Wie ist der Krankheitsverlauf bei Hashimoto-Thyreoiditis ?

Der Krankheitsverlauf von Hashimoto-Thyreoiditis

Eine Schilddrüsenkrankheit beginnt oft langsam und wird daher vom Patienten zunächst kaum wahr genommen.

Es kann sogar mehrere Jahren dauern, in denen sich die Krankheit nahezu unbemerkt entwickelt. In dieser Zeit werden vom eigenen Immunsystem immer mehr Antikörper produziert, die der Schilddrüse schaden.

Einflussfaktoren, die das Immunsystem verändern, sind z. B.:
• Stress
• Infekte
• seelische Belastungen

In der Entwicklungsphase, also in der Zeit vom Beginn der Schädigung der Schilddrüse durch die Antikörper bis zur Entwicklung einer echten Unterfunktion, berichten Patienten von einem unwohlen Gefühl im Körper. Sie stellen oft selbst eine undefinierbare Veränderung fest.

Die Psyche von Betroffenen ist labil, sie sind wenig belastbar und bemerken weitere für eine Unterfunktion typische Symptome.

Bei etwa 25% der Erkrankten können in Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen, diese sind z. B. :
• Colitis ulcerosa
• Morbus Crohn
> beides chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
• Zöliakie > Glutenunverträglichkeit
• Anämie > Blutarmut
• Vitiligo > Weißfleckenkrankheit
• Morbus Addison > Nebennierenrindeninsuffizienz
• Diabetes > Zuckerkrankheit
• rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes
• und weitere Erkrankungen

Durch einfache Laboruntersuchungen können diese Erkrankungen erkannt oder ausgeschlossen werden.

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26 Kommentare

  • Jannik sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Bei mir, männlich, 22 Jahre wurde im Mai Hashimoto diagnostiziert.
    Bis dahin nahm ich Lthyroxin 75 wegen einer Unterfunktion ein. Die Ärztin empfahl 75mg und 100mg im täglich Wechsel und Selen zu nehmen. Kurz wurden meine Symptome (Müdigkeit, Muskelzittern, Unkonzentriertheit und das Gefühl gar nicht richtig anwesend zu sein, wie unter einer Glocke) tatsächlich besser, ich habe auch ganz von selbst wieder abgenommen und nein Hautbild wurde besser. Ich dachte, ich hätte es geschafft, aber seit September geht es mir wieder schlechter, alle Symptome kommen zurück! Muss ich vielleicht eine höhere Dosis nehmen? Der Arzt sagt, alles soll so bleiben, die Schilddrüse sei gut eingestellt, ich solle mich nur 4-6 Wochen glutenfrei ernähren. Kann das wirklich helfen, ich bin verzweifelt! Hier meine aktuellen Werte der letzten Woche : Schilddrüse
    TSH basal [μIU/ml] 1,16
    Freies Trijodthyronin (fT3) [pg/ml] 3,5
    Freies Thyroxin (fT4) [ng/dl] 1,4
    TRAK (ECLIA Roche) <0,8
    Anti-TPO [U/ml] 16
    Anti-TG <15
    Vielen Dank für Ihre Einschätzung

    • Sie sollten den TSH-Wert auf Werte unter 1,0, möglichst nahe 0,3 einstellen lassen. Erst wenn dann Ihre Symptome noch persistieren, sollte man andere Therapien in Erwägung ziehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Jannik sagt:

        In welchen Schritten würde man L-Thyroxin erhöhen, um eine Änderung herbeizuführen? Mein Arzt lehnt eine Erhöhung ab, obwohl der TSH Wert rasant auf 2,7 gestiegen ist. Er gibt mir nun Antidepressiva, die aber auch nach 10 Tagen keine nennenswerte Wirkung zeigen. Und ich möchte auch nichts nehmen, was nicht unbedingt nötig ist, wenn man es erst mit L-Thyroxin versuchen könnte. Kann ich täglich 100 ausprobieren oder statt 75/100 direkt 100/125 im täglichen Wechsel?

