Hashimoto-Thyreoiditis

Haben Sie den Verdacht an einer Schilddrüsenerkrankung zu leiden oder kennen Sie jemanden mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis?

In diesem Blog finden Sie interessantes Wissen rund um die Schilddrüsenkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis:

 

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227 Kommentare

  • Julia sagt:

    Sehr geehrter Herr Lunow,

    ich habe Ihnen bereits am 11. Juni geschrieben, über meine Symptome und SD-Werte berichtet.
    Nun hatte ich zwischenzeitlich einen Termin beim Nuklearmediziner, der meine Schilddrüse, wie von Ihnen auch angeraten, geschallt und mein Blut auf SD-Antikörper untersuchen lassen hat. Die Sonographie ergab einen „echonormale, allenfalls minimal echoinhomogene Schilddrüse ohne Knoten mit einem Volumen von rechts 4,9 ml und links 3,5 ml“. TPO-AK lagen bei 10,0 U/ml (<34) und TG-AK 11,1 U/ml (<115). TSH jetzt bei 1,38 mU/l (0,4-4,0). Die Schlussfolgerung des Nuklearmediziners ist also, dass es keine thyreogene Genese meiner Symptome gibt.
    ft3 und ft4 hat der Nuklearmediziner leider nicht erneut bestimmen lassen. Eben diese beiden Werte (ft3 und ft4) sind bei mir jedoch zuletzt im unteren Drittel des Referenzbereichs gewesen (März 2019: ft3 2,8 (27,27%), ft4 1,1 (25%). In Blutunteruschungen seit 2013 lagen sie ebenfalls immer bis maximal in der Hälfte der Referenzwerte, eher darunter (ft4 0%-25% und ft3 36%-53%).
    Der Nuklearmedizinier vermutet einen bestehenden Eisenmagel und einen beginnenden Vitamin D-Mangel als Ursache meiner Symptome. Vitamin D3 19,8 µg/l (20,00 – 70,00), Eisen 4,1 umol/l (6,6 – 26,0), Ferritin 38,9 µg/l (13-150).

    Was mir bislang aber weder Nuklearmediziner noch Hausarzt erklären konnten sind die (im Grunde ja dauerhaft) niedrigen, wenn auch normwertigen, ft3- und ft4-Werte. Deshalb würde ich Sie bitten, mir Ihre Einschätzung dazu zu geben. Sollte ich einfach eine Eisen- und Vitamin D-Substitution vornehmen lassen und meine ft3/ft4-Werte ignorieren oder sollte ich mir bezüglich dieser Werte eine weitere Meinung einholen, bspw. bei einem Endokrinologen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Julia

  • sunny2711 sagt:

    Einen schönen guten Tag Herr Dr. Lunow,
    auch ich brauche bitte Ihre Hilfe, denn ich bin etwas verunsichert und zwar:
    Ich habe Morbus Basedow und wurde 1994 operiert. Es blieb ein Rest von der Grüsse eine Linse und einer Erbse von der SD übrig.
    Seid dem nehme ich 150 mg L-Thyroxin , was auch bis jetzt prima funktionierte.
    Bei meine letzten Kontrolle sah es dann wie folgt aus:

    fT3 2,69
    fT4 22.9
    TSH 0,06

    Nun hat mir mein Arzt 176 mg L-Thyroxin verordnet, ist das ok???
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich recht herzlich und schicke
    liebe Grüsse

  • Julia sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich habe seit 2013 (nach der Geburt meines ersten Kindes) starke Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion (chronische Erschöpfung/Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, große Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Haarausfall, sehr trockene Haut und Haare, brüchige Nägel, chronische Verstopfung, Magenbeschwerden, schnelle muskuläre Erschöpfung), die sich seitdem kontinuierlich verstärkt haben. Zudem hatte ich in den zwei Blutuntersuchungen, die ich in den letzten Jahren bei meinem Hausarzt deswegen erbeten hatte, eher niedrige ft3 und ft4 – Werte (ft4 0%-25% und ft3 36%-53%). TSH lag zwischen 2,1 und 2,34.
    Bei einer letzten Blutuntersuchung aus März 2019 sahen die Werte folgendermaßen aus: TSH 0,98, ft3 2,8 (27,27%), ft4 1,1 (25%).
    Mein Hausarzt fand die Werte immer unbedenklich, weil sie ja innerhalb der Norm lagen. Er vermutet eher Stress als Auslöser für meine Symptome.

    Seit einigen Tagen habe ich jetzt aber auch noch ein Globusgefühl im Hals und eine Freundin meinte, ich soll mich mal auf Hashimoto untersuchen lassen (sie ist selber erkrankt und erkannte sich selber in meinen Symptomen wieder).
    Halten Sie eine weitere Diagnostik bei meinen Symptomen und Werten (TSH ist ja wie gesagt gar nicht zu hoch) für notwendig/sinnvoll? Wie kann der TSH so niedrig sein, wenn der ft3- und ft4-Wert auch so niedrig ist? Und welchen Facharzt sollte ich bezüglich einer weiteren Diagnsostik dann aufsuchen (Nuklearmediziner, Endokrinologe)?

    Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Bemühungen!

    Herzliche Grüße
    Julia

    • Ihre Symptomen könnten durchaus zu Hashimoto passen. Sie sollten die Schilddrüsenantikörper bestimmen sowie eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchführen lassen. Sollte sich der Verdacht auf Hashimoto bestätigen, können Sie Ihren TSH Wert mit Thyroxin auf sehr niedrige Werte, zum Beispiel 0,3 einstellen lassen. Die Dosisfindung geschieht in erster Linie aber durch Beurteilung Ihrer Symptome.

      Dr. med. Lunow

  • Kris249 sagt:

    Sehr geehrter Herr DR. Lunov,

    ich wende mich an Sie,da mir mein Facharzt nicht helfen kann. Ich bin in der18 SSW schwanger. Nach Abfall des T4 Wertes habe ich von 150 LThyroxin auf 162,5 gesteigert. Nun ist der FT3 wert noch höher,FT 4 Wert leicht angestiegen
    gestiegen, aber immernoch zu niedrig,TSH weiter supprimiert. Warum ist der Unterschied so groß zwischen den beiden freien Werten? Ist dies gefährlich für das Baby?

    TSH:0,03
    FT3: 4,79 (1,8 – 4,2)
    FT4: 13,4 (10,2 – 24,4)

    Werte 4 Wochen zuvor:
    BE am 02.05.2019 unter 150 LT
    TSH:0,07
    FT3: 3,99 (1,8 – 4,2)
    FT4: 12,3 (10,2 – 24,4)

    Ich soll die Dosis reduzieren,das will ich aber wegen der SSw nicht verantworten.

    Bitte helfen Sie mir,vielen Dank.

    • Durch die ß-HCG -Stimulation des TSH Rezeptors sinkt der TSH Spiegel besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft stark ab. Der Referenzbereich liegt dabei im Vergleich zu nicht Schwangeren etwa 0,5 höher. Ihr TSH Wert entspricht somit in etwa einen Wert von 0,5.
      Sollte Ihr T3 Wert weiter so hoch sein, halte ich eine Therapie mit 150 Thyroxin für angemessener.

      Dr. med. Lunow

  • Erik sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    empfehlen Sie bei Hashimoto die tägliche Gabe von Zink (25 mg) und Selen (200 mg) ?

    Ich hörte Zink macht die Haare grau. Ist dies korrekt ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Erik

    • Zink gebe ich meinen Patienten nur sehr selten. Dies nur bei nachgewiesenem Zinkmangel im Blut. Auch eine Therapie mit Selen ist eher die Ausnahme. In der Regel ist bei uns die einzige Indikation dafür eine Konversionsstörung von T4 und T3.

      Dr. med. Lunow

  • Yvy sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    im November 2018 wurde Hashimoto festgestellt:
    TSH: 1,26
    Ft3: 3,89 Ref.bereich: 3,07-6,76
    Ft4: 14,5 Ref.bereich: 11,6-25,8
    TAK: 169 Ref.bereich: bis 115

    Seit 02. Januar 2019 habe ich mit 12,5 L-Thyroxin angefangen, dann hoch gesteigert auf 25 L-Thyroxin, dann seit 03.05.2019 auf 37,5 L-Thyroxin hoch gesteigert.

    Neue Werte Blutentnahme: 03.05.2019
    TSH: 0,41
    Ft3: 4,33 Ref.bereich: 3,07-6,76
    Ft4: 17,5 Ref.bereich: 11,6-25,8

    Ich hatte aber immer noch Unterfunktionssymptome.
    Und habe auf 50 L-Thyroxin hoch gesteigert.

    Nun mache ich mir Sorgen, weil der TSH unter 37,5 L-Thyroxin schon auf einen TSH Wert von 0,41 gesunken ist.
    Komme ich durch 50 L-Thyroxin schon im.die Überfunktion? Seit 2 Tagen habe ich hin und wieder Herzrasen.

    Was würden Sie mir raten?

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Yvy

    • Die langsame Steigerung von Thyroxin ist bei diesen Werten die richtige Vorgehensweise. Ihr TSH Wert kann bis 0,0 gehen. T3 und T4 sollten aber im Normbereich bleiben. Wenn unter der Dosissteigerung Schilddrüseüberfunktionssymptome auftreten, können Sie für ein paar Tage wieder die geringere Dosis nehmen. Oder vielleicht jeden zweiten Tag die höhere Dosis. Manchmal versuchen wir in diesen Fällen auch eine langsame Dosissteigerung mit Thyroxintropfen, die besser zu dosieren sind.

      Dr. med. Lunow

  • Lulu sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,
    Ich habe seit 2009 Hashimoto und nehme derzeit Euthyrox 112mg : letzte Werte vom März 2019 waren :
    TSH 1,82
    ft4 1,76
    Ft3 3,06
    Danach habe ich eine Dosiserhöhung von 100 auf 112 Lthyroxin bekommen. Ich habe seit Februar massiven Haarausfall und mein Endokrinologe meinte ich müsste Gefuld haben. Weiterhin nehme ich Vitamin D, Zink, Selen und Vitamin B6 B12 ,Magnesium und Biotin seit 5 Wochen. Der Haarausfall besteht in sehr leichtem Ausgang der Haare vor allem auch beim kämmen und waschen und die Haarstruktur ist dünner und irgendwie porös und die Haare verfilzen nach dem Waschen extrem. Ich mache intrrvallfasten und verliere auch Gewicht aber ernähre mich sehr gesund. Weiterhin ist eine Rosacea ausgebrochen. Würden sie noch höher dosieren oder warten? Ich lasse noch einen Hormonstatus bei der Gynäkologin machen um nach anderen hormonellen Ursachen zu suchen. Es belastet mich extrem weil sich nichts tut. Ansonsten geht es mir relativ gut.

