Wie wird die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis gestellt ?

Schilddruese_35203051_210x210px.jpgDie zwei wichtigsten Bausteine der Schilddrüsen- Diagnostik sind die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und die Bestimmung der Schilddrüsenwerte im Blut.

Um eine Erkrankung der Schilddrüse frühzeitig zu erkennen empfiehlt sich ein regelmäßiger Schilddrüsen-Check:

In allererster Linie gehört eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse neben dem Abtasten der Schilddrüse zum Schilddrüsen-Check. Bei dem Ultraschall (auch Sonographie genannt) wird die Größe der Schilddrüse genau gemessen und Strukturveränderungen wie die Schilddrüsenknoten, können so gut untersucht werden.

Die Hashimoto-Thyreoiditis zeigt im Ultraschall eine typische Struktur. Mit einem Bluttest werden die Schilddrüsenwerte bestimmt und die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 und das Hypophysenhormon TSH gemessen. Mit den Schilddrüsenantikörpern (TPO-AK, TG-AK, TR-AK) wird überprüft ob eine Autoimmunerkrankungen wie eine Hashimoto-Thyreoiditis oder ein Morbus Basedow vorliegen.

Fehldiagnose Burn-out
Beschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung werden häufig für ein Burnout-Syndrom gehalten. Eine probeweise Therapie mit Schilddrüsenhormonen kann hier jedoch oft erstaunliche Resultate erzielen.
Viele Schilddrüsenspezialisten fordern eine Änderung der Normwerte für TSH, damit eine Schilddrüsenunterfunktion eher entdeckt werden kann.
Bei Symptomen, die für eine Schilddrüsen-Unterfunktion sprechen, sollte auch bei TSH Werten, die generell nicht auf eine Erkrankung hinweisen (zwischen 2,1 und 4,0) über eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen nachgedacht werden.

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107 Kommentare

  • JAHL sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    herzlichen Dank, dass Sie sich hier so viel Zeit für die Beantwortung der Fragen nehmen.
    Ich hätte aktuell auch eine Frage: Seit einigen Jahren (konkret seit der Geburt meines ersten Kindes) habe ich immer wieder das Gefühl, dass bei mir „etwas nicht stimmt“. Ich stelle an mir selber immer wieder verschiedenste Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion fest (z.B. extrem trockene Haut, brüchige Haare und Nägel, Haarausfall, starke Müdigkeit, schnelle Erschöpfung, geringe Belastbarkeit, Wassereinlagerungen, Verstopfung, Sodbrennen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Vergesslichkeit, usw.) fest.
    Blutuntersuchungen bzgl. der Schilddrüse beim Hausarzt ergaben Ergebnisse innerhalb des Normbereichs:
    2014: TSH 2,1 Norm: 0,27-4,20; ft3 3,0 Norm 2,2 – 4,4; ft4 0,9 Norm 0,9 – 1,7
    2015: TSH 2,34 Norm 0,27 4,20; ft3 3,6 Norm 1,9 – 5,1; ft4 1,1 Norm 0,9 – 1,7
    Laut Hausarzt wären meine Symptome eher auf Stress zurückzuführen. Ich habe das erst mal so hingenommen – aber das Gefühl, dass da etwas anderes als bloßer Stress hinterstecken muss, bleibt bei mir.

    Wäre es aus Ihrer Sicht richtig und sinnvoll, diesbezüglich noch einmal einen Facharzt zu Rate zu ziehen? Welcher Facharzt wäre dann die richtige Wahl? Oder geben meine Werte eher keinen Anlass zu einer weiteren Klärung?

    Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Bemühungen.
    Herzliche Grüße
    JAHL

    • Ihre Symptome könnten zu Hashimoto passen. Sie sollten die Schilddrüsen-Antikörper bestimmen und eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchführen lassen. Wenn sich die Diagnose Hashimoto Thyreoiditis bestätigt, wäre ein Therapieversuch mit Thyroxin angezeigt. Der TSH Wert sollte dann auf einen Wert zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden. Die Dosisfindung geschieht aber in erster Linie durch Beobachtung Ihrer Symptome.

      Dr. med. Lunow

  • Da sie sich unter der Therapie gut fühlen, ist es wahrscheinlich die richtige Therapie. Die Schilddrüsenwerte sollten dabei nicht in den Überfunktionbereich gehen, also T3und T4 nicht zu hoch sein. Ich würde mir keine Gedanken machen, ob das Medikament im Gehirn anders wirkt als in anderen Regionen. Das ist was für Theoretiker und hilft Ihnen nicht weiter.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sarah sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    zur Zeit nehme ich LT 112,5 und nach der typischen anfänglichen Besserung (die auch immer länger anhält), sind die Beschwerden wieder aufgetaucht.
    Der ft4 ist momentan bei 37%, der Ft3 bei 28%. Diese Kombination, dass der Ft3 niedriger ist als der ft4, hatte ich auch noch nicht. Mit der Lt100-Dosis waren beide f-Werte so gut wie gleich hoch (was ja ein gutes Zeichen ist, da Ft3 bisher immer kompensatorisch erhöht war). Generell würde ich sagen, weiter erhöhen, doch der TSH liegt jetzt bei 0,1 und ich musste schon etwas überreden, dass mein Hausarzt mir nun LT125 verschreibt. Leider habe ich bei meiner Recherche zu supprimiertem TSH unter LT nicht so viel gefunden. Ich mache mir etwas Sorgen, ob es gefährlich sein könnte, trotz erniedrigtem TSH weiter zu steigern…generell frage ich mich, wie hoch man noch gehen kann… seit einem 3/4 Jahr erhöhe ich sukzessive in kleinen Schritten und die Werte verbessern sich kaum… in der Hoffnung, dass Sie mir Hinweise für Literatur o.ä. zum Thema supprimierter TSH geben können

    verbleibe ich mit freundlichen Grüßen meinen Dank vorausschickend

    Sarah

    • Solange T3 und T4 nicht zu hoch sind, können Sie einen niedrigen TSH akzeptieren, wenn darunter Ihre Symptome am geringsten sind. Dabei sollten aber regelmäßig das Herz auf Komplikationen und das Skelettsystem auf Osteoporose untersucht werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • De Quervain macht starke Schmerzen im Schilddrüsenbereich und ein Anstieg der Entzündungszeichen wie CRP. Ich gehe davon aus dass sie eher Hashimoto haben.Ich würde auch weiterhin Thyroxin einnehmen. Bei Hashimoto sollte der TSH zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden. Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass ihre Symptome verschwinden.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Evi sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    bei meinem Sohn wurde vor einem halben Jahr Hashimoto diagnostiziert.
    Er hatte ziemlich viele Symptome und es ging ihm miserabel.
    Seine Werte ohne LT
    fT3 78 %
    fT4 83,12%
    TSH 2,32
    TG Antikörper 145
    Ultraschall unauffällig
    Im Juni Einstieg mit 25 LT, danach gesteigert.
    Seine Werte nach fünf Wochen 62,5 LT
    fT3 57;21 %
    fT4 41,56 %
    TSH 0,32
    Einige Symptome sind weg, andere haben sich verbessert.
    Aber er ist immer noch sehr unkonzentriert, müde, erschöpft und hat Wassereinlagerungen in den Augenlidern. Sein B12 ist etwas erniedrigt.
    Wäre eine Dosissteigerung sinnvoll?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • Ich würde zunächst andere Defizite ausschließen. Eisenmangel? Der B12 Spiegel sollte auf ein mittleres Niveau angehoben werden. Wenn dies alles nicht hilft, könnte probeweise eine leichte Steigerung der Thyroxindosis versucht werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Laura22 sagt:

    Der geehrter Dr. Lunow,

    Bei mir sind in den letzten Wochen vermehrt Sympzime aufgetreten, die mir in der Stärke sehr unbekannt waren. Ich plage mich seit einiger Zeit mit folgenden Beschwerden:
    Herzrasen, Kribbel- und Taubheitsgefühle, Kälte-Wärme-Missempfindjngen, starkes Frieren trotz Heizung, Decke und Bettflaschen, Kopfschmerzen, Zuckungen, Müdigkeit und Erschöpfung.
    Bisher wurde nur der TSH Wert von 7,4 bestimmt und ft3/ft4 (lagen im Normbereich). Eine Antikörperbestimmung wurde noch nicht vorgenommen, allerdings eine Untersuchumg der Schilddrüse, welche eine eher leichte, inhomogene Struktur aufwies. Meine Ärztin fing mit der Dosierung des LT mit 25 an und empfahl mir die Antikörperbestimmung zu machen bei der ersten Blutuntersuchung nach 6-wöchiger Einnahme des LT. Würden Sie mir eine frühere Antikörperbestimmung raten ? Wäre eine Hadhimoto Erkrankung möglich? Und wann (Wochen der LT Einnahme) stellen sich die Beschwerden ein?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Der ursprüngliche TSH Wert spricht auf jeden Fall für eine Schilddrüsenunterfunktion. Am ehesten wird die Ursache dafür eine Hashimoto Erkrankung sein. Die Schilddrüsenantikörper können Sie auch erst bei der nächsten Blutabnahme bestimmen lassen. Sie sollten den TSH Wert auf 0,3-1,0 einstellen lassen. Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass die Therapieeinstellung anhand Ihrer Symptome beziehungsweise der Verbesserung der Symptome geschieht. Eine erneute Kontrolle ist auch schon in vier Wochen sinnvoll.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Dangelo sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunov,
    Ich leide seit einiger Zeit an sehr vielen verschiedenen Symptome, die meiner Aneignung nach sehr nach einer Schulddrüsenstörung klingen.
    Hier meine aktuellen Blutwerte:

    TSH 0,85 (0,30-3,60)
    ft3 4,16 (3,5-6,5) = 22 %
    ft4 1,17 (0,78-1,54) = 51%

    Die Werte sind laut Arzt alle im Normbereich. Sollten die Werte ft3 und ft4 nicht näher bei einander liegen? Gibt das bereits Aufschluss darüber ob etwas mit der Schilddrüse nicht in Ordnung ist?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

