Einführung

In unserem Blog zum Thema „Hashimoto Köln-Bonn” erhalten Sie wichtige Informationen über die Funktion der Schilddrüse sowie die Symptome und Therapie bei der Autoimmun-Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis. Als Schilddrüsen-Experte hilft und berät Sie unser Praxis-Team Nähe Köln-Bonn gerne!

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53 Kommentare

  • Erika sagt:

    Guten Morgen Herr Dr. Lunow,

    wie interpretieren Sie als Arzt die Blutwerte, wenn am Tag der Blutentnahme die Schilddrüsenhormone eingenommen wurden, z.B. nach 1, 4 oder sogar nach 8 Stunden?
    Mich hat man noch nie (!) darauf hingewiesen, dass die Einnahme erst nach der Blutentnahme erfolgen soll.
    Meine letzten Werte vom unter 50 Prothyrid und 37,5 L- Thyroxin:
    fT3 3,12 (2,21- 4,43)
    fT4 14,5 (9,3- 17)
    TSH 2,03 (0,27- 4,2)
    Blutentnahme erfolgte ca. 7 Stunden nach Einnahme.
    Ich bin weiblich, 168 cm groß, 53 kg schwer und lebe ohne Schilddrüse.
    Bin dankbar über eine Einschätzung Ihrerseits.

    Freundliche Grüße

    Erika

  • Erika sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    mein Sohn, Diabetiker und Hashimoto Patient, hat einen TSH 0,23 (0,27-4,2), ft3 4,02 (2,0-4,0), ft4 11,0 (9,0-18) Werte unter Novothyral 75.
    Wie beurteilen Sie diese Werte?
    Vielen Dank und freundliche Grüße
    Erika

  • Elli sagt:

    Guten Abend Dr Lunow
    Seid 2014 habe ich Hashimoto was keiner eingestellt bekommt.Habe bis jetzt 100mg Lthyroxin bekommen nach aktueller untersuchung:Tsh Basal 0.60(0.3-3.0)Ft3 2.8(2.0-4.2)Ft4 1.3(0.8-1.7) calzium 2.5(2.1-2.6)parathormon 11.5(18.5-88) soll ich jetzt auf 75mg Lthyroxin reduzieren.was würden sie empfehlen?Körperlich und seelisch fühle ich mich nicht gut

  • Anina sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow

    Ich habe vor 3 Wochen die Diagnose Hashimoto-Thyreoditis erhalten, nachdem ich den ganzen Winter hindurch mit Übelkeit/Schwindel, Verdauungsbeschwerden (saures Aufstossen, Durchfall, Blähungen), Engegefühl im Hals (teils bleibt mir Essen stecken, das Atmen fällt mir teils schwer) und depressiver Verstimmung gekämpft habe und man keine Ursache dafür gefunden hat. Seit Jahren fühle ich mich ständig erschöpft, komme am morgen kaum aus dem Bett und habe den Eindruck, dass ich nur noch arbeite und schlafe.
    Die Diagnose wurde mittels Sonographie und Anti-TPO Wert gestellt. Gleichzeitig sagten die Endokrinologen, dass die Diagnose keinen Zusammenhang mit meinen Symptomen hätte und da die Schilddrüsenwerte noch in Ordnung seien, man auch nichts mache (ausser jährlichen Kontrollen der Werte).
    Der TSH Wert war am 5.7. bei 1.56 mU/L, der FT4 bei 14.5 pmol/L und der Anti-TPO (Kryptor) bei 20’090 U/ml.

    Meine Frage ist nun: Ist es möglich, dass ich mich aufgrund der erhöhten Antikörper schlecht fühle? Oder kann man entsprechende Symptome nur bei schlechten TSH/FT4 Werten haben?