  • Nrwman sagt:

    Nach jahrelanger Odyssee durch etliche Arztpraxen und Krankenhäuser wurde mir gesagt die Psyche sei schuld und ansonsten habe ich nichts. Nach einem Schlaganfall und plötzlichen unerklärlichen Blutdrücken von 260/140 und mehr wurde ein Endokrinologe beauftragt. Dieser hat nach langwierigen Untersuchungen festgestellt das ich an „Hashimoto“ leiden soll. Die Schilddrüse besteht fast nur noch aus Knoten und Herz und linke Niere haben die dauernde Berg und Talfahrt des Blutdruckes nicht unbeschadet überstanden. Leider finde ich keinen kompetent Hausarzt in Köln, der sich mit Hashimoto auskennt und die weiteren Schritte mit mir plant und geht. Ich bekomme nun von den jeweiligen Fachärzten die notwendigen Medikamente für Blutdruck, Nieren usw. Alles andere zu „Hashimoto“ oder Schilddrüse bleibt dabei auf der Strecke. Jeder hat seine Fachrichtung und behandelt nur seinen Bereich. Wo kann ich einen kompetenten Hausarzt finden im Kölner Norden?

  • Die Jägerin des verlorenen Schatzes sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    bei mir, 53 J., wurde vor 2 1/2 J. Hashimoto (seroneg.) diagnostiziert (Laborwerte+Ultraschall). Die Krankheit war bereits weit fortgeschritten.
    Der Radiologe verordnete L-Thyrox, beginnend mit 25 mcg. Nach einigen Monaten war ich über 2-3 Stufen bei 125 mcg angelangt, die ich weiterhin nehme. Seit dem Winter fühle ich mich zunehmend morgens sehr müde (das bin ich auch tagsüber, aber natürlich nicht so stark), übrigens bei weitestgehendem Alkoholverzicht, meist ausreichend Schlaf und soweit möglich „gesunder Lebensweise“. Meine Lebensqualität beurteile ich insgesamt als sehr schlecht. Zur Zeit versuche mit großem Zeitaufwand, durch Bücher und netz-AStudien Die Krankheit zu verstehen.
    Der Radiologe will jedoch schon seit Sommer 2016 nur noch jährlich die Werte kontrollieren. Bei einem Anruf in der Praxis Anfang Mai drang ich nicht zu ihm durch, sondern man verwies mich bzgl. einer Kontrolle der Schilddrüsenwerte auf den Hausarzt. Meine Lebensqualität beurteile ich als sehr schlecht.

    1. Sollte (oder kann) ich auf einen Besuch bei ihm bestehen? Nächster vorgesehener Termin ist Mitte September.

    2. Der Blutabnahme folgt immer am selben Tag die Vorstellung beim Radiologen selbst; er hat dann also noch nicht die neuen Werte vorliegen. Es werden einige wenige Symptome (per Fragebogen und mündlich) abgefragt.

    >> Ich finde diese Anamnese nicht sehr aussagekräftig, zumal ich in den Wechseljahren bin, der Körper sich also sowieso stetig verändert (wie ich ihm auch zu bedenken gebe) und ich auch mit weiteren chronischen Krankheiten belastet bin, teils evtl. als Auswirkung des Hashimoto.

    Zu alledem nimmt der Radiologe überhaupt nicht Stellung: Er sagt kein Wort zu Befund, Erkrankung im allgemeinen, Therapie und evtl.anhaltenden Begleiterscheinungen (Haut, Stimme, chronische Atemwegserkrankungen, Atemnot trotz guter Herz-Werte…, fragt auch gar nicht danach… Es folgt lediglich der Befund an den Hausarzt.

    Ich bin nicht wirklich „überkreuz“ mit dem Facharzt, frage mich aber schon, ob ich da richtig bin? :
    >>> Muß oder sollte ich zum Endokrinologen? Bei einem Anruf beim einzigen Würzburger Vertreter dieser Zunft wollte man mich eher abwimmeln. ohne Überweisung nimmt man gar nicht Stellung. Es war sogar von einem Antrag die Rede …

    Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen. Ich habe das Gefühl, daß man mit dieser Krankheit ohne persönliche Kontakte zu Ärzten (wie auch Betroffenen?) kaum fertig wird.