    • Haarausfall kann viele Ursachen haben. Oft findet man aber gar keine. Ihr TSH ist mit 1,8 recht hoch. Es besteht durchaus die Chance, dass dies die Ursache war. Es dauert Wochen bis Monate, bis Sie den Erfolg einer richtigen Einstellung an den Haaren sehen können.

      Dr. med. Lunow

  • Bernd sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich leide unter leichten-mitterschmeren Darmbeschwerden und habe seit kurzem Hashimoto.

    Die Werte (TSH,T3,4) sind unter L-Thyroxin 150 in Ordnung.

    Gibt es einen Zusammenhang zwischen Darm und Hashimoto und empfiehlt sich aus Ihrer Sicht eine (professionelle) Darmsanierung auch in Bezug auf die Hashimoto-Erkrankung ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Bernd

    • Eine Begleiterkrankung bei Hashimoto kann in seltenen Fällen eine Colitis ulcerosa sein. Sie sollten deshalb, wenn Sie da Beschwerden haben, sicherheitshalber eine Coloskopie durchführen lassen. Mit Darmsanierung habe ich nur in Ausnahmefällen Erfolge erzielen können, so dass ich diese eher nicht empfehlen würde.

      Dr. med. Lunow

  • Maria sagt:

    Noch eine Sache. Die Ärztin meinte es sei auf der Sonographie ein kleiner Knoten zu sehen, dieser könnte das aber nicht verursachen.

  • Maria sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    da ich nicht mehr weiter weiß, wende ich mich an Sie.
    Vor einem Jahr war ich bei einer Schilddrüsenspezialistin. Sie sagte mir, dass ich eine zu kleine Schilddrüse hätte und Hashimoto. Zudem ging es mir ganz gut, außer dass ich etwas müde war. Meine Werte waren eher Richtung Unterfunktion). Als ich damit zu meinem Hausarzt ging, meinte er, dass das nicht der Wahrheit entspreche. Ich sei halt ein zierlicher Typ und deshalb sei die Schilddrüse klein. Leider habe ich mich auf die Meinung des Arztes verlassen. Da ich meiner Schilddrüse was Gutes tun wollte, bin ich zu einer Heilpraktikerin. Diese empfahl mir Jod zu nehmen. Das wäre ganz wichtig für die Schilddrüse. Leider war das ein Fehler. Ich nahm 2 Monate Jodkapseln zu mir. Es fing relativ schnell mit weichem Stuhl, Gewichtsverlust (was ich leider erst im nachhinein bemerkt habe), ein Brennen in der Schilddrüse und eine ziemliche körperliche Aktivität an. Ich dachte, es sei einfach eine Umstellung des Körpers. Nach 2 Monaten hatte ich dann einen totalen Zusammenbruch. Extreme Nervosität, ich habe mittlerweile 12 Kg Untergewicht, Schlafstörungen, meine Psyche spielt verrückt (mal Angst, mal überordert sein…) Händezittern, Herzrasen, weicher Stuhl. Die Ärzte haben das alle nicht ernst genommen, weil die Werte noch in der Norm seien (sie sind jetzt zwar in der Norm, aber höher als sie früher jemals waren). Erst jetzt bin ich wieder auf die Idee gekommen zu der Schilddrüsenspezialistin zu gehen. Sie meinte ich hätte bei Hashimoto niemals Jod nehmen dürfen. Jetzt ist es so, dass meine Entzündung sich enorm verstärkt hat, die Schilddrüse nochmal etwas kleiner ist und mein Stuhl sich einfach nicht reguliert. Meine Frage ist, da es sich wie es aussieht um eine langanhaltende Hashitoxikose handelt, wäre da ratsam trotzdem L-Thyroxin zu nehmen oder Thyreostatika oder beides? Oder Kortison für die Entzündung? Ich habe Angst noch mehr abzunehmen. Aber meine Symptome sind wie bei einer Überfunktion, teilweise aber auch aus einer Unterfunktion. Kann eine Hashitoxikose wirklich so lange gehen (mittlerweile 9 Monate, hatte zwischenzeitlich unbewusst in Nahrungsergänzungsmitteln Jod zu mir genommen)? Kann ich irgendwie die Entzündung beruhigen? Überall liest man kein zusätzliches Jod bei Hashimoto nehmen, aber nirgends steht was, was man tun kann, wenn man es leider doch gemacht hat. Meine Ärztin möchte es mit Thyreostatika zumindest mal probieren.
    Haben Sie mir einen Tipp?
    Herzliche Grüße
    Maria

    • Eine so lange anhaltende Hashitoxkose habe ich noch nicht gesehen. Die Werte von T4 und T3 müssten dann eigentlich auch zu hoch sein. Hat man einen Morbus Basedow ausgeschlossen? Hierbei gibt es typische Ultraschallveränderung und erhöhte TRAK Antikörper.
      Wir empfehlen auch keine zusätzliche Jodeinnahme bei Hashimoto. Aber Patienten mit Hashimoto brauchen Jod nicht wie die Pest meiden. Es gibt durchaus unterschiedliche Meinungen, ob Hashimoto durch Jod ausgelöst werden kann. Es gibt auch Schilddrüsenspezialisten, die eine Behandlung mit Jod bei Hashimoto für sinnvoll halten. Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass Ihre Beschwerden durch die Jodeinahme bedingt sind. Sie sollten aufgrund Ihrer starken Beschwerden auf jeden Fall nicht aufhören, bei Ärzten zu insistieren bevor eine Diagnose gestellt worden ist.

      Dr. Lunow

  • Gaby sagt:

    Guten Abend,

    ich habe seit 2004 diagnostizierte HT. Ich nehme zu dem LT 125 noch 10 Thybon ein, da es mir damit besser geht. Mein TSH ist supprimiert, die freien SD Werte liegen allerdings im unteren Normbereich, weit weg von einer Überdosierung. (bei 30%). Wie bewerten Sie bei freien Werte im unteren Normbereich einen suppr. TSH? Ich höre dazu von Ärzten immer unterschiedliche Aussagen- von sehr gefährlich (Knochen, Herz) bis ok, wenn keine tatsächliche Überdosierung.

    • Wenn T3 und T4 noch im Normbereich liegen ist ein niedriges TSH kein Problem, wenn Erkrankungen wie die Ihnen angesprochenen (Knochen, Herz) regelmäßig ausgeschlossen werden.
      Sie sollten regelmäßig eine Knochendichtemessung vornehmen lassen. Außerdem EKG und Ultraschall des Herzens sowie Gefäßuntersuchungen. Dann besteht kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Patienten mit höheren TSH Werten.

      Dr. Lunow

  • Elli sagt:

    Guten Tag Dr.Lunow bin hashimoto Patient habe das Problem mit Herzrasen Schlafstörungen und Hitzewellen.Mein Tsh ist 1.26(0.3-3.0)Ft3 3.1(2.0-4.2) Ft4 1.2/(0.8-1.7).Gesamtvolumen 9ml.re ca 6.5ml.links ca 2.5ml.nehme 100mg ltyroxin.was halten sie von den Werten? Lg Elli

  • Nina sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    können Ohrgeräusche eine Nebenwirkung von Zuviel L-Thyroxin sein ?

    Mein TSH, FT3 und FT4 etc. sind jedoch normal.

    Mit freundlichen Grüßen

    Nina

  • S.K. sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,
    Ich habe Hashimoto und nehme L-Thyroxin und Thybon. Nur mit Thyroxin habe ich keine Verbesserung der Beschwerden hin bekommen. Mit Thybon geht es sehr viel besser. Ich fühle mich mit fT Werten so bei 70-80% der wohl. Mein Problem ist nur der supprimierte Tsh, den ich auch unter reiner Thyroxin Therapie schon hatte und auch schon mit sehr niedrigen ft Werten habe. Ich habe immer Ärger deswegen bei den Ärzten. Was kann ich da machen oder wie soll ich mich Verhalten?
    Vielen Dank schonmal und mit freundlichen Grüßen

    PS. Meine Werte genau: ft3-4,2(1,9-5,1), ft4-1,5(0,9-1,7)

    • Wenn die T3 und T4 Werte noch im Normbereich sind, sollen sich Ihre Ärzte wegen des niedrigen TSH keine Sorgen machen. Eine latente Schilddrüsenüberfunktion durch Therapie mit Thyroxin sollte jedoch in regelmäßigen Abständen auf das Auftreten einer Osteoporose oder auf Herzerkrankungen untersucht werden. Dann ist das Risiko mit einem niedrigen TSH im Vergleich zu „normalen“ TSH Werten unverändert.

      Dr. Lunow

  • Dobbi sagt:

    Ich habe seit 2006 Hashimoto und nehme 100 Euthyrox. Bis jetzt waren meine Werte immer in Ordnung, TSH knapp unter 1 und FT 3 und FT4 im Normbereich. Nun war ich drei Monate in Thailand, bin jeden Tag dreimal eine Stunde geschwommen und habe 6 kg abgenommen. Bin 69 Jahre alt und 165 cm groß und wiege 57 kg. Bei der Untersuchung diese Woche waren FT4 zu niedrig und der TSH auf 0.08 abgerutscht. Nun weiß ich nicht, wieviel Euthyrox ich jetzt nehmen soll. In vier Wochen soll ich wieder zum Arzt kommen.