    Vielen Dank und herzliche Grüsse
    Anina

    • Die Symptome Erschöpfung und Müdigkeit passen auf jeden Fall zu einer Hashimoto-Thyreoiditis.
      Aber auch die anderen von Ihnen genannten Symptome können durch diese Erkrankung bedingt sein.
      Auch wenn Ihre Schilddrüsenwerte im vermeintlichen Normbereich liegen, halte ich eine probeweise Therapie mit Thyroxin in ihrem Falle für indiziert. Es ist nicht wichtig, die Blutwerte zu behandeln sondern ihre Beschwerden.

      Dr. med. Lunow

  • Lothar sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    Ich möchte gerne, dass Sie sich meine Werte anschauen:
    ft 3 ist auf 5,1
    ft4 ist auf 20,7
    TSH basal ist auf 1,2
    Calcitonin ist auf 0,56
    TPO-AK ist auf 491 (zu Hoch??)
    TSH-Rezeptor AK <3
    ThyreoGlobulin 16
    TG-Wiederfindung 97%

    Zur Zeit nehme ich L-Thyroxin 100 ein. Ich habe erhebliche Gewichtszunahme.
    Trotz gesunder Ernährung und Sport. Es gibt leider auch andere Baustellen, wie Fettleber und Psoriasis Rheuma (Medikament Sulfsalazin 500 Tägl. 4 Tabl. )
    Ist die Gabe von L-Thyroxin 100 ausreichend oder sogar zu hoch?

    Herzliche Grüße

    Manuela

    • Da ich die Normalwerte ihres Labors nicht kenne, kann ich nichts über die T4 und T3 Werte sagen. Angesichts des TSH könnte die Dosis noch gesteigert werden. Wenn Sie aber auch eine Fettleber haben, wie Sie schreiben, gehe ich davon aus, dass Sie ein metabolisches Syndrom haben und Sie sollten über einen Ernährungsberatung nachdenken.

      Dr. Lunow

  • Herr Hashimoto sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    Ich bräuch bitte Ihre Meinung zu Meinen werten:

    Hashimoto ist bestätigt
    Schilddrüse hat ein Volumen von 8ml
    Tpo liegen bei 100
    Bei der Einnahme von 50 war der tsh bei 1,59 ft nicht bestimmt
    Bei Einnahme von 62,5 war der tsh bei 1,54
    Ft 4 liegt bei 11,4 (9,3-17,00)
    Ft 3 liegt bei 3,6 (2,00-4,40)

    Laut Arzt super Werte.
    Aber der ft 4 ist doch total im Keller?!?
    Ich bin doch total unterdosiert oder nicht?

    Mein befinden ist alles andere als gut fühle mich überhaupt nicht gut.
    Bin müde antriebslos kraftlos depressive Verstimmung usw.

    Könnten Sie mir auch sagen was die folgenden werte aussagen:

    25 oh vit. D 51,5 nmol/l (52,5-150)
    1,25 oh vit d3 126 ng/l (36,5-216,2)

    Auch diese Werte sind laut Arzt ok

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

  • katrin sagt:

    hallo,

    vor 5 Jahren wurden bei mir per Ultraschall diskrete Zeichen einer Autoimmunthyreoiditis festgestellt, TPO +11 IU/ml, TSH-Rezeptor-Ak CMIAse 0,30 IU/l (<1,75 IU/l), freies T3 3,37 pmol/l (2,6-5,7) ; freies T4 11,1 (9-19,1) diagnostiziert. Seitdem erfolgte nur Verlaufskontrolle der TSH- Werte: 2016: 3,47 mE/l, 04/2017: 3,04 (0,27-4,23); 09/2017: 2,69mE/l; 2019: 1,68 mE/l (0,27-4,23) ,S-FT3 3,75 pm/l (3,1-6,8), S-FT4 13,8 pmol/l (12-22). Die Symptomatik 2015 extremer Nachtschweiß, Druckgefühl am Hals, Herzstolpern tritt nur noch selten auf. Seit 2016 wird Haut zunehmend trockener. Seit 2017 plötzliche Lichtempfindlichkeit der Augen sowie immer stärker werdende Wasseransammlungen in Augenlidern und unter den Augen. Seit 2018 trockene, juckende Kopfhaut und Haarausfall. Herzstolpern und mitunter Herzrasen tritt wieder stärker auf. Hausarzt sieht keinen Handlungsbedarf, da die Werte im Normbereich liegen. Er denkt an eine psychosomatische Erkrankung. Der Meinung bin ich mitnichten. Ich bitte um eine fachkundige Meinung.