    Mit besten Grüßen
    Die Jägerin des verlorenen Schatzes

    • Natürlich kann ich die Qualität ihres Arztes aus der Ferne nicht beurteilen. Die von Ihnen geschilderten Symptome sind im Prinzip mit einer Schilddrüsenunterfunktion vereinbar, aber es gibt auch viele andere Gründe für solche Symptome. Sie sollten mit ihrem Hausarzt über ihre Bedenken sprechen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • PD sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich bin etwas verunsichert und würde gerne nach Ihrer Meinung fragen.

    Vor zwei Jahren habe ich eine Allergie gegen Eier entwickelt. Nach dem letzten Allergietest vor ca 3 Wochen sind nun noch Kuhmilchprodukte hinzugekommen und erhöhte Werte bei Gluten, Mandeln und Mohn. Daraufhin habe ich eine Blutuntersuchung im Hinblick auf Hasimoto veranlasst.

    Der TPO Wert war bei 57.4 und der TSH basal bei 1.87

    Bedeuten diese Werte, dass ich Hashimoto habe und welchen Weg sollte ich nun einschlagen?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
    PD

    • Da Ihre Schilddrüsenantikörper erhöht sind könnte eine Hashimoto-Thyreoiditis vorliegen. Es sollte noch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchgeführt werden. Ob eine Behandlung notwendig ist, entscheidet sich aber nicht durch die Blutwerte oder den Ultraschall der Schilddrüsen sondern alleine durch ihre Symptomatik.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Ema Dinn sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich hatte vor einigen Monaten schonmal bei Ihnen angerufen. Leider bekomme ich aber keinen Termin bei Ihnen weil ich aus einer anderen Stadt komme.
    Seit über drei Jahren quäle ich mich nun nur noch durchs Leben und keiner nimmt dies oder mich und meine Symptome ernst. Schon dreimal mit KW ins Krankenhaus . Mit Herzrhythmusstörungen, Zitter Attacken und ganz vielen anderen starken Symptomen . Jetzt gehen mit auch die Haare aus und ich habe nur noch die Hälfte auf dem Kopf als ich einst hatte . Können Sie mir bitte einen Arzt empfehlen der mich wirklich mal hormonell auf den Kopf stellt ? Ich bin 41 Jahre alt und ehrlich , ich bin seit so langer Zeit schon trotz allem stark , aber ich kann nicht mehr bald. Ich habe mich Ende 2017 schon freiwillig in die Psychatrie eingewiesen weil ich mich kaum auf den Beinen halten konnte . Ich hatte nur einen Blutdruck teilweise von 80 was ich im Leben noch nie hatte …Blutbild scheint immer und überall überwiegend normal .. Es wird alles immer schlimmer und keiner hilft mir ….. Ich habe Ende nächster Woche nochmal einen Endokrinologen Termin , aber da war ich in den vergangen Jahren auch schon drei mal …. OB . Es stimmt etwas definitiv nicht , ich leide sehr .
    Ich habe :
    Schlafstörungen, Zyklusstörungen, Zittern, Extreme Unruhe , Heißhunger , nächtliches schwitzen , glühendes hautgefühl, herzrasen , herzstolpern, Sehstörungen (Netzhautablösung diagnostiziert) ,
    Kontentrationstörung, Benebeltes Gefühl im Kopf , Gliederschmerzen bzw Gefühl mich immer recken zu müssen, Tinitus (nicht immer) Reizbarkeit, Depressive Verstimmungen , oft Reaktionen nach dem Essen wie plötzliche Müdigkeit oder auch herzrasen , starke Neigung zu Zysten im UB . Zudem eine Zyste in der Leber , eine in der Niere . Vernarbungen inHals und Niere . Ultraschall zeigte einige kleine schwarze Flecken im Schilddrüsenbereich sonst wohl nichts . Ich könnte unzählige weitere Symptome aufzählen aber ich höre hier mal auf .
    Haben sie einen Rat für mich ?
    Liebe Grüße
    die Kämpferin ……

