Welche Symptome treten bei Hashimoto-Thyreoiditis auf?

Die Symptome bei Hashimoto-Thyreoiditis sind sehr unterschiedlich.

Leider gibt es kein eindeutiges Symptom, was auf die Erkrankung an Hashimoto hinweist. So ist es auch für den Arzt schwer, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Es gibt viele Symptome, die auf Hashimoto-Thyreoiditis hindeuten können.

F_48497526_M_absolutimages_210x210px.jpgDabei sind die im folgenden genannten Symptome typisch:

• Erschöpfung
• Müdigkeit
• Antriebslosigkeit
• Depression

 

 

 

Häufig haben Hashimoto-Patienten aber auch Beschwerden wie:
• Gewichtszunahme
• Kälteempfindlichkeit
• Gelenkschmerzen
• Haarverlust
• brüchige Nägel
• trockene Haut
• Blähungen
• Verstopfung
• hoher Cholesterinspiegel
• verminderte Libido
• Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Wenn Sie den Verdacht haben, an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt zu sein, dann suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt in Ihrer Nähe auf. Dieser kann durch verschiedene Methoden feststellen, ob eine Erkrankung vorliegt.

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25 Kommentare

  • U.B. sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich bin Hashimoto Patient seit 4 Jahren.
    Bin soweit mit der Tablette Prothyrid 100 eingestellt, dass die häufigsten Beschwerden damit behoben sind, wie Müdigkeit, Haarausfall, Blähungen usw.
    Allerdings habe ich seit dem ein Augenleiden, wo ich nicht mehr mit leben kann.
    Ich möchte gerne wissen, ob das eine Begleiterscheinung dieser Krankheit ist oder eine Nebenwirkung der Tablette oder eine Nebenwirkung einer anderen Tablette, wie Bluthochdruck, den ich auch habe ?
    Ist Prothryid vielleicht nicht die richtige Tablette, haben sie Erfahrungen damit ?
    Zu den Augen: gerötet, ein Schwindel in den Augen, wie ein Matschauge. Gläsern und krank.
    Ich würde gerne noch mal ein anderes Krinologikum besuchen und mich erneut untersuchen lassen und eine andere ärztliche Meinung hören.
    Wie ist es wenn ich mir die Schilddrüse entfernen lasse, sind dann eigentlich alle Hashimoto Symptome verschwunden ?
    (Meine Schilddrüse weißt keine Knoten auf oder ähnlich, Entzündung ist halt vorhanden.
    Jedenfalls mit dem Augenleiden und der Antriebslosigkeit …schlapp und müde ist schlecht zu leben !
    Über einen Termin in Ihrer Klinik wäre ich mehr als dankbar !!!
    mit frdl. Gruß
    U.B.

    • Ihre Augenbeschwerden könnten durch eine so genannte endokrine Orbitopathie bedingt sein. Diese Augenerkrankung tritt meist bei Morbus Basedow auf, ist jedoch auch bei Hashimotoerkrankung möglich. Ansprechpartner dafür ist zunächst ein qualifizierter Augenarzt. Wir arbeiten in der Regel mit Privatdozent Dr. Ulrich Fries im Johanniterkrankenhaus Bonn zusammen.

      Dr. Lunow

  • Nadine sagt:

    Sehr geehrter Hr. Dr. Lunow,
    bei mir wurde im Mai diesen Jahres eine Hashimoto Thyreoiditis festgestellt.
    TSH lag bei 2,47, fT3 3,1, fT4 10,3 , MAK 589 , TAK 128
    SD-US hat die Diagnose auch bestätigt, mein Hausarzt meinte erstmal abwarten bevor man Medikamente gibt.
    Habe ständige Beschwerden wie Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Haarausfall, trockene und schuppige Haut, starke Schweißausbrüche,
    Konzentrationsstörungen, Verstopfung.
    Soll ich wirklich abwarten oder wäre nicht doch eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen sinnvoll?

