Kann man Hashimoto-Thyreoiditis Vorbeugungsmaßnahmen treffen?


106458711_ts_ernaehrung_210x210px.jpgDa die genauen Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis bislang nicht bekannt sind, gibt es keine gezielten Hinweise zur Vorbeugung.

Durch bewusste Ernährung (z.B. Vermeidung hoher Joddosen) kann bei einer eventuell vorliegenden genetischen Prädisposition (familiäre Häufung) versucht werden vorzubeugen. Nach Infektionskrankheiten mit schweren Verläufen sollte die Schilddrüse kontrolliert werden, um bei einer möglichen Hashimoto-Thyreoiditis eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen und schnellstmöglich zu therapieren.

Ein Schilddrüsen Check-up ist einmal pro Jahr erforderlich

Bei 30% der Bevölkerung werden bei routinemäßig durchgeführten Untersuchungen in Deutschland Erkrankungen der Schilddrüse entdeckt. Die meisten wissen nichts von ihrer Erkrankung, da Symptome wie Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen, Gewichtsveränderung oft schleichend auftreten. Daher wird eine Schilddrüsenerkrankung leider oft erst spät entdeckt.

Herr Dr. Lunow von der Praxisklinik Bornheim (nahe Köln und Bonn) empfiehlt deshalb im Einklang mit den Leitlinien des Berufsverbandes der Deutschen Internisten eine jährliche Untersuchung der Schilddrüse (Schilddrüsen Check-up). So wird eine schnelle Diagnose und frühzeitige Therapie ermöglicht.

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61 Kommentare

  • Franziska S. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    bei mir wurde vor einem Jahr eine Hashimoto Erkrankung diagnostiziert und mein Hausarzt hat mir zu einer regelmäßigen EInnahme von Selen und Vitamin D geraten, da bei beiden ein leichter Mangel vorlag. Inzwischen sind meine Selen Werte im überdurchschnittlichen Bereich, aber ich soll das Präparat weiter einnehmen. Haben Sie Erfahrungen mit dieser Form der Nahrungsergänzung und ihrem Einfluss auf Hashimoto und kann es schädlich sein, so etwas dauerhaft einzunehmen?

    Vielen Dank vorab für Ihre Einschätzung!

    • Selen hilft bei der Umwandlung von T4 in das aktive T3. Außerdem vermindert Selen in manchen Fällen die Entzündung. So gesehen ist auch eine langfristige Therapie mit Selen durchaus möglich. Dabei sollte der Selenspiegel aber nicht weit über dem Normbereich sein.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Weiblich_64_berufstätig_adipös sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    meinen Sie, dass es möglich ist, eine noch vorhandene, aber unter Hormontherapie immer weiter schrumpfende Schilddrüse (kein Hashimoto, keine Autoantikörper, sondern „normale“ Unterfunktion, möglicherweise klimakteriums-bedingt) wieder zu „reanimieren“, vielleicht mit naturheilkundlichen Maßnahmen? Was noch da ist, könnte doch auch Hormone produzieren, wenn es entsprechend stimuliert wird.

    Es beängstigt mich nämlich ein wenig, lebenslänglich von diesen Hormongaben abhängig zu sein – was passiert, wenn z.B. in Krisenzeiten oder auf Reisen das Medikament mal nicht verfügbar ist? Das könnte ja zu lebensgefährlichen Situationen führen, wenn das restliche Gewebe auch noch komplett abgebaut ist, weil immer genug Thyroxin zugeführt wurde.

    Bei Diagnosestellung lag ein Jod- und Selenmangel vor, der aber inzwischen behoben ist. Zur Zeit bin ich auf 1/2 Prothyrid + 1/2 L-Thyroxin 50 eingestellt, d.h. 75µg T4 und 5µg T3 täglich. Damit ist Berufstätigkeit einigermaßen möglich, aber Gewichtsabnahme leider nicht.

    Macht es für den Abbau einen Unterschied, ob nur Levothyroxin oder auch Liothyronin zugeführt wird, d.h. würde eine alleinige T4-Substitution die Schrumpfung verlangsamen?

    Auch, wenn es vielleicht ein langer Weg sein könnte, die Drüse wieder zum Arbeiten zu bekommen, wäre ich bereit, ihn auf mich zu nehmen, um wieder autonom zu werden.

    Für Ihre Einschätzung bin ich sehr dankbar.