    • Aufgrund dieser Laborwerte ist eine Schilddrüsenerkrankung nicht gesichert. Sie sollten noch einen Ultraschall der Schilddrüse machen und die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Das Verhältnis der
      Ft3 und ft4 Werte hilft Ihnen nicht wirklich weiter.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ihre Symptome sprechen für eine Schilddrüsenunterfunktion. Sie sollten die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Wenn Sie an Hashimoto erkrankt sind, wäre die Jodgabe nicht sinnvoll. Außerdem brauchen Sie auf jeden Fall auch einen aktuellen TSH Wert. Sie sollten dies mit Ihrem Hausarzt noch mal besprechen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Rina81 sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    aufgrund vieler Beschwerden war ich nun in der Uniklinik bei einer Endokrinologin. Folgende Werte wurden bestimmt:

    Tsh 3,36 (0,27-4,2) (gemessen 09:30 Uhr)
    ft4 15,01 (12-22,0)
    ft3 5,51 (3,13-6,76)

    TPO 10 (normal kleiner 34)
    TG 11 (normal kleiner 115)
    TRAK 0,31 (normal kleiner 1,5)

    Das Schilddrüsenultraschall ergabe eine kleine inhomogene Schilddrüse. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie vor 20 Jahren auch schon klein war. Die Ärztin meinte, dass ich nicht unbedingt behandelt werden muss, weil man bei Hashimoto nur die Unterfunktion behandelt und noch hätte ich keine. Vorab hatte ich allerdings schon einmal LT 25 für 5 Tage genommen. Da hatte ich den Eindruck dass es mir noch schlechter geht und dann hatte ich es schon mal für 4 Wochen genommen, aber nur LT 12,5. Da hatte ich Dauerschwindel und konnte kaum gehen und stehen. So dass ich es wieder absetzen sollte.

    Nun haben sich folgende Symptome eingestellt, die ich allerdings vor, während und nach LT auch hatte:

    – ab und an Schwindel, Gewichtszunahme oder stagnierendes Gewicht, Abnehmen kaum möglich, die Belastbarkeit ist gesunken, morgens ca. 1/2 Stunde nach aufstehen bekomme ich in Ruhe einen Puls von 110 bis max. 140 dabei Schweißausbrüche. Ab und zu Sodbrennen, Durchfallattacken, Tenesmen.

    folgende Diagnosen wurden noch gestellt:

    – chronische Urtikaria/Angioödeme
    – Fatique Syndrom
    – membranöse Glomerulonephritis, Proteinurie bei 778 mg
    – V.a. seronegative Autoimmunthyreoiditis
    – Fettleber
    – 3 Gallensteine
    – Ana-Titer 1:1000, ENA und dsDNA negativ, Verlaufskontrolle zwecks Lupus u.ä. empfohlen
    – V.a. Restless legs
    – Bluthochdruck
    -leichte Trikuspidalinsuffizienz
    – eingeschränkte Herzfrequenzvariabilität
    -Muskelschwäche
    – Überbeweglichkeit von Fingern und Zehen, Test auf Ehlers-Danlos-Syndrom ist für Anfang November geplant
    – Lymphfollikel im Enddarm – keinerlei Infektion nachweisbar, auch kein Lymphom (autoimmun?)
    – 1 Läsion im subkortikalen Marklager, 1 Läsion Linsenkern (MRT Schädel).

    Ich bin 37 Jahre alt, wiege 82 kg bei 1,63 cm.

    Nun habe ich 2 LT-Versuche hinter mir, bei beiden habe ich mich noch schlechter gefühlt. Und ohne LT ist es aber auch nicht hervorragend. Ich weiß nicht,was ich jetzt von der ganzen Sache halten soll. Kommen die Symptome von dieser inhomogenen SD oder nicht, könnte es noch was anderes sein? Ich weiß gar nicht mehr was ich denken soll.

    Habe mit einer anderen Uniklinik telefoniert. Dort forscht man an der membranösen Glomerulonephritis. Der Arzt meinte, dass die GN sekundär sein kann. Also als Kolateralschaden von einer Hashimoto (wenn es nun wirklich eine ist).

    Kann es sein, dass ich vielleicht wirklich noch kein Thyroxin brauche? Ich bin echt verzweifelt, wie es weitergehen soll. Ich bin schon seit mehreren Wochen krank geschrieben und es kann ja so nicht weitergehen.

    Haben sie noch eine Idee?

    • Die Schilddrüsenantikörper sind nicht erhöht. Ob Sie im Ultraschall eine für Hashimoto-Thyreoiditis typische Struktur haben, kann ich Ihrer Mail nicht entnehmen. Die deutlich erhöhten antinukleären Antikörper sprechen aber dafür, dass Sie eine Neigung zur Autoimmunerkrankungen haben. Der TSH-Wert würde, wenn Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben, relativ hoch sein, sodass im Prinzip eine Behandlung mit Thyroxin versucht werden könnte. Da Sie bereits mehrere Versuche damit gemacht haben, die gescheitert sind, halte ich das aber nicht für sinnvoll. Ihre Symptome könnten auch durch die Glomerulonephritis bedingt sein. Im Zusammenhang mit den erhöhten antinukleären Antikörper ist dies nicht unwahrscheinlich. Sie sollten sich in die Behandlung eines Nephrologen begeben.

      Dr. med. Christian Lunow

      • Rina81 sagt:

        Sehr geehrter Dr. Lunow,
        ich war nun beim Nephrologen. Der stellte 500 mg Eiweiß im Urin fest. Also
        weiterhin sieht er kein Rezidiv des nephrotischen Syndroms bei membran.
        Glomerulonephritis. Außerdem meinte er, dass meine Beschwerden eine
        primäre membranöse GN nicht machen könnten.

        Möglich wäre eine sekundäre Ursache, die wir bisher noch nicht gefunden
        haben. So wäre eine Hashimoto Thyreoiditis als sekundäre Ursache eben-
        so möglch, wie ein system. Lupus erythematodes. Allerdings bleibt weiter
        nur der Ana-Titer mit 1:1000 erhöht. Keine lupustypischen Antikörper.
        Sollen auf beides weiter kontrollieren.
        Leider hilft mir das nicht, da ich mit den Symptomen nicht wirklich „alltags-
        tauglich“ bin.

        Meine Hausärztin meinte, nun wieder, ich soll es nochmal mit LT probieren
        hat mir ein anderes Präparat aufgeschrieben. Sie äußerte den Verdacht,
        dass ich die LT-Tabletten vielleicht nicht vertragen habe, weil vorab der
        Blutdruck und Puls nicht richtig eingestellt war und durch LT hat es dadurch
        Kreislaufprobleme gegeben. Sie hat mir jetzt einen Betablocker zusätzlich auf-
        geschrieben und Amlodipin, falls der Blutdruck wieder zu hoch wird.
        Ich bin noch leicht skeptisch, wegen meines hohen Ruhepulses am frühen morgen mit bis zu 130 (ohne jegliche Tablette).

        Stellt man die Diagnose seronegative Hashimoto ausschließlich anhand
        echoarmen Schilddrüse im Ultraschall oder reicht es, dass sie inhomogen
        klein aussieht? Hatte jetzt wieder Ultraschall mit dem Ergebnis: Schilddrüse
        8 ml und leicht inhomogen. Die Größe hat sich von einem zum anderen Jahr
        jetzt nicht verändert.

        Wichtig wäre für mich jetzt zu wissen, ob es wirklich einen Anhalt für eine SD-Erkrankung gibt mit einer „inhomogenen SD“, bevor ich das Wagnis mit dem
        LT und meinem Blutdruck nochmals eingehe. Auch in Bezug auf einen erhöhten Tsh von 5,85 und normalen ft4 bei Blutdruckkrise. Dieser erhöhte
        Tsh wurde damals darauf geschoben, weil er im Krankenhaus gemessen
        wurde. Allerdings hatte ich danach noch 2x eine Blutdruckkrise, da war der Tsh einmal bei 2,05 und einmal bei 2,44. Also kann man es doch nicht auf das
        Krankenhaus schieben?

        • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auf diesem Wege keine kontinuierliche ärztliche Betreuung möglich ist. Bei einem so komplexen Krankheitsbild wäre dies unverantwortlich. Ihre Hausärztin scheint sich aus meiner Sicht viel Mühe zu geben.

          Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sie nehmen relativ große Dosen der Schilddrüsenhormone. Die Schilddrüsenwerte T3 und T4 sind noch nicht im oberen Normbereich. Möglicherweise liegt eine Resorptionsstörung vor. Hierbei könnte eine Ernährungsumstellung helfen. Hier wäre eine Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen und der Verzicht auf Gluten. Eine Therapie mit natürlichen Schilddrüsenhormonen (vom Schwein) könnte auch in Erwägung gezogen werden.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    • Wenn Sie schon alles versucht haben, muss man auch an eine Therapie mit sogenannten natürlichen Schilddrüsenhormonen erwägen. Bei unseren Patienten ist das nur in sehr seltenen Fällen nötig, aber auch seltenes kommt vor.
      Ein spezielles Präparat kann ich auf diesem Wege nicht empfehlen. Meines Erachtens sind die beiden in Deutschland erhältlichen Präparate aber gleich gut. Was die Dosis angeht: nehmen Sie am Anfang eher weniger als Sie denken, da der T3 Anteil anfangs nicht selten zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion führt.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Sarah sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    Seit vielen Jahren habe ich Hashimoto-typische Beschwerden (z.B. Druckgefühl am Hals, Wechsel zwischen Hitze- und Kältegefühl, Müdigkeit, Herzklopfen…). Nach der Geburt meines ersten Kindes vor einem Jahr verschlechterte sich mein Befinden zunehmend. Während der Schwangerschaft ging es mir schon schlecht, ich nahm LT 25, das reichte wohl nicht und führte zu einer Verschlechterung. Nach der Schwangerschaft sollte ich die Dosis weiternehmen, nach 5 Monaten war ft3 bei ca. 110% und ft4 bei 40%. Der TSH bei 0,02. Mir wurde empfohlen, das LT abzusetzen. 4 Monate nach absetzen waren meine Werte:
    Ft4: 6,7%
    Ft3: 38,6 %
    Tsh: 4,15

    Also sollte ich das LT wieder nehmen. Seit 2 1/2 Monaten nehme ich es jetzt und seit 6 Wochen bin ich bei 75. Es geht mir noch nicht gut.
    Die Werte sehen jetzt so aus:
    Ft4: 40,2 %
    Ft3: 37,5 %
    Tsh: 1,7

    Ich sollte wohl weiter erhöhen, oder?

