Gibt es neben Hashimoto-Thyreoiditis noch weitere Begleit-/Folgeerkrankungen ?

Da bei Hashimoto-Patienten eine erbliche Anlage zu Autoimmunerkrankungen vorliegt, kommt es vor, dass das Immunsystem neben der Schilddrüse auch gegen andere Teile des Organismus Antikörper bildet.

Es ist ersichtlich, dass Hashimoto-Patienten potenziell häufiger auch von anderen Immunerkrankungen „bedroht“ sind.

Wenn jedoch ein Patient Symptome beschreibt, die nicht unbedingt auf eine alleinige Hashimoto-Erkrankung hindeuten, sollte man an die Möglichkeit einer weiteren Autoimmunerkrankung denken.

Dabei liefert eine Blutprobe nähere Erkenntnisse zu ggf. weiteren Erkrankungen.

Bei etwa 25% der Erkrankten können in Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen: z. B.
• Colitis ulcerosa
• Morbus Crohn
> beides chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
• Zöliakie > Glutenunverträglichkeit
• Anämie > Blutarmut
• Vitiligo > Weißfleckenkrankheit
• Morbus Addison > Nebennierenrindeninsuffizienz
• Diabetes > Zuckerkrankheit
• rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes
• und weitere Erkrankungen


laboruntersuchung_lunow_fotoshoot_210x210pxDurch einfache Laboruntersuchungen können diese Erkrankungen erkannt oder ausgeschlossen werden.

 

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39 Kommentare

  • Sonnenblume sagt:

    Hallo.
    Ich habe eine chronische Autoimmunthyreoiditis Hashimoto mit latenter Hyperthyreose.
    Vor kurzem hatte ich einen „Krampfanfall“, der über 1 Stunde ging (nicht bewusstlos, Extremitäten haben gekrampft). Im EEG sieht man einen Herdbefund links vorne, allerdings sei es keine typische Epilepsie.
    Nun frage ich mich, ob es zwischen meiner Schilddrüse Erkrankung und dem Krampfanfall einen Zusammenhang geben könnte.
    Ich hab aktuell einen TSH Wert von 0.06mE/l (05/19 hatte ich 0.12mE/l)
    FT3 liegt bei 3.71 ng/l
    FT4 1.11 ng/dl
    TPO 88.16 U/ml
    Tg 96.20 ng/l
    TRAK <0.3 IU/l

    Aktuell wird mir nur zum Abwarten und Beobachten geraten, ist dies bei den Werten in Ordnung oder sollte ich erneut Kontakt zu meinem Hausarzt aufnehmen?

  • BGH sagt:

    Guten Tag,
    2005 wurde mir nach einer Schilddrüsen-OP mitgeteilt das ich Hashimoto habe.
    2016 bekam ich dann immer wieder Durchfälle und es wurde durch eine Darmspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben festgestellt das ich eine Lymphozytäre-Kollitis habe.
    Besteht da ein Zusammenhang? Meine Hausärztin sagt immer nur Nein und ich soll nicht alles auf Hashimoto schieben.
    Vielen Dank.

    • Eine der möglichen Ursachen für eine Lymphozytäre Colitis ist eine Autoimmungenese. Ich selber habe auch Patienten, die gleichzeitig an lymphozytärer Colitis und Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind. Insofern muss man sagen, dass diese Form der Colitis auch eine Begleiterkrankung bei Hashimoto sein kann. Das bedeutet aber nicht, dass Hashimoto diese Colitis verursacht hat. Beide Erkrankungen können bei Patienten auftreten, die eine Neigung zu Autoimmunerkrankungen haben.

      Dr. med. Lunow

  • IZA sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    die Hashimoto Diagnose wurde bei mir im Jahr 2000 gestellt. Bis 2015 war meine Schilddrüse einmal jährlich auch radiologisch geprüft. Nach dem Hausarztwechsel werde ich dahin nicht mehr geschickt, da der Bedarf nicht da ist. Ist es auch ihrer Meinung?
    Im Rahmen der Ultraschaluntersuchung wurde zudem im Herbst 2017 festgestellt, dass meine linke Schilddrüse kaum da ist. Ist es möglich, dasssie sich in den Wechseljahren aufgelöst hat? Jetzt wird die Entwicklung zweimaljährlich beobachtet. Kann sein, dass meine Schilddrüse irgendwann ganz verschwindet? Endet dann Hashimoto? Was soll ich dagegen tun?
    Vielen Dank für Ihre Einschätzung.