    • Ihre Beschwerden sind durchaus mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung zu vereinbaren. Deshalb sehe ich eine Indikation für eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen. Abwarten hilft Ihnen da nicht weiter. Sie können die Schilddrüsenhormone ja auch wieder absetzen, falls es Ihnen darunter nicht besser gehen sollte.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Michaela sagt:

    Sehr geerhter Herr Dr. Lunow,
    ich bin 54 Jahre alt und vor ca. 4 Jahren ist bei mir eine Hashimoto Thyreoditis festgestellt worden. Zuvor habe ich immer L-Thyroxin eingenommen wegen einer vergrößerten Schilddrüse und zahlreichen Knoten. Seit 4 Jahren nehme ich nichts mehr ein und mein Gesundheitempfinden geht immer weiter nach unten.
    Ich habe sehr an Gewicht zugenommen, Wassereinlagerungen, Müdigkeit, Antriebslos, Schlafstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Schwitzen, Frieren , bin ein wenig Ratlos. Zwei Knoten in meiner Schilddrüse könnten sich zu heißen Knoten entwickeln. Da ich nichts einnehmen soll wird sich wohl meine Situation auch nicht änderen mit der ich nicht zufrieden bin. Mein Hausarzt meint er hätte auch an Gewicht zugenommen und wäre auch müde, es wären die Wechseljahre.
    TSH basal 1.07 ( 30.04.2018)
    Anti TPO AK 3085 ( 30.04.2018)
    Muß ich es so hinnehmen oder kann man etwas tun damit ich mich wieder besser fühle.
    Ich habe immer gerne Sport und andere Dinge gemacht , aber zur Zeit muß ich mich zu allem zwingen.
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen

  • Ich gehe davon aus, dass Sie vor 17 Jahren keine Schilddrüsenüberfunktion sondern eine Schilddrüsenunterfunktion hatten, sonst ergibt es keinen Sinn, dass Sie Schilddrüsenhormone bekommen haben. Sie sollten zusätzlich zu den bisherigen Laborwerten noch die Schilddrüsenrezeptorantikörper (TRAK) zum Ausschluss eines Morbus Basedow bestimmen lassen. Ihre Symptome passen zu einer Schilddrüsenüberfunktion.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sie sollten alle Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Ich gehe davon aus, dass Sie vor 17 Jahren nicht eine Schilddrüsenüberfunktion sondern eine Schilddrüsenunterfunktion gehabt hatten. Die jetztigen Beschwerden wie Herzklopfen, Unruhe, Gewichtsverlust, Zittern der Hände sprechen aber eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Für die weitere Diagnostik brauchen Sie nicht unbedingt zu einen Endokrinologen. Die notwendigen Laborbestimmungen können durchaus auch von Ihrem Hausarzt vorgenommen werden.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Sarah sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    durch das für meine Generation typische „Googeln nach Symptomen“ bin ich auf Ihre Seite hier gestoßen.

    Ich bin 27 Jahre alt weiblich und leide seit , wenn ich mir die Symptome anschaue, bestimmt 3 Jahren Beschwerden.
    Ich habe mir nie wirklich etwas dabei gedacht´, bis ich von meiner Mutter erfahren habe, dass Sie an einer Unterfunktion leidet.
    Bereits mein Hausarzt aus Kinderzeiten hatte vor Jahren mal entdeckt, dass das TSH etwas grenzwertig war.
    Vor einigen Wochen habe ich meine Werte erneut überprüfen lassen. Laut Arzt seien diese völlig normal.

    Nach wie vor kann ich jedoch so ziemlich alle Symptome, welche ich selbst überprüfen und beobachten kann bestätigen. Auch der Beginn mit Überfunktions-Symptomen kann ich bestätigen….

    Ist es möglich, dass die Krankheit trotz „toller“ Blutwerte besteht?!

    • Es stellt sich die Frage, was mit „normalen Blutwerten“ gemeint ist. Auf jeden Fall müssen auch die Schilddrüsenantikörper bestimmt werden. Wenn diese erhöht sind und es sich auch noch Hinweise auf eine Hashimoto-Thyreoiditis im Ultraschall der Schilddrüse ergeben, sollte der TSH-Wert auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden. T3 und T4 können dabei im oberen Normbereich sein.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Sarah sagt:

        Also suche ich mir am besten noch mal einen anderen Arzt.
        Auch wenn es nicht richtig ist, rückt der Arzt die Werte nicht heraus. Vielleicht direkt jemanden, der sich auf Schilddrüse mit spezialisiert.
        Der wird bestimmt anders gucken und auch die Schilddrüse selbst anschauen.

        Danke! 🙂 Auf zur zweiten Meinung!