    • Eine Reanimation der Schilddrüse ist nicht möglich. Gegen eine langfristige Thyroxintherapie gibt es auch kein vernünftiges Argument. Sie brauchen keine Angst davor zu haben. Es ist ein leider immer wiederkehrendes Gerücht, dass eine Thyroxin Therapie dafür sorgen würde, dass die Schilddrüse Ihre Funktion einstellt. Es spielt für den Verlauf der Erkrankung auch keine Rolle, ob Sie T4 oder T4 substituieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Conny sagt:

    Ich habe nun von L Thyroxin 75 auf 100 gesteigert, damit der Tag unter 1 kommt. Schon nach 2 Wochen Einnahme habe ich, ohne mehr zu essen, 2,5 Kilo zugenommen.Und ich habe Kopfschmerzen. Ich werde wahnsinnig! Was kann ich tun? Soll ich wieder auf 75 mg gehen? Damit ging es mir gut, jedoch funktionierte keine Gewichtsabnahme.

  • KS sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr.Lunow,
    seit 2008 nehme ich LThyroxin (die Dosen haben sich anfangs standig geändert).
    Auf eigene Vermutung bin ich 2016 zu einem Endo, da ich selbst die Vermutung Hashimoto hatte. Der Verdacht wurde mir bestätigt.
    Vergangenen Montag war ich wieder dort zur Blutentnahme und zum Ultraschall. Im Ultraschall sah man, dass die Schilddrüse wieder kleiner geworden ist. Ich fragte die Ärztin,ob dann nicht das LThyrox irgendwann angepasst werden muss, da weiteres Schilddrüsengewebe zerstört wurde und die Schilddrüse „Hilfe braucht“. Sie meinte, von Dosisänderungen rät Sie ab, man solle lieber dabei bleiben. Man könne nicht bestimmen, wie aktiv die Schilddrüse noch ist. Auch mit dem Absetzen von LT ging Sie meiner Meinung nach sehr locker um. Könne man ja absetzen, dann hätte ich eine UF, aber müsste man dann mal schauen.
    Ich habe vor 2 Monaten auch die Pille abgesetzt. Die Ärztin sagte mir dann nur,dass es bei manchen Beschwerden besser sei, die Pille durchzunehmen.
    Im Blutbild vom Januar 2018 war auch ein gravierender Progesteronmangel zu sehen. (->Pille) Nach Recherche wurde mir geraten, nach 6 Monaten nach Absetzen der Pille einen Hormonstatus zu bestimmen. Ist das so richtig und sinnvoll?

    Wie bewerten Sie die Dosisänderungen bei LT? Ich nehme 125er seit mehreren Jahren.
    Ich habe das Gefühl, sehr extrem auf hormonelle Schwankungenzu reagieren. Ich habe auch mit Angstzuständen und depressiven Phasen zu kämpfen, aber das lag natürlich immer jahrelang an meiner Vergangenheit.
    Durch die Hilfe einer HP versuche ich meine diveren nachgewiesenen Mängel aufzufüllen.

    Vielen herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort!

    • Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich um wohlsten wenn der TSH-Wert zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt wird. T3 und T4 sollten dabei im Normbereich sein. Die Thyroxindosis sollte anhand dieser Werte im Zusammenhang mit ihren Symptomen festgelegt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Jemima-Yeluna Franke sagt:

    Bei mir wurde die Schilddrüsenunterfunktion erst mit 19 festgestellt nachdem sich an meinem linken Bein eine große Ausbeulung gebildet hatte, die das Laufen schmerzhaft machte.. Ich bin schon vorher öfter beim Arzt gewesen und und schon mit 14 waren meine Entzündungswerte erhöht. Also lange bevor ich als Frau an Pille und Co gedachte hatte. Ich war übertrieben launisch und oft auch übertrieben traurig, obwohl es eigentlich keinen wirklichen Grund dafür gab.

    IN meiner Familie ist auf Mütterlicher Seite zumindenst bei den Geschwistern meiner Oma Schilddrüsenprobleme verbreitet, was ich damals jedoch nicht wusste.

    Ich lebe jetzt seit 10 Jahren mit der Diagnose Schilddrüseunterfunktion und da sich in diesen 10 Jahren trotz perfekter Einstellung die Schilddrüse rapide verkleiner(ohne Knotenbildung) Also Hashimoto defenitiv da ist. Auch mein Darm scheint bei den Vorbehandlungen wegen der erhöten Entzündungswerte einbisschen in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein.