    • Einzig die grafische Kontrolle ist bei Hashimoto nicht notwendig, es sei denn es treten neue Schilddrüsenknoten auf. Bei der atrophischen Form von Hashimoto Thyreoidit wird die Schilddrüse oft kleiner und kann in Einzelfällen auch völlig verschwinden. Therapeutische Konsequenzen hat das nicht. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die Thyroxindosis wird anhand Ihrer Symptome und in zweiter Linie anhand der Schilddrüsenwerte bestimmt.

      Dr. med. Lunow

  • Frau K. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich habe im Oktober 2018 erfahren, dass ich Hashimoto habe. Seitdem werde ich mit L-Thyroxin behandelt. Die letzte Dosis von 75 Minrogramm war deutlich zu hoch, da der TSH Wert supprimiert und die freien Werte über dem Normbereich lagen. Daher wurde die Dosis auf 50 Mikrogramm reduziert. Unter Behandlung mit den Hormonen kam es mir zu einer leichten Besserung meiner Symptome (Müdigkeit, Haarausfall, trockene Haut, Grippegefühl, Blässe). Es wurde erneut ein größeres Blutbild gemacht, mit dem weitere Hormonstörungen, Vitaminmangel und Eisenmangel ausgeschlossen werden konnten. Jetzt frage ich mich, woher die Symptome kommen – diese haben sich zwar leicht verbessert, sind aber noch deutlich vorhanden. Kann es sein, dass der Körper länger braucht, um sich an die von außen zugeführten Hormone zu gewöhnen? Bisher konnten mir 4 Ärzte nicht sagen, woher meine Symptome sonst rühren. Ich bin 22 Jahre, gehe gerne aus und bin mir sicher, dass die Symptome nicht von psychischer Natur sind, da ich von Natur aus ein fröhlicher und optimistischer Mensch bin. Unter Stress leide ich nicht – meine Stresslevel befindet sich auf einem „gesunden“ Niveau.

    Viele Grüße,
    Frau K.

    • Ihre Symptome würden zu Hashimoto passen. Sie sollten die Schilddrüsenwerte auf einen TSH Wert zwischen 0,3 und 1,0 einstellen lassen. T3 und T4 sollten dabei im oberen Normbereich liegen. Nach circa zwölf Wochen ist meist ein steady State erreicht.

      Dr. Lunow

  • Nina sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,

    ich habe 2014 die Hashimoto Diagnose bekommen und nehme zur Zeit L Thyroxin 125. Ich unterstütze zusätzlich mit Selen (Cefasel 200), bin aber unsicher, ob ich es als mehrwöchige/mehrmonatige Kur oder durchgehend nehmen soll. Ich wäre dankbar für Ihre Experteneinschätzung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Nina

  • Ich habe keine Erfahrung mit Histaminunverträglichkeit. Deshalb kann ich leider in Ihrem Fall keinen Rat geben.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Chris sagt:

    Guten Tag,
    ich habe bereits seit 14 Jahren Hashimoto. Seit ca. 5 Jahren nehme ich immer die gleiche L-Thyroxin Dosierung (100 mg) und war damit auch gut eingestellt.
    Jetzt leide ich seit einiger Zeit an Schlafstörungen, Schweißausbrüchen und Haarausfall. Der Hausarzt hat gemeint mein TSH Wert sei seit der letzten Untersuchung stark gesunken (auf 0,1) und bei mir läge jetzt eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Ich soll jetzt lediglich 50 mg L-Thyroxin einnehmen. Kann es nach so vielen Jahren mit Hashimoto plötzlich wieder zu einer Überfunktion kommen? Und ist eine so drastische Reduzierung von L-Thyroxin angebracht? Vielen lieben Dank für Ihre Antwort