  • Sina B. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr Lunow,
    leider bekomme ich keinen Termin bei Ihnen, da ich mehr als 25km von Ihnen entfernt wurde … Ich bin seit 6 Jahren wegen schwerer, therapieresistenter Depression in Behandlung, nehme zig verschiedene Psychopharmaka und nichts davon hilft wirklich. Im Mai letzten Jahres konnte ich meinen Psychiater dazu bewegen, es mit einer T3-Suspension zu versuchen. Nach anfänglichen ca 6 Wochen, in denen ich nochmal um einiges müder als vorher war, gings es mir das erste Mal seit langem wieder richtig gut. Vor der T3-Gabe, als es mir wieder einmal schlechter ging, war der TSH bei 1,51. Mit 20mikrogramm T3, als es mir sehr gut ging, TSH bei 0,76. Nun gehts es mir seit Ende November / Anfang Dezember wieder sehr schlecht und der TSH ist wieder bei 1,5, obwohl ich noch immer unverändert 20mikrogramm T3 nehme. Meine Mutter hat Hashimoto, bei ihr wurde es aber erst vor kurzem erkannt, obwohl sie bereits vor 20 Jahren mit ihren Beschwerden von Arzt zu Arzt gelaufen ist. Ich habe keine erhöhten Antikörper, fT4 derzeit 0,7, fT3 3,7 (mit 20mikrogramm Suspension). Mein Problem war in erster Linie immer, dass ich einfach total erschöpft und müde bin, selbst die kleinsten Tätigkeiten sind an machen Tagen unfassbar schwer. Die Stimmung wurde immer erst später schlechter, was meiner Meinung nach daran liegt, dass man nun einmal wirklich „schlchte Laune“ bekommt, wenn jede noch so kleine Tätigkeit sich anfühlt, als müsste man einen Marathon laufen. Seither habe ich zudem gut 12kg zugenommen, obwohl ich mich sehr bewusst und gesund ernähre. Wenn ich das nicht tun würde, wäre es wahrscheinlich noch viel mehr. Im Sommer/Herbst ging das Gewicht das erste Mal seit langem wieder langsam nach unten, jetzt habe ich wieder keine Chance auf Gewichtsabnahme, egal was und wie wenig ich esse oder wieviel Sport ich mache. Ich habe seit August mit Krafttraining angefangen, was nun absolut witzlos ist, da ich einfach viel zu schwach dafür bin. Ich habe noch jede Menge weiterer Unterfunktionssymptome, die von alllen Ärzten aber immer nur als „das kann an allem Möglichen liegen“ oder „das kommt von der Depression“ abgetan werden.
    Meine Theorie ist, dass meine eigene Schilddrüse die Produktion heruntergefahren hat, nachdem ich T3 eingenommen habe und TSH deswegen nun wieder auf dem Ausgangswert ist. Ich weis, dass das bei Hashimoto so ist, konnte allerdings noch nicht herausfinden, ob das NUR bei Hashimoto so ist, oder auch bei gesunden Menschen auftritt? Die Dosis wurde gestern nun auf 40mikrogramm T3 erhöht, aber laut meinem Psychiater „nicht weil er glaubt, es würde an der Schilddrüse liegen, sondern nur weil wir bei dem Medikament noch Spielraum nach oben hätten“.
    Ich habe beim Studium meiner Blutuntersuchungen meiner Meinung nach einen Zusammenhang zwischen TSH und Gemütszustand gefunden. 2012 und 2013, als es mir nochmal um einiges schlechter ging TSH 2,1, fT4 untere Grenze und fT3 unterer Normbereich. Meine Hausärztin unterstützt diese Theorie, mein Psychiater spricht von „Zufall“. Wie ist Ihre Meinung dazu?
    Ich war 2013 auch im radiologischen Institut Koblenz, dort wurde aber aufgrund „normgerechter“ Werte und unauffälligem SD-Ultraschall ebenfalls nicht weiter nachgeforscht. Sie sagen, dass es Einzelfälle gibt, in denen bisher weder die Antikörper erhöht noch die Werte besonders auffällig sind und auch im Ultraschall keine Veränderungen sichtbar sind. Wie kann man in diesem Fall feststellen, ob eine Unterfunktion / Hashimoto vorliegen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Sina B.