    Danke

    VG Katrin

    • Sie sollten zum Ausschluss einer Endokrinen Ophthalmopathie zum Augenarzt gehen. Diese Erkrankung tritt bei Hashimoto selten auf, häufiger ist sie eine Begleiterkrankung bei Morbus Basedow. Sie sollten zudem Ihre Schilddrüsenantikörper bestimmen und einen Ultraschall der Schilddrüse vornehmen lassen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Tom sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Bei mir wurde im April 2018 Hashimoto festgestellt. Bis dahin nahm ich wegen einer Unterfunktion (seit dem 12. Lebensjahr) der Schilddrüse L Thyroxin 50mg ein. Nach der Diagnose empfahl die Ärztin 75mg und 100mg im täglichen Wechsel zu nehmen plus 200mg Selen.
    Meine Beschwerden (Gewichtszunahme, Abwesenheit, Unkonzentriertheit, Muskelschmerzen…) wurden besser, innerhalb weniger Wochen hatte ich mein altes Gewicht wieder. Seit Anfang September werden die Beschwerden wieder stärker und aktuell heute fühle ich mich so schlecht, wie vor der Behandlung.
    Mein Arzt sagt, ich sollen der Medikation nichts ändern, die Schilddrüse sei gut eingestellt, soll mich 4-6 Wochen glutenfrei ernähren, sonst könnte man nichts machen, dann müsste ich damit leben. Das kann doch nicht wahr sein, oder? Ich bin männlich, 22 Jahre, immer sehr sportlich und jetzt kann ich nichts mehr.
    Meine aktuellen Werte sind:
    TSH basal 1,47
    Ft3 3,52
    Ft4 1,52
    TRAK <0,8 lU/l
    MAK Anti TPO 0,09
    TRAK 0,74
    Anti-TG <15 U/ml
    Sonographie Gesamtvolumen 13ml/ rechts 8/links 5 ml. Isoechogenes Schallreflexmuster ohne abgrenzbare Schallknoten. Keine pathologisch vergrößerten, zervikalen LK darstellbar.
    Ist das vielleicht gar kein Hashimoto-Thyreoiditis? Nehme ich vielleicht zu viel oder
    kann man durch eine höhere Medikation eine Besserung erzielen? TSH vielleicht unter 1 oder ft3 senken?
    Herzlichen Dank Tom

    • Ihre Schilddrüsenantikörper sind nicht erhöht. Der Ultraschall scheint auch nicht typisch zu sein insofern stellt sich wirklich die Frage, ob Sie Hashimoto-Thyreoiditis haben. Ein Therapieversuch mit einer erhöhten Dosis kann jedoch sinnvoll sein. Wenn es Ihnen darunter besser geht und Sie nicht in den Überfunktionsbereich kommen, würde ich die Therapie auch fortsetzen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Tom sagt:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! Kann es dann einfach auch die schon immer bestehende Unterfunktion sein, die einfach nicht mit genug L thyroxin behandelt wurde?

        • In der Regel ist eine Schilddrüsenunterfunktion durch eine Hashimoto-Thyreoiditis bedingt. In der Regel heißt aber nicht immer! Also würde ich es einfach versuchen. Mehr Schilddrüsenhormone nehmen und
          gucken, ob es Ihnen besser geht. Es ist nicht wichtig, dass eine exakte Diagnose gestellt wird. Wichtiger ist, dass Sie sich besser fühlen.