    Mein eigentliches Problem ist nun, dass ich den Grund für die Unterfunktion suche. Die Antikörper-Testung fiel negativ aus. Der Ultraschall zeigt je nach Messung ein relativ kleines Organ zwischen 5,5 und 6,5 ml, normales Gewebe bis auf ein echoärmeres Areal im rechten Lappen, wohl ein kleiner Knoten. Es deutet also nichts auf Hashimoto hin (?). Bis auf die Tatsache, dass sich die Schilddrüse in den letzten 7 Jahren fast halbiert hat (!).
    Die Ärzte, bei denen ich bisher war, konnten mir diese Dynamik nicht erklären, aber Hashimoto könne es aufgrund der fehlenden AK und der gut aussehenden Schilddrüse nicht sein…
    Haben Sie dazu eine Idee?

    Ich bin 1,85 m groß und wiege 73 kg.

    Ich bin froh um jeden Hinweis. Im Moment bin ich weiter auf der Suche nach einem Arzt, der sich wirklich auskennt mit der Thematik.

    Vielen Dank im Voraus.

    • Da der TSH-Wert nach Absetzen der Thyroxintherapie eindeutig zu hoch war, liegt auf jeden Fall eine Schilddrüsenunterfunktion vor. Dies ist zu über 90% meist Ursache einer Autoimmunthyreoiditis. Hierfür spricht auch, dass Ihre Schilddrüse im Laufe der Jahre kleiner geworden ist. Die Ultraschallveränderungen sind nicht immer typisch und Schilddrüsenantikörper können verschwinden. Ich gehe deshalb davon aus, dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Der TSH-Wert mit 1,7 ist noch zu hoch. Die Thyroxindosis solltze erhöht werden und ein Wert von 0,3-1,0 angestrebt werden. Manche Patienten brauchen noch ein niedrigeres TSH, um die Symptome vollständig in den Griff zu bekommen. Dabei sollte T4 und T3 jedoch immer noch im Normbereich sein.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Sarah sagt:

        Sehr geehrter Hr. Dr. Lunow,

        ich finde es großartig, wie Sie sich für jeden einzelnen hier Zeit nehmen und unsere Fragen mit viel Geduld beantworten. Es ist wunderbar, dass es noch Ärzte wie Sie gibt. Vielen Dank!

        Ein kleines Update von mir:

        Nach weiteren 2 Wochen (gesamt 8 Wochen mit der Dosierung LT 75) ist der ft4 Wert wieder abgerutscht (zu meiner Überraschung).

        Vorher: ft4: 40,2% (ft3: 37,5%, TSH:1,7)
        Jetzt: ft4: 13,3% (ft3: 45,5%, TSH: 1,2)

        Es würde mich einfach mal interessieren, wie es sein kann, dass man erhöht und die Werte sich trotzdem verschlechtern, obwohl sie sich anfangs verbessert haben? Ich habe nach diesen Werten, die meinem Befinden entsprechen, die Dosis auf LT88 erhöht.

        Bezüglich Jod: Es wird ja immer davon abgeraten, Jod in höheren Dosen zu nehmen, wenn man Hashimoto-Thyreoiditis hat. Doch Jod ist andererseits auch ein lebensnotwendiges Spurenelement, welches der Hashimoto-Patient genauso braucht wie ein gesunder Mensch.
        Welche Meinung haben Sie dazu? Darf ich Jod nehmen? Wenn ja, worauf ist zu achten und wie viel darf ich nehmen? Ich stille noch und eigentlich sollte ich 200er Jodid nehmen, was ich aber aufgrund meines Hashimoto-Verdachts nicht getan habe.

        Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre geschätzte Zeit.

        Mit freundlichen Grüßen

        Sarah

        • Es ist leider oft so, dass eine einmal gefundene Dosis nicht für ewig hält. Zum einen liegt es an den unterschiedlichen Resorptionsraten im Magen-Darm-Bereich, zum anderen am unterschiedlichen Bedarf. Hinzu kommt noch, das Hashimotoschübe die Dosisfindung auch oft schwierig machen. Lassen Sie sich hierdurch nicht entmutigen. Es ist durchaus möglich, dass Sie auch einmal über einen langen Zeitraum mit der gleichen Dosis zurecht kommen.
          Über die Bedeutung von Jod bei Hashimoto-Thyreoiditis ließen sich ganze Bücher schreiben. Ich rate mein Patienten immer, nicht zu sehr große Mengen an Jod zu sich zu nehmen, zum Beispiel nicht jeden Tag Fisch oder Sushi mit großen Mengen Algen. Die Patienten sollten aber nicht Jod wie die Pest meiden. Bei schwangeren Patienten ist es ganz einfach. Es ist eindeutig erwiesen, dass Jodmangel beim geborenen Kind zu Hirnschäden führen kann, auch für die kognitive Leistungsfähigkeit wie Leseverständnis konnte eindeutig ein Zusammenhang nachgewiesen werden. Wir empfehlen deshalb auch Hashimoto- Patientinnen mit Kinderwunsch eine aus Nahrungsergäng mit Jod durchzuführen.

          Dr. med. Christian Lunow

          • Sarah sagt:

            Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

            herzlichen Dank für Ihre umfasssende Antwort!

            Mittlerweile bin ich bei LT 100 und der Ft4 ist immer noch bei 20%, während der ft3 langsam steigt (nun bei 54%).

            Da der TSH nun bei 0,53 liegt, befürchte ich, dass meine Hausärztin Einwände gegen weitere Erhöhungen haben könnte…
            Wie verhält es sich mit einem erniedrigten TSH und der weiteren Behandlung?

            Vielen lieben Dank im Voraus für Ihre Mühen!

            Mit freundlichen Grüßen
            Sarah

          • Der TSH kann durchaus niedriger als 0,5 liegen. Viele Patienten fühlen sich wohl mit einer Einstellung unter 0,3. Aber auch nicht wenige mit einer Einstellung des TSH um Null. Der TSH kann also auch vollständig zu prämiert sein, T3 und T4 sollten aber nicht oberhalb des Normbereiches liegen. Im Wesentlichen orientiert sich die Einstellung aber an den Symptomen.

            Dr. med. Reinhold Lunow

  • Eva sagt:

    Hallo Dr. Lunow,

    So langsam verzweifel ich. Vor zwei Jahren fing alles an,ich hatte ständig das Gefühl eines Kloß im Hals und war immer abgeschlagen. Überweisung zum Nuklearmediziner.
    Sonografie laut Arzt ok,leichter beidseitiger Exophthalmus.
    Blutwerte:
    TSH 2.2
    FT4: 0.8
    FT3: 3,2
    TAK(TPO-AK) 6.9
    TAK(TG-AK) 6,3
    TRAK <0 1
    PTH 73.7
    Nun ist es so das ich enorm an Gewicht zugelegt habe,ohne das ich Ess und Bewegungsverhalten verändert habe. Brüchige Nägel,trockene Haare,Globusgefühl,enormes heftiges schwitzen,gedächtnisprobleme,depressive Stimmung und einiges mehr.
    Jetzt sprach mich eine Bekannte an ob ich mit meinem Arzt mal über Hashimoto gesprochen habe. Habe ich noch nicht aber wäre dieses vielleicht eine Erklärung für meine Probleme obwohl ich angeblich nichts an der Schilddrüse habe??

    Mit freundlichen Grüßen Eva

    • Schilddrüsenantikörper sind nicht erhöht. Wenn es im Ultraschall kein Hinweis auf Hashimoto-Thyreoiditis gibt, ist diese Diagnose zumindest es sehr unwahrscheinlich, wobei diese Erkrankung auch dann nicht 100%ig auszuschließen ist. Eine probeweise Therapie mit einer niedrigen Dosis eines Thyroxinpräparats könnte eine Behandlungsoption sein.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • amicitia sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,

    nach erster endokrinologischer Untersuchung, auf Grund meiner immer präsenteren, umfangreicheren (die Liste wäre hier nun doch etwas zu lang) und stärker werdenden Symptomen und Beschwerden und meines persönlichen Verdachts einer Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis (u. A.), liegt folgende Diagnose (vom 06.08.2018) vor:

    Diagnosen nach ICD:
    – Hirsutismus (L68.9G)
    – Adipositas (E66.89G)
    – Oligomenorrhoe(N91.5G)
    – latente Hypothyreose(E03.9G)

    Diagnose:
    Verdacht auf diabetische Stoffwechsellage bei einem im Graubereich erhöhten HbA1c; Adipositas WHO-Grad 3

    Therapieempfehlung:
    Auslassversuch der Schilddrüsenhormonsubstitution; Dekristol 20.000 – 1 Kapsel/2 Wochen

    Schilddrüsen-Sonographie:
    (Acuson X600, hochauflösender Linearschallkopf 5-12 MHz)
    Volumen rechts 7 ml, links 2 ml, Gesamtvolumen 9 ml, etwas echoarmes Echo inhomogenes Binnenreflexmuster, DD bei Adipositas DD bei Autoimmunthyreoiditis keine Knoten keine pathologischen Halslymphknoten

    Laborwerte:
    TSH, basal – 2.525 mlU/l, Norm: 0,3 – 4,2
    freies T3 – 6.80 ++ pmol/l, Norm: 3,53 – 6,3
    freies T4 – 11.7 pmol/l, Norm: 7,0 – 21,1
    Anti-TPO – 1.9 IU/ml, Norm: < 35
    Anti-TG – 49
    *Vitamin B6 – 28.4 ++ µg/l, Norm: 8,7 – 27,2
    Vitamin D (25-OH) – 17.9 ng/ml, Norm: 30 – 100
    Albumin – 4.15 g/dl, Norm: 3,50 – 5,20
    Vitamin B12 – 270 pg/ml, Norm: 180 – 914
    C-reaktives Protein – 9.1 ++ mg/l, Norm: 0,0 – 5,0
    Ferritin – 28.4 ng/ml, Norm: 15 – 150
    Folsäure – 3.7 — ng/ml, Norm: 4,0 – 20,0
    BZ – 142 mg/dl /ts

    Aktuell nehme ich nach wie vor (seit Juni 2018) L-Thyrox 50 Hexal ein (diagonistizierte Schilddrüsenunterfunktion seit ca. 10 Jahren, mit Einnahmeunterbrechung von ca. 4 Jahren, da keine Wirkung bemerkbar).