    Ich muss dazu sagen, dass ich nie die typisch bekannten Symtome gezeigt habe.Das typischte war wohl die Beule am Bein.

    Mein Fazit aus meiner Krankengeschichte lautet, dass man bei mir eigendlich bereits mit Beginn der Pupertät hätte mit der Diagnose und den Behandlungen beginnen müssen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    J.Y Franke

    • Eine langjähriger Verlauf ist bei Hashimoto-Thyreoiditis meist die Regel, aber selbst wenn die Schilddrüse vollständig atrophisch wird, kann man die Schilddrüsenunterfunktion gut behandeln. Bei Darmbeschwerden sollten Sie Zölliakie ausschließen lassen. Gelegentlich tritt diese Erkrankung als Parallelerkrankung bei Hashimoto-Thyreoiditis auf.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Anna Krell sagt:

    Hallo!
    Bei mir wurde im Dezember eine Depressive Episode diagnostiziert. Seitdem nehme ich Laif 900 und muss ehrlich zugeben, dass es mir besser geht. Parallel wurde ein leicht erhöhter TSH Wert gefunden. Aufgrunddessen war ich beim Nuklearmediziner, welcher mir Hashimoto diagnostizierte. Mein Hausarzt hat mir sofort L-Thyroxin verschrieben. Ich weigere mich jedoch die Tabletten zu nehmen, da ich „Entzündungsknoten“ vermute. Darüber gelesen habe ich im Buch Schilddrüsenknoten von Berndt Rieger. Dort werden u.a. Schüsseln Salze empfohlen. Was kann man davon erwarten? Ich möchte noch erwähnen, dass ich je weniger Stress ich habe, immer weniger Symptome zeige, sprich mein Klos ist weg, wenn ich zufrieden bin. Was sagen Sie? Kann man hier von Placebo sprechen? Sollte ich zu Ihnen als Spezialist kommen und mich behandeln lassen? Ich freue mich auf Ihre Antwort und danke im Voraus! Grüße, Anna

    • Es besteht die Möglichkeit, dass Ihre Depression durch eine Schilddrüsenunterfunktion bei Hashimoto-Thyreoiditis bedingt sind.
      Ich würde probeweise eine Therapie mit L-Thyroxin beginnen, so wie Ihr Hausarzt Ihnen auch schon empfohlen hat.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • sandra ruhnau sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,

    ich habe ein Hashimoto aber entzündlich mit Überfunktion (äußert sich mit hohen Puls und ruhe Tremor). Vor ca. 5 Jahren wurde dies das erste mal diagnostiziert. Es wurde mit Cabimazol und L-Theroxin versucht einzustellen, bin dann ständig in die Unterfunktion oder Überfunktion gerutscht. Cabimazol hat leider meine Leukos total kaputt gemacht, weil ich es etwas länger genommen habe. Hatte jetzt 1 Jahr damit Ruhe, nachdem ich die Pille abgesetzt habe, dachte ich habe jetzt endlich Ruhe und das war der Grund. Leider merkte ich vor ca. 4 Wochen, dass mein Puls wieder hoch ist und meine Schilddrüse bestimmt wieder verrückt spielt. Mein Arzt wollte mir wieder Carbimazol geben, ist aber aufgrund der Leukos am überlegen ob die Schilddrüse doch operiert werden muss. Kann die Überfunktion und der Entzündliche Schub auch vom Stress kommen?? (Prüfung, Haus Bau etc.)

    Ab wann sollte wirklich operiert werden ? Gibt es noch ein anderes Medikament außer Carbimazol
    Vielen Dank im Voraus und Schöne Grüße Sandra Ruhnau

    • Carbimazol hilft nicht bei entzündlichen Schüben einer Hashimoto-Thyreoeditis, nur bei Morbus Basedow, welches aber paralell bei Hashimoto-Thyreoiditis auftreten kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

    • Ruhnau sagt:

      Hallo Herr Dr. Lonow,

      vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Aufgrund ihrer Antwort wollte ich bei Ihnen gerade ein Termin vereinbaren, da ich ca. 50km weit weg wohne, sagte mir ihre Sprechstundenhilfe, aufgrund der Entfernung, nehmen Sie keine Patienten mehr an. Ich habe jetzt schon 4x den Arzt gewechselt, weil mir keiner richtig hilft. Der eine sagt OP, der andere sagt komplett alles absetzten, der andere nehmen sie L-Theroxin und Carbimazol. ich war so froh, Sie zu finden. Und jetzt vergeben Sie keine Termine mehr. 🙁

      gibt es nicht doch eine Chance bei Ihnen einen Termin zu vereinbaren…
      Liebe Grüße. S.Ruhnau