          Dr. med. Reinhold Lunow

        • Ich würde den TSH Wert auf 0,3-1,0 einstellen, eher 0,3. Wenn die Symptome dann noch nicht zurückgehen, müsste nach anderen Ursachen gesucht werden.

          Dr. med. Reinhold Lunow

          • Tom sagt:

            Vielen Dank, mein aktueller Arzt hat einer Erhöhung nicht zugestimmt, er sagt, es sein eine Depression dazu gekommen, daher die Symptome, die einfach nicht besser werden. Ich soll jetzt Citalopram nehmen für mindestens 6 Monate, dabei ist der aktuelle TSH wert weiter gestiegen, mittlerweile wieder 2,6.

          • Natürlich können Sie auch eine Depression als Begleiterkrankung haben. Ich würde alleine aus Einfachheitsgründen jedoch immer zunächst eine Optimierung der Schilddrüsentherapie voranstellen.

            Dr. med. Reinhold Lunow

  • Maria sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    Bei mir wurde vor 6 Jahren Hashimoto festgestellt. Deswegen wurde mir vom Nuklearmediziner Euthyrox 50 verschrieben. Desweiteren empfahl mir mein Hausarzt 2 mal täglich 8 Tropfen Glandula Thyreoidea D12 sowie Selenium D12 und Zincum Chloratum D6.
    Seit nun mehr als 2 Wochen habe ich dicke Lymphknoten am Hals, sowie starkes Kloßgefühl. Ich leide zudem an einem trockenen Hals mit Brennen in die Speiseröhre. Auch meine Stimmbänder sind in Mitleidenschaft gezogen.
    Teilweise treten Symptome für Über- bzw. Unterfunktion, wie z.B.Schwitzen oder Frieren, oftmals im Wechsel auf.

    Mein Blutbild im Juli war:
    TSH: 1.34
    FT3: 3.3
    TPO-Ak: 210+
    Der FT 4 Wert wurde damals nicht ermittelt.

    Vor einer Woche ergab mein Blutbild folgende Werte:
    TSH: 2.17
    FT3: 3.1
    FT4:1.04
    TPO-Ak: 201+

    Meine Frage:
    Kann es, trotz normaler Werte sein, dass ich mehr Schilddrüsenhormone benötige, oder handelt es sich hier um einen Entzündungsschub, bei dem man abwarten muss und diese genannten Symptome mit der Zeit von selbst wieder verschwinden?
    Mir ist aufgefallen, dass ich besonders beim Übergang von der warmen in die kalte Jahreszeit immer wieder Probleme mit meiner Schilddrüse habe.

    Wäre schön, wenn Sie mir einen Rat geben könnten, wie ich weiter vorgehen soll.

    • Die meisten Patienten fühlen sich mit einem TSH Wert von 0,3-1,0 wohl. Es Könnte also sein, dass Sie eine höhere Dosis Thyroxin benötigen. Vergrößerte Lymphknoten und ein
      Brennen in der Speiseröhre sind allerdings keine Symptome, die mit Hashimoto in Zusammenhang gebracht werden können.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Es ist besser, wenn Sie vor der Blutabnahme das Thyroxin noch nicht eingenommen haben. Allerdings sollte die Einstellung vorwiegend anhand der Symptome geschehen. Stimmungsschwankungen und Erschöpfung könnten für eine zu niedrige Dosis sprechen. Nervösität spricht zwar eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Es gibt jedoch auch sogenannte paradoxe Symptome. Ich würde es mal mit einer höheren Dosis probieren.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    • Große Mengen Jod können zwar prinzipiell einen Hashimotoschub auslösen. Eine Kontraindikation zur Jodgabe bei einem CT sehe ich jedoch nur im Falle einer Schilddrüsenüberfunktion, zum Beispiel bei Morbus Basedow oder bei heißen Knoten.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Der T3 Wert ist tatsächlich etwas niedrig. Man könnte zur Verbesserung der Konversion von T4 in T3 Selen nehmen und/oder wie von Ihnen schon angeregt Thybon.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Kerstin sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    bei mir wurde vor 5 Monaten eine Hashimoto-Erkrankung diagnostiziert. Vor Beginn der Behandlung waren die Werte wie folgt:
    TSH: 10,90
    fT3: 3,2
    fT4: 1,1

