Wie ist der Krankheitsverlauf bei Hashimoto-Thyreoiditis ?

Der Krankheitsverlauf von Hashimoto-Thyreoiditis

Eine Schilddrüsenkrankheit beginnt oft langsam und wird daher vom Patienten zunächst kaum wahr genommen.

Es kann sogar mehrere Jahren dauern, in denen sich die Krankheit nahezu unbemerkt entwickelt. In dieser Zeit werden vom eigenen Immunsystem immer mehr Antikörper produziert, die der Schilddrüse schaden.

Einflussfaktoren, die das Immunsystem verändern, sind z. B.:
• Stress
• Infekte
• seelische Belastungen

In der Entwicklungsphase, also in der Zeit vom Beginn der Schädigung der Schilddrüse durch die Antikörper bis zur Entwicklung einer echten Unterfunktion, berichten Patienten von einem unwohlen Gefühl im Körper. Sie stellen oft selbst eine undefinierbare Veränderung fest.

Die Psyche von Betroffenen ist labil, sie sind wenig belastbar und bemerken weitere für eine Unterfunktion typische Symptome.

Bei etwa 25% der Erkrankten können in Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen, diese sind z. B. :
• Colitis ulcerosa
• Morbus Crohn
> beides chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
• Zöliakie > Glutenunverträglichkeit
• Anämie > Blutarmut
• Vitiligo > Weißfleckenkrankheit
• Morbus Addison > Nebennierenrindeninsuffizienz
• Diabetes > Zuckerkrankheit
• rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes
• und weitere Erkrankungen

Durch einfache Laboruntersuchungen können diese Erkrankungen erkannt oder ausgeschlossen werden.

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23 Kommentare

  • Nata sagt:

    Vielen Dank für diese sehr informative Seite und vor allem die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
    Ich habe einige offene Fragen, welche bis jetzt trotz Nachfragen bei Ärzten unbeantwortet blieben. Auch, wenn sie recht lang sind, gebe ich mich auch mit knappen Antworten zufrieden!! Ich würde nur gern die Auswirkungen der Schilddrüse auf den Körper besser verstehen können.
    1. ich bekam vor 6 Jahren die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion und bin seitdem in Behandlung mit L-Thyroxin. Die Ursache würde aber nicht erforscht. Meine Frage: wie wichtig ist das Wissen über die Ursache für die Therapie bzw. für den Therapierfolg? Liegt die Ursache immer in einer Entzündung der Schilddrüse (z.B. Hashimoto) oder kann eine Schilddrüsenunterfunktion ohne einfach so entstehen?
    2. in regelmäßigen Abständen, ca. nach einem halben Jahr verändern sich meine Werte, sodass ich dann meine Dosis um 25mg erhöhen muss. Ist das normal? (Ich bin gerade mal 25 Jahre alt und wenn es so weiter geht, werde ich mit 50 Jahren eine Dosis von fast 700mg einnehmen müssen, was mir ziemlich unrealistisch vorkommt) kann man dem irgendwie entgegenwirken? Würde denn die Einnahme von Selen in dem Fall was bringen?
    3. Nach einiger Zeit nach der Diagnose (vor inzwischen 7 Jahren) wurden meine Nägel immer brüchiger und die Haut immer trockener. Auch, wenn ich richtig eingestellt bin, ändert sich daran nichts. Kann die Unterfunktion irgendeinen Nährstoffmangel verursachen? Können Sie empfehlen, welche Nährstoffe es sich in dem Fall zu überprüfen lohnt?
    4. Im Januar hatte ich eine Wurzelspitzenresektion-OP, nach welcher es bei der Wundheilung der Wange zu Komplikationen kam. Die Biopsie von der Wundflüssigkeit hat eine eindeutige granulomatöse Entzündung ergeben, welche nicht durch die Entzündung des Zahns ausgelöst werden konnte (Langhanssche Riesenzellen, ohne Nekrose). Es besteht Verdacht auf Sarkoidose (was fast ausgeschlossen werden kann) und Morbus Crohn. Gibt es irgendwelche granulomatöse Erkrankungen seitens der Schilddrüse, welche sich auf diese Art äußern können?

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie mir bei den Fragen helfen könnten!

    Schön Grüße!

    • Zu 1.
      Schilddrüsenunterfunktion ist zu über 90 % immer eine Folge einer autoimmunbedingten Schilddrüsenentzündung wie Hashimoto Thyreoiditis. Manchmal sind die Schilddrüsen-Antikörper nicht mehr nachweisbar und auch die Schilddrüsensonographie zeigt keine typischen Veränderungen. Letztendlich ist es aber nicht unbedingt wichtig, dass die Diagnose gestellt wird, sondern es ist wichtig, dass die Schilddrüsenunterfunktion adäquat behandelt wird.
      Zu 2.
      Es ist durchaus möglich, dass die Schilddrüsenunterfunktion im Laufe der Jahre weiter nachlässt. Meistens ist aber bei einer Thyroxindosis von 175 Schluss und Sie müssen dann nicht mehr weiter steigern.
      Zu 3.
      Ich würde den Eisenhaushalt überprüfen lassen. Dabei reichen nicht die normalen Eisenwerte sondern Sie sollten auch den Eisenspeicher Wert Ferritin sowie die Transferrinsättigung bestimmen lassen. Vielleicht sind sie aber auch hinsichtlich der Schilddrüse immer etwas zu gering eingestellt.
      Zu 4.
      Sie sollten zum Ausschluss eines Morbus Crohn eine Darm- und eine Magenspiegelung machen lassen. Außerdem muss eine Sarkoidosediagnostik bei darauf spezialisierten Experten durchgeführt werden.
      Hier empfehle ich Ihnen die Seite http://www.sarkoidose.de

      Dr. med. Lunow

  • Jannik sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Bei mir, männlich, 22 Jahre wurde im Mai Hashimoto diagnostiziert.
    Bis dahin nahm ich Lthyroxin 75 wegen einer Unterfunktion ein. Die Ärztin empfahl 75mg und 100mg im täglich Wechsel und Selen zu nehmen. Kurz wurden meine Symptome (Müdigkeit, Muskelzittern, Unkonzentriertheit und das Gefühl gar nicht richtig anwesend zu sein, wie unter einer Glocke) tatsächlich besser, ich habe auch ganz von selbst wieder abgenommen und nein Hautbild wurde besser. Ich dachte, ich hätte es geschafft, aber seit September geht es mir wieder schlechter, alle Symptome kommen zurück! Muss ich vielleicht eine höhere Dosis nehmen? Der Arzt sagt, alles soll so bleiben, die Schilddrüse sei gut eingestellt, ich solle mich nur 4-6 Wochen glutenfrei ernähren. Kann das wirklich helfen, ich bin verzweifelt! Hier meine aktuellen Werte der letzten Woche : Schilddrüse
    TSH basal [μIU/ml] 1,16
    Freies Trijodthyronin (fT3) [pg/ml] 3,5
    Freies Thyroxin (fT4) [ng/dl] 1,4
    TRAK (ECLIA Roche) <0,8
    Anti-TPO [U/ml] 16
    Anti-TG <15
    Vielen Dank für Ihre Einschätzung

    • Sie sollten den TSH-Wert auf Werte unter 1,0, möglichst nahe 0,3 einstellen lassen. Erst wenn dann Ihre Symptome noch persistieren, sollte man andere Therapien in Erwägung ziehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Jannik sagt:

        In welchen Schritten würde man L-Thyroxin erhöhen, um eine Änderung herbeizuführen? Mein Arzt lehnt eine Erhöhung ab, obwohl der TSH Wert rasant auf 2,7 gestiegen ist. Er gibt mir nun Antidepressiva, die aber auch nach 10 Tagen keine nennenswerte Wirkung zeigen. Und ich möchte auch nichts nehmen, was nicht unbedingt nötig ist, wenn man es erst mit L-Thyroxin versuchen könnte. Kann ich täglich 100 ausprobieren oder statt 75/100 direkt 100/125 im täglichen Wechsel?

  • Nrwman sagt:

    Nach jahrelanger Odyssee durch etliche Arztpraxen und Krankenhäuser wurde mir gesagt die Psyche sei schuld und ansonsten habe ich nichts. Nach einem Schlaganfall und plötzlichen unerklärlichen Blutdrücken von 260/140 und mehr wurde ein Endokrinologe beauftragt. Dieser hat nach langwierigen Untersuchungen festgestellt das ich an „Hashimoto“ leiden soll. Die Schilddrüse besteht fast nur noch aus Knoten und Herz und linke Niere haben die dauernde Berg und Talfahrt des Blutdruckes nicht unbeschadet überstanden. Leider finde ich keinen kompetent Hausarzt in Köln, der sich mit Hashimoto auskennt und die weiteren Schritte mit mir plant und geht. Ich bekomme nun von den jeweiligen Fachärzten die notwendigen Medikamente für Blutdruck, Nieren usw. Alles andere zu „Hashimoto“ oder Schilddrüse bleibt dabei auf der Strecke. Jeder hat seine Fachrichtung und behandelt nur seinen Bereich. Wo kann ich einen kompetenten Hausarzt finden im Kölner Norden?

  • Die Jägerin des verlorenen Schatzes sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    bei mir, 53 J., wurde vor 2 1/2 J. Hashimoto (seroneg.) diagnostiziert (Laborwerte+Ultraschall). Die Krankheit war bereits weit fortgeschritten.
    Der Radiologe verordnete L-Thyrox, beginnend mit 25 mcg. Nach einigen Monaten war ich über 2-3 Stufen bei 125 mcg angelangt, die ich weiterhin nehme. Seit dem Winter fühle ich mich zunehmend morgens sehr müde (das bin ich auch tagsüber, aber natürlich nicht so stark), übrigens bei weitestgehendem Alkoholverzicht, meist ausreichend Schlaf und soweit möglich „gesunder Lebensweise“. Meine Lebensqualität beurteile ich insgesamt als sehr schlecht. Zur Zeit versuche mit großem Zeitaufwand, durch Bücher und netz-AStudien Die Krankheit zu verstehen.
    Der Radiologe will jedoch schon seit Sommer 2016 nur noch jährlich die Werte kontrollieren. Bei einem Anruf in der Praxis Anfang Mai drang ich nicht zu ihm durch, sondern man verwies mich bzgl. einer Kontrolle der Schilddrüsenwerte auf den Hausarzt. Meine Lebensqualität beurteile ich als sehr schlecht.

    1. Sollte (oder kann) ich auf einen Besuch bei ihm bestehen? Nächster vorgesehener Termin ist Mitte September.

    2. Der Blutabnahme folgt immer am selben Tag die Vorstellung beim Radiologen selbst; er hat dann also noch nicht die neuen Werte vorliegen. Es werden einige wenige Symptome (per Fragebogen und mündlich) abgefragt.

    >> Ich finde diese Anamnese nicht sehr aussagekräftig, zumal ich in den Wechseljahren bin, der Körper sich also sowieso stetig verändert (wie ich ihm auch zu bedenken gebe) und ich auch mit weiteren chronischen Krankheiten belastet bin, teils evtl. als Auswirkung des Hashimoto.

    Zu alledem nimmt der Radiologe überhaupt nicht Stellung: Er sagt kein Wort zu Befund, Erkrankung im allgemeinen, Therapie und evtl.anhaltenden Begleiterscheinungen (Haut, Stimme, chronische Atemwegserkrankungen, Atemnot trotz guter Herz-Werte…, fragt auch gar nicht danach… Es folgt lediglich der Befund an den Hausarzt.

    Ich bin nicht wirklich „überkreuz“ mit dem Facharzt, frage mich aber schon, ob ich da richtig bin? :
    >>> Muß oder sollte ich zum Endokrinologen? Bei einem Anruf beim einzigen Würzburger Vertreter dieser Zunft wollte man mich eher abwimmeln. ohne Überweisung nimmt man gar nicht Stellung. Es war sogar von einem Antrag die Rede …

    Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen. Ich habe das Gefühl, daß man mit dieser Krankheit ohne persönliche Kontakte zu Ärzten (wie auch Betroffenen?) kaum fertig wird.

    Mit besten Grüßen
    Die Jägerin des verlorenen Schatzes

    • Natürlich kann ich die Qualität ihres Arztes aus der Ferne nicht beurteilen. Die von Ihnen geschilderten Symptome sind im Prinzip mit einer Schilddrüsenunterfunktion vereinbar, aber es gibt auch viele andere Gründe für solche Symptome. Sie sollten mit ihrem Hausarzt über ihre Bedenken sprechen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • PD sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich bin etwas verunsichert und würde gerne nach Ihrer Meinung fragen.

    Vor zwei Jahren habe ich eine Allergie gegen Eier entwickelt. Nach dem letzten Allergietest vor ca 3 Wochen sind nun noch Kuhmilchprodukte hinzugekommen und erhöhte Werte bei Gluten, Mandeln und Mohn. Daraufhin habe ich eine Blutuntersuchung im Hinblick auf Hasimoto veranlasst.

    Der TPO Wert war bei 57.4 und der TSH basal bei 1.87

    Bedeuten diese Werte, dass ich Hashimoto habe und welchen Weg sollte ich nun einschlagen?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
    PD

    • Da Ihre Schilddrüsenantikörper erhöht sind könnte eine Hashimoto-Thyreoiditis vorliegen. Es sollte noch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchgeführt werden. Ob eine Behandlung notwendig ist, entscheidet sich aber nicht durch die Blutwerte oder den Ultraschall der Schilddrüsen sondern alleine durch ihre Symptomatik.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Sina B. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr Lunow,
    leider bekomme ich keinen Termin bei Ihnen, da ich mehr als 25km von Ihnen entfernt wurde … Ich bin seit 6 Jahren wegen schwerer, therapieresistenter Depression in Behandlung, nehme zig verschiedene Psychopharmaka und nichts davon hilft wirklich. Im Mai letzten Jahres konnte ich meinen Psychiater dazu bewegen, es mit einer T3-Suspension zu versuchen. Nach anfänglichen ca 6 Wochen, in denen ich nochmal um einiges müder als vorher war, gings es mir das erste Mal seit langem wieder richtig gut. Vor der T3-Gabe, als es mir wieder einmal schlechter ging, war der TSH bei 1,51. Mit 20mikrogramm T3, als es mir sehr gut ging, TSH bei 0,76. Nun gehts es mir seit Ende November / Anfang Dezember wieder sehr schlecht und der TSH ist wieder bei 1,5, obwohl ich noch immer unverändert 20mikrogramm T3 nehme. Meine Mutter hat Hashimoto, bei ihr wurde es aber erst vor kurzem erkannt, obwohl sie bereits vor 20 Jahren mit ihren Beschwerden von Arzt zu Arzt gelaufen ist. Ich habe keine erhöhten Antikörper, fT4 derzeit 0,7, fT3 3,7 (mit 20mikrogramm Suspension). Mein Problem war in erster Linie immer, dass ich einfach total erschöpft und müde bin, selbst die kleinsten Tätigkeiten sind an machen Tagen unfassbar schwer. Die Stimmung wurde immer erst später schlechter, was meiner Meinung nach daran liegt, dass man nun einmal wirklich „schlchte Laune“ bekommt, wenn jede noch so kleine Tätigkeit sich anfühlt, als müsste man einen Marathon laufen. Seither habe ich zudem gut 12kg zugenommen, obwohl ich mich sehr bewusst und gesund ernähre. Wenn ich das nicht tun würde, wäre es wahrscheinlich noch viel mehr. Im Sommer/Herbst ging das Gewicht das erste Mal seit langem wieder langsam nach unten, jetzt habe ich wieder keine Chance auf Gewichtsabnahme, egal was und wie wenig ich esse oder wieviel Sport ich mache. Ich habe seit August mit Krafttraining angefangen, was nun absolut witzlos ist, da ich einfach viel zu schwach dafür bin. Ich habe noch jede Menge weiterer Unterfunktionssymptome, die von alllen Ärzten aber immer nur als „das kann an allem Möglichen liegen“ oder „das kommt von der Depression“ abgetan werden.
    Meine Theorie ist, dass meine eigene Schilddrüse die Produktion heruntergefahren hat, nachdem ich T3 eingenommen habe und TSH deswegen nun wieder auf dem Ausgangswert ist. Ich weis, dass das bei Hashimoto so ist, konnte allerdings noch nicht herausfinden, ob das NUR bei Hashimoto so ist, oder auch bei gesunden Menschen auftritt? Die Dosis wurde gestern nun auf 40mikrogramm T3 erhöht, aber laut meinem Psychiater „nicht weil er glaubt, es würde an der Schilddrüse liegen, sondern nur weil wir bei dem Medikament noch Spielraum nach oben hätten“.
    Ich habe beim Studium meiner Blutuntersuchungen meiner Meinung nach einen Zusammenhang zwischen TSH und Gemütszustand gefunden. 2012 und 2013, als es mir nochmal um einiges schlechter ging TSH 2,1, fT4 untere Grenze und fT3 unterer Normbereich. Meine Hausärztin unterstützt diese Theorie, mein Psychiater spricht von „Zufall“. Wie ist Ihre Meinung dazu?
    Ich war 2013 auch im radiologischen Institut Koblenz, dort wurde aber aufgrund „normgerechter“ Werte und unauffälligem SD-Ultraschall ebenfalls nicht weiter nachgeforscht. Sie sagen, dass es Einzelfälle gibt, in denen bisher weder die Antikörper erhöht noch die Werte besonders auffällig sind und auch im Ultraschall keine Veränderungen sichtbar sind. Wie kann man in diesem Fall feststellen, ob eine Unterfunktion / Hashimoto vorliegen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Sina B.

    • Wenn im Ultraschall keine typischen Veränderungen und auch die Schilddrüsenantikörper nicht hoch sind, ist eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht zu beweisen. Wenn Ihre Mutter Hashimoto-Thyreoiditis hat, ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben bei 50%. Wenn Ihnen eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen hilft, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, Sie so behandeln als hätten Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis. Dabei sollten die Hormone aber nur in einer Dosis gegeben werden, dass keine Schilddrüsenüberfunktion erzeugt wird. Eine Einstellung des TSH auf 0,3 bis 1,0 ist akzeptabel. Wenn es Ihnen dabei besser gehen sollte, ist die Therapie richtig.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Wenn Sie sich wohl fühlen, ist die Dosierung so ok. Eine beginnende Osteoporose können Sie mit einer Knochendichtemessung ausschließen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Der Vitamin Spiegel spllte über 20 liegen. Bei Hashimoto-Thyreoiditis streben wir einen Wert von 40-60 an. Im allgemeinen ist die Anhebung der Vitamin D Tablette problemlos möglich. Bei Resorptionsstörungen im Dünndarm kann eine Gabe als intramuskuläre Injektion sinnvoll sein.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Aus der Ferne ist nicht zu beurteilen, ob Ihre Symptome durch eine unzureichende Einstellung der Hashimoto-Thyreoiditis bedingt ist. Eine Vorstellung bei einem Endokrinologenm ist sinnvoll.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • G. Marx sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow.

    Bei mir wurde im Jahr 2014 Hashimoto diagnostiziert. (MAK:332 / Im Jahr 2015 MAK: 259)
    TSH, FT 3, FT 4 und TSH-Rezeptor AK -Werte sind noch im Normalbereich.
    Seit Monaten habe ich sehr starke Knochen -und Muskelschmerzen.
    Mein Mann möchte mir nun eine Infrarotkabine bauen.
    Nach einer warmen Dusche sind meine Schmerzen etwas gelindert, es tut mir gut.
    Frage: Wirkt sich die Infrarotbestrahlung negativ auf meine Schilddrüse aus.
    Kann ich meine Schilddrüse bei Benutzung der Infrarotkabine durch Abdecken schützen oder ist es ratsam von der Infrarotbestrahlung ganz abzusehen.

    Über einen Kommentar Ihrerseits wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit freundlichem Gruß
    G.Marx

  • Sie sollten sich bei einem Internisten mit endokrinologischen Kentnissen vorstellen, Bei einem so komplexen Beschwerdebild ist eine Beratung per Internet nicht sinnvoll.
    Die Ursache Ihrer Symptome sollten Sie dringend abklären lassen.

    Dr. med. Reinhold Lunow