  • eva casu sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow!
    Ein Hashimoto wurde bei mir bereits mit 12 Jahren diagnostiziert. Seitdem nehme ich L-Thyroxin. Meine Hausärztin und auch ich haben dieser Erkrankung allerdings ehrlich gesagt bisher keine sehr große Beachtung geschenkt, obwohl meine Werte (vor allem TSH) sehr schwanken. Nun bin ich seit 5/2016 wegen eines angeblichen `Burn-out` krank geschrieben und frage mich nun, ob dies wohl die richtige Diagnose für mich ist. Richtig ist sicher der Stress, den ich als alleinerziehende Mutter und med. Fachangestellte in einem Brustzentrum habe. Meine Symptome sind allerdings so vielfältig, dass es mir mittlerweile unangenehm ist, sie alle aufzuzählen! Ich wohne zwar im Raum Frankfurt, frage mich aber dennoch, ob ein Termin bei Ihnen sinnvoll wäre? Desweiteren habe ich eine Tochter (11 Jahre), ab wann sollten hier Abklärungen diesbezüglich erfolgen? Sollte dies bereits jetzt erfolgen, könnte ich auch meine Tochter mit zu Ihnen bringen?
    Vielen Dank im voraus!
    VG Eva Casu
    (ich wäre DAK versichert, meine Tochter allerdings Privat)

    • Es kommt immer wieder vor, dass bei Hashimoto-Thyreoiditis zunächst die Diagnose „Burn-out“ gestellt wird.Dennoch gibt es natürlich auch Fälle, wo beide Erkrankungen parallel vorkommen.
      Termine werden in diesem Blog nicht vergeben

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Tiffy sagt:

    Hallo, ich habe die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis bekommen. Auf meinem Bericht vom Radiologen stand: Cave: Keine Jodzufuhr.
    Daraufhin habe ich mit dem Thema beschäftigt und mehrfach gelesen, daß in 1 Liter Milch bis zu 1300 Mikrogramm Jod enthalten sind. Also auch in Joghurt, Käse usw. große Mengen an Jod enthalten sind. Dies soll durch die Zwangsjodierung in Deutschland kommen. Jetzt bin ich ratlos, zumal mir mein Arzt nichts davon gesagt hat, daß ich auf Jod verzichten soll. Mein TPO Wert lag bei 62,9. Ich würde mich sehr über Ihre Einschätzung freuen.
    Vielen Dank und viele Grüße.

    • Die Zwangsjodierung steht in Verdacht die Ursache für die starke Zunahme von Hashimoto Thyreoiditis zu sein. Bewiesen ist dies aber nicht. Sie sollten vorsichtig mit der Zufuhr von großen Mengen Jod sein. Sie müssen es aber nicht vollständig aus Ihrer Nahrung verbannen. Also nehmen Sie normales Salz und kein Jodsalz. Essen Sie nicht mehr als 2x pro Woche Fisch. Vermeiden Sie Fertigprodukte.

  • Bele sagt:

    Ich bin 26 Jahre alt und seit letztes Jahr habe ich Diagnose hashimoto. Würde mir gesagt dass ich kein Jod essen darf. Ich habe die ganze Zeit schmerzen in Bauch Bereich, ich hatte auch OP gehabt wegen ganz Endrunden dick Darm. Wegen schmerzen wollte auch keiner was untersuchen…. was soll ich machen? Darf ich mich auch einen Termin bei Sie vereinbaren? Danke

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis sollte nicht zusätzlich Jod genommen werde, da es Hinweise darauf gibt, dass Jod den Krankeheitsverlauf negativ beeinflusst. Sie brauchen aber nicht komplett Jod vermeiden. 1-2 x pro Woche Fisch ist z.B. erlaubt.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ute Sixel sagt:

    Am 13.12.2016 wurde bei mir ein erhöhte TPO- Antikörper Wert festgestellt und zwar 694 U/ml. Die anderen Werte waren in Ordnung. Was soll ich tun?? Genügt eine Überweisung meines Hausarztes?
    Über Ihre geschätzte Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.