    Es wurde zunächst mit 50 Mikrogramm L-Thyroxin die Behandlung begonnen, daraufhin haben sich die Blutwerte wie folgt entwickelt (Stand Juni):
    TSH: 4,72
    fT3: 3,4
    fT4: 1,4

    Danach wurde die Dosis auf 75 Mikrogramm erhöht. Bei einer erneuten Kontrolluntersuchung im Juli lag der TSH-Wert bei 2,19, die anderen Werte wurden nicht mehr ermittelt. Der Arzt hat daraufhin – auch entgegen meiner Bitte – entschieden, die Dosis beizubehalten. Die Symptome wurden mit der Behandlung besser, sind aber nicht nicht ganz verschwunden.

    Vorletzte Woche wurden im Rahmen einer Szintigraphie noch einmal die Blutwerte bestimmt:
    TSH: 1,82
    fT3: 3,12
    fT4: 1,66

    Dabei ist zu beachten, dass die Blutentnahme unangekündigt erfolgt ist und ich somit bereits einige Stunden vorher das L-Thyroxin eingenommen hatte (vorherige Blutentnahmen jeweils nüchtern).

    Auch hier wurde die Empfehlung gegeben, die Dosis beizubehalten.

    M.E. sind – in Anbetracht der Informationen aus der Literatur zu dem Thema – sowohl der TSH-Wert noch zu hoch als auch der Wert für fT3 zu niedrig, wenn auch im Referenzbereich. Auch die Tatsache, dass der Wert für fT3 gesunken ist, wundert mich. Außerdem sprechen auch die weiterbestehenden Symptome eher für eine zu niedrige Dosis.

    Sind wir hier wirklich „richtig“ unterwegs? Was kann ich für den Fall tun, dass doch eine Anpassung erforderlich ist, mein Arzt sich aber weiterhin dieser Möglichkeit verschließt? Ich habe nicht den Eindruck, dass es bei dem Thema Hashimoto allzu viele Mediziner gibt, die sich wirklich in der Tiefe damit auskennen.

    • Ich würde empfehlen den TSH-Wert mindestens auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 einzustellen. T3 und T4 sollten dabei im oberen Normbereich sein. Wenn Sie danach immer noch Unterfunktions Symptome haben, könnte auch ein noch niedriger TSH-Wert versucht werden. Wichtig ist jedoch immer das T3 und T4 noch im Normbereich sind.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Stefanie sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    da ich mittlerweile ratlos bin, wende ich mich heute an Sie. Ich bin Mitte 30 und habe seit 6 Jahren eine Hashimoto – Thyreoiditis und Knoten in der Schilddrüse, die, wie mir gesagt wurde, jedoch für ein Szintigramm noch zu klein seien. Nehme L-Thyroxin 50 ein und Selen. Doch seit Monaten habe ich immer wiederkehrende massive Infekte. Nach einer operativen Nebenhöhlensanierung im April ist die Wundheilung schlecht und Schluckbeschwerden blieben zurück. Meine Haare brechen nur noch, die Herzregion sticht (hatte ich nie) und ich habe (laienhaft formuliert) das Gefühl, mein Körper wehrt sich ständig wehement mit diversester Symptomatik.
    TSH, basal: 0.97
    T3: 2.07
    T4: 10.3
    MAK: 1.210
    TAK: 13
    Ein Dermatologe veranlasste eine Blutuntersuchung und fand erhöhte Zentromere (CENP-B) 3.3 und riet mir dringend, diese mit meinem Endokrinologen zu besprechen, doch diesem ist dieser Wert nicht bekannt und er kann damit nicht anfangen. Da ich unmöglich so weiter verfahren kann, bitte ich Sie um einen diesbezüglichen Rat.