    • Wenn im Ultraschall keine typischen Veränderungen und auch die Schilddrüsenantikörper nicht hoch sind, ist eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht zu beweisen. Wenn Ihre Mutter Hashimoto-Thyreoiditis hat, ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben bei 50%. Wenn Ihnen eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen hilft, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, Sie so behandeln als hätten Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis. Dabei sollten die Hormone aber nur in einer Dosis gegeben werden, dass keine Schilddrüsenüberfunktion erzeugt wird. Eine Einstellung des TSH auf 0,3 bis 1,0 ist akzeptabel. Wenn es Ihnen dabei besser gehen sollte, ist die Therapie richtig.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Karin Schött sagt:

    Sehr geehrter Herr Lunow,
    ich nehme neben 150 L-Thyroxin auch noch 5 Einheiten Thybon.
    Mein TSH liegt bei ca. 0.08.
    Ebenfalls bei einem ähnlichen Wert die vorangegangenen Untersuchungen.
    Laut Ärztin soll ich die Werte senken, wegen Osteoporosegefahr.
    Mir wurde aber in der Hahimoto Selbsthilfegruppe gesagt, daß Thybon meistens den TSH supprimiert und deswegen in so einem Fall nicht aussagekräftig ist.
    Vom Wohlbefinden her gibt es für mich keinen Anlass an der Dosis etwas zu ändern.
    Was ist Ihr Wissensstand dazu?
    Mit freundlichen Grüßen
    Karin Schött

  • Anica Fischer sagt:

    Lieber Herr Doktor Lunow,
    Vor 9 Jahren wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Seit dem habe ich immer wieder mit extremen Gewichtsschwankungen, allg. Umwohlsein und extremer Müdigkeit zu tun. Die Schilddrüsenwerte (t3,t4) sind mit L-thyroxin 50 auf „normal“ – Wert eingestellt. Letzte Blutabnahme war im Januar. Jetzt geht es mir seid 3 Wochen wieder extrem schlecht. Genau die selben Symptome, bevor Hashimoto festgestellt wurde (wassereinlagerung, extreme Müdigkeit )…Zudem habe ich öfter Schluckbeschwerden und extremen Druck auf den Augen. Jetzt frageb ich mich…Woran könnte das liegen? Aus der Erfahrung heraus, tippe ich auf die Schilddrüse. Wie sollte ich vorgehen? Mein Hausarzt hat mir eine Überweisung Zum Endokrinologen gegeben. Ich bin 30 Jahre jung und wohne zwischen Köln und Düsseldorf….Vielen Dank im Voraus

    • Anica Fischer sagt:

      Desweiteren habe ich einen Vitamin D3 Wert vom 17…mein Hausarzt meinte, dass ich erst im Winter wieder nehmen soll. Obwohl die in der Uniklinik Düsseldorf schon bei 17,7 gesagt haben, dass ich den Mangel ausgleichen muss. Der Wert ist aber trotz Tabletten unverändert…Innerhalb 6 Monaten…Trotz Dekristol….meine Werte vom Januar Freies T3 3,15 pg/ml – Freies T4 1,53 ng/dl – TSH Basal 1,15

      • Der Vitamin Spiegel spllte über 20 liegen. Bei Hashimoto-Thyreoiditis streben wir einen Wert von 40-60 an. Im allgemeinen ist die Anhebung der Vitamin D Tablette problemlos möglich. Bei Resorptionsstörungen im Dünndarm kann eine Gabe als intramuskuläre Injektion sinnvoll sein.