    • Der erhöhte TPO-Antikörper spricht für eine Hashimoto-Thyreoiditis. Die endgültige Diagnose kann durch weitere Laboruntersuchungen und eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse gesichert werden. Ob dann eine Behandlung notwendig ist, hängt in erster Linie von Ihren Beschwerden ab.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Christine sagt:

    Hallo,
    ich habe seit 8 Jahren Hashimoto und habe leider sehr viele Probleme,die ich gern mit einem Arzt,der sich mit HT auskennt angehen. Ich wohne in Bayern und habe hier noch keinen adäquaten Arzt gefunden. Lohnt es sich auf den Weg nach Bornheim zu machen? Was wird genau untersucht? Wie wird dann eingestellt? Gibt es die Möglichkeit da direkt in der Klinik zu bleiben damit alles abgeklärt wird. Nebenniere usw?
    Vielen Dank im Voraus

  • Bianca N. sagt:

    Hallo Dr.Lunow!

    2011 wurde HT Diagnose gestellt, seit 2012 bin ich beim Endokrinologen , und leider nicht eingestellt bis jetzt. Ich habe eine hoch floride HT , und nur noch ein SD Seite ,die andere ist schon weg seit dem Jahr (Sono) !

    Stimmt es das es grundsätzlich von Patient zu Patient unterschiedlich ist , wann er eingestellt ist ?

    Und hängen Wassereinlagerungen Arme und Beine etc .mit einer HT zusammen?

    Dankeschön im Voraus schonmal!

    • Die Einstellung bei Hashimoto-Thyreoiditis ist oft nicht einfach und selbst wenn man für eine zeitlang eine passende Dosierung gefunden hat, ist das keine Garantie, dass diese Dosis für immer richtig ist.
      Wassereinlagerungen kommen bei ÄHashimoto-Thyreoiditis vor.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Silvia H. sagt:

    Hallo, ich habe Hashimoto, jetzt hat mein Hausarzt bei meiner Tochter ein Schilddrüsenultraschall gemacht und festgestellt das ihre SD nur 3 ml Gesamtvolumen hat. Beim Bluttest war der TSH Wert 4.07. Er hat mir mitgeteilt das dieser Wert ihre Symptome nicht hervorrufen kann. Sie soll zum Psychologen gehen wegen leichter Depressionen. Ist es richtig das der Wert keine Symptome machen kann? Oder ist es eher wahrscheinlich das sie auch Hashimoto hat? Die Symptome sind Müdigkeit , Kälteempfindlichkeit, leichte Gewichtsprobleme trotz 4 mal die Woche Sport und weiße Flecken an Bauch und Rücken. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

  • Graff sagt:

    Können Sie mir einen Internisten/Frauenarzt/Allgemeinarzt , der mit Hashimoto Erfahrung hat in Köln empfehlen? Die Website von hashimoto-deutschland.de funktioniert leider wohl seit längerem nicht mehr, so dass man nicht an die entsprechenden listen kommt.
    Viele Grüsse,
    U.Graff

  • Sonja W. sagt:

    Ich habe Hashimoto-Thyreoditis seit etwa 20 Jahren, war die letzten 3 Jahre gut eingestellt (T3/T4 im unteren Normbereich, TSH supprimiert/nahe 0). Jetzt habe ich seit einiger Zeit wieder starke UF-Beschwerden, nehme seit 2 Wochen 112 (statt 100) L-Thyroxin. Ich habe neurdings vor allem mit Überlkeit und einem starken Kribbeln der Schilddrüse und Taubheitsgefühlen zu kämpfen. Kann man gegen diese Symptome etwas tun? Herzlichen Dank im Voraus!

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis kommt es in 25% zu Begleiterkrankungen. Das Kribbeln könnte ein Zeichen von Vitamin B12 oder Folsäuremangelsein.
      Durch Laboruntersuchungen kann man solche Begleiterkrankungen ausschließen.