    Würden Sie bei diesen Angaben eine Hashimoto-Thyreoiditis vollständig ausschließen? Welches weitere Vorgehen würden Sie mir empfehlen?

    Herzlichen Dank für ein kurzes Feedback.

    Beste Grüße
    amicitia

    • Die Schilddrüsenantikörper sind nicht erhöht. Die Ultraschalluntersuchung ergab keinen eindeutigen Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis. Insofern ist eine Hashimoto-Thyreoiditis zwar noch nicht vollständig ausgeschlossen, aber nicht sehr wahrscheinlich.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • caecilia sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    2015 wurde bei mir Hashimoto festgestellt. Irgend wie klappt die Einstellung nicht, ich habe Probleme wie enorme Wassereinlagerungen, regelrechte Heißhungerattacken, Gewichtszunahmen und meine Histaminintolerant ( zzgl. Mastzellenaktivierungssyndrom) wird immer schlimmer, die Haare fallen aus. Das FT3 scheint wohl immer hinterher zu hinken, aber mir wurde nur gesagt ich solle das mit der Ernährung regeln (?) Da ich sowieso auf alle möglichen Dinge durch Intoleranzen verzichten muss und dazu Vegetarierin bin, weiss ich soglangsam gar nicht mehr woran ich schrauben soll.
    Letzen Werte aus Mai 18 Einnahme von 75 Euthyrox
    ft 3 1,81
    tsh 0,877
    ft4 16,7
    Was kann ich noch machen?
    Danke und Grüße aus Mannheim

  • Die erhöhten Schilddrüsenantikörper sprechen für eine Hashimoto-Thyreoiditis. Wenn Sie Symptome haben, die zu dieser Erkrankung passen, sollte über eine Behandlung nachgedacht werden.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Mister Wood sagt:

    Sehr geerter Hr. Dr. Lunow,

    seit einigen Jahren plagen mich äusserst unangenehme Symptome, auf die aber keiner so eine richtige Antwort hat.
    Da ich dem ganzen selbst nachgehen möchte bin ich auf diese Seite gestoßen und sehe etliche parallelen zu meinen Beschwerden.
    Diese sind:
    – seltsame Gefühle, die aus der Gegend des Solarplexus zu kommen scheinen und wie ein Schub kommen – nahezu täglich
    – inneres Beben/Zittern
    – Druck auf der Brust
    – Schwindel, als hätte ich Alkohol getrunken
    – Schmerzen an unterschiedlichen Körperstellen (heftig, aber immer nur kurz)
    – Kopfschmerzen
    – trockener Mund
    – Stirnschweiß
    – kurzes Luftwegbleiben
    Mein Hausarzt hat mich gleich mit Diagnose Panikattacken abgestempelt, was ich zwar akzeptieren könnte, aber nicht glaube.
    Auch habe ich in der Zwischenzeit mit einem Psychotherapeuten gesprochen, der auch der Meinung ist, dass es eher weniger nach Panikattacken klingt, auch wenn sich manche Symptome überschneiden. Mein Blutdruck, Puls und auch die Pupillen bleiben bei einem solchen Schub meist normal, obwohl dieses „Gefühl“ sich nach sterben/komplett Kontrollverlust anfühlt!
    Die beschwerden kommen täglich und lassen sich weder provozieren, bzw. auslösen, noch kann ich sie unterdrücken.
    Auch eine „Tavor“ bringt nichts…
    Meine Heilpraktikerin meint Schilddrüse/ evtl. Hashimoto. Mein Hausarzt sagt nein, da meine Werte in der Norm sind.
    Diese sind: (Werte vom 09.01.2018)
    Freies T3 LIA: 3.12
    Freies T4 LIA: 1.31
    TAK: >10ml
    TPO-Ak LIA: 12
    TSH basal: 1.81 (war auch mal auf 2.3)
    TSH – Rezeptor Ak: 0.51

    Ein Cortisoltest ergab seltsame Werte, d.h. stark erhöhte Werte am Nachmittag (wo das Cortisol ja sinken sollte).
    Ich muss ehrlich sagen, dass mir diese Probleme mein Leben extrem schwer machen und die Freude daran nehmen. Ich hoffe, sie können mir eine Antwort geben?!

    Ich bin männlich, 36 Jahre, habe 98kg und mache Sport.

    • Ihre Laborwerte sprechen nicht für Hashimoto-Thyreoiditis. Allerdings kommt es auch vor, dass diese Diagnose nur durch den Ultraschall der Schilddrüse gestellt werden kann. Wenn die Struktur Im Ultraschall allerdings normal sein sollte, halte ich die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis bei ihnen auch nicht für wahrscheinlich. Sie sollten noch einen Morbus Cushing ausschließen lassen. Eine Vorstellung beim Endokrinologen wäre sicherlich sinnvoll.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei dem Therapieversuch mit Thyroxintropfen

  • CarlaCC sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow,
    ich hoffe ich bekomme hier eventuell einen guten Rat, denn ich verzweifle langsam.
    Ich habe 2015 meine Pille absetzt, seitdem nehme ich stetig zu. Jede Diät, hilft nichts.
    Bis ich auf die Idee gekommen bin, das es an meiner Schilddüse liegen könnte.
    Vorgeschichte: ich wurde mit 13 Jahren(17Jahre her) an meiner Schilddüse operiert, da ich einen fast faustgroßen gutartigen Knoten bei meiner Schilddüse hatte. Die Schilddüse wurde bis zum „Stumpf“ mit entfernt. Die Schilddüse ist nachgewachsen(„Normale“ Größe).Dann habe ich nach der OP 15 Kilo in kurzer Zeit zugenommen, da mir mein Hausarzt nicht die Mediante verschrieben hatte. Dann bin ich in Kur und wurde dort eingestellt, musste dann aber nie wieder Medikamente außer Jod einnehmen. (Wahrscheinlich dank der Pille, die ich dann später einnahm).
    Mein TSH –Wert war mit Pilleneinnahme 1,09 (das war anscheinend ein guter Wert für mich, ein bisschen speckig aber konnte mein Gewicht ohne Probleme halten)
    Meine Werte von diesem Jahr
    05.02.2018 TSH-Wert 2,28 (Einnahme von Hormonen 25 g 6 x täglich 1 x Pause)
    19.03.2018 TSH-Wert 1,92 (Einnahme von Hormonen 50 g 6 x täglich 1 x Pause)
    30.04.2018 TSH-Wert 2,39 (Einnahme von Hormonen 50 g 6 x täglich 1 x 25g)
    Mein Wert steigt trotzdem an, obwohl ich mehr Hormone einnehme.
    Alle Ärzte sagen auf den ersten Blick Sie sind doch im Normbereich und Hormone schwanken.
    Aber ich fühle mich unwohl, brauche nur essen angucken und die nächsten 2 kg sind drauf.
    Für mich kann das kein Normbereich sein. 
    Ich danke vorab für Ihre Antwort.

    Lieben Gruß

    • Ein TSH-Wert von 2,39 liegt zwar im Prinzip auch im Normbereich. Es könnte jedoch ein Hinweis auf eine latente Schilddrüsenunterfunktion sein. Angesichts Ihrer Gewichtsprobleme wäre eine Thyroxindosis aus meiner Sicht indiziert. Man sollte den TSH-Wert unter 1,0 zu senken.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Rina81 sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    vor kurzem stellte ich folgende Frage: vor 20 Jahren wurde das erste Mal eine SD Sonografie gemacht. Meine SD war dort deutlich vermehrt durchblutet. Die Größe der SD befand sich im unteren Grenzbereich. Dieser wurde mit 6-18 ml angegeben. Antikörper negativ. TSH leicht erhöht mit 4,77. Zu diesen Zeitpunkt hatte ich ein nephrotisches syndrom mit membranöser Glomerulonephritis.

    Nun war ich im vergangenen Jahr bei drei verschiedenen Ärzten. Zwei sahen eine inhomogene SD von 7 ml. Ein nuk eine inhomogene echoarme SD mit 7,8 ml. Antikörper konnten nie nachgewiesen werden. TSH schwankt zwischen 1,2 und 3,22. Einmal hatte ich tsh von 5,85 bei Blutdruckkrise.

    Symptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Muskelschwäche, Schwindel, Proteinurie zwischen 380 mg und 1,5 g. Blut im Stuhl, Eisenmangel, Vitamin d und B12 Mangel, zeitweise erhöhter Puls und Herzklopfen,erhöhte diastolische Blutdruckwerte.

    Meine Mutter, Nichte und eineiige Zwillingsschwester haben Hashimoto-Thyreoiditis mit Antikörpernachweis.

    Nun hat es sich ergeben, dass ich eine Endokrinologin gefunden habe, die den Versuch mit LT 25 mit mir macht. Allerdings gibt es Probleme. Ich habe die LT 25 ( Euthyrox) für 4 Tage genommen und hatte Unruhe, Zittrigkeit, aufgeputscht sein, hinzu kam Herzrasen mit Puls über 110 in Ruhe ca. 1,5-2 Std. nach Einnahme. Ich sollte die Tabletten wieder absetzen.