    • Die Symptome können Zeichen einer zu hohen Dosierung sein. Hier handelt es sich dabei nicht um eine klassische Schilddrüsenüberfunktion sondern um eine durch Thyroxin ausgelöste Überdosierung. Die notwendige Thyroxindosis kann sich durchaus immer wieder ändern. Ich würde jedoch nicht von 100 auf 50 gehen sondern es eher mit 75 (oder 88) probieren.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Leyla sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow,
    Alle Symtome bei mir zeigen auf eine Unterfunktion/Hashimoto.
    Doch die SD Werte sind im Normbereich und der Antikörpertest ist auch negativ.
    Ich weiss,es stimmt mit mir etwas nicht.
    Im Internet habe ich einen Prozentrechner für
    fT3 (26%,Wert 1,13 RF 0,93-1,7) und fT4 (33%,Wert 2,8 RF 2-4,43) gefunden .Ideal wären hier 50%.
    Und auch die Basaltemperaturmessung im Bett
    mit 36-36.2C deuten auf eine Unterfunktion.
    Zu dem habe ich einen sehr hohen Prolaktinwert
    118(RF23),monomares Pr. 66(RF12).
    aber ich habe keinen Prolaktinom ,durch MRT bestätigt.
    Ich leide sehr ,weil meine Psyche mir viele Probleme bereitet .Mittlerweile habe ich auch Selbstmordgedanken ,weil kein AD hilft mir.
    Die Hyperpigmentierung im Gesicht ,ausgelöst und bestärkt durch Prolaktin ,lassen mich häßlich fühlen.Dazu totaler Verlust der Libido,dabei bin verheiratet.Dadurch wieder viele Partnerprobleme.
    Ich weiss nicht mehr was ich noch machen soll.
    Es wird alles einfach auf die Psyche geschoben.
    Können Sie mir bitte Ihre Meinung dazu sagen?
    Ich danke Ihnen vielmals.

    • Ihre Symptome können durchaus durch den hohen Prolaktinwert bedingt sein. Auch wenn sich im MRT kein Prolaktinom nachweisen ließ, ist eine medikamentöse Absenkung des Prolaktins aus meiner Sicht angesichts Ihrer Symptome einen Versuch wert.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Andrea K sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    Ich habe folgende Frage:
    Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto,
    nehme L-Thyroxin 100 und habe einen TSH Wert von 0,69 mU/l, FT3 liegt bei 2,4 pg/ml und FT4 bei 1,1 ng/dl.
    Meine Autoantikörper Anti-TG Thyreoglobulin Werte wurden gemessen.
    Das Labor gibt einen Refernzbereich von < 4,1 IU/ml an.
    Mein Ergebnis lautet: 16,6 IU/ml.
    Dieser Wert wurde auch schon von einem Endokrinolgen genommen, dort hieß der Referenzbereich < 115 IU/ml, mein Ergebnis lautete: 256 IU/ml.
    Ich verstehe die unterschiedlichen Referenzbereiche < 4,1 IU/ml und < 115 IU/ml nicht und kann daher das Ergebnis 16,6 IU/ml nicht zuordnen. Ich hatte gerade einen sehr starken Schub, zeigt dieser Wert eine hohe Immunreaktion?
    Für eine Antowrt wäre ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea K

    • Es gibt durchaus unterschiedliche Referenzwerte.
      Die Höhe des Antikörpertiter ist für die Beurteilung der Therapie aber von untergeordneter Bedeutung. Die Therapie sollte sich vor allen Dingen an den Symptomen orientieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jenny sagt:

    Hallo,
    ich heiße Jenny und habe eine Gräser Allergie sowie Hashimoto. Darf man die Tabletten von Grasax bei Hashimoto nehmen ?
    Viele Grüße

    • Es ist zwar richtig, dass eine Allergie-Therapie (Desensibilisierung) mit zum Beispiel Grasax das Immunsystem beeinflusst, ich habe bisher jedoch noch nie, eine Verschlechterung des Krankheitsbildes Hashimoto-Thyreoiditis unter solch einer Therapie gesehen. Deshalb spricht aus meiner Sicht nichts gegen eine Therapie mit Grasax.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jürgen sagt:

    Guten Tag,
    Ich nehme L-thyroxin 175 , 200 ug cefasel – Selen und Zink Selen von twardy 200 ug Selen und 20 mg Zink . Ich ergraue seither. Ich habe Hashimoto. Ist dies auf das Selen zurückführbar ?
    Danke
    Jürgen

  • Sonne sagt:

    Ich habe seit Jahren Hashimoto-Thyreoiditis. Seit 1,5 Jahren habe ich Krampfanfälle die im Hals losgehen. Es ist als wenn ein Kloß im Hals sitzt und drückt. Die Schmerzen werden immer schlimmer und strahlen in die Schulter und Lunge aus. Anschließend kommt in Wellen immer Luft hoch die im Hals hängen bleibt. Vom Herz kommt es nicht. Ist überprüft worden. Jede Atmung schmerzt. Dauert immer 3-4 Tage. Mit IBO 600 wird es besser. Kann das von der Schilddrüse ausgelöst werden? Haben sie einen Tipp 🤔

  • Hörminderungen gehören nicht zu den typischen Folgeerscheinung einer Hashimoto-Thyreoiditis, so dass ich eher davon ausgehe, dass eine andere Ursache hierfür vorliegt.

    Dr. med. Christian Lunow

  • winkler-steudle sagt:

    Hallo,
    2012 wurde bei mir ein Helicobakterbefall festgestellt. Nach anschließender Antibiotika Behandlung wurde eine Laktoseintoleranz festgestellt. In 2014 kamen dann nach erneuter Antibiotika Behandlung (vereiterte Mandeln) sowie enormer Belastung bei der Arbeit eine Fructose und Histaminintoleranz hinzu.

    2015 wurde dann noch von meiner Hausärztin Hashimoto festgestellt und eine wilde Einstellungsphase ( die nicht vorüber ist) began. Ich habe noch wegen meiner ausbleibenden Regel ( seit 3 Jahren) einen Endokrinologen aufgesucht, dieser versicherte mir ich hätte kein Hashimoto( keine AKs, fast homogene Schilddrüse) konnte mir aber auch das Ausbleiben der Regel nicht erklären. Was soll ich da dann denken? Hab ich nun Hashimoto oder nicht?
    Wenn ich mich LC bzw ketogen ernähre habe ich fast keine Probleme bezüglich Histamin oder extremen Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme, wenn ich aber dann mal an einem Wochenende Schokolade, Pasta, etc esse bekomme ich schnell die Quittung ( Schwellungen etc) dafür.
    Ich weiss nicht mehr weiter…..
    danke

    • Ob sie an einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden, ist aus der Ferne natürlich nicht zu beurteilen. Es gibt nur sehr wenige Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis, die keine erhöhten Schilddrüsenantikörper und gleichzeitig keine Ultraschallveränderung der Schilddrüse haben.
      Wenn sie gleichzeitig an einer Laktose- und Fructoseintoleranz leiden, sollte auch eine Dünndarm Fehlbesiedlung mit einem Glucose-H2-Test ausgeschlossen werden. Außerdem sollte ein metabolisches Syndrom mit zu viel Insulinbildung ausgeschlossen werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jod steht in Verdacht Hashimoto auszulösen und auch den Krankheitsverlauf negativ zu beeinflussen. Deswegen würde ich kein Präparat nehmen welches Jod enthält. Fisch enthält zwar auch relativ viel Jod, ist aber insbesondere wegen der Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken, bei Hashimoto-Thyreoiditis zu empfehlen. Es ist in Ordnung 2-3 mal pro Woche Fisch zu essen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Halsschmerzen werden von den Hashimoto-Patientinnen häufig beschrieben. Leider kommt es immer wieder zu Antibiotika-Verordnungen, da eine infektiöse Genese unterstellt wird.
    Es sollte möglichst eine aktuelle Abklärung der Schilddrüsenhormonlage inkl. der Antikörper erfolgen. Meist handelt es sich um einen „Schub“. In dem Zusammenhang sei auf die Relevanz der Ernährung und Lebensweise hingewiesen!
    Die Kurzatmigkeit kann im Zusammenhang stehen, es sollte aber auf jeden Fall ein kardiologisches Problem, eine Bluthochdruckerkrankung sowie eine Lungenerkrankung ausgeschlossen werden. Eine Vorstellung beim Hausarzt dürfte hier zunächst ausreichend sein.