      Dr. Reinhold Lunow
      Praxisklinik Bornheim

  • Regine H. sagt:

    2005 wurde bei mir eine Hashimoto Th. diagnostiziert und mit L-Thyroxin therapiert. Anfangs, die ersten 1,5 jahre ging es mir sehr schlecht, so dass ich nicht mehr arbeitsfähig war. Heute habe ich nur noch wenig Schilddrüse und nehme seit jahren die L-Thyroxin 100. Außer dass ich Phasenweise Hitzewallungen habe geht es mir sehr sehr gut. ( die Hitzewallungen führe ich auf mein Alter, 51 jahre und damit auf die Wechseljahre zurück ) Mein Schilddrüsenwert TSH ist im Moment 0,01. Der Arzt sagte mir dass ich eine Überfunktion haben müsste und wollte die Dosierung reduzieren. Da es mir aber super geht, möchte ich an der Dosierung nichts ändern. Denn ich kenne die Symtome der Überfunktion nur zu gut. und ich habe keine derartigen Symtome. Meine Schilddrüse ist komplett ruhig gestellt, d.h. sie produziert keine Schilddrüsenhormone. und ich habe gelesen dass die gesunde Schilddrüse ca 100 Migrogramm Schilddrüsenhormon pro Tag produziert. Also müsste doch meine Dosierung genau die richtige sein. Zumal ich mich sau wohl fühle. Oder liege ich da falsch?
    Mein Arzt hat irgendwas davon gesagt dass ich dadurch Osteoperose gefährdet. Kann man das durch eine entsprechende Untersuchung feststellen?

    • Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich meist mit einem TSH nahe Null am wohlsten. Insofern könnte es durchaus richtig sein, die Dosis beizubehalten.
      Eine Osteoporose kann mit einer Dexa-Untersuchung ausgeschlossen werden. Vorbeugen kann man die Osteoporose mit ausreichend Bewegung und ausgeglichenen Calcium und Vitamin D-Haushalt.

      Dr. Reinhold Lunow

  • Sandra L. sagt:

    Sehr geehrter Hr. Dr. Lunow,
    ich habe seit meiner Kindheit mit meiner Schilddrüse Probleme. Erst Überfunktion, dann Versuch der Radio Jod Therapie, diese funktionierte bei mir nicht und dann kam raus dass ich eine Hashimoto habe.
    Seitdem ist es so dass ich starke Körpersymptome habe (mein Kopf schläft ein, Schwindel, völlige Erschöpfung und Zyklusstörungen, Schluckbeschwerden und ab und zu Gefühl von Unterzucker, Schmerzen in den Muskeln, Migräne usw. es ist gruselig und wurde im laufe der Jahre immer schlimmer aber es wurde nichts gemacht und jetzt wird alles natürlich auf die Psyche geschoben. Mittlerweile bin ich verzweifelt.
    Meine Werte pendeln zwischen UF und normal und meine Antikörper sind erhöht, meine Leberwerte auch und meine Nieren funktionieren plötzlich auch nicht mehr. Wenn ich zum NUK gehe, höre ich dass meine Werte dann mal wieder ok sind und dann wird nichts gemacht und so geht das Jahrzehnten.
    Ich kann nichts mehr, an den Tagen wenn es mir ganz schlecht geht was mittlerweile meistens so ist. Wenn ich eine bessere Phase habe, habe ich Kraft und schaffe alles.
    Ich war noch nie bei einem Endokrinologen und daher denke ich dass es wichtig ist, denn ich hoffe dass ich dort gesehen werde und mir geholfen wird und wenn es ein Versuch ist mit Hormonen oder Selen oder was es da gibt, denn ich habe gelesen dass man auch Hormone bei „normalen Werten“ gibt. Ist das richtig? Und was kann ich noch für mich tun, damit mein Körper Hilfe bekommt? Denn ich fühle mich ausgebrannt. Der NUK bei dem ich war, schaut seit Jahrzehnten nur zu und das obwohl eine deutliche Struma habe und meine Werte ping pong spielen. Und nun reicht es mir. Ich brauche Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sandra L.

  • Sabine Siebel sagt:

    Entschuldigen Sie, der Kommentar oben ist etwas verwirrend. Es sollte heißen: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Die Schilddrüsenunterfunktion wurde vor ca. 7-8 bei einer Blutuntersuchung diagnostiziert und seitdem nehme ich L’Thyroxin, wobei nur in geringer Dosis (aktuell nur 25). Die Diagnose selber haben seither verschiedene Hausärzte immer wieder bestätigt und mir immer wieder L’Thyroxin verschrieben. Über mehr Hintergründe weiß ich leider nichts. In der Regel geht es mir mit den Schilddrüsentabletten auch gut. Aber im letzten Jahr hatte ich so eine schwierige Phase (damals habe ich L’Thyroxin von 50 auf 25 reduziert und dann wurde es besser) und jetzt ist es wieder seit einer Woche so. Daher vermute ich wieder die Schilddrüse.