    Ich pausierte etliche Wochen, aber aufgrund anhaltender Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Leistungsschwäche und ständiger Gewichtszunahme – von mittlerweile 54 kg auf 81 kg, hat die Endokrinologin nochmal das Präparat auf eine andere Firma gewechselt und ich sollte es nochmal probieren.

    Nun habe ich erstmal mit 1/2 LT 25 angefangen -also 12,5 – und ich habe auch wieder diese Zittrigkeit, Unruhe, Puls 106 in Ruhe so ca. 1,5-2 Stunden nach Einnahme. Danach geht der Puls wieder so auf 80 zurück. 4 Wochen nehme ich das Medikament schon. Anfangs hatte ich sogar tagsüber Dauerschwindel und Sehstörungen in Form von verschwommene Sicht oder durch Milchgläser schauen. Ausgangswert vor LT-Einnahme war ein Tsh von 2,10 (0,27-4,2), ft4 15,6 (12-22), ft3 5,58 (3,9-6,7). Und ich habe die Pille Lamuna abgesetzt, weil der Heilpraktiker sagte, dass die Pille die Schilddrüse negativ beeinflusst.

    Außerdem habe ich immer wieder Erythrozyten im Urin sowie eine Proteinurie von bis zu 1 g. Von der Klinik wurde gesagt, dass eine membranöse GN mit einer Hashimoto-Thyreoiditis auftauchen kann. Allerdings ist man sich nicht sicher, ob es nun wirklich Hashimoto sein kann aufgrund der fehlenden Antikörper. Auf Lupus wurde ich untersucht, aber ich habe nur erhöhte Ana-Titer, aber keinen anderen Nachweis, die die Diagnose rechtfertigen würden.

    Was denken Sie, ist die LT-Einnahme falsch? Oder hätte ich erhöhen müssen, aber warum wird mein Puls davon ständig so hoch und das schon bei 2 verschiedenen Herstellern?

    Die Blutabnahme ist erst für Anfang Juli geplant. Brauche ich das LT doch nicht? Oder ist das ein Dosierfehler? Oder ist das der Peak, wenn die Hormone anfangen zu wirken? Ich weiß nicht, wie ich es zuordnen soll und die behandelnde Ärztin wird mit Sicherheit wieder sagen, dass ich das absetzen soll.

    Aber wenn die SD schon inhomogen ausschaut, dann ist sie doch krank und muss behandelt werden?

    Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich weiterverfahren soll?

    • Wegen der familiären Belastung und Ihrer Symptome sowie der erhöhten ANA-Werte ist eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht sicher auszuschließen. Da Ihr TSH-Wert zwischendurch relativ hoch ist, ist ein Therapieversuch mit Thyroxin aus meiner Sicht indiziert. Ich würde es mal mit Thyroxintropfen versuchen. Mit Tropfen kann die Dosis langsamer auftritriert werden als mit Tabletten.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Susanne sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow!
    Könnten Sie mir bitte den Unterschied zwischen den TPO und MAK Antikörpern erläutern?Kann man die beiden Werte miteinander vergleichen?
    Im Januar waren die TPO AK bei 138 IU/ml (Norm <40)
    im März wurden jedoch die MAK Antikörpern gemessen und betrugen 3.533(1-<16 IU/ml)
    Wie sind die Werte zu verstehen?

    Lieben Dank für die Antwort

    • Bei den meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis sind die Antikörper erhöht. In erster Linie sind die TPO-Antikörper betroffen, bei vielen Patienten aber auch die MAK-Antikörper. Die Höhe des Antikörperspiegels spielt aber letztendlich für die Beurteilung des Therapieerfolges keine wesentliche Rolle. Es Nutzt nicht wenn für die Schilddrüsenantikörper verschwunden sind, der Patient aber viele Symptom hat. Besser ist es die Symptome in den Griff zu bekommen, dann können auch Antikörper vernachlässigt werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Es sollten noch die TG Antikörper bestimmt werden. Nicht alle Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis haben allerdings Schilddrüsenantikörper. Wenn der Ultraschall Hinweise auf Hashimoto-Thyreoiditis ergibt, ist der Wert von TSH mit 3,37 eindeutig zu hoch und aufgrund ihrer Symptome wäre ein Therapieversuch mit Thyroxin indiziert.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Franca sagt:

    Ich bin soooo vergesslich. Weiterhin habe ich geschwollene Augen, ein aufgedunsenes Gesicht, mir schlafen nachts Arme und Hände ein. Mein Insulinverbrauch ist auch nicht hoch. (Meine Ärztin versucht immer alles auf den Diabetes zu schieben). Ich esse ausgewogen, gesund und nur 3x täglich. Jetzt habe ich glaube ich alles.

  • Franca sagt:

    Und: Mein Blutzucker schwankt, wenn diese „Phasen“ sind.

  • Franca sagt:

    Hallo. Ich bin 36 Jahre alt und habe folgendes Problem: Bei mir fing eigentlich alles mit der Galle an. Nach der Geburt meiner meiner jüngeren Tochter (8) wurden bei mir Gallensteine festgestellt. Mir wurde von der Hausärztin geraten, diese in naher Zukunft entfernen zu lassen. Es kam jedoch anders. Innerhalb von einer Woche mit starken Beschwerden wurde ich bewusstlos in das Krankenhaus eingeliefert. Die Galle hatte sich bereits aufgelöst, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Blutvergiftung. Knapp ein Jahr später wurde bei mir Diabetes Typ I und eine Tachykardie diagnostiziert. Seit knapp einem Jahr befinde ich mich in der Pumpentherapie, da meine Blutzuckerwerte nicht in den Griff zu bekommen waren. Wegen der Tachykardie nehme ich morgens eine halbe und abends eine viertel Nebivolol. Vor knapp 4 Jahren hatte ich dann mit starken Magen-Darm-Problemen zu kämpfen und nahm aufgrund von Durchfall, etc. ziemlich schnell 10 kg ab. Vor knapp 2 Jahren ging es in die andere Richtung weiter. Starker Haarausfall, rapide Gewichtszunahme (10 kg in 2 Monaten), phasenweise wässrigen Durchfall ohne Ankündigung von Bauchschmerzen, dann wieder weicher Stuhl, es kommt auch mal eine Verstopfung vor. Plötzlich Pickel in Gesicht und auf dem Rücken, vermehrtes Schwitzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Leistungsabfall, frieren. Appetitlosigkeit (ich esse nur, weil ich essen muss), mein Zyklus ist verstärkt, verkürzt und verspätet (ich nehme seit einem Jahr keine Pille mehr, wegen des zu hohen Thromboserisikos). Kloß im Hals, ständiges Räuspern, Stimme rau, Husten. Der Hals fühlt sich phasenweise „angespannt“ an und Schmerzen beim Schlucken und und und… Ich war beim Frauenarzt, dieser hat mein Blut untersucht, alles in Ordnung. Ich war beim Dermatologen, alles in Ordnung, er vermutet etwas hormonelles. Ich war dann beim Radiologen. Dieser hat einen Knoten festgestellt. Heiß oder kalt wurde nicht überprüft. Die Blutwerte waren soweit okay. Ein halbes Jahr später war ich beim Endokrinologen. Dieser sagte mir beim Ultraschall, dass sich die Schilddrüse „auflösen“ würde, aber ein Knoten sei nicht zu sehen. TSH-Wert 3,42. Dann ein halbes Jahr später wieder zum Radiologen zur Kontrolle. Der Knoten war auf einmal weg. Die Schilddrüse sah gut aus. TSH-Wert 1,42. Sodann wurden alle Vitamine und Mineralien überprüft. Speicher-Eisen sollte aufgefüllt werden, das habe ich mit Kräuterblut gemacht. Der Vitamin D3 Wert war „bescheiden“, den habe ich mit Tabletten wieder „aufgepeppelt“. Trotz alledem keine Besserung. Vor 3 Tagen dann wieder Blutabnahme, wobei ich dazu sagen muss, dass meine Hausärztin so langsam von mir genervt ist und auch nur ein kleines Blutbild macht, wo auch nur der TSH-Wert überprüft wird. Dieser war bei 2,10. Ich verstehe erstens die Schwankungen nicht und zweitens, dass die Symptome zu einer Unter- und Überfunktion passen, mir meine Hausärztin aber immer wieder sagt, dass alles in Ordnung, obwohl für mich nichts in Ordnung ist. Es ist immer ein auf und ab. Was kann ich noch tun?

    • Bei einem so komplexen Krankheitsbild, ist es natürlich fast unmöglich, einen Rat auf diesem Wege zu geben. Diabetes mellitus Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Insofern ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Dafür spricht auch der Ultraschallbefund Ihrer Schilddrüse. Ein Therapieversuch mit Thyroxin könnte sinnvoll sein. Der TSH-Wert sollte dabei auf Werte unter 1,0 eingestellt werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Termine können über diesem Blog nicht gemacht werden. Einen Arzt in Ihrer Nähe, der sich mit Hashimoto-Thyreoiditis auskennt, ist mir leider nicht bekannt.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Simon sagt:

    Hallo zusammen,
    Ich heisse Simon, bin 25 Jahre alt,
    186cm groß und 80kg schwer.

    Habe heute den Befund der Schildrüse bekommen
    Rechte Seite 4ml
    Linke Seite 4ml
    Gesamt 8ml

    TSH 0,83 /ml. Norm 0.3900-2.600
    ft3 2,5 pg/ml. Norm 2.2-4.4
    ft4 1,1 ng/dl. Norm 0.8-1.6
    TPO 2,1 IU/ml <5.6
    ATA 1,2 IU/ml <4.1

    Was empfehlen sie?

  • Sven sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow

    Seit 5 Jahren habe ich immer wieder auffällige Schilddrüsen werte (phasenweise massive Beschwerden). Ich war vor 2 Jahren bei einem Nuklearmediziner der die Antikörper bestimmt hat und einen Ultraschall gemacht hat, beides unauffällig. Das einzige was er meinte das das FT3 grenzwertig niedrig war.

