Welche Ursachen / Auslöser führen zur Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis?

Schilddrüse und Kehlkopf

Warum bekommen immer mehr Menschen eine Autoimmunerkrankung?

Es gibt mehrere Theorien für die Ursachen von Hashimoto, die genaue Ursache ist jedoch unbekannt.

Eine Theorie lautet wie folgt:

Der zunehmende Hygienestandard in den Industrieländern ist beispielsweise eine Theorie ist. Demnach erkranken Menschen deutlich seltener an einer Autoimmunerkrankung, die in den ersten Lebensjahren mit Stalltieren Kontakt hatten.

Ein Mangel an Nährstoffen wie Vitamin D, Selen oder Omega-3-Fettsäuren ist eine weitere Theorie für die Ursache des gehäuften Auftretens von autoimmunen Krankheiten.

Es gibt jedoch auch weitere Theorien wie z. B. die hohen Jodanteile in der Nahrung.

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11 Kommentare

  • Edith sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    Habe im Sommer 2015 die eierstöcke entfernt bekommen und gleich mit Hormonen angefangen. Herbst 2015 hab ich CT mit kontrastmittel in die geben und rektal bekommen und allergisch reagiert(sonst nie Probleme gehat) seit dem geht es mir schlecht. Müdigkeit, antriebslos, schwindel, manchmal schlafstörung , übermäßig schwitzen, friere schnell. Etliche Arztbesuch , es hieß Depressionen , psychosomatisch. Schilddrüse waren da immer in ordnung. Nehme jetzt zu dem estradol , progesteron. Ging mir auch dann etwas besser. Seit ich im Ende juli eine op gehabt habe, geht es mir wieder schlecht. Hab jetzt 2 mal hintereinander mandelentzündung und Heißekeitt und nun ist der TSH wert auf 4,42 war sonst immer unter 3. Nehme jetzt das 3 mal Antibiotika wegen der mandelentzündung. Bin echt ratlos und verzweifelt. Mein Arzt meint das könnte mal sein das der Wert schwankt und wenn es mir Ende der Woche nicht besser geht nochmal test der Schilddrüse und Ultraschall. Was denken Sie. Vielen Dank im voraus für die Antwort.

    • Ein TSH-Wert von 4,42 könnte durchaus ein Zeichen von Schilddrüsenunterfunktion sein. Sollten die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen und eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse lassen. Wenn es Hinweis auf eine Hashimoto-Thyreoiditis gibt, sollten Sie mit Thyroxin behandelt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

    • Ein TSH-Wert von 4,42 kann durchaus schon eine Schilddrüsenunterfunktion anzeigen. Sie sollten auch die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Im Ultraschall sollte auf typische Hashimoto Veränderung geguckt werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Simona sagt:

    Sehr geehrter -Herr Dr.,was bedeutet es wenn sich schreiben Werte Ft4 im oberen Normbereich ? bis zu welcher Obergenze kann man nach Wohlbefinden einstellen,habe einen ft4 von 1,4(Normwert bis 1,7) ist da eine Erhöhung noch machbar? Vielen Dank im voraus Simona

  • Eli sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    bei uns in der Region gibt es leider keine Ärzte die die wünschenswerte Erfahrung mit Hashimoto haben.
    Ich wurde nun mehrfach hoch und runter dosiert und habe wirklich selten mal gute Phasen während der Behandlung und wenn halten diese recht kurz an.