  • Sabine Siebel sagt:

    Ich habe seit Jahren eine Unterfunktion. Im letzten Frühjahr ging es mir sehr schlecht (extreme Muskelschmerzen und Müdigkeit, die es wirklich schwer machten, den Tag zu überstehen). Im letzten Jahr wurde dann die L’Thyroxin von 50 auf 25 reduziert. Aktuell habe ich wieder die gleichen Syndrome und bin echt verzweifelt. War erst diese Woche bei der Blutuntersuchung und die Schilddrüsen-Werte waren ok. Kann es dennoch von der Schilddrüse kommen (Symptome deuten für mich eindeutig darauf hin). Ist eine wetterbedingte Verschlechterung möglich? Was kann ich sonst noch machen? Vielleicht ist noch wichtig zu erwähnen, dass ich trotz jahrelanger Schilddrüsenunterfunktion extrem schlank bin und zu niedrigen Blutdruck habe (so ca. 85:60). Für Ihre Antwort, besten Dank im Voraus.

    • Sehr geehrte Frau Siebel,
      leiden Sie an einer Hashimoto-Thyreoiditis oder welchen Grund gibt es für Ihre Schilddrüsenunterfunktion?

      Mit freundlichen Grüßen
      Reinhol Lunow

      • Sabine Siebel sagt:

        Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Die Blutunterschung vor ca. 7-8 bei der Blutuntersuchung diagnostiziert und seitdem nehme ich L’Thyroxin, wobei ich nur in geringer Dosis (25). Die Diagnose selber haben verschiedene Hausärzte immer wieder bestätigt.

  • Nora sagt:

    Hallo ich habe sehr viele Symptome auch diese mit den Augen. Aber mein Blut die Werte sind gut. Bin heute noch mal zum Arzt und habe mir noch mal blutabnehmen lassen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Meine Mutter wurde auch jahre lang falsch behandelt… Fühle mich hilflos. Kann es auch haschimoto sein wenn die Blutwerte ok sind? Habe einen Knoten auf der Schilddrüse… Früher musste ich Tabletten nehmen und von meiner neuen Ärztin nicht mehr. Habe 4 Glaskörper op mit löschen in der Netzhaut hinter mir. Und meine Augen sind immer noch schlecht. Augen Ärzte sagen wäre alles ok… Ich weiß genau ich habe es aber bekomme keine Tabletten was kann ich da jetzt machen. Bekomme ich von meinen Hausaarzt welche oder muss es von der Fachärztin verordnet werden… Muss jetzt 2 Wochen auf den Ergebniss warten.. Habe immer Kopfschmerzen war sogar jetzt in MRT.. Wenn ihre Praxis nicht so weit weg wäre würde ich sofort zu Ihnen kommen. Können sie mir sagen wie die Werte sein müssen. Und was ich machen soll wenn ich keine Tabletten bekomme. Bin durch suchen auf ihre Seite gekommen und fühle mich aufgehoben… Habe auch gelesen das jodSalz nicht gut ist.. Das nehme ich seid Jahren weil es mir mal gesagt wurde… 1000 Dank für Ihre mühe. MFG Nora

    • Per Internet ist eine Beratung nicht möglich.
      Ob es sich bei Ihnen um einen Schilddrüsenknoten ohne Entzündung oder um eine hypertrophe Form der Hashimoto-Thyreoiditis handelt sollte geklärt werden.

      Dr. Reinhold Lunow

      • Nora sagt:

        Hallo er Lunow, war beim meinen Hausarzt am Donnerstag er hat mich überhaupt nicht war genommen. Möchte nur noch eine Frage wissen wenn meine Blutwerte gut sind kann es dann trotzdem Hashimoto sein?

        Dies lese ich in Internet sehr oft.
        Nur meine beiden Ärzte sagen nein…

        1000 Dank für Ihre Antwort

        MFG Nora

        • Eine Hashimoto-Thyreoiditis zeigt sich meist an erhöhten Schilddrüsen–Antikörpern und durch charakteristische Veränderungen der Schilddrüse im Ultraschall.Manchmal fehlt einer dieser beiden diagnostischen Kriterien..In Ihrem Fall sollten Sie bei normalen Blutwerten die Schilddrüse per Ultraschall untersuchen lassen.