    Vor 2 Wochen bin ich dann wieder einmal mit einer Sinustachykardie in die Notaufnahme, wo man auch die Schilddrüsenwerte kontrolliert hat
    Ausfällig war das das TSH und FT3 erhöht war.

    Ich habe quasi alle Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis (Mutter und Tante haben Hashimoto-Thyreoiditis) und immer wieder auffällige SD-Werte.

    Was kann ich tun? Würden Sie eine versuchsweise Behandlung mit SD Hormonen empfehlen?

    • Eine Sinustachykardie passt nicht unbedingt zu einer Hashimoto-Thyreoiditis. Sie sollten noch einmal die Antikörper bestimmen lassen und ein Ultraschall bei einem Arzt vornehmen lassen, der sich mit Hashimoto-Thyreoiditis auskennt. Sinustachykardie würde eher zu einem Morbus Basedow passen, wobei es bei einer Hashimoto-Thyreoiditis aber durchaus auch paradoxe Symptome geben kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis konnte bei Ihnen nicht gesichert werden. Allerdings könnten die Beschwerden und das Ultraschallbild der Schilddrüse hierfür sprechen. Eine probeweise Therapie mit geringen Dosen von Thyroxin ist ein Versuch wert.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    • Ich würde zunächst ein Therapieversuch mit Thyroxin abwarten, sonst weiß man nicht, was von was kommt.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Ema sagt:

        Herzlichen Dank !
        Auch dafür, das sie sich neben ihrer Arbeit hier die Zeit nehmen für all die Menschen . Das ist wirklich toll. Danke .
        Ab Freitag werde ich, nach etwas Überredungs und Erklärungskunst mit meiner Ärztin den Versuch starten .
        Liebe Grüße

      • Ema sagt:

        Guten Morgen .
        Ich habe heute zum ersten Mal 25 mg Thyroxin genommen. Habe seither die Symptome, die ich sonst auch fast immer ohne habe . Ist das normal am Anfang ? Oder müsste ich etwas anderes nehmen bei nicht Besserung in Zukunft ?
        Liebe Grüße nochmal
        Ema

        • Eigentlich sollte man immer erst nach 4 Wochen ein Strich dunter machen, das heißt nach 4 Wochen beurteilen, wie die Symptome sich geändert haben. Erst nach dieser Zeit ist ein steady state erreicht.

          Dr. med. Reinhold Lunow

      • S Hülsken sagt:

        Guten Tag Herr Dr. Lunow

        Nun nehme ich seit April L-Thyroxin von Aristo.
        In den ersten drei Tagen 25 mg . Dies war jedoch sehr unangenehm mit verstärkten Symptomen . Ich reduzierte es auf die Hälfte und ein paar Tage später sogar nochmal auf die Hälfte , da ich immer noch ÜF Symptome hatte.
        Ich nehme bis heute nur eine viertel Tablette und fühlte mich vor ein paar Wochen tatsächlich an einem Tag so gut wie drei Jahre nicht mehr . Leider nur dieser eine Tag . Mein extrem starker Haarausfall ist wohl komplett weg….
        aber das war es dann auch schon. Ich soll am nächsten Freitag zur Blutentnahme. Ich habe leider immer noch niemanden (Arzt) gefunden, mit dem ich richtig darüber reden kann und der sich auskennt. Ich finde es nicht richtig das ich mich selber versuche einzustellen und heraus zu finden wie es mir mit welcher Dosis besser geht ….. und ob überhaupt . Leider habe ich die meisten Symptome immer noch . Bis auf diesem einen einzigen Tag , der wohl mein Wunder Tag war. Momentan überlege ich mal ganz abzusetzen.
        Ich habe Symptome einer ÜF und Thyroxin macht’s gerade nicht wirklich besser .
        Was kann ich noch tun ? Soll ich mal ÜF Tabletten versuchen und meine Ärztin fragen ? Oder eine andere Firma nehmen und noch nicht aufgeben ? Ich weiß nicht weiter . Bitte entschuldigen Sie, das ich schon wieder um Rat frage .
        Ich stelle die Ergebnisse mal hier ein wenn ich sie nach der Blutentnahme habe.
        Einen guten Tag Ihnen .
        Mit freundlichen Grüßen
        Ema

        • 1/4 Tablette von 25 mg ist sehr wenig. Da stellt sich dann tatsächlich die Frage, ob Sie überhaupt Thyroxin einnehmen sollten. Manche Patienten kommen mit einer sehr einschleichenden Behandlung besser zurecht. Dies kann auch mit Thyroxintropfen durchgeführt werden. Medikamente gegen eine Schilddrüsenüberfunktion wie Carbimazol würde ich auf keinen Fall einfach ausprobieren.

          Dr. med. Christian Lunow

  • Nabor sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    vor vier Jahren als ich (29 J.) mein Sohn zur Welt kam, begann bei mir der Ärtzemarathon. Ich habe viele verschiedenen Beschwerden seitdem.

    -starke verspannungen / muskelverhärtungen / gelenkschmerzen
    -magen-darm probleme
    -extremer haaausfall / brüchige nägel
    -konzentrationsstörungen
    -leicht reizbar bis stark aggressiv
    -erschöpfung bei bereits kleinen dingen wie einkaufen
    -herzstolpern
    -muskelkater ohne sportlich aktiv gewesen zu sein
    -müdigkeit
    -Rheumaschübe
    -das gefühl mein intellekt sei zurück gegangen / brett vorm kopf
    und das sind nicht alle. ich habe mich auf Fybromyalgie testen lassen. Nichts.

    ich war bereits in Kur. Das Ende vom Lied:
    Antidepressiva. Da die Ärtzte sich einig waren die Psyche sei der Grund.
    Ich leide auch an HAE. Das steht aber nicht in Verbindung.
    Durch Zufall bin ich nach all den Jahen durchs Googeln auf Hashimoto gestoßen. War beim Nuklearmediziner.
    Ultraschall unauffällig
    Szinti zeigt eideutig eine zu kleine Schilddrüse
    Aber die Blutwerte seien in Ordnung und ich brauche keine Medikation.
    Das kann nicht sein oder ??
    LG und danke fur Ihre Zeit

    • Ihre Symptome würden durchaus zu einer Hashimoto-Thyreoiditis passen. Wenn die Blutwerte inklusive Schilddrüsenantikörper (TG und TPO) sowie der Ultraschall wirklich in Ordnung war, ist die Diagnose allerdings unwahrscheinlich. Da die Beschwerden nach der Geburt ihres Sohnes auftraten, sollten Sie sich auf jeden Fall noch beim Arzt vorstellen der Erfahrung mit Hashimoto-Thyreoiditis hat. Eine nach einer Entbindung neu aufgetretene Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Seltenheit.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Kati sagt:

    Sehr geehrter Dr.Lunow!
    Da ich seit knapp zwei Jahren viele diffuse Beschwerden habe, für die bis jetzt leider keine Ursache gefunden worden ist, möchte ich Sie um eine Interpretation meiner Schilddrüsenwerte bitten.Meine Beschwerden sind : Erschöpfung, Schwindel,Müdigkeit, Kopfschmerzen, Sodbrennen, manchmal Bauchschmerzen.
    Meine Werte sehen wie folgt aus:
    TSH-1,0
    Ft3-2,9 pg/ml(1,2-3,7)
    Ft4-9,8 pg/ml(7,8-18)
    TPO=<138(<40)
    Sonografie war in Ordnung.
    Könnte es bei den guten Werten doch etwas mit der Schilddrüse nicht in Ordnung sein?
    Für eine Antwort danke ich im Voraus.

    • Da Ihre Schilddrüsenantikörper (anti-TPO) erhöht sind, werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Ihre Beschwerden würden zu dieser Erkrankung passen. Der TSH-Wert von 1,0 zeigt keine starke Schilddrüsenunterfunktion an. Ein Therapieversuch mit Thyroxin ist jedoch sinnvoll. Der TSH sollte auf Werte um 0,3 eingestellt werden. Wenn diese Beschwerden dadurch nicht besser werden, kann man die Therapie immer noch wieder abbrechen und nach anderen Ursachen suchen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Marlene sagt:

    Sehr geehrter Dr.Lunow
    Seit knapp 2 Jahren habe ich viele diffuse Beschwerden wie Erschoepfung,Muedigkeit,Kopfschmerzen,Magen Darm Problebe die von einem Tag auf den anderen begannen.Leider ist die Ursache nach vielen verscheidenen Untersuchungen noch nicht gefunden.Alle Werte angeblich Unauffaellig.Vor zwei Wochen hatte ich das erste mal eine Schilddruesenuntersuchung und die Werte sehen wie folgt aus
    tsh-1;0
    fT3-2;99 pg/ml Norm 1;2-3;7
    fT4-9;4 pg/ml Norm 7;8-18
    TPO-AK= 138 IU/ml Norm 40
    Koennte da vielleicht doch was nicht in Ordnung mit der Schilddruese sein.Wie schaetzen Sie die Werte ein.Danke im Voraus.

    • Da die Schilddrüsenantikörper TPO bei Ihnen erhöht sind, gehe ich davon aus, dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. IhrTSH ist mit 1,02 nicht besonders hoch. Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich jedoch erst mit einem niedrigeren TSH-Wert besser. Insofern wäre ein Therapieversuch mit Thyroxin zu empfehlen. Sollten Ihre Beschwerden, die durchaus zu Hashimoto-Thyreoiditis passen, darunter nicht verschwinden, wäre eine Untersuchung auf Begleiterkrankung bei Hashimoto-Thyreoiditis sinnvoll.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Rina81 sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    vor 20 Jahren wurde das erste Mal eine SD Sonografie gemacht. Meine SD war dort deutlich vermehrt durchblutet. Die Größe der SD befand sich im unteren Grenzbereich. Dieser wurde mit 6-18 ml angegeben. Antikörper negativ. TSH leicht erhöht mit 4,77. Zu diesen Zeitpunkt hatte ich ein nephrotisches syndrom mit membranöser Glomerulonephritis.