    Susanne Denizot

  • Schorn sagt:

    Guten Tag,
    ich habe einen sehr hohen Prozentsatz an grauen Haaren. Genetisch vorbelastet bin ich nicht . Ich bin 31 Jahre alt und habe Hashimoto. Kann dies damit zusammenhängen? Ist dies reversibel? Danke sehr und viele Grüße

    • Mir ist nicht bekannt das Hashimoto-Thyreoiditis Patienten vermehrt zu grauen Haaren neigen, jedoch sollten weitere Begleiterkrankungen wie Autoimmungastritis, welche zu Vitamin-B12- und Folsäuremangel führen kann, ausgeschlossen werden. Auch ein Eisenmangel kann zu Veränderung an den Haaren führen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Histaminintoleranz und Hashimoto-Thyreoiditis kommen öfters gemeinsam vor. Ein Antiallergikum hilft meist nur wenig. Besser ist eine Ernährungsumstellung. Der erhöhte Blutzucker spricht für eine Insulinresitenz. Metformin ist ein Versuch wert. Wichtig ist auch, dass Sie ausreichend Thyroxin nehmen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Schulz sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    bei mir wurde Hashimoto festgestellt (35 J.,95 kg, 1,90m). Ich nehme L-Thyroxin 175 , mein TSH ist damit bei ca. 0,5.
    Meine Symptome sind weiterhin: Schwäche, Müdigkeit, seelisch unausgeglichen.
    Mein Endokrinologe hat erniedrigtes Testosteron festgestellt. Vier Tests:
    jeweils erniedrigter freier Androgen Index (Wert bei ca. 22; Rang lt. Labor: 31,4-116,3).
    Ein MRT der Sella ohne Befund. Kann der erniedrigte Wert von der Hashimoto Thyreoiditis stammen? Vielen Dank und Grüße
    Fabian Schulz

  • Bei Hashimoto-Thyreoiditis kommen bei über 25 % der Patienten andere Autoimmunerkrankungen gelichzeitig vor. Dabei handelt es sich nicht um Folge- sondern um Begleiterkrankungen. Die meisten dieser Erkrankungen können durch Labor- oder Ultraschalluntersuchungen ausgeschlossen werden.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Bei Hashimoto Thyreoiditis kommen nicht selten Begleiterkrankungen vor. Ob Ihre Lebererkrankung Folge einer Fettleber oder einer Autoimmunhepatitis ist, sollte abgeklärt werden. Die Ferritin-Erhöhung kann auch Folge einer Hämachromatose sein. Hier kann ein Gentest Klarheit bringen. Wegen der Gelenkerkrankung sollten rheumatoide Erkrankungen ausgeschlossen werden.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Andrea sagt:

    Kann man trotz Überfunktionssymptomen, wie Nervosität oder Herzrasen,eine Unterfunktion haben?

    • Die Symptome können individuell sehr unterschiedlich sein. Manchmal kommt es auch zu sogenannten „paradoxen Symptomen“, das z.B. Unruhe, Herzrasen oder Schwitzen Symptome einer Unterfunktion der Schilddrüse sind. Auf der anderen Seite können aber auch Symptome wie Gewichtszunahme und Müdigkeit bei einer Überfunktion der Schilddrüse auftreten. Ursache hierfür ist die unterschiedliche Aufnahme und Abbaurate von Schilddrüsenhormonen in verschiedenen Organen, dadurch können gelegentlich auch Symptome von Unterfunktionen bzw. Überfunktionen der Schilddrüse gleichzeitig vorhanden sein oder sich abwechseln.

      Dr. Reinhold Lunow

  • Andrea sagt:

    Wie häufig haben an Hashimo-Thyreoiditis erkrankte gleichzeitig zusätzlich eine autoimmune Erkrankung?