          Mit freundlichen Grüßen

          Dr. Reinhold Lunow

  • Elisabeth Weitzel sagt:

    Welche Medikamente gibt man bei einer Schilddrenüberfunktion in der Anfangsphase der Hashimoto-Thyreoiditis?

    • Bei dieser sogenannten Hashitoxikose handelt es sich um eine kurze Übergangsphase, die am Anfang einer Erkrankung mit Hashimoto-Thyreoiditis auftritt. Die typische Behandlung mit schilddüsenhemmenden Medikamenten wie bei Morbus Basedow kann hier nicht eingesetzt werden, da es sich in diesem Falle im Gegesatz zu Morbus Basedow nicht um eine vermehrte Bildung von Schilddrüsenhormonen handelt. Bei Hashimoto-Thyreoiditis werden Schilddrüsenhormone frei durch die Zerstörung des Schilddrüsengewebes. Zur Linderung der Symptome können Betablocker eingesetzt werden. Die Überfunktion dauert meistens nur einige Wochen und verschwindet dann von selbst.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • M. Hansen sagt:

    Warum kann Stress eine Hashimo-Thyreoiditis auslösen?

    • Stress greift stark in das Immunsystem ein. Dies lässt sich auch in Laboruntersuchungen, wie z.B. der Differenzierung von T-Zellen und B-Lymphozyten nachweisen. Die durch Stress ausgelöste Fehlregulation des Immunsystems kann dann bei genetisch oder durch Infektion vorbelasteten Menschen eine Hashimoto-Thyreoiditis zum Ausbruch bringen.

      Dr. Reinhold Lunow

  • Magdalena Hansen sagt:

    Erkranken Frauen häufiger an Hashimoto als Männer?

  • yvonne sagt:

    Ist Hashimoto-Thyreoiditis eine seltene Erkrankung?

    • Die Hashimoto-Thyreoiditis ist zwar eine wenig bekannte Erkrankung, inzwischen geht man jedoch davon aus das etwa 10% der Bevölkerung von dieser Erkrankung betroffen sind. Hashimoto-Thyreoiditis ist somit eine sehr häufige Erkrankung.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Hashimoto - Geplagte sagt:

    Ich lese immer öfter, dass eine zusätzliche Therapie mi Thybon vielen Patienten mit Hashimoto geholfen hat. Halten Sie die Gabe von Thybon für sinnvoll?

    • Dr. Reinhold Lunow sagt:

      Wenn die Symptome der Hashimoto-Thyreoidits mit Thyroxin nicht ausreichend vermindert werden können ( z. B. Müdigkeit oder fehlende Gewichtsabnahme), ist ein Therapieversuch mit Thybon durchaus in Erwägung zu ziehen.Wir beginnen mit kleinen Dosen und reduzieren meist gleichzeitig die Dosis von Thyroxin. Man sieht recht schnell,ob es dem Patienten besser geht. Jede Einstellung ist aber individuell ,so dass generelle Empfehlungen zur Therapie einer Hashimoto-Thyreoiditis aus unserer Sicht nicht sinnvoll sind.

  • Doris Wirtz sagt:

    meine Mutter und meine Schwester haben eine Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto .Ist Hashimoto erblich ?

    • Hashimoto Thyreoiditis ist keine Erbkrankheit im engeren Sinne, dennoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass Angehörige von Hashimoto-Erkrankten Patienten häufig auch an einer Schilddrüsenentzündung leiden,so dass man durchaus von einer erblichen Disposition sprechen kann.Ich empfehle meinen Hashimoto-Patienten,dass sie ihre Angehörigen empfehlen,sich auf diese Ekrankung untersuchen zu lassen.

      Dr. med. Reinhold Lunow
      Praxisklinik Bornheim ( Köln-Bonn)

  • Fritz Schneider sagt:

    Ich glaube,ich habe auch Hashimoto? Nehnem Sie noch Patienten ?

    • Sie können jederzeit unter der Telefonnumer 0 22 22 / 93 23 – 0 einen Termin mit uns ausmachen. Bitte weisen bei der Anmeldung darauf hin, dass es um die Diagnostik bei V.a. Hashimoto-Thyreoiditis handelt.
      Viele Grüße
      Reinhold Lunow

  • ghost sagt:

    Toller Blog! Wirklich sehr informativ.