    • Die erhöhten CENP-B Antikörper könnten Hinweis auf eine Sklerodermie sein, wozu die Schluckstörungen passen können.
      Sie sollten neben dem Hautarzt auch von einem Rheumatologen betreut werden. Wegen der Schluckstörung wäre ein Internist oder Gastroenterologe zuständig.
      Was die Behandlung des Hashimoto angeht, könnte man die Thyroxin Therapie erhöhen, da der TSH noch relativ hoch ist.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Ihr TSH-Wert spricht noch für eine noch vorhandene Schilddrüsenunterfunktion, Ihre Symptome eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Letztendlich können aber auch andere Erkrankung diese Symptome verursachen. Ich fühle probeweise die Thyroxintherapie absetzen, um zu überprüfen, wie sich die Symptomatik und die Laborwerte entwickeln.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Birgit sagt:

    Ich bin 62 Jahre und bei mir wurde vor etwa einem Jahr Hashimoto diagnostiziert.
    Mein letzter TSH-Wert lag bei 2,97. Die TPO-AK wurden bisher nur einmal (mit 208,7) gemessen.
    Da alle Schilddrüsenwerte im Normalbereich liegen, wurde mir lediglich sowohl vom Hausarzt als auch vom Nuklearmediziner empfohlen, täglich 200 Selen einzunehmen.
    Bisher habe ich immer nur eine 100-Selen-Gabe genommen. Mein Allgemeinbefinden ist sehr wechselhaft (des Öfteren Schwindel etc.) Außerdem ist seit Jahren mein Cholesterinwert sehr hoch (250). Habe bereits mehrfach gelesen, dass eine dauerhafte Selengabe schädlich sein kann. Welche Dosierung empfehlen Sie und sollte man zwischendurch pausieren? Vielen Dank im Voraus!
    Freundliche Grüße
    Birgit

    • Ein TSH-Wert von 2,97 bei Hashimoto-Thyreoiditis spricht dafür, dass Sie eine Therapie mit L-Thyroxin beginnen sollten. Dabei sollte der TSH auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden, FT3 und fT4 sollten im Normbereich liegen. Im wesentlichen sollte die Einstellung der Dosis anhand ihrer Beschwerden erfolgen und nicht so sehr an den Laborwerten. Es gibt einzelne Studien, die den Verdacht geäußert haben das Selengabe Ausbruch von Diabetes mellitus fördern könnte. Eine Gabe von 100 Selen pro Tag ist aus meiner Sicht jedoch zu vertreten. Sie können zusätzlich auch den Selenspiegel im Blut bestimmen lassen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Wenn Ihre Schilddrüse im Ultraschall kaum noch darzustellen ist, ist die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis wahrscheinlich. Diese Erkrankung ist auch die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion. Wenn es Ihnen gut geht, brauchen Sie nicht zu einem Endokrinologen zu gehen.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Beate sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich bin 25 Jahre alt und da ich seit einiger Zeit das Gefühl eines Kloßes im Hals und Schlappheit verspüre habe ich meine Blutwerte untersuchen lassen. Nun hat mein Hausarzt mir mitgeteilt dass ich an Hashimoto leide. Mein Anti-TPO liegt bei 47 U/ml, ist dies wirklich schon ein Anzeichen? Kann man die Krankheit in einem so frühen Stadium nicht noch heilen? mit Selen?
    FT3 lag bei 3.5 und FT4 bei 1.1 und TSH bei 2.26 ist dies noch der Normbereich oder könnte das schon auf eine Unterfunktion hin deuten und daher meine Müdigkeit kommen? Leider komme ich aus Mannheim und habe bei Ihnen keinen Termin bekommen, obwohl ich wirklich gerne einen Rat von Ihnen hätte.
    Ganz Liebe Grüße