    Der TSH lag anfänglich bei mir bei etwas über 5, ft3und ft4 wurden damals nicht gemessen, es wurde somit sehr schnell mit der L-Thyroxin-Gabe (Hexal) begonnen, damit fingen die Beschwerden dann tatsächlich auch erst gefühlt richtig an. Vorher litt ich gelegentlich an Müdigkeit, dies schien mich aber nicht sehr stark einzuschränken, ich muss mich wohl daran gewöhnt haben. Nunmehr bin ich am überlegen ob es wirklich sinnvoll war mit der Hormotherapie zu beginnen. Seit der Behandlung mit L-Thyroxin ist es ein ständiges auf und ab mit den Werten und Symptomen, es geht soweit, dass ich mittlerweile wirklich am liebsten die Einnahme abbrechen würde. Anfangs waren keine Antikörper messbar, vor 3 Monaten waren diese dann stark erhöht (die Einstellung läuft nun seit ca. 2 Jahren). Zu meinen Symptomen gehören nunmehr seit der letzten Dosissenkung (auf Grund eines nicht messbaren TSH´s) von 100 auf 88 (L-Thyroxin Hexal) kribbeln im gesamten Körper, Reizbarkeit, Durchfall, Zyklusstörungen, Sprachstörungen, Magenschmerzen, Gewichtszunahme, Kälteempfinden, Sonnenallergie (nie zuvor gehabt) und Pickel (nie zuvor solche Probleme gehabt wie seit L-Thyroxin), phasenweise Anfänge einer Panikattacke (war mir vorher auch nie bekannt). Mit der Dosis in Höhe von 75 war ich wohl noch unterdosiert und wurde somit auf 100 angehoben, mit 100 scheinbar überdosiert. Zwischendurch hatte ich schon die Dosis in Höhe von 88, diese vertrug ich seinerzeit (vor etwa einem Jahr) recht gut, damals verschrieb mit der Arzt aber ein anderes Präparat (aristo, jetzt wieder Hexal seit ca. einem Jahr) und danach ging das Chaos erstmal richtig los und wir konnten von vorne beginnen mit der Einstellung…aber irgendwie will das mit dem Einstellen nicht so recht gelingen oder ich vertrage das Präparat einfach nicht. Denken sie es wäre sinnvoll vielleicht die Medikamente in Absprache mit dem Arzt auszuschleichen und zu schauen wie sich der Körper und die Werte dann verhalten?

    • Es ist natürlich nicht möglich, per Internet eine fein dosierte Einstellung des Thyroxins durchzuführen.
      Deswegen kann ich nur allgemeine Ratschläge geben. Im Allgemeinen fühlen sich Patient mit Hashimoto Thyreoiditis am wohlsten, wenn das TSH supprimiert ist und fT4 im oberen Normbereich. Die Einstellung geschieht aber in erster Linie anhand der Symptome. Manchmal muss man die Dosis probeweise erhöhen oder auch vermindern und schauen wie sich die Beschwerden hierunter entwickeln. Erschwerend kommt hinzu, dass wenn einmal eine Dosis gefunden wurde, dies nicht bedeutet, dass diese für längere Zeit behalten werden kann, da sich die Schilddrüsenfunktion bei Hashimoto-Thyreoiditis oft ändert.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Sophie sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    durch Zufall wurde bei mir die Schilddrüsenfunktion getestet und zunächst eine Unterfunktion festgestellt, jetzt auch eine Hashimoto (auf Grund von Antikörpern) vermutet.Allerdings habe ich /glücklicherweise) keine Symptome feststellen können. Ich habe vor einem halben Jahr ein Kind bekommen und las, dass das diese Krankheit auslösen kann, Ich nehme jetzt 1 Tablette des Schilddrüsenhormons. Haben Sie einen Rat für mich, ich möchte natürlich nicht dass es schlimmer wird.
    Mfg Sophie

    • Die Therapie sollte sich an den Symptomen ausrichten. Wenn Sie gar keine Beschwerden haben, kann man eventuell auch auf eine Therapie verzichten. Viele Patienten haben unter der Therapie mit Thyroxin weniger Beschwerden. Symptome wie Müdigkeit oder Antriebslosigkeit werden oft auf Depression oder Erschöpfung geschoben. Einen speziellen Rat um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern habe ich nicht. Sie sollten Jod nicht in zu großen Mengen zu sich nehmen. Sonst unterscheidet sich die empfohlene Lebensweise nicht von Gesunden. Sorgen Sie für gesunde Ernährung, ausreichend Entspannung und regelmäßige Bewegung. Hashimoto-Thyreoiditis ist behandelbar. Die Lebenserwatung ist nicht eingeschränkt und die Lebensqualität ist bei entsprechender Therapie auch nicht vermindert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Geldmacher sagt:

    Ich habe kürzlich erfahren, dass ich Hashimoto habe. Sei 17 Jahren verrichte ich Schichtdienst bei der Polizei. Seit ca. 2 Jahren habe ich Schlafstörungen, Unwohlsein..etc..Ich habe daraufhin den Polizeiarzt aufgesucht der mich nachtdiensunfähig schrieb, da ich in den Nächten regelmäßig eingeschlafen bin und schwere innere Kämpfen hatte. Das verschlafen tagsüber und schlafen nach dem Dienst funktioniert bei mir seit 17 Jahren nicht gut. Können meine körperlichen Symptome auf Hashimoto zurück geführt werden?