C. sagt:

    Können Sie einen besonders auf Hashimoto spezialisierten Kollegen in München oder Umgebung empfehlen?

  • Marita E. sagt:

    Seit Jahren hatte ich einen Stillstand bei meiner Dosis L-Thyroxine 175. Ich musste jetzt innerhalb kurzer Zeit meine Dosis erhöhen lassen. Kann es sein, dass es etwas mit meinen bevorstehenden Wechseljahren zu tun hat? Im August werde ich 43 und ab ca. 40 fingen Schlafstörungen und Schweissausbrüche an.

    • In Phasen hormoneller Umstellung ist es nicht selten, dass die Dosis der Schilddrüsenhormone angepasst werden muss. Typische Beispiele sind Schwangerschaften, aber auch die Wechseljahre. Ob Ihre Symptome wie Schlafstörungen und Schweißausbrüche von den Wechseljahren oder von der Hashimoto-Thyreoiditis herrühren, sollte überprüft werden.

      Dr. Reinhold Lunow

  • g. bremer sagt:

    Ist HashimotoThyreoiditis eine Erbkrankheit?

    • Wenn Mutter, Vater oder Geschwister eine Hashimoto-Thyreoiditis haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei über 50% an Hashimoto-Thyreoiditis zu erkranken. Die exakten Gene und die Art der Veränderungen sind bisher im einzelnen nicht bekannt. Wahrscheinlich spielen aber diejenigen Gene eine Rolle, die an der Regulation des Immunsystems beteiligt sind.

      Dr. med. R. Lunow

  • Elizabeth Weitzel sagt:

    Welche Medikamente gibt man bei einer Schilddrenüberfunktion in der Anfangsphase der Hashimoto-Thyreoiditis?

  • Bernadette Jensen sagt:

    Ich bin 34 Jahre alt und leide unter starker Kälteemfpindlichkeit. Kann eine Hashimoto dafür verantwortlich sein?