    • Eine Heilung der Hashimoto-Thyreoiditis ist mir leider nicht bekannt. Bisher kenne ich keine Patienten bei denen das wirklich gelungen ist. Dies ist aber auch nicht wirklich schlimm, da bei den weitaus meisten Patienten die Erkrankung sehr gut in den Griff zu bekommen ist. Sie sollten noch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchführen lassen. Hashimoto-Thyreoiditis findet man üblicherweise eine leopardenfellartige Struktur.letztendlich spricht nichts gegen eine probeweise Therapie mit Thyroxin, T4 sollte dabei im oberen Normbereich sein und das TSH Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden. Wenn es Ihnen darunter besser geht und Symptome wie Schlappheit weniger werden, würde ich die Therapie weiterführen. Wenn die Dosierung noch nicht zu einer Besserung geführt hat, kann man auch versuchen so viel Thyroxin zu geben, dass der TSH nahe Null ist. Wenn es ihnen darunter immer noch nicht besser gehen sollte, kann man natürlich auch die Thearpie wieder beenden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Zoya sagt:

    Hallo Hr. Dr. Lunow,
    ich habe Hashomoto seit vielen Jahren und nehme momentan L-Thyroxin 112
    Vor 2 wochen wurde mir bei einer CT-Untersuchung ein jödhaltiges Kontrastmittel verabreicht. Seitdem habe ich jeden Tag starke Benommenheit, Vergesslichket, Konzentrationsprobleme, alles ist wie im Nebel, Bewusstseinstörungen. Ich weiß allerdings nicht, ob das wirklich vom Kontrastmittel kommt oder andere Ursachen sein können. Soll ich mich untersuchen lassen oder wie soll ich vorgehen?
    Danke in Vorraus! Viele Grüße, Zoya

    • Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis sollten zwar Jod meiden, dennoch glaube ich nicht dass Ihre Beschwerden mit dem Jodkontrastmittel während der CT-Untersuchung zusammenhängen. Eine unmittelbare Gefahr besteht nach Jodgabe bei Hashimoto-Thyreoiditis nicht. Wenn Sie jedoch ein Morbus Basedow haben, könnte eine Schilddrüsenüberfunktion durch das jodhaltige Kontrastmittel ausgelöst worden sein. Insofern wäre es besser, die Schilddrüsenwerte kontrollieren zu lassen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • DeNise sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    ich habe jetzt fünf Monate nach der Entbindung (Stillzeit) gerade Morgens sehr dolle Gelenk- und Muskelschmerzen.
    Ich nehme L-Thyroxin 150 ein.
    Haben Sie einen Rat der Gelenke betreffend?

    LG

    • Morgendliche Gelenk und Muskelschmerzen sprechen für eine rheumatische Ursache. Wenn Sie an Hashimoto-Thyreoiditis leiden, ist das Risiko an einer rheumatoiden Arthritis zur kranken erhöht. Sie sollten sich dementsprechend untersuchen lassen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Nicki sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow
    War gerade beim Nuklearmediziner der über Ultraschall eindeutig Hashimoto diagnostiziert hat. Aussage von Ihm war:,, Es gäbe keinen Zweifel , da die komplette Schilddrüse schwarz sei,,! Es sollte noch Blut abgenommen werden und auf meine Frage hin ,falls die Werte normal sind wie es dann aussieht , meinte er nur das dies nichts an seiner Diagnose ändern würde.
    Heute War ich bei meiner Hausärztin und der Bericht war da. Dort wurde Hashimoto mit keinem Wort mehr erwähnt und eine Medikation bräuchte man nicht da die Werte im Normbereich liegen. Meine Frage an Sie!? Sind die Blutwerte entscheidend bei der Diagnose Hashimoto oder kann es auch trotz normaler Werte sein das man daran erkrankt ist. Und wenn wird auch bei normalen Werten eine Medikation erforderlich. Liebe Grüße