    Nun war ich im vergangenen Jahr bei drei verschiedenen Ärzten. Zwei sahen eine inhomogene SD von 7 ml. Ein nuk eine inhomogene echoarme SD mit 7,8 ml. Antikörper konnten nie nachgewiesen werden. TSH schwankt zwischen 1,2 und 3,22. Einmal hatte ich tsh von 5,85 bei Blutdruckkrise.

    Symptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Muskelschwäche, proteinurie zwischen 380 mg und 1,5 g. Blut im Stuhl, Eisenmangel, Vitamin d und B12 Mangel, zeitweise erhöhter Puls und Herzklopfen,erhöhte diastolische Blutdruckwerte.

    Meine Mutter, Nichte und eineiige Zwillingsschwester haben Hashimoto-Thyreoiditis mit Antikörpernachweis.

    Kann es sein,dass es ein Hashimoto ohne Antikörper ist? Eventuell mit zusätzlichen Autoimmunerkrankung? Eine hätte ich mit der membranösen Glomerulonephritis ja schon?!?

    • Da die TSH Werte schon recht hoch sind, könnte ich mir durchaus vorstellen dass es sich um eine Hashimoto-Thyreoiditis ohne nachzuweisende Schilddrüsenantikörper handelt. Bei den Symptomen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Muskelschwäche halte ich eine probeweise Therapie mit Thyroxin für sinnvoll.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Karin sagt:

    Hallo,
    Befund einer Schilddrüsenuntersuchung: Inhomogenes, teils echoarmes Parenchym, Befund vereinbar mit Autoimmunthyreoditis. Volumen rechts ca. 3 und links ca. 4 ml.
    Blutwerte TSH 3,35
    FT3 2,79
    FT4 0,864
    Hatte davor einen Vitamin D Mangel von 9 ng/ml dieser war jetzt ausgeglichen.
    War bei verschiedenen Ärzten und jeder sagt, solange die Blutwerte im Noramalbereich liegen ist alles in Ordnung.
    Habe aber alle typischen Hashimoto Symtome.
    Dazu habe ich einen Verdacht auf Sekundär sklerosierende Cholangitis oder PSC. Der Bedund wurde bei einer Leberbiopsie gestellt.
    Haben Sie evetl. einen Tipp für mich?
    Vielen Dank!

    • Sie sollten die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Wenn diese erhöht sind, muss man im Zusammenhang mit den Ultraschallveränderungen der Schilddrüse von einer Hashimoto-Thyreoiditis ausgehen. In diesem Fall ist ein TSH-Wert von 3,35 zu hoch und Sie sollten eine probeweise Therapie mit Thyroxin in Betracht ziehen. Bei der primär sklerosierenden Cholangitis handelt es sich ebenfalls um eine Autoimmunerkrankung, sodass es nicht unwahrscheinlich ist, dass Sie an einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Karin sagt:

        Hallo Herr Dr. Lunow,
        vielen Dank für Ihre Info.
        Laut meiner Unterlagen habe ich noch folgende Werte gefunden:
        TPO 22 am 6.10.17
        Trak 0,3 am 6.10.17
        Anti-TPO 10,5 am 23.11.17
        Anti-TPO 11,1 am 27.06.16
        TSH 3,74 am 16.5.17
        außerdem ist mir aufgefallen, dass der TSH Wert im Laufe der Jahre immer wieder gestiegen ist. Beginn z.B. 2010 Wert 3,36, 2012 Wert 3,38, 2015 Wert 3,59, Mai 2017 Wert 3,74
        zudem hatte ich immer wieder Eisenmangel,
        erhöhte Harnsäure, Cholesterin und GGT
        welche auch von der PSC kommen.
        Wäre es aus Ihrer Sicht eher eine Hashimoto oder eine Schilddrüsenunterfunktion oder etwas ganz anderes?
        Ich bin echt schon ganz verzweifelt!
        Liebe Grüße

  • Laura sagt:

    Hallo,
    mir geht es seit 3,5 Jahren sehr schlecht.
    Es bestehen deutliche Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion.

    Im Ultraschall vor einem Jahr wurde meine Schilddrüse bei einem Gesamtvolumen von 20,9 ml als „gering echoarm, gering inhomogen“ beurteilt.
    Im letzten Blutbild lag der fT4 bei 0%, der fT3 bei 43%. Leider schauen meine Ärzte nur auf den TSH Wert, der mit 1,90 als absolut unauffällig beurteilt wird. Antikörper konnten nicht nachgewiesen werden.

    Können Sie mir einen Rat geben?

    • Um herauszu bekommen, ob Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben, sollten Sie zusätzlich zur Schilddrüsenuntersuchung mit Ultraschall noch die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Im Fall einer Hashimoto-Thyreoiditis wäre ein TSH-Wert von 1,9 zu hoch und Sie könnten eine Schilddrüsenunterfunktion haben.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Paul sagt:

    Hallo,

    bei diversen Unterfuntkionssymptomen und vergrößerter, aber in der Struktur unauffälliger Schilddrüse, ergaben die Blutbefunde unauffällige Werte.

    TSH basal 1.41 ( 0.3 – 4.0 )
    fT3 3.50 ( 2.3 – 4.2 )
    fT4 1.23 ( 0.9 – 1.8 )

    In Prozent umgerechnet ergibt der sich, dass der fT4 mit 36 % deutlich unter dem fT3 mit 63 % liegt. Das Wohlbefinden ist schlecht. Ist eine Einnahme von L -Thyroxin sinnvoll?

    • Ich gehe davon aus, dass Ihre Schilddrüsenantikörper erhöht sind und Sie deshalb eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Wenn dies so ist, würde ich bei Vorliegen von Unterfunktionsymptomen einem TSH von 1,4 die Therapie mit Thyroxin beginnen. Eine Einstellung auf ein TSH-Wert von 0,3-1,0 ist anstreben. Sollten die Symptome sich hierunter nicht verbessern, sollte die Therapie überdacht werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • sina sagt:

    Hallo. TSH wert bei 2.65. dann schon eine unterfunktion

    • Ein TSH-Wert von 2,65 ist für die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis zu hoch und zeigt eine Schilddrüsenunterfunktion an. In Regel fühlen sich Patient mit Hashimoto-Thyreoiditisam wohlsten wenn T4 im oberen Normbereich und der TSH stark supprimiert ist. Auf jeden Fall ist eine Einstellung auf ein TSH-Wert unter 1,0 zu empfehlen. Sollte es hierunter zum Auftreten von Überfunktionsymptomen kommen ist diese Therapie natürlich nicht richtig. Entscheidend ist also was hinten rauskommt. Geht es dem Patienten unter der Therapie besser, ist es die richtige Therapie, sonst muss man anderweitige Wege gehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Elly sagt:

    Hallo
    Ich hoffe,dass ich hier vielleicht endlich mal eine Aussagekräftige Antwort bekommen. Leider gibt es in meiner Region keine Ärzte die sich so wirklich mit der Schilddrüse auskennen. Ich habe schon viele Ärzte aufgesucht und alle sagten mir,meine Blutwerte sind in Ordnung und man könnte da noch nichts machen und ich müsste die Symptome einfach über mich ergehen lassen und mich damit abfinden das es so ist.
    2010 habe ich ein Kind bekommen. In der SS musste ich Tabletten für die Schilddrüse nehmen,weil die Werte zu gering waren. Nach der SS hat es keiner mehr kontrolliert. Mir ging es Phasenweise immer schlechter. Es wurde alles auf die Psyche geschoben,obwohl nie irgendwelche Blutprobe entnommen worden. In unserer Familie ist Hashimoto vorhanden,aber das hat niemand interessiert.
    Im Sommer diesen Jahres waren wir zwei Wochen an der Ostsee. Zwei Wochen Horror für mich. Meine Beschwerden waren so schlimm wie noch nie zuvor und ich musste einen Arzt aufsuchen. Dieser nahm mir Blut ab und sagte es könnte die Schilddrüse sein. Hab ihn die Symptome beschrieben und gesagt,dass ich in einem Jahr 18Kilo verloren habe obwohl ich gegessen habe und organisch im Magen Darm alles okay ist.
    Die Werte waren Anfang Juli

    TSH 1,73. ( 0.30-4,00)
    fT3 2,44. ( 2,0-3,6)
    fT4 0,98. ( 0,70-1,48)
    TPO 514. ( < 60)

    Da es mir nach dem Urlaub immer noch richtig schlecht ging,wurde ich ins Krankenhaus überwiesen.
    Dort wurde mal wieder Magen Darm Untersuchung gemacht. Alles okay.
    Dort wurde gesagt das es Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis ist. Die Werte Ende Juli waren.

    TSH 2,48 (0,27-4,00)
    fT3 4,88. ( 3,1-6,8)
    fT4 15,24. ( 12-22)
    TPO 226,3. ( 1-16)

    Die Symptome kommen von Null auf Gleich und werfen mich total aus der Bahn. Nur leider glaubt mir hier keiner,dass es von der Schilddrüse kommen kann.
    Bei einer Schilddrüsenszintigrafie wurde ebenfalls gesagt,dass es typische Bilder für Hashimoto sind,aber es nicht behandelt werden kann,weil die Werte ja okay sind.

    Nun meine Fragen an Sie.

    Kann Hashimoto in Schüben kommen?
    (mal kaum Beschwerden und dann plötzlich volle Bandbreite)

    Kann man wirklich noch nichts dagegen machen?

    Wie kann man die Symptome lindern?
    So dass mal ein normaler Alltag in der Akutphase möglich ist.

    Hat das Hashimoto was damit zu tun,dass ich nicht mehr schwanger werde?