  • Yvy sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    nach langer Ärzte-Odyssee aufgrund verschiedener Symptome, wie ständiges Frieren, Muskel-und Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Herzstolpern, Chronischer Magenschleimhautentzündung, Durchfall, Haarausfall Nahrungsmittelunverträglichekeiten: Glutenintoleranz, Fruktoseintoleranz, Histaminintoleranz wurde im Dezember auf mein Drängen einer Blutuntersuchung endlich Hashimoto festgestellt. Im Januar hatte ich dann endlich einen Termin beim Endokrinologen, dieser verschrieb mir L-Thyroxin 25 mg täglich und ich sollte mich in einem halben Jahr wieder vorstellen.
    Ich fühle mich mit der Diagnose allein gelassen. Müsste ich das L-Thyroxin nicht langsam steigern? Der Schwindel ist seit mehreren Tagen wieder extrem ausgeprägt. Soll ich einfach von mir aus das L-Thyroxin steigern? Soll ich Selen einnehmen?
    Wie sieht es mit Magnesium aus? Wäre das hilfreich?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • Eine Dosissteigerung nach sechs Monaten ist aus meiner Sicht ein zu langer Zeitraum. Ich würde angesichts Ihrer Beschwerden, die durchaus durch eine Hashimoto-Thyreoiditis bedingt sein können, eine Dosissteigerung in einem Zeitraum von 6-8 Wochen für sinnvoll halten. Eine Nahrungsergänzung mit Selen kann probiert werden.

      Dr. Lunow

  • Günther sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich leide unter Problemen am Knie-Knorpel bzw. einer Arthrosevorstufe inklusive Entzündungsanzeichen im Knie und Hashimoto.

    Gibt es da einen Zusammenhang eventuell ?
    Wirkt sich Hashimoto auch im Knie aus ?

    Vielen Dank!

    Günther

  • Marisa sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    vielen Dank für die Möglichkeit Ihnen eine Frage stellen zu können. Momentan bin ich sehr verunsichert, was meine Diagnose bzgl der Schilddrüse betrifft. Ein Endokrinologe hat mich mit der Diagnose Hashimoto verabschiedet, der zweite mit einer Basedow in Ausbruch (erst beobachten und noch keine Medikamente verschrieben). Ich nehme zur Zeit L-Thyroxin 37,5, es besteht Kinderwunsch. Der zweite Arzt, der Basedow diagnostiziert hat, hat empfohlen zu verhüten, da es bei Basedow zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen kann. Der erste Endokrinologe (Diagnose-Hashimoto) und mein Frauenarzt sehen kein Problem mit einer Schwangerschaft. Ich bin verzweifelt und weiss nicht, wer Recht hat. Vielleicht können Sie mir helfen das ganze besser zu verstehen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihren Rat.
    Folgende Werte hatte ich ohne Thyroxin:
    FT3 4,72 (Norm 3,53-6,3)
    FT4 10,2 (Norm 7-21,1)
    TSH 4,6 (Norm 0,3-4,2)
    Anti TPO-AK 372 (Norm 0-35)
    TRAK 1,48 (Norm 0-0,099)

    Mit Thyroxin 75:
    TSH 0,67 (Norm 0,3-4)
    MAK 880 (Norm <60)
    TRAK 4,9 (Norm <1,8)

    Mit Thyroxin 37,5:
    TSH 3,25
    TRAK 4,34
    TPO 204
    TAK 318

    • Die erhöhten TRAK Antikörper sprechen für einen Morbus Basedow. Insofern ist im Moment von einer Schwangerschaft abzuraten. In über 50 % der Fälle heilt der Morbus Basedow spontan ab. Man erkennt dies am Abfall der TRAK. Es besteht aber theoretisch auch die Möglichkeit, dass Ihre TRAK Antikörper von einem früheren Morbus Basedow Schub herrühren. Es empfiehlt sich die Werte diese Antikörper weiter zu beobachten. Wenn nach 6-12 Monaten keine richtungsweisenden Werte festgestellt werden, sollte man die Diagnose überprüfen. In seltenen Fällen haben Patienten mit Hashimoto zusätzlich auch TRAK Antikörper, ohne dass ein Morbus Basedow vorliegt.

      Dr. Lunow

  • Elke sagt:

    Guten Tag Dr Lunow.Seid 6wochen habe ich Schwindel Atemnot und herzrasen.ekg und Lunge ok.Habe seid 2016 hashimoto,könnte das damit zusammen hängen.Nehme 100mg LThyroxin.aktuelle Werte.Tsh basal 1.14(0.3-3.0)Ft3 2.7 pg/ml (2.0-4.2)Ft4 1.2uIU/dl (0.8-1.7)calcitonin 1.0pg/ml (4.8).

  • Annette sagt:

    Vor dreissig Jahren wurde ich mit einer Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert und nehme seitdem L-Thyroxin. Inzwischen ist meine Schilddrüse bis auf ein minimum geschrumpt und ich nehme 100 mikrogramm täglich. Nachdem ich diverse Ansprachen im online Hashimoto Kongress gehört habe, wurde mir klar, dass meine Aerzte bislang entweder nicht informiert sind oder ähnliches und frage mich jetzt, ob es nach so vielen Jahren und in meinem Zustand noch Hoffnung auf eine Verbesserung gibt. Wenn nicht, womit muss ich jetzt weiter rechnen?

  • Anika sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich bin sehr verzweifelt und war schon bei mehreren Ärzten, bis jetzt konnte mir keiner helfen.
    Ich bin 22 Jahre alt und fühle mich wie 70. Ich kann nicht mehr.

    Ich leide an Atemnot und Herzrasen bei Belastung, obwohl ich nicht unsportlich bin.
    Habe Schmerzen in den Unterschenkel, auch werde ich von diesen Nachts wach.
    Muss jede Nacht auf die Toilette und muss auch über den Tag sehr, sehr häufig auch wenn ich mal nicht viel trinke.
    Kopfschmerzen, Lichtüberempfindlichkeit, Konzentrationsschwäche und teilweise innere Unruhe, unsagbare Vergesslichkeit, schnell heiß und kalt, stechen im Thorax, Gewichtszunahme trotz gesunder Ernährung.

    Mir wurde vor einiger Zeit Hashimoto Thyreoiditis diagnostiziert und derzeit nehme ich 150 µg L-Thyroxin ein. Ich habe jedoch noch nie ein Gefühl der Besserung gehabt.

    Ich weiß nicht mehr was ich machen soll oder an wen ich mich wenden kann.

    Ein Auszug aus meinen Blutwerten: Dez 18
    fT4 1,07 (0,86 – 1,87 pg/ml)
    fT3 3,1 (2,14 – 4,7 pg/m)
    TSHb 19,82 (0,3 – 2,5 ulU/ml)
    TSHn 55,0 (0 – 24 ulU/ml)
    TPO 511 (< 60 IU/ml)
    hTG 0,5 (2 – 70 ng/ml)
    Selen 90,6 ug/l (50 – 120)
    CD3, CD57 Zellen 3% (5 – 20)
    CD3, CD57 absolut 30,9 /ul Blut (60 – 360)
    Lymphozyten 22,8% (25 – 45)

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

  • Jana Meier sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    zunächst einmal vielen herzlichen Dank für Ihre sehr hilfreiche Internetseite!
    Da mein Nuklearmediziner mir nicht weiterhilft wende ich mich an Sie.
    Ich bin weiblcih und 43 Jahre alt.
    Seit 1998 sind Knoten in meiner SD bekannt die jährlich untersucht wurden. Gewicht damals war ca. 68 kg bei 1,70 m.Heute wiege ich 90kg.
    Nach Schwangerschaft mit Notsectio 2006 ging es mir schleichend von Jahr zu Jahr schlechter.Im Wochenbett hatte ich leichte Depressionen. Ich fror auch bei großer Hitze, im Zykluskalender fiel mir 2008 nach Absetzen der Pille immer eine Untertemperatur auf, ca. 35,5°.Mein Gewicht wurde immer mehr trotz unveränderter Ernährung. Und eine starke Müdigkeit und Erschöpfung begleiteten mich von da an.Sowie starkes PMS und Depressionen.Auch die Keratosis pilaris verstärkte sich.Ich lief von Arzt zu Arzt ohne Ergebnisse. Kein Diabetes, keine Nahrungsmittelallergien, keine Nebennierenschwäche, keine endogene Depression….
    2014 ging ich zum Endokrinologen. Lt. Endo alles i.O. Ausser das die Knoten in der SD sich vergrössert hatten und die Schilddrüse sich stark vergrössert hatte. Mein Befinden zum damaligenZeitpunkt war schlecht. Eine Punktion 09/ 2015 beim NUK war unauffällig. Jedoch hatte sich die SD nochmals vergrössert, nun gesamt 18ml.Gewicht auf 82 kg geklettert. Trotz Job mit Bewegung und Haushalt und Kind . Ausserdem litt ich unter plötzlichen Heulattacken und massiver Erschöpfung.Lt. NUK sah es nach einer ausgebrannten SD aus, jedoch kein Hashimoto, da die Antikörper im normalen Bereich waren.Es wurde mir Jod verordnet und ich bestand darauf, falls dieses nicht wirken würde es mit l-Thyroxin zu versuchen.
    Die UF Symptome gingen unter Thyroxin Monotherapie weitestgehend zurück, auch die Keratosis pilaris und die Depressionen sind komplett weg. Allerdings wurde ich nie richtig eingestellt und es erfolgte keine Dosisanpassung. Ich fühle mich noch in der UF und bin nur in der Lage ca. 7h am Tag wach zu sein. Den Rest des Tages kämpfe ich mit mir um einigermassen wach zu bleiben.

    Hier nun meine Werte:

    2011 NUK : TSH : 2,00 (0,27-4,20)
    ft 4 : 0,78 (keine Normwerte vorhanden)
    ft 3 : 2,79
    SD Größe gesamt 7,5 ml.
    Gewicht : 75 kg
    Medikamente: keine

    2012 NUK : TSH: 2,06 (0,27 – 4,2)
    ft 4 : 0,76
    ft 3: 3,55
    SD Grösse gesamt 7,5 ml
    Gewicht :78 kg
    Medikamente: keine

    2014 Endokrinologie: TSH 1,11 ( 0,27- 2,5)
    ft 4 : 10,7 ( 9,3 – 17)
    ft 3 : 3,4 ( 2-4,4)
    SD Grösse gesamt: 15,4 ml
    Gewicht 84 kg
    Medikamente : keine

    09/ 2015 NUK : TSH 1,59 ( 0,27 – 4,2)
    ft 4 : 0,99 ( 0,93 – 1,7)
    ft 3 : 2,76 ( 2- 4,4)
    SD Grösse gesamt 18,9 ml.
    Gewicht 86 kg.
    Medi: keine

    03/2016 NUK : TSH 0,21
    ft 4 : 1,35
    ft 3 : 2,97
    SD Grösse gesamt: 13,1 ml
    Gewicht 85 kg
    Medi: LT Henning 75 seit 12/2015

    05/2017 NUK : TSH 0,56
    ft 4 : 1,39
    ft 3 : 3,11
    SD Grösse gesamt 9 ml
    Gewicht 87 kg
    Medi: Euthyrox 100 seit 10 /2016

    03/ 2018 NUK : TSH 0,49
    ft 4 : 1,28
    ft 3 : 2,8
    SD Grösse gesamt: 9 ml
    Gewicht 88 kg
    Medi: Euthyrox 100

    04/2018 anderer NUK: TSH 1,8
    ft 4 : 0,8
    ft 3 : 2,25
    SD Grösse gesamt: 8,6 ml
    Gewicht 90 kg
    Medi Euthyrox 75

    09/ 2018 Hausarzt: TSH 0,72
    ft 4 : 11,8 ( 9,3 – 17)
    ft 3 : 2,9
    Medi: nach Dosisreduzierung wieder Euthyrox 100 seit Ende August 2018
    Gewicht 92 kg

    8.2.2019 Hausarzt : TSH 0,82
    ft 4 : 1.2 ( 0,93 – 1,7)
    ft 3 : 3,0
    Medi: Euthyrox 100
    Gewicht 90 kg

    neue Werte vom NUK vom 4.3.19 stehen noch aus.