      • Sarah sagt:

        Hallo Herr Dr. Lunow.

        nach sehr viel Kampf konnte ich meine Werte bekommen. Ich verstehe nicht warum manche Praxen sich da so quer stellen die Befunde herauszugeben.

        Nun. Es sind mittlerweile zwei Blutabnahmen passiert. Beide Male wurde morgens und nüchtern genommen.

        07.12.2017
        TSH: 1.96
        ft3: 3.60 (2.00 – 4.20)
        ft4: 1.10 (0.80 – 1.70)

        21.01.2018
        TSH: 3.34
        ft3: 3.25 (2.00 – 4.40)
        ft4: 1.24 (0.90 -1.70)

        Meine Symptomatik ist unverändert. Ich kann noch immer fast sämtliche Symptome bejahen.
        Es ist äußerst schwer einen Endokrinologen mit Zeit zu finden, da im Raum Düsseldorf sämtliche Praxen überlaufen sind.
        Von den bereits getesteten Internisten werde ich quasi ausgelacht.
        Mit 27 fast 28 Jahren kann man noch nichts an der Schilddrüse haben.
        Ich sollte weniger Essen, manche haben einfach nur einen sehr geringen Umsatz (von unter 1000kcal?!?!) oder einfach mal zum Psychologen ich hätte zu viel Stress! (Welcher Stress)

        Ich würde mich sehr über Ihre erneute Einschätzung freuen und verbleibe
        Mit freundlichen Grüßen

        • Bitte verstehen Sie, dass dieses Forum nicht der Ort ist, was eine lang angelegte Therapiebegleitung möglich ist. Dafür ist das Krankheitsbild zu komplex und die individuellen Gegebenheiten können so nicht berücksichtigt werden. Wenn Sie an einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden ist der TSH-Wert von 3,34 zu hoch und Sie haben eine Schilddrüsenunterfunktion. Bei Hashimoto-Thyreoiditis sollte der TSH zwischen 0,3 und 1,0 liegen.

          Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jen sagt:

    Hallo dr Lunow.Ich habe eine Frage.Gibt es das Symptom Gedächtnisaussetzer bei autoimmunthyreoiditis? Ultraschall ist sehr auffällig echoarm inhomogen.Die Ärztin sagt,es ist auf jeden Fall ne Autoimmunthyreoiditis,ohne Antikörper.tsh schwankt von 1,9 bis 3,2.ft 3 noch hoch,ft4 weniger gut.Kann man durch zusätzlichen Stress,richtige Gedächtnislücken haben? Könnte das mit l thyroxin besser werden? Liebe grüße,die Jen

    • Konzentrationsstörungen sind ein mögliches Symptom einer nicht ausreichend behandelten Autoimmunthyreoiditis. Wenn die Ultraschallveränderungen der Schilddrüse eindeutig auf Hashimoto-Thyreoiditis hinweisen, würde ich trotz fehlender Schilddrüsenantikörper eine Therapie beginnen und das TSH auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 einstellen. T3 und T4 sollten dabei noch im Normbereich bleiben, wobei T4 durchaus auch im oberen Normbereich sein kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Linda sagt:

    Sehr geehrter Herr Doktor,

    Leider habe ich bisher keinen Schilddrüsen Spezialisten finden können, bzw keinen im Umkreis von Bochum, Dortmund und allgemein in Nrw .
    Über eine Empfehlung würde ich mich sehr freuen. !

    • Spezialisten für Hashimoto-Thyreoiditis und anderen Erkrankungen der Schilddrüse gibt es viel zu wenige, und wenn, dann können Sie keine neuen Patienten mehr annehmen. Deshalb können wir leider keine Empfehlung geben.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Wir können Ihnen leider keine Empfehlung für einen Arzt in Baden-Würtemberg, der sich auf Hashimoto-Thyreoiditis spezialisiert ist, geben.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Tina sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren ,

    Durch Zufall bin ich auf Ihre Website gestoßen , und würde gern
    meine Geschichte schildern :
    Ich lebe in NRW und bin 25 .
    Bereits seit meiner Kindheit litt ich unter den klassischen Hashimoto , bzw. Unterfunktions und Überfunktionssymptomen .
    Die SD wurde aufgrund dessen immer mal wieder verdächtigt ,
    jedoch kam es zu keiner Diagnose und wurde lediglich als Psychische Erkrankung abgetan .
    Durch einen Umzug und Arztwechsel , wurde die damalige Ärztin aufmerksamer und überwies mich zur Radiologischen Untersuchung .
    Dadurch kam es zu der Diagnose Hashimoto , zu dem Zeitpunkt war ich 17 Jahre alt , das SD Volumen betrug zu der Zeit unter 9 ml .
    Es wurde lediglich L-Thyroxin 50 verschrieben .
    Dies schlug aber nicht so recht an , so kam es zu einem erneuten Arztwechsel
    mit einer Umstellung auf Novothyral 75 . In der darauffolgenden Zeit stellte sich eine Verbesserung ein mit Gewichtsabnahme , mehr Antrieb usw ..
    Im Dez. 2012 nach der Blutuntersuchung , hatte ich laut Doktor einen „zu niedrigen“ TSH mit 0,6 . Aber mir ging es gut ohne Beschwerden .
    Die Dosis wurde einfach reduziert von 75 auf 50 . Anfang 2013 begann der Teufelskreis . Zunehmend ging es mir schlechter , Depressionen , Ängste , Gewichtszunahme usw .. Als ich meinen Arzt aufgrund dieser Beschwerden aufsuchte , konnte Er sich dies nicht Erklären .
    Es gab lediglich die Antwort , es sei meine Psychische Krankheit und bekam eine Reihe von Psycho Pharmaka aufgeschrieben . Jedoch trat keine Besserung ein , das Leiden wurde verschlimmert .
    Anfang 2014 , machte ich eine Therapie in einer Tages Klinik .
    Durch eine Blutkontrolle erhielt ich den Hinweis , ein SD Wert sei sehr hoch , sowie Eisenmangel und Vitamin B Mangel . Mein Arzt reagierte darauf leider nicht . Ich merkte , dass ich selber aktiv werden muss und wechselte erneut den Hausarzt . Dadurch kam es wieder zu der gewohnten Dosis Novo 75 . Juni 2014 hatte ich einen Termin in einem Endokrinologischen Zentrum .
    Es wurden endlich mal mehrere Werte untersucht , und somit kam es zu dem Aufschluss eines schweren Vitamin D Mangels . Diese Mängel werden zwar substituiert , jedoch spüre ich Allgemein keine Verbesserung . Gedächtnis Störungen und Antrieb sind wieder schlechter .
    Seit 8 Jahren begleiten mich Magen Probleme , mit Unverträglichkeiten .
    Eine Magen Spiegelung erfolgte jedoch ohne Befunde .
    Mittlerweile fehlt mir die Energie , erneut den Arzt auf zu suchen .
    Denn wenn die SD Werte im Referenz Bereich sind , besteht kein Handlungsbedarf . Daher die Frage : Was man überhaupt noch tun könnte ?
    Ich entschuldige mich für die Textlänge .!

    Vielen Dank im Vor raus !

    • Wichtiger als die Laborwerte ist, dass Sie sich besser fühlen. Insofern sollte die Dosis der Schilddrüsenhormone festgelegt werden. Der TSH kann dabei niedrig sein. Dabei sollten T3 und T4 nicht in den Überfunktionsbereich kommen und Sie auch keine anderen Beschwerden, die durch eine Überdosierung bedingt sein könnten, bekommen. Diese wären z.B. Herzjagen. Sie sollten sich einen Arzt suchen, der auf Hashimoto-Thyreoiditis spezialisiert ist.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Bei neu begonnener Einnahme oder Umstellung der Pille reagieren viele der SD-Patientinnen mit Unwohlsein und verstärkten Symptomen wie Palpitationen, Gewebeschwellungen und Gewichtszunahme, verstärkter Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein. Also allem, was für eine schlechtere Einstellung der SD sowie einem relativen Progesteronmangel bzw. Östrogenüberschuss spricht. Ich empfehle dann meistens eine Rücksprache mit den Gynäkologen und empfehle, sich zu einer Alternative, z.B. Nuvaring oder andere Pille, beraten zu lassen. Der Nuvaring soll lt. Literatur geringe systemische Hormonspiegel aufbauen, so dass die Interaktion zw. Sexualhormonen und Schilddrüsenhormonen geschwächt wird >> Einsparung von Sd-Hormon und deren Nebenwirkung. Manche Patientinnen haben schon vor der Vorstellung hier oder zwischen den Terminen eigenständig die Pille abgesetzt und fühlen sich besser. Manche Pillen stehen im Verdacht ein Lipödem zu initiieren. Ggf muss man bei den Patientinnen mit abd Beschwerden auch die Belastung durch die Trägerstoffe – Mikrobiota – Stresshormonachse in Betracht ziehen, ist aber sehr speziell.

    Susanne Bei neu begonnener Einnahme oder Umstellung der Pille reagieren viele der SD-Patientinnen mit Unwohlsein und verstärkten Symptomen wie Palpitationen, Gewebeschwellungen und Gewichtszunahme, verstärkter Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein. Also allem, was für eine schlechtere Einstellung der SD sowie einem relativen Progesteronmangel bzw. Östrogenüberschuss spricht. Ich empfehle dann meistens eine Rücksprache mit den Gynäkologen und empfehle, sich zu einer Alternative, z.B. Nuvaring oder andere Pille, beraten zu lassen. Der Nuvaring soll lt. Literatur geringe systemische Hormonspiegel aufbauen, so dass die Interaktion zw. Sexualhormonen und Schilddrüsenhormonen geschwächt wird >> Einsparung von Sd-Hormon und deren Nebenwirkung. Manche Patientinnen haben schon vor der Vorstellung hier oder zwischen den Terminen eigenständig die Pille abgesetzt und fühlen sich besser. Manche Pillen stehen im Verdacht ein Lipödem zu initiieren. Ggf muss man bei den Patientinnen mit abd Beschwerden auch die Belastung durch die Trägerstoffe – Mikrobiota – Stresshormonachse in Betracht ziehen, ist aber sehr speziell

    Susanne Denizot

  • Ann sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow,
    aufgrund meines Beschwerdebildes, bin ich auf diese Internetseite gestoßen und muss feststellen, dass fast alles auf mich zutrifft.
    Ich bin im Moment krank geschrieben und komme im November in eine psychosomatische Akutklinik.
    Da ich nicht glaube, dass meine ganzen Beschwerden alleine auf eine psychosomatische Störung beruhen, habe ich mir nochmal die ganzen Arztunterlagen, die mir vorliegen, angeschaut und festgestellt, dass meine Schilddrüse nie richtig untersucht wurde nur 2010/2011 als der Stein meiner Beschwerden ins Rollen kam, war ich in einem Endokrinologikum.

    Sono: „Rechter Schilddrüsenlappen ca. 2,4 ml, linker Lappen ca. 2,7 ml, Gesamtvolumen ca. 5,1 ml. Binnenmuster stellt sich homogen, isoreflexiv dar.Unauffällige Durchblutung. Umgebene Halsweichteile unauffällig.“

    Labor: TSH basal mIU/l 1,17; FT3 pg/ml 3,50; FT4pg/ml 11,20; TPO AK IU/ml 8,80; TRAK IU/l <0,30 IU/

    Ich habe nun gelesen, dass die Normalwerte des Volumens in ml bei Frauen bei 10ml liegen.

    Mein Vater hatte eine Überfunktion, die Schilddrüse wurde bei ihm damals operativ entfernt.

    Sollte ich besser nochmal mit meiner Ärztin sprechen?

    Vielen Dank!

    • Liebe Frau Henschel,
      die Grenzwerte für das Schilddrüsenvolumen liegen bei 18 ml. Ihre Beschwerden könnten auf eine Schilddrüsenunterfunktion bei Hashimoto-Thyreoiditis hinweisen. Allerdings haben Sie keine erhöhten Schilddrüsenantikörper und die Schilddrüsenstruktur im Ultraschall zeigt wohl auch nicht die typischen Veränderungen. Ich würde zur Sicherheit zu einem Schilddrüsenspezialisten gehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Bei Hashimoto-Thyreoiditis können auch Schlafstörungen auftreten.
    Auch wenn Schlafstörungen dabei eher bei einer zu hohen Dosierung auftreten, ist auch eine zu geringe Dosis nicht selten Unsache für Schlafstörungen. Wir sprechen dann von paradoxen Symptomen.
    Ich würde Ihnen raten, es mit einem probeweise Dosiswechsel des Thyroxins in beide Richtungen zu versuchen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sehr geehrte Frau Thormann,
    es ist nicht ungewöhnlich, dass Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis nicht ausreichend therapiert werden.
    Sie sollten zu einem Spezialisten für Hashimoto-Thyreoiditis gehen.

    Dr. Reinhold Lunow