    Ich hoffe,dass Sie mir als Experte helfen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Elly

    • Der erhöhte TPO Wert zeigt eindeutig, dass Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Die Anamnese hinsichtlich der Schwangerschaft und ihre Symptome passen ebenfalls zu dieser Erkrankung. Die Gewichtsabnahme ist allerdings nicht dadurch zu erklären. Da Patient mit Hashimoto-Thyreoiditis auch häufig an einer Zoeliakie leiden, sollten Sie sich auf jeden Fall in diese Richtung untersuchen lassen. Sinnvoll ist zunächst eine Blutabnahme, um Gliadin Antikörper festzustellen. Auch eine Gastroskopie mit Biopsie aus dem Dünndarm sollte durchgeführt werden. Klären Sie, ob diese Untersuchung bei der Magen Darmspiegelung im Krankenhaus vorgenommen wurde.
      Sie sollten mit einer Therapie beginnen und durch eine Thyroxin Einnahme den TSH Werten auf 0,3-1,0 einstellen. Gegebenenfalls sind auch noch geringere TSH Werte sinnvoll. FT4 sollte dabei im oberen Normbereich sein.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Elly sagt:

        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Bei der Magenspieglung wurde eine Dünndarmprobe entnommen und auf Zoeliakie getestet. Der Test war negativ.
        Da werde ich meinem Hausarzt mal den Tipp mit dem Thyroxin sagen,denn er ist der Meinung das wir nichts an Medikamenten machen müssen,weil ja alle Werte in Ordnung sind. Er gibt mir immer nur Prednison Tabletten.

        MfG Elly

  • Katharina Wenger sagt:

    Ich hab eine Frage!
    Seit ca.10 Jahren nehme ich Euthyrox 50.(Hashimoto).
    SD Ultraschall und Blutwerte werden regelmäßig kontrolliert.Sind auch normal.Kein Knoten vorhanden.
    Nun meinte mein Gynäkologe ,dass bei Einnahme von SD Med.ein Szintigramm zwingend sei…
    Ich bezweifle dies und es gibt auch sehr unterschiedliche Auffassungen darüber Hat jemand Erfahrung damit??

    • Zur Therapiekontrolle einer Hashimoto-Thyreoiditis ist ein Schilddrüsenszintigramm nicht notwendig. Lediglich zur Abklärung von neu aufgetretenen Schilddrüsenknoten könnte dies sinnvoll sein. Eine Schilddrüsensonografie und die Bestimmung der Schilddrüsenwerte inkl. Schilddrüsenantikörper sollten regelmäßig durchgeführt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Hashimoto-Thyreoiditis kommt durchaus auch bei Kindern vor. Zur Diagnostik gehört neben der Bestimmung der Schilddrüsenfunktionslage mit TSH, T3 und T4 auch die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper. Eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse ist ebenfalls nötig.
    Wenn einer Schilddrüsenunterfunktion liegt sollte diese mit L-Thyroxin ausgeglichen werden.Eine zusätzliche Therapie mit Jod ist nicht zu empfehlen.zudem sollten andere Autoimmunerkrankung ausgeschlossen werden.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Wir können Ihnen vorab keine Therapie empfehlen.

  • Sie sollten 4 Wochen nach der Dosisänderung des Thyroxins Ihren TSH-Wert kontrollieren lassen. Ich gehe
    davon aus, dass der TSH-Wert auch unter Thyroxin 75 noch zu hoch sein wird. In der Regel fühlen sich Patienten
    mit Hashimoto-Thyreoiditis am wohlsten mit einem TSH zwischen 0,3 und 1,0.

    Dr. Reinhold Lunow

  • Segfeld sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    Haben Sie eine Arztempfehlung im Raum München/Bayern?

    Es ist immer sehr schwer jemanden zu finden….
    Vielen Dank
    Viele Grüße

  • Es aus der Entfernung schwer zu sagen,an wen Sie sich wenden sollten.Ist schon mal eine Fehlbesiedelung des Dünndarms,eine Gluten-Unverträglichkeit oder ein Mastzellen-Aktivierungs-Syndrom ausgeschlossen worden ?
    Eine Vorstellung bei einem Endokrinologen ist sicherlich keine schlechte Idee

    Dr. Reinhold Lunow

  • doris sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    seit 12 Jahren habe ich einen Diabetes Typ 2 und noch viel länger habe ich Hashimoto. Vor zwei Jahren war ich bei Prof. Mödder, der leider nicht mehr praktiziert. Auch er gab mir eine Wohlfühldosis von morgens 75 und nachmittags 50 Mikrogramm. Nun ist mein Diabetes bei einem HbA1c-Wert von 7,9 angelangt.
    Ich nehme Metformin 2x 1000 und spritze Victoza 1,2. Jetzt soll ich abends Insulin spritzen, weil meine Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig arbeitet (spezieller Test der Peptide). Nun habe ich gelesen, dass eine Überfunktion der Schilddrüse schlechte Zuckerwerte auslösen. Kann es sein, dass das L-Thyroxin inzwischen zu hoch dosiert ist und somit eine Überfunktion simuliert?
    Ich bin so verzweifelt und habe das Gefühl, der Diabetologe will nur, dass ich Insulin spritze und gut ist es! Er sieht mich nicht als ganzheitlichen Menschen
    und dass die Schilddrüse und der Diabetes gepaart mit viel Stress, den ich zur Zeit habe,auch nicht zuträglich sind für gute Zuckerwerte. Ich habe auch 8 Kilo abgenommen und mir einen Hund angeschafft, damit ich viel Bewegung habe.
    Habe ich noch eine Chance, um das Insulin herumzukommen? Das ist für mich wie eine Niederlage, nachdem ich so lange gekämpft habe; auf mein Gewicht geachtet habe usw. Ich befinde mich in einem seelischen Tief. Insulin zu spritzen bedeutet für mich eine starke Einschränkung der Lebensqualität.
    Ich kenne das, weil ich während der Schwangerschaft auch spritzen musste.
    Nachts Basalinsulin zu spritzen ist ja nur der Anfang, das Ende ist auch schnell wirkendes Insulin zu spritzen, da mach ich mir nichts vor.
    Ist das mit den Peptiden irreversibel oder könnte man mit Neueinstellung des Schilddrüsenhormons, spezieller Ernährung und Naturheilkunde die Bauchspeicheldrüse wieder anregen zu arbeiten ? Ich bin sehr verzweifelt und für eine Antwort unendlich dankbar.

    • Eine zu hoch dosierte Therapie kann auch die Stoffwechsellage hinsichtlich der Diabetes beeinflussen. Ob eine Neueinstellung der Hashimoto-Thyreoiditis zu verbesserten Blutzuckerwerten führt, kann ich aus der Ferne natürlich nicht abschätzen. Versuchen kann man es aber auf jeden Fall.

      Dr. Reinhold Lunow

  • Michaela sagt:

    Hallo, zur Zeit befinde ich mich in der Einstellungsphase mit L-Thyroxin 75. FT3 hinkt FT4 ziemlich hinterher (33% gegenüber 58%). Kann der Körper die Umwandlung noch lernen? Ich nehme wegen erwiesenem Mangel Eisen, Selen, Zink, Magnesium, Vit D3, Vit B6, Vit B12 (gespritzt). Bzw. wann kann man davon ausgehen, dass eine generelle Umwandlungsstörung vorliegt? Dann müsste man wohl auf ein Kombipräparat T3/T4 umsteigen.
    Danke vorab für eine Antwort.

    • Ihre Frage, ob die Umwandlung von fT4 in fT3 ausreichend ist, kann weniger mit der Bestimmung der Laborwerte als mit der Verbesserung Ihrer Beschwerden beantwortet werden. Sollte es Ihnen deutlich besser oder sogar gut gehen, können Sie mit der Umwandlung zufrieden sein. Hilfreich ist ein Selenspiegel im oberen Normbereich. Aber wie gesagt, wichtig ist vor allen Dingen, ob es Ihnen unter der Therapie besser geht. Wenn nicht sollte man auf ein Kombinationspräparat T4/T3 umsteigen, auch dann entscheidet nur Ihr Zustand und nicht die Laborwerte, ob die Behandlung richtig ist.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • christine sagt:

    Hallo, bei meinem letzten Besuch bei einem HNO Arzt hatte der Arzt auch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse gemacht und festgestellt (nach langem Suchen) dass nur noch ein kleines Stück von meiner Schilddrüse vorhanden ist, ist aber weiter nicht darauf eingegangen….
    Da ich aber seit langem viele Symtome habe wie Muskel und Sehnenschmerzen, Hände zittern, Schwindel, Schlaflosigkeit, allgemeine Schwäche und geringe Belastbarkeit usw., habe ich im Internet gegoogelt und bin auf Hashimoto-Thyreoiditis gestossen (leider hat nie ein Arzt auf meine Beschwerden eine Diagnose stellen können)
    Sollte ich nun einen Facharzt aufsuchen und mit ihm über meinen Verdacht sprechen oder muss ich mir keine Sorgen machen ? (der HNO Arzt sah scheinbar keinen Behandlungsbedarf)

    Danke für eine Antwort

  • Für die Diagnose einer Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Schilddrüsenszintigramm nicht notwendig. Hierfür ist die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse geeigneter. Auch die Kontrolluntersuchungen bei Hashimoto-Thyreoiditis erfordern keine Szintigraphie. Diese ist jedoch zur Beurteilung von Schilddrüsenknoten u.U. sinnvoll.
    Dr. Reinhold Lunow

  • Da bei Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis es häufig zu Begleiterkrankungen wie Rheuma oder anderen Bindegewebserkrankungen (z.B. Lupus erythematodes) kommt, würde ich in Ihrem Fall eine Blutuntersuchung empfehlen, die diese Erkrankungen ausschließen können. In erster Linie Rheumafaktor und antinukleare Antikörper.
    Dr. Reihnold Lunow

  • petra sagt:

    Ich habe Hashimoto Thyreoiditis. Wie oft sollte man dann zur Kontrolle der Schilddrüse gehen?

    • Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Dies richtet sich nach den individuellen Begebenheiten.
      Wir kontrollieren am Anfang in monatlichen Abständen und danach mit dreimonatigem Abstand. Später auch in noch größeren Abständen.

  • Dr. Reinhold Lunow sagt:

    Liebe Anni,
    obwohl wir uns seit Jahren mit Schilddrüsenerkrankungen beschäftigen, ist uns eine solche Liste nicht bekannt.

  • Anni sagt:

    Gibt es eine Liste von Schilddrüsenspezialisten im Raum Köln – Bonn?