    Verkleinert sich denn die SD durch die Monotherapie mit Thyroxin? Oder ist das ein Anzeichen für Hashimoto?

    Laut nächstem neuen Nuklearmediziner sei evtl nicht nur die SD die Ursache.Aber er meinte beim Ultraschall schon, das ich ja eine sehr kleine SD hätte. Er möchte die Dosis gern senken und Jod dazu geben. Jodtabletten vertrug ich allerdings 2015 gar nicht und das Senken bzw Absetzen der Hormone war 2018 ein totlaler Rückschritt.Nach Szintigraphien mit jodhaltigem Kontrastmittel erstmals 2012 und dann nochmal 2015 ging es mir jedes Mal hinterher nicht gut.

    Wenn es nicht die SD ist , WARUM vergrössert sich diese dann plözlich innerhalb von zwei jahren auf das Doppelte? Und warum produziert diese nun 18ml Schilddrüse nur genau so wenig Hormone wie die damals 7,5 ml Schilddrüse??
    Auch war ich laut Schilddrüsenwerte Rechner immer in der Unterfunktion. Auch mit Euthyrox 100 liegen die freien Werte bei unter 50%. Und das Befinden ist so lala. Wenn nicht die SD die Ursache ist, warum verschwinden denn dann Depressionen und Keratosis pilaris komplett unter SD Medikation? Die Basaltemperatur ist unter Euthyrox auch auf 36,5 gestiegen.

    Ich hätte gerne endlich eine richtige Diagnose. Für mich passen sämtliche Symptome zum seronegativen Hashimoto.
    Ausserdem möchte ich endlich wieder genug Energie für einen normalen Tagesablauf und moderatem Sport haben. Und Normalgewicht erreichen.
    Ist es unter richtiger Einstellung der freien Werte und einer normal gesunden Ernährung mit leichtem kcal Defizit denn überhaupt möglich wieder normalgewichtig zu werden?? Milchprodukte vertrage ich übrigens überhaupt nicht. Käse geht, aber laktosehaltiges und v.a. Molkehaltiges überhaupt nicht.

    Ich wäre Ihnen unendlich dankbar für eine Beurteilung meiner Situation und Werte.

    Freundliche Grüße

    • Manche Patienten mit Hashimoto haben niemals Schilddrüsenantikörper. Diagnose stellt sich dann meist aber eine typische Ultraschallstruktur der Schilddrüse. Diese Struktur ist aber auch nicht immer typisch und gerade bei Knotenbildung kann Sie von unerfahrenen Untersuchern erkannt werden. Letztendlich ist es aber auch nicht wichtig, dass die Diagnose Hashimoto bei Ihnen definitiv gestellt wird. Wenn Ihre Beschwerden unter der Therapie mit Thyroxin besser werden, spricht nichts dagegen ihren TSH Wert auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 einzustellen.

      Dr. med. Lunow

  • EVITA sagt:

    Sehr geehrter Herr Doktor Lunow, ich versuche mich kurz zu fassen, wäre jedoch um eine kurze Stellungnahme sehr dankbar…
    Ich arbeite selbst in der Medizin, habe aber als gelernte MTRA nicht die nötigen Kenntnisse, um meine Laborwerte ausreichend zu beurteilen.
    Zur Anamnese: letztes Frühjahr ist bei mir ganz plötzlich eine sehr starke Unruhe eingetreten mit Diarrhoe (bis zu 7xtäglich), Palpitationen, Übelkeit, zittern, Schlaflosigkeit und das Gefühl dass sich Sympathikus und Parasympathikus ständig abwechseln, bis hin zu Suizidalen-Gedanken (ich war bis dato psychisch nicht auffällig)

    Labor:
    Mehrfach habe ich bei mir selbst in der Praxis Blut abnehmen lassen
    Der TRAK lag hierbei zeitweilig bei 7,9 (Norm <1,8?)
    liegt mittlerweile zwischen 3 und 4
    Der TAK immer um die 40
    MAK unauffällig
    TSH aktuell bei 2,80
    T3/T4 im normbereich, T3 zuletzt leicht erhöht

    Ein Szintigramm wurde abgelehnt, da der Nuklearmediziner, der den ersten Ultraschall gemacht hat die Schilddrüse für Normal befand.

    Eine anschließende Untersuchung bei einem Endokrinologen ergab plötzlich ein in allen Werten unauffälliges Labor (?), jedoch meinte dieser im Ultraschall ein leicht echoarmes und inhomogenes Parenchymmuster zu erkennen, was er mit einer Autoimmunthyreopathie, sprich Hashimoto gleichsetzte.

    Derzeit besteht bei mir keine Medikation aufgrund des TSH im Normbereich, auch hat mir die Schulmedizin nicht weitergeholfen-nur homöopathische Mittel.

    Nun meine Frage: teilen Sie die Meinung Diagnose Hashimoto oder würden Sie auch einen Morbus Basedow in Betracht ziehen?
    Sollte vielleicht doch eine Hormontherapie erfolgen bei gesicherter Diagnose?
    Und ist es wirklich möglich dass die Schilddrüsenwerte so schwanken, bei mir in der Praxis sind die Werte die ich oben genannt habe seit einem Jahr konstant, beim Endokrinologen plötzlich unauffällig… ich denke auch darüber nach zusätzlich Selen einzunehmen, da man damit angeblich nichts verkehrt machen kann. Ich bin 31 Jahre jung und zwischenzeitlich geht es mir immer gut, jedoch kommen die Beschwerden buchstäblich schubweise wieder.

    Vielen Dank im Voraus

    • EVITA sagt:

      Ergänzung zu den Laborwerten: der TAK befand sich zwischenzeitlich auch mal bei einem Wert von 71

    • Bei solch erhöhten TRAK Werten ist ein Morbus Basedow schon sehr wahrscheinlich. Ihre Symptome würden dazu passen. Die unauffälligen Laborwerte beim Endokrinologen verstehe ich auch nicht, wenn Ihre Werte sonst konstant sind. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, der sich mit Morbus Basedow auskennt.

      Dr. med. Lunow

  • Schenk sagt:

    Guten Tag

    Ich bin sehr unsicher , habe sehr sehr viele
    Symptome – wurde jetzt auf Hashimoto aufmerksam.
    Renne von Arzt zu Arzt – Symptome werden behandelt – nichts wird besser.

    Symptome :
    Starke Verstopfung
    Augentrockenheit , verschwommen sehen werde behandelt mit 3 Augentropfen
    Heiserkeit , räuspern
    Gewichtszunahme
    Antriebslos
    Gelenkschmerzen , besonders am Morgen Fussgelenk Achillessehne
    Sehr trockene Schleimhäute
    Zyklus Probleme
    Haarausfall , brüchige Nägel
    Usw.
    Diagnosen:
    Widal Trias
    Multiple sklerose
    Allergien
    Erhöhtes Proaktin

    Werde nicht ernst genommen .

    Blutwerte seien in der Norm ?!

    Bitte , können Sie mir helfen?
    Kennen Sie einen Arzt in der Schweiz ( Kanton Bern ) der sich damit auskennt?

    • Bei einem so komplexen Beschwerdebild, ist auf diesem Wege kein Rat sinnvoll. Sie sollten nicht verzweifeln und sich weiter in die Behandlung von Ärzten begeben. Ich kann keinen speziellen Arzt in der Schweiz empfehlen.

      Dr. med. Lunow

  • Volker sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich leide unter einer Schilddrüsenunterfunktion, nicht jedoch unter Hashimoto.
    Die Antikörper sind im normalen Bereich.
    Eine sonographische Untersuchung war ohne Befund.
    Ich nehme L-Thyroxin 175 und habe einen TSH von 1,4.
    T3 und T4 im mittleren Normalbereich.
    Ich leide weiter ein wenig unter mentaler Müdigkeit.
    In welchem Bereich sollte der TSH eingestellt werden ?
    Herzlichen Dank
    Volker Grohe

  • Lauszus Elke sagt:

    Sehr geehrter Dr Lunow seid 5wochen leide ich unter Schwindel nackenschmerzen Atemnot und Übelkeit.war 1woche im kh dort wurde Herz und Lunge untersucht ein mrt vom Kopf gemacht alles ohne befund.Habe seid 2016 hashimoto meine Werte momentan TSH Basal 1.14uIU/ml(0.3-3.0)Ft3 2.7pg/ml(2.0-4.2)31.82%. Ft41.2ng/dl(0.8-1.7) 44.44% .Nehme aktuell 100mg L Thyroxin.Könnte es mit hashimoto zusammen hängen?