    • Wenn Schilddrüsenantikörper erhöht sind haben Sie sicher eine Hashimoto-Thyreoiditis. Selbst aber wenn die Schilddrüsenantikörper nicht erhöht sind, kann man bei eindeutigen Veränerungen im Ultraschall von einer Hashimoto-Thyreoiditis ausgehen. Die Behandlung sollte sich an den Symptomen orientieren. Bei Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Gewichtszunahme ist einer Schilddrüsenunterfunktion auszugehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis haben die wenigsten Symptome bei einem TSH zwischen 0,3 und 1,0.
    Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob man die Thyroxindosis bei Ihnen erhöhen könnte.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Livia sagt:

    Lieber herr Dr. Lunow,
    ich bin 18 Jahre alt und habe seit drei Jahren Hashimoto und schilddrüsenunterfunktion.
    Ich fühle mich, obwohl ich Hormone nehme und meine Schilddrüse laut dem Ultraschall in Ordnung aussieht, immer noch sehr müde, habe Haarausfall und bin sehr deprimiert.
    Aus diesem Grund wollte ich einen Hashimoto Spezialisten in München aufsuchen.
    Können Sie mich an einen Kollegen vermitteln?
    Liebe Grüße
    Livia

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis ist es nur von untergeordnerter Bedeutung, wie die Schilddrüse im Ultraschall aussieht. Entscheidend für die Therapie ist vor allen Dingen, ob
      hierunter die Symptome in den Griff zu bekommen sind. Leider kann ich keine Empfehlung für einen Schilddrüsenspezialisten in München geben.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Die Werte erscheinen aus der Ferne gesehen ok. zu sein. Ihre Symptome konnn auch andere Ursachen haben.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Die Dosis wird in derster Linie nach den Symptomen angepasst. Wenn sie sich bei 112 µg am besten fühlt, ist das die richtige Dosis.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Möglicherweise liegt eine endokrinologische Erkrankung vor.
    Eine Diagnose ist auf diesem Wege nicht möglich.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sally sagt:

    Sehr geehrtes Praxis -Team,

    bei mir wurde jetzt eine Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert, und ich nehme Selen und Euthyrox ein.
    Des Weiteren liegt mein Vitamin-D-Spiegel bei 43,8 ng/ml. Sollte ich weiterhin zusätzlich Vitamin D einnehmen?
    Welcher Wert ist bei Hashimoto-Thyreoiditis anzustreben?

    Vielen Dank,
    mit freundlichen Grüßen

  • Beate sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    bei mir liegt schon seit Jahren eine Hashimoto-Thyreoiditis vor, die mit 200 L-Thyroxin Henning für mein Empfinden gut eingestellt ist. Nun stellte sich bei einer Routine-Untersuchung des Hausarztes herasu, dass der TSH-Wert zu niedrig, nämlich bei 1000) Nun soll die Hormondosis schrittweise auf die Hälfte reduziert werden, um das Tsh wieder zu erhöhen. Ich habe Sorge, dass mir das nicht gut tuen wird. Was meinen Sie?

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis werden oft veraltete Normwerte für TSH bei der Medikementeneinstellung zugrunde gelegt. Die meisten Patienten fühlen sich bei einem Wert zwischen 0,3 und 1,0 am wohlsten. Insofern sollten Sie nochmal mit Ihrem Artz sprechen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Patienten mit Hashimoto-Thyreoeditis sind in Deutschland unterversorgt, da es nur wenige Spezialisten für Hashimoto-Thyreoiditis gibt. Leider können wir Ihnen keinen Namen in Schleswig oder Umgebung nennen.

    Dr. Reinhold Lunow