        Dr. med. Reinhold Lunow

    • Aus der Ferne ist nicht zu beurteilen, ob Ihre Symptome durch eine unzureichende Einstellung der Hashimoto-Thyreoiditis bedingt ist. Eine Vorstellung bei einem Endokrinologenm ist sinnvoll.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • G. Marx sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow.

    Bei mir wurde im Jahr 2014 Hashimoto diagnostiziert. (MAK:332 / Im Jahr 2015 MAK: 259)
    TSH, FT 3, FT 4 und TSH-Rezeptor AK -Werte sind noch im Normalbereich.
    Seit Monaten habe ich sehr starke Knochen -und Muskelschmerzen.
    Mein Mann möchte mir nun eine Infrarotkabine bauen.
    Nach einer warmen Dusche sind meine Schmerzen etwas gelindert, es tut mir gut.
    Frage: Wirkt sich die Infrarotbestrahlung negativ auf meine Schilddrüse aus.
    Kann ich meine Schilddrüse bei Benutzung der Infrarotkabine durch Abdecken schützen oder ist es ratsam von der Infrarotbestrahlung ganz abzusehen.

    Über einen Kommentar Ihrerseits wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit freundlichem Gruß
    G.Marx

  • Annett Wichert sagt:

    Guten Tag,
    vor einer Untersuchung im Krankenhaus vor OP wurde der Verdacht ausgesprochen, ich könnte dieses Hashimoto haben. Seit Jahren nehme ich bereits wegen Schilddrüsen-Unterfunktion Tabletten mit 25mg. Die OP war notwendig wegen gynäkologischen Störungen; ich habe weiße Flecken seit 5 Jahren plötzlich am Körper, war schon wegen Depression in Behandlung, im Blut sind Entzündungswerte mindestens seit 8 Wochen ständig, laut letzter Untersuchung hab ich zu wenig Blut und da auch zu wenig Eisen im Blut, mir tun oft die Augen weh und Bilder verschwimmen, meine Hände (Gelenke) schmerzen und ich lasse ständig was fallen, ich könnte trotz fast 12 Stunden Schlaf pro Tag ständig wieder ins Bett fallen vor Müdigkeit und und und… Meinen Hausarzt hab ich nach dem Krankhaus darauf konkret angesprochen. Er hat Blut abgenommen und untersuchen lassen: seine Aussage heute: wir setzen die Schilddrüsentabletten mal auf 50mg und dann nehmen Sie noch Eisen (ferro sanol 40 mg; davon 2×1/ Tag, gegen Schmerzen nach Bedarf Novaminsulfon Lichtenstein 500mg nach Bedarf. In 4 Wochen machen wir Termin, da untersuchen wir das Blut noch mal, aber Sie sollten dann schon gesund sein. Alles nicht so schlimm. Bitte verstehen Sie mich richtig: ich würde mich toal freuen, wenn in 4 Wochen alles gut wäre. Mir geht es nur seit Jahren schon so und ich hab persönlich den Eindruck, meine Gesundheit wird immer schlechter und irgendwann krepiere ich dann einfach. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Mein Leben wird Stück für Stück zerstört und langsam verzweifle ich endgültig. Wenn ich wenigstens wüsste, was das ist, was die körperlichen Symptome begründet, ich bilde mir das alles doch nicht ein. Natürlich ist Ihre Praxis weit weg, ich lebe im Harz, PLZ 38… Aber wenn Sie mir vielleicht eine Adresse nennen könnten, an die man sich wenden kann. Noch hab ich ab und an ein wenig Power und ich will wirklich kämpfen. Ich weiß nur langsam echt nicht weiter und Hausarzt wechseln geht hier nicht so einfach, es gibt einfach zu wenig Ärzte. Haben Sie irgendeine Idee, was ich tun könnte? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen

    • Sie sollten sich bei einem Internisten mit endokrinologischen Kentnissen vorstellen, Bei einem so komplexen Beschwerdebild ist eine Beratung per Internet nicht sinnvoll.
      Die Ursache Ihrer Symptome sollten Sie dringend abklären lassen.

      Dr. med. Reinhold Lunow