  • Gabi sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    ich leide unter Hashimoto und starken Allergien.
    Darf man L-Thyroxin zusammen mit Reactine Duo ( ceterizin und 120 mg Pseudoephedrin) einnehmen ? Andere Antiallergika sind leider relativ nutzlos.
    Danke !
    Mit freundlichen Grüßen
    Gabi

  • Sie sollten noch die Schilddrüsenantikörper bestimmen lassen. Der TSH Wert sieht normal aus. Auch die Bestimmung der Schilddrüsenhormone T3 und T4 wäre sinnvoll.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Es gibt keine genau definierten unteren Grenzen für das Schilddrüsenvolumen. Eine echonormale Schilddrüsenstruktur bedeutet, dass Ihr Schilddrüsenultraschall normal von der Struktur her aussieht. Eine echoarme Struktur läge vor, wenn Sie dunkler und eine echoreiche Struktur, wenn sie heller wäre als die normale Schilddrüsenstruktur.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ulrike sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    ich bin 52 Jahre alt, Hashimoto wurde bei mir 1999 diagnostiziert, seit 6 Jahren nehme ich L-Thyroxin 50.
    Ich habe seit ca. 2 Monaten Kribbeln (tagsüber) und Brennen (nachts) in Händen und Füssen, Beinen und Unterarmen. Die neurologische Abklärung hat bisher noch nichts ergeben, es stehen aber noch Untersuchungen aus.
    Ich habe schon öfter gelesen, dass diese Beschwerden auch bei Hashimoto auftreten können, mein Internist hält es für ausgeschlossen, meine Schilddrüsenwerte seien ok. Ich habe nun aber mal meine Werte in einen Schilddrüsenrechner eingegeben und festgestellt, dass es eine extreme Differenz zwischen FT3 und FT4 gibt.
    Hier meine Werte
    TSH basal 2.77 (0.3 – 4.2)
    FT4 1.57 (0.9 – 1.7) entspricht 83,75 %
    FT3 2.37 (2.0 – 4.4) entspricht 15, 41 %
    Ich habe gelesen, dass solche Abweichungen auch evtl. mit Zink und Selen zusammenhängen, auch hier sieht der Internist keinen Zusammenhang
    Selen 104 (Referenzbereich 90 – 230)
    Zink 4.6 (Referenzbereich 4.5 – 7.5)
    Was kann die Ursache für die große Differenz FT3 – FT4 sein?
    Können NEM Zink und Selen eine Verbesserung bringen?
    Sollte man die Dosis L-Thyroxin erhöhen?
    Kann die Schilddrüse Ursache für die Gefühlsstörungen in Händen und Füssen sein?
    Viele Fragen, aber ich bin etwas verzweifelt.
    Für eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen

    • Sie sollten den TSH zwischen 0,3 und 1,0 einstellen lassen. Mit diesen Werten fühlen sich Patienten mit Hashimoto in der Regel am wohlsten. Ihr FT3 ist relativ niedrig. Vielleicht sollten Sie zusätzlich zum Thyroxin noch T3 Präparat einnehmen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Ulrike sagt:

        Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
        ich habe meinen Arzt bzgl. der Medikamenteneinstellung angesprochen. Er meinte, der ft3 sei deshalb niedrig, weil die Einnahme des L-Thyroxin erst 2 Std. vor der Blutabnahme war.
        Es wurden zwischenzeitlich nochmal neue Werte gemacht, diesmal war die Blutabnahme 3 Std. nach der Einnahme des L-Thyroxin 50
        TSH basal 1,95 (0.3 – 4.2)
        FT4 1.77 (0.9 – 1.7) entspricht 108,75 %
        FT3 2.6 (2.0 – 4.4) entspricht 25 %
        Mein Arzt meinte, eine Erhöhung des L-Thyroxin wäre nicht gut, da der FT4-Wert ja schon über 100 % ist. An der Einstellung sollte man daher nichts ändern.
        Können Sie mir eine kurze Rückmeldung geben, ob sie das auch so sehen?
        Da ich mich momentan sehr schlecht fühle (zusätzlich zu den Gefühlsstörungen leide ich unter Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel.,,. ) bin ich immer noch auf der Suche nach der Ursache.
        Mit freundlichen Grüßen

        • Sie sollten die Blutabnahme immer vor der Tabletteneinahme vornehmen lassen. Die letzte Thyroxineinnahme sollte am Vortag morgens sein. Sie werden sehen, dass der T4 Wert dann nicht mehr so hoch ist, ich würde bei diesen Beschwerden den TSH Wert zwischen 0,3 und 1,0 einstellen lassen.

          Dr. med. Lunow

  • Isabelle sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    ich bin sehr verzweifelt und seit über 4 Jahren bei verschiedensten Ärzten in Behandlung.
    Nachdem ich mitlerweile vieles ausschliessen kann, denke ich, dass es vielleicht doch die Schilddrüse ist. Medikamente bekomme ich nicht, das die Werte laut zwei Internisten ok sind. Meine Symptome: Verstopfung, Schlafstörung, Depression, Müdigkeit, Verlust der Periode seit vier Jahren und vieles mehr.
    FT3 2,10 (2,0-4,4)
    FR4 9,7 (9,3-17,0)
    TSH 2,88 (in 2016) 2,49 (in 2017)
    TPO 99,3
    Prolaktin 2,9
    ACTH 16,5 (7,2-63,3)

    Sollte ich Ihrer meinung nach in dieser Richtung weitere Untersuchungen machen lassen? Könnte Hashimoto in Frage kommen?
    Vielen Dank

    • Bei Hashimoto sind die TPO Antikörper nicht immer erhöht. Sie sollten zusätzlich die TG – Antikörper bestimmen lassen. Zudem sieht man manchmal die Hashimoto Erkrankung manchmal auch nur im Schilddrüsenultraschall. Ihre Symptome würden passen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ich würde zunächst die Thyroxindosis erhöhen und den TSH Werte nahe null einstellen lassen. T3 und T4 sollten dabei jedoch im Normbereich bleiben.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ein Zusammenhang zwischen Schweiß- oder Mundgeruch und Hashimoto ist mir nicht bekannt. Vielleicht sollten Sie mal einen Auslassversuch mit den Schilddrüsenhormonen probieren.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ein Zusammenhang zwischen Ihrer Hauterkrankung und der Schilddrüse ist mir nicht bekannt. Die Erhöhung der Schilddrüsendosis war angesichts des hohen TSH Wertes aus meiner Sicht richtig. Psychischer Stress kann die Schilddrüsefunktion beeinflussen. Ob Sie noch die richtige Thyroxindosis bekommen hängt in erster Linie von Ihren Symptomen ab. Wenn Sie Beschwerden wie bei einer Schilddrüsenüberfunktion haben, könnte man eine Reduzierung der Dosis probieren.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jeanette sagt:

    Guten Tag Herr Dr Lunow,

    Erst einmal vielen Dank für die Arbeit die sie hier leisten. Jetzt zu meiner Frage.
    Ich habe seit 2015 erhöhte TPO- Antikörper, 130 bis 140 bei einem Grenzwert von <40. Seit letztem Jahr nehme ich thyroxin 75 und 100 selen. Bei meiner letzten Blutuntersuchung hatte ich plötzlich keine Antikörper mehr. Wie kann das sein?
    Außerdem habe ich immer noch leichte unterfunktions Symptome.
    Meine Blutwerte:
    TSH: 0,87
    FT3: 3,12 (2,0-4,4)
    FT4: 1,49 (0,9-2,0)
    TSH-Rezeptor AK negativ
    TPO-AK negativ
    Ferritin: 36 (15-150)
    Vielen Dank für ihre Mühe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jeanette

    • Es kommt immer wieder vor, dass die Antikörper im Laufe der Erkrankung verschwinden. Die Therapie sollte sich an Ihren Symptomen ausrichten. D.h. wenn es Ihnen unter der Therapie gut geht, ist es die richtige Therapie. Die Schilddrüsenantikörper sind für die Therapie Entscheidung nicht von so großer Bedeutung.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Elisabeth sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich bin 50 Jahre alt und bei mir wurde vor über 20 Jahren Hashimoto festgestellt.

    Die letzte Schilddrüsenuntersuchung ergab folgende Werte.
    Sonographie: nur noch wabige Bindegewebsstruktur ohne intaktem SD-Gewebe
    FT3: 0%
    FT4: 40,2%
    TSH basal: 1,1
    TPO-AK: 210 lU/ ml (Norm unter 40)

    Laut meiner Ärztin sind die Werte in Ordnung und somit kann ihrer Meinung nach die Substitution mit LT 100 unverändert fortgesetzt werden. Ich fühle mich aber nicht in Ordnung, da ich unter Antriebslosigkeit, starkem Übergewicht, Konzentrationsschwäche und Schlafproblemen leide.

    Teilen Sie die Beurteilung meiner Ärztin? Und können weitere SD – Werte wie rT3 und TT3 und der Gehalt an Mineralstoffen Zink und Selen mehr Aufschluss geben?

    Danke im Voraus für Ihre Unterstützung!
    Beste Grüße

    • Ihre Symptome sprechen für eine zu geringe Dosis. Der TSH ist noch nicht ausreichend niedrig. Sie sprechen von 0 % T3 . Wenn dies wirklich stimmt, brauchen Sie wahrscheinlich wegen einer Umbaustörung auch nach Erhöhung des T4 noch zusätzlich T3.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Elisabeth sagt:

        Besten Dank für Ihre Einschätzung. Mit 0% FT3 meinte ich, dass der Wert genau auf der unteren Grenze liegt. Ich hoffe, ich hatte mich da nicht missverständlich ausgedrückt.
        Nach Rückfrage erklärte meine Ärztin jetzt, es sei noch Luft nach oben und hat die Dosis auf 125 erhöht. Mal sehen, was die Kontrolle in acht Wochen ergibt.

        Auch ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Kommentare herzlich bedanken. Es hilft sehr, bei Fragen ernst genommen zu werden und Rückmeldung zu bekommen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Andreas sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    meine letzte Blutuntersuchung, bei gesicherter Hashimoto-Diagnose, hat die nachstehenden Werte ergeben:
    fT3: 3,5 = 68%
    fT4: 1,4= 66%
    TSH: <0,01
    TPONUK: 46
    Eisen 192 (53-167)

    Mein Allgemeinzustand ist derzeit angeschlagen, d.h. antriebslos, depressiv verstimmt, innere Unruhe, rauhe Haut, …. Ich nehme derzeit LT 175. Kann es Sinn machen, die Dosis zu erhöhen?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Andreas

  • Wenn sich weder im Ultraschall der Schilddrüse noch in der Bestimmung der Schilddrüsenantikörper ein Hinweis auf Hashimoto zeigt, ist diese Diagnose zumindest sehr unwahrscheinlich. Sie sollten dann zu mindestens eine Schilddrüsenunterfunktion haben, wenn Sie kein Thyroxin nehmen. Vielleicht war das in der Vergangenheit ja so. Ihre Symptome können sowohl einer Überfunktion als auch eine Unterfunktion zugeordnet werden. So gesehen ist es aus der Ferne schwierig, einen Rat zu geben. Vielleicht probieren Sie es wirklich mal ohne Schilddrüsenhormone und schauen welche Symptome dann übrig bleiben oder ob sich neue Symptome einstellen. Dann könnte man wieder langsam von unten aufbauen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    • Die Beschreibung der Ultraschallstruktur ist viel von der subjektiven Meinung des Untersuchers abhängig. Eine leichte Inhomogenität und etwas Echoarmut könnte auch alleine von regressive Veränderungen verursacht worden sein. Auch Verkalkungen sind kein sicheres Zeichen für eine Hashimoto-Thyreoiditis. Wenn es Ihnen gut geht, kann der TSH auch deutlich supprimiert sein. T3 und T4 sollten dabei aber nicht oberhalb des Normbereiches sein. Das Absetzen der Hormone mit einem Neustart und kontinuierlicher Dosissteigerung würde helfen, die Abhängigkeit Ihrer Symptome von der Hormongabe genauer einordnen zu können.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • ADHS kann man nicht mit Thyroxin behandeln. Da Sie aber gleichzeitig an einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden, könnte man versuchen den TSH Wert noch weiter runter zu fahren. Hierfür könnte ein Versuch mit einer erhöhten Thyroxindosis gestartet werden. Wenn Ihre Symptome darunter besser werden, haben Sie alles richtig gemacht.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Angesichts Ihrer Vorgeschichte bei Zustand nach Hinterwandinfarkt sollten Sie in erster Linie die Thyroxindosis nach Ihren Symptomen einstellen lassen. Es muss nicht immer eine normale Schilddrüsenfunktion (Euthyreose) erreicht werden. Eine latente Schilddrüsenunterfunktion mit hohen TSH aber normalen T4 und T3 werden ist zu tolerieren, wenn hierunter die Herzbeschwerden geringer sind.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Diana sagt:

    Hallo,

    ich habe seit 13 Jahren die Diagnose Hashimoto. Bis vor 2 Jahren war ich mit L-Thyroxin 75 eingestellt und der TSH war bei 2,9 – was laut meinem Hausarzt ein Top Wert ist. Es ging mir immer schlechter und ich war von mir aus beim Endokrinologen – die Dosis wurde angepasst auf 112,5 mg. Das war vor 1,5 Jahren. Mittlerweile habe ich den Hausarzt gewechselt und gehe regelmäßig jedes halbe Jahr zur Blutkontrolle. Allerdings merke ich seit einigen Monaten, dass es mir wieder schlechter geht. Die Blutwerte vom Dezember sind: TSH 1,54 ,freies T4 18,7 (10,3-24,5) und freies T3 4,8 (3,6-7,7). Die TPO-Ak lagen immer so bei 130 – dieses Mal bei 261. Der Endokrinologe möchte die Dosis so belassen, obwohl ich gerne steigern würde. Meine Hausärztin ist mit dem Steigern einverstanden – macht sich allerdings etwas Sorgen, da ich Osteopenie habe. Würden Sie die Dosis auf 125 steigern und können Sie mir sagen, warum die TPO-AK stark gestiegen sind? Muss ich mir Sorgen wegen der Osteopenie machen, wenn ich steigere?
    Vielen Dank!

    • Die meisten Patienten mit Hashimoto fühlen sich bei einem TSH von 0,3-1,0 am wohlsten. Manche Patienten sogar mit einem noch niedrigeren TSH. Dabei darf aber auf keinen Fall T4 und T 3 in den Überfunktionsbereich gelangen. Die Kontrolle der Osteopenie ist mit einfachen Methoden möglich, so dass ich hier nur eine theoretische Gefahr sehe.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Reuter sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,

    ich bin männlich und Hashimoto Patient mit Kinderwunsch.

    Hat die Krankheit einen Einfluss ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Carsten Reuter

    • Es gibt keine umfangreichen Erkenntnisse über die Behandlung von männlichen Patienten mit Hashimoto hinsichtlich Kinderwunsch. Ich würde die Dosisfindung in Analogie zu der von weiblichen Patienten durchführen, und den TSH- Wert zwischen 0,3 und1,0 einstellen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Hannelore sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,

    bei mir wurde vor etwa zwei Jahren Hashimoto diagnostiziert. Da die Werte im Normbereich liegen, werde ich nicht medikamentös behandelt. In den letzten Tagen und Wochen leide ich verstärkt unter innere Unruhe, manchmal so stark, dass ein Einschlafen nahezu unmöglich ist. Ich habe vor wenigen Wochen wegen einer bakteriellen Infektion eine elftägige Behandlung mit einem Antibiotikum bekommen. Könnte dies eine Nebenwirkung sein? Wenn ja, was kann ich dagegen tun? Oder könnte mir eine Behandlung mit L-Thyroxin helfen?

    • Ihre Symptome sind nicht typisch für eine Schilddrüsenunterfunktion . Auf der anderen Seite gibt es aber auch paradoxe Symptome. Sie sollten die Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen. Antibiotika verursachen solche Symptome in der Regel nicht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Nicole sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,

    Ich bin aufgrund von vielen Symptomen seit Jahren auf der Suche einer Ursache. Ich habe ein sehr schwaches Immunsystem, Migränen, Müdigkeit, Schlafprobleme, Gewichtszunahme, Muskelschwäche, ständig Schwindel, kaum Libido, Reizdarmsyndrom, Druckgefühl am Hals, Hautirritationen und Ausschläge….Aus diesem Grund habe ich mich gefragt, ob ich Hashimoto haben könnte oder eine andere Schilddrüsenerkrankung wie eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen könnte.

    Mein Endokrinologe findet meine Werte bis auf den Prolaktinwert nicht weiter merkwürdig, jedoch glaube ich, aufgrund ihrer letzteren Antworten, dass der TSH Wert doch recht hoch ist und bitte um Ihre Meinung wie ich weiter vorgehen sollte:

    TSH: 2,75
    freies T3: 3,58
    freies T4: 0,777
    anti-TPO-AK: 20,3
    LH: 5,92
    FSH: 10,4
    Prolaktin: 44,8
    ACTH: 38,8
    Cortisol: 17,4
    Östradiol: 33
    SHBG: 28,9
    DHEAS: 201
    Erothrozyten: 3,94

    Könnte hier Hashimoto oder eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen? Bisher wurde keine Diagnose gestellt und keine Therapie veranlasst. Der Prolaktinwert soll erst in 1,5 Monat nochmal kontrolliert werden. Sollten noch weitere Werte ermittelt werden oder Tests gemacht werden?

    • Die trockene Haut könnte für eine Schilddrüsenunterfunktion sprechen. Das würde zu einer Hashimoto Thyreoiditis passen. Symptome wie Nachtschweiß und Herzstolpern sprechen eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Lichtempfindlichkeit die Augen könnte durch eine endokrine Orbitopathie bedingt sein. Diese Autoimmunerkrankung im Augenbereich kommt häufig bei Morbus Basedow und selten auch bei Hashimoto vor. Sie sollten zu einem Augenarzt und zu einem Arzt, der sich mit Schilddrüsenerkrankungen auskennt gehen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Matthias sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,
    danke, dass Sie auf Ihrer Webseite so viele nützliche Infos zum Thema Hashimoto bereithalten.

    Ich bin wegen Hashimoto in Behandlung und habe, weil sich Hausarzt und Nuklearmedizinerin selten einer Meinung sind, zwei Fragen, für deren Beantwortung ich Ihnen sehr dankbar wäre.

    1) Spielt der Zeitpunkt der Blutabnahme für den TSH Wert eine große Rolle? Bei der Spezialistin (11:30, Tsh =0,9, explizit mit morgendlicher Thyroxineinnahme) habe ich andere Werte als beim Hausarzt (8:30, 1,9, ohne Thyroxintablette), die Therapieempfehlungen variieren daher leider auch, so dass ich da etwas hilflos bin….

    2.) Kann die Tabletteneinnahme 2-3 h vor Blutabnahme den FT4 Wert verfälschen? (Dieser ist bei mir im Vergleich zum f3 Wert deutlich höher, 1,6 (Labornorm geht bis 2,0)

    Vielen Dank,
    Matthias

    • Wir empfehlen eine Blutabnahme ohne vorherige Einnahme. Die Patienten nehmen das Thyroxin dann nach der Blutabnahme ein. Diese standardisierte Vorgehen erleichtert die Dosisfindung. Die Tabletteneinnahme einige Stunden vor der Blutabnahme kann den fT4 Wert erhöhen und den TSH Wert erniedrigen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Die erhöhten Schilddrüsenantikörper sprechen für eine Hashimoto-Thyreoiditis. Auch wenn in der
    Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse keine typischen Veränderungen festgestellt werden sollten, halte ich
    aufgrund Ihrer Beschwerden einen Therapieversuch mit Thyroxin für indiziert. Zudem sollten Sie
    Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Zöliakie und Eisenmangel ausschließen lassen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Tati sagt:

    Hallo Dr. Lunow,

    ich hab schon einige Jahre eine Unterfunktion.
    Seit gut einem Jahr hab ich ca 10 Kilo zugenommen und fühle
    mich schlapp mit Haarausfall und und und.
    Ich war nun beim Internisten und habe ein Ultraschall mit Blutabnahme
    machen lassen. Es kam heraus, dass ich Hashimoto habe, die Schilddrüse ist
    schon klein und dunkel. TSH Wert ist bei 2,28 der Arzt meinte
    ich soll die 50 mg L-Tyrox weiter so nehmen. Was meinen Sie?
    soll ich selber erhöhen und wenn ja wieviel? Ich muss dazu sagen, wir haben einen Kinderwunsch und hatten letztes Jahr 2x in der 6 Woche einen Abort. Ich würde mich über eine Antwort freuen.

    Vielen Dank
    Tati

    • Ihr TSH Wert spricht für eine Schilddrüsenunterfunktion. Bei Kinderwunsch stellen wir den TSH Wert im
      Allgemeinen auf einen Wert zwischen 0,3 und 1,0 ein. Insofern wäre eine Erhöhung der Dosis des Thyroxins
      indiziert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • susa37 sagt:

    Hallo, ich bin auch eine Hashimoto geplagte Frau, momentan nehme ich 112 mg L-Thyroxin. Meine Hausärztin meint mit 1,42 bin ich gut eingestellt. Sie weiss auch, dass ich mit unerfülltem Kinderwunsch kämpfe (erfolglose IVFs). Der Spagat ist schwierig, mit Überfunktion könnte ich Bäume ausreisen und meine Aufgaben bewältigen, in der Unterfunktion bekomme ich gar nichts auf die Reihe, aber ein Kind möchte ich auch. Zur Zeit fühle ich mich sehr müde und antriebslos. Auf der Arbeit bringe ich meine Leistung, heim etwas essen, dann schlafe ich ein. Zehn Stunden Schlaf sind keine Seltenheit. Seelisch befindet man sich im Hamsterrad, man ist unzufrieden mit sich selbst und die Umwelt versteht die Probleme nicht denn man sieht nicht wirklich die Krankheit und wird oft als Hypochonder oder depressiv abgestempelt.
    Gibt es eine Kur, die sich mit Autoimmunerkrankungen oder spez. Hashimoto befasst? Haben sie vielleicht noch einen Ratschlag der mir in Sachen Hashimoto oder Kinderwunsch weiterhilft?

  • Nicole sagt:

    Hallo Herr Dr. Lunow,
    ich bin auf Ihre Seite gestoßen und sehr dankbar darüber, dass Sie sich auch für aussenstehende ein bisschen die Zeit nehmen um Rat zu geben!
    Ich bin aufgrund von vielen Symptomen seit Jahren auf der Suche einer Ursache. Darunter zählen:

    1. Ständiges Kranksein (chronisch Nebenhöhlen, Grippen, Magen-Darm, Migränen, –> alle 2 Monate 1-2 Wochen ausgesetzt und ständig Kopfschmerzen, etc.)
    2. Schlafprobleme und starke Müdigkeit
    3. Schnelle Gewichtszunahme mit normaler Ernährung (halte mein Gewicht nur bei 500 Kalorien am Tag)
    4. Muskelschwäche (trotz viel Sport bauen Muskeln sich nur sehr langsam auf und sehr schnell wieder ab)
    5. Seit Neustem Schwindel, Schwarz vor Augen
    6. Starker Libido-Verlust seit 2 Jahren
    7. Druckgefühl am Hals, manchmal auch Ausschlag
    8. Hautirritationen und Ausschläge, welche sporadisch auftauchen und verschwinden und aussehen wie Neurodermitis

    Nach langem Kämpfen habe ich nun einen Termin zum Endokrinologen erhalten. Er findet meine Werte bis auf den Prolaktinwert nicht weiter merkwürdig, jedoch glaube ich, dass der TSH Wert doch recht hoch ist und bitte um Ihre Meinung wie ich weiter vorgehen sollte:

    TSH: 2,75
    freies T3: 3,58
    freies T4: 0,777
    anti-TPO-AK: 20,3
    LH: 5,92
    FSH: 10,4
    Prolaktin: 44,8
    ACTH: 38,8
    Cortisol: 17,4
    Östradiol: 33
    SHBG: 28,9
    DHEAS: 201

    weitere Werte, welche leicht aus em Rahmen kommen:
    BMI: 26,8
    Erothrozyten: 3,94
    MCV: 97,1
    eGFR: >60
    Kapillar Glukose: 108
    HbA1c 4,9% und 30mmol/mol

    Sollte ich meinem Arzt vertrauen oder noch weiteren Rat einholen? Es wird zumindest demnächst ein Prolaktin-Spiegel gemacht, um auszuschließen dass es nur Stress wäre. Mein Arzt ist der Meinung, dass die meisten Symptome nur durch Stress und daraus resultierende Nierenschwäche verursacht sind.
    Dankeschön für Ihren Rat!

    • Da die Schilddrüsenantikörper nicht erhöht, liegt mit einiger Wahrscheinlichkeit kein Hashimoto vor. Sie sollten jedoch noch einen Ultraschall der Schilddrüse vornehmen lassen. Es gibt Fälle, in denen die Diagnose Hashimoto nur mit einem solchen Ultraschall gestellt werden kann. Der Prolaktinwert es nur leicht erhöht, so dass man davon ausgehen kann, dass Sie kein Prolaktinom haben.
      Wenn gar nichts hilft, kann man auch ohne sicheren Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion einen Therapieversuch mit Thyroxin wagen und den TSH auf 0,3-1,0 einstellen. Wenn Ihre Symptome dann verschwinden, hat man alles richtig gemacht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Durch Ihre Lebensweise ist der TSH nicht angestiegen. Ein Auslassversuch ist nicht sinnvoll. Meistens handelt es sich bei Hashimoto um eine lebenslange Erkrankung. Die Dosis sollte entsprechend den Symptomen und in zweiter Linie entsprechend den Laborwerten angepasst werden.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Bianka sagt:

    Hallo ich bräuchte dringend eine guten Rat…
    ich habe schon seit 20 Jahren Hashimoto, anfangs war die Einstellung schwierig dann war lange gut auch während zwei Schwangerschaft und seit einem Jahr gibt es auf einmal sehr hohe Antikörper und sehr schwankende Werte zwischen Über- und Unterfunktion. Ich hatte Jahr lang 175 L-Thyroxin genommen dann auf 150 reduziert, dann auf 125, mit leichter Unterfunktion sollte ich nun 125 und zwei Mal die Woche 150 nehmen. Nun meine aktuellen Werte:
    TSH 0,10 (0,27 -4,20)
    FT3 4,4 (3,1 – 6,8)
    FT4 22,1 (12,0 – 22,0).
    Am Wochenende hatte ich ständig das Gefühl schlecht Luft zu bekommen und war innerlich unruhig bzw. nervös.

    Muss ich meine Dosis weiter reduzieren? Habe ich nun eine leichte Überfunktion, aber warum ist FT3 im Verhältnis zu FT4 so unterschiedlich (35% zu 101 %)?

    Zudem muss ich seit vier Monaten die Cerazette wegen Endometriose zur Therapie nehmen und habe das Gefühl Hormone schlecht zu vertragen, können diese Hermone die anderen Hormone beeinflussen?

    Vielen lieben Dank
    Bianka

    • Die Therapie der Endometriose kann durchaus die Thyroxin-Therapie beeinflussen. Ihre Blutwerte sind im Prinzip in Ordnung. Aufgrund Ihrer Beschwerden würde ich auch am ehesten an eine Übertherapie denken. So gesehen sollten Sie eine Dosisreduktion ausprobieren. Außerdem würde ich noch die Schilddrüsenantikörper inklusive TRAK bestimmen lassen, um den Übergang in Morbus Basedow auszuschließen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Birgit sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Hashimoto hatte man erst nach 8 Jahren festgestellt, in dieser Zeit hatte/habe ich von Muskelschwäche, Schwindel, Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit, Kälteempfindlichkeit, Stimmverlust, Schlechtere Sehstärke, Muskelkrämpfe, Haarausfall und noch so einiges was mir diese Erkrankung bescherte durch. Man glaubte mir damals nicht. Mittlerweile nehme ich LT 75, habe immer noch starken Haarausfall nach 8 Jahren LT. Meine Werte: TSH:2,3 / ft4:16,4 / ft3: 6,5 / TPO-AK: 19,8 / TRAK: 0,7 / hTG: 8,4.
    Muskelschwäche und schnelles ermüdet sein sowie die anderen Nebenbau-stellen sind nur gering besser geworden. Sollte man bei dieser Dosis bleiben oder erhöhen? Irgendwann muss es doch mal besser werden.Sport ist immer noch nicht möglich, Muskuläre Anstrengungen bei egal welcher Tätigkeit schwächt sehr schnell die Muskeln,als hätte man Blei im Körper.

  • Caro sagt:

    Guten Tag,
    ich habe nach meiner Schwangerschaft 2014 erst eine Basedow Diagnose bekommen und ein gutes Jahr lang Thiamazol eingenommen. Dann hieß es, die ÜF-Phase war eine Hashitoxikose und die Diagnose lautete plötzlich Hashimoto. Knapp 3 Jahre habe ich dann L-Thyroxin genommen (zwischen 50 und 75). Vor 3 Monaten war dann der TSH-Wert supprimiert und quasi nicht mehr messbar. Seit dem kompletten Absetzen des L-Thyroxins sind die freien Werte und der TSH-Wert im Normbereich, die Antikörper für Hashimoto sehr hoch und der für Basedow grenzwertig. Hausarzt und Nuk sagen dazu nur ‚periphere Euthyreose‘ und regelmäßige Überwachung. Ich frage mich aber, was das alles bedeutet?! Hashimoto? Basedow? Spontanheilung? Ich bin ratlos.

    Vielen Dank und viele Grüße!

    • Ich gehe davon aus, dass mit den Basedow-Werten werden die Antikörper TRAK gemeint sind. Sie werden also nach ihrer Schwangerschaft einen Morbus Basedow gehabt haben. Eine anfängliche Überfunktion bei
      Hashimoto dauert auch nicht so lange. Möglicherweise haben Sie dann danach wirklich eine Hashimoto-Thyreoiditis bekommen haben. Dieser Erkrankung geht aber im Gegensatz zu Morbus Basedow meist nicht
      von alleine wieder weg. Wenn Sie keine Unterfunktionsymptome haben, brauchen Sie aber keine Schilddrüsenhormone zu nehmen. Falls doch, sollten Sie mit Ihrem Arzt noch einmal sprechen. Regelmäßige
      Kontrollen sind auf jeden Fall in sinnvoll, da ein Morbus Basedow noch mal wiederkommen kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sebastian sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    ich bin oft müde. Bei einer Blutuntersuchung wurde ein TSH von 3,3 festgestellt.
    Ist dies sehr ungewöhnlich hoch und rechtfertigt einen Hashimoto-Verdacht ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Sebastian

    • Dieser TSH Wert könnte, wenn Sie an einer Hashimoto—Thyreoiditis leiden ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Sie sollten sich die Schilddrüsenantikörper bestimmen und einen
      Ultraschall der Schilddrüse machen lassen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, ist eine Therapie mit Schilddrüsenhormon angesichts ihrer Müdigkeit indiziert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Manu sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    ich hätte sehr gerne einen Termin bei Ihnen gehabt, habe aber leider eine Absage von Ihren Damen bekommen. Ich habe seit einigen Jahren eine Hashimoto-Thyreoditis die mit L-Thyroxin 50 therapiert wird. Mein TSH ist zurzeit schwankt zwischen 2,2 und 2,6 (zurzeit 2,2). Mein Radiologe meinte bei der Sono, dass die Schilddrüse wird immer kleiner wird und ich anders eingestellt werden müsste, was meine Hausärztin völlig ignoriert da sie der Meinung ist, das TSH sei normal. Meine Beschwerden trotz LT 50 = zeitweise Gelenkbeschwerden, völlige Antriebslosigkeit, brüchige Fingernägel, Müdigkeit, zeitweise Wortfindungsstörungen, Gewichtszunahme von 35 Kilogramm, Haarausfall. Nun habe ich Angst, dass es noch zu weiteren organischen Schäden kommen kann, wenn diese Dosierung nicht ausreicht. Ich habe im letzten Jahr eigenmächtig die LT von 50 auf 75 erhöht, aber wegen verstärkter Nebenwirkungen wieder die Dosis auf 50 herabgesetzt. Leider finde ich hier in Baden-Württemberg keinen guten Endokrinologen.
    Vielen Dank für Ihre kurze Rückmeldung, damit ich weiß, ob meine Vermutung richtig ist.
    Herzliche Grüße
    Manu

  • Im Prinzip ist es nicht wichtig, von welcher Firma das Thyroxin stammt. Sie sollten aber auf jeden Fall bei einer Firma bleiben, da sonst die Einstellung manchmal etwas schwierig ist. Erstaunlicherweise vertragen manche Patienten das eine und andere Patient das andere Präparat besser.
    Das müssen Sie dann einfach ausprobieren.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Block sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    seit Juli 2018 nehme ich l-Thyroxin 100. Meine Werte von September sind TSH 0,23 FT4 1,19 und FT3 3,40. Endlich ging es mir gut. Seit 2 Wochen kann ich wieder nicht schlafen, schwitze und nehme an Gewicht zu. Kann es sein, dass ich schon wieder erhöhen muss? Meinen Arzt (Internist) musste ich schon sehr überzeugen, dass ich es mit dem niedrigen TSH Wert versuchen möchte. Er findet auch 100 L-Thyroxin viel zu hoch und nicht gut.
    Vielen lieben Dank im voraus
    A. Block

    • Schlaflosigkeit und das Schwitzen könnten für eine Überdosierung sprechen. Die Gewichtsabnahme jedoch spricht eher für eine zu geringe Dosis. Erschwerend kommt hinzu dass manchmal paradoxe Symptome gibt, die einen auf die falsche Fährte bringen. Vielleicht warten Sie zunächst etwas ab. Manchmal muss man das aber einfach durch Dosisänderung ausprobieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • A. Block sagt:

        Gewichtszunahme! Ist es dann evtl. doch eher in der Überfunktion?

        • Bitte entschuldigen Sie, ich meinte auch Gewichtszunahme und nicht Gewichtsabnahme. Wie gesagt eine Gewichtszunahme spricht eher für eine Schilddrüsenunterfunktion, die anderen Symptome eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Das Thyroxin wirkt oft an den verschiedenen Organen unterschiedlich und so kann es sowohl zu Symptomen der Überfunktion als auch der Unterfunktion kommen. Letztendlich bleibt dann nichts anderes übrig als verschiedene Dosierung auszuprobieren.

          Dr. med.- Reinhold Lunow

  • Angesichts der hohen Thyroxindosis die Sie nehmen, ist Ihr TSH Wert viel zu hoch. Möglicherweise wird das Thyroxin von Ihnen nicht richtig resorbiert. Sie könnten die Thyroxindosis weiter erhöhen oder vielleicht noch besser zusätzlich T3 nehmen. Der TSH Wert sollte unter 1,0 eingestellt werden. Sie dürfen sich nicht von einer hohen Thyroxindosis abschrecken lassen. Nur das Ergebnis zählt!

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lucky sagt:

    Hallo zusammen
    Ich komme gerade vom Hausarzt und bin ein wenig durcheinander !
    (Ich habe mir Blut abnehmen lassen , da es mir seid einigen Monaten nicht ganz so gut geht . ) Meine Hausärztin meinte das ich Hashimoto hätte ,ich sollte mir das im Internet mal durch lesen , es sei nicht schön aber man könnte mit leben ! sie hat mir erstmal Euthyrox 25 zur Probe gegeben , ich sollte es erstmal testen ! Ich fühle mich ein wenig alleine gelassen ,sie hat mir sonst nicht gesagt . Kann mir jemand sagen was ich machen soll?

    • Im Prinzip hat Ihre Hausärztin zunächst das richtige veranlasst. Sie scheint also nicht ganz ahnungslos zu sein. Suchen Sie doch zunächst noch mal das Gespräch mit ihr. Ansonsten gibt es im Internet wirklich viele Informationen. Ärzte, die sich speziell mit Hashimoto beschäftigen, gibt es in Deutschland viel zu wenige.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Sebastian sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    ich habe Hashimoto und bin mi L-Thyroxin auf eine TSH-Kennzahl von 0,48 eingestellt.
    Psychisch und körperlich geht es mir damit gut. Ich neige jedoch nun seit ein paar Monaten stärker zu Haarausfall (Geheimratsecken). Können dies bereits Überfunktionssymptome sein oder beginnt die Überfunktion erst bei einem Wert bei 0,30 ? Ich bin männlich und 37 Jahre. Alle anderen Werte sind normal.
    MfG
    Sebastian

  • Maria sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    Ich habe im Januar 2018 die Diagnose Hashimoto erhalten. Angefangen mit L-Thyrox 50 plus 200 Cefasel, bin ich nun bei L-Thyroxin 100. Leider habe ich immer das Problem, dass es mir 2-3 Wochen nach Dosiserhöhung wieder schlechter geht und die Symptome wie extreme Müdigkeit erneut auftreten.
    Seit 2 Monaten kann ich wieder Sport treiben, was vorher auf Grund der Müdigkeit nicht möglich war. Zusätzlich habe ich meine Ernährung umgestellt, sodass ein Kaloriendefizit besteht, trotzdem verliere ich kein Gewicht. Meine Werte befinden sich laut Arzt in der Überfunktion. Sehen Sie das auch so? Was kann ich tun, damit nicht alle 3 Wochen dieselben Symptome auftreten und ich endlich Gewicht verliere? ( 15 kg zu viel seit der Diagnose)

    Tsh: 0.07
    fT3: 2.8 (2.0-4.2)
    fT4: 1.4 (0.8-1.7)

    Ich hatte schon an eine Umwandlungsstörung gedacht, allerdings war die Diskrepanz bei den vorherigen Werten nie so hoch.

    Vielen Dank im Voraus

    • Es ist leider sehr häufig so, dass die Patienten nach einer Dosiserhöhung erst eine Verbesserung verspüren und es danach wieder schlechter wird. Eine Umwandlungsstörung ist nicht ganz abwägig. Ich würde es mal mit einer zusätzlichen Gabe von T3 versuchen. Dafür sollte das Thyroxin auf 75 reduziert werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Jutta sagt:

    Guten Morgen Herr Dr. Lunow,
    ich habe Hashimoto und bin mit L-Thyroxin auf einen TSH Wert von 0,48 eingestellt.
    Psychisch fühle ich mich damit gut, körperlich neige ich zu roten Ohren und Haarausfall. Könnten dies bereits Überfunktions-Symptome sein oder beginnen diese erst ab einem TSH unter 0,3?
    Mit freundlichen Grüßen
    Jutta

    • Meist beginnen die Überfunktion Symptome erst ab einen TSH Wert unter 0,3. Dies ist jedoch individuell sehr verschieden und es gibt auch Patienten, die mit einem höheren TSH Wert am besten eingestellt sind. Sie müssen das individuell heraus bekommen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Judith sagt:

    Sehr geehrter Herr Lunow,

    besteht die Möglichkeit in Ruhephasen (Wochenende,Urlaube etc) auf die L-Thyroxin Dosis bei Hashimoto zu verzichten ? Im Alltag bin ich gut eingestellt (bei einem anstrengenden Job und Kindern) mit einem TSH von 0,28.
    Mit freundlichen Grüßen
    Judith

  • Eva sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    ich schreibe Sie an, weil ich mittlerweile verzweifelt bin. Ich würde auch gerne zu Ihnen kommen, aber ich darf nicht, weil mir gesagt wurde, dass Sie nur noch Privatpatienten nehmen. Daher schreibe ich meine Frage hier auf.( Ich habe dennoch in Bornheim in der 26.KW einen Termin bei einer Kollegin erhalten.)
    Mir geht es sehr schlecht in letzter Zeit. Ich habe den Schilddrüsen-Test online hier machen lassen und fast alles mit ja beantwortet mit dem Ergebnis ich soll mich vorstellen. Ich habe auch mittlerweile Schwindelattacken mit Blackouts zu meiner extremen Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit und starkes Kloßgefühl ( die Beschwerden habe ich so weit kurz gefasst). Krankheitsbild: PCO (Metforminbehandlung), jetzt höheres Prolaktin (25.3 ng7ml und die Schilddrüsenwerte waren zuletzt folgend: TSH=2,13 uU/ml ( Norm.0,32-4,2),fT3=4,1pg/ml (Norm. 2,2-4,7), fT4=11,5pg/ml (Norm.8,6-18,7).Zyklus regelmäßig, aber kein Eisprung( könnte natürlich jetzt auch am Prolaktin liegen). Als ich im März 2017 in Ihrer Praxis war ( ich war wohl bei Frau Dr. Denizot) kam bei meiner Blutuntersuchung folgendes raus: fT3=3,2(Norm.2,0-4,2),fT4=1,0(Norm.0,8-1,7),TSH1,35(Norm0,35-4,5). Ich bin Patientin-Nr.166560, da hatte ich noch einen anderen Nachnamen). Könnten meine gesundheitlichen Probleme mit der Schilddrüse zusammen hängen? Ich bitte Sie sehr, weil ich weiß, dass Sie sehr kompetent auf dem Gebiet sind, mir zu helfen und weil ich keine andere Hilfe mehr weiß.
    Vielen Dank schon mal für Ihre Hilfe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Eva E.

  • Karen sagt:

    Guten Tag Herr Dr. Lunow,
    kann es bei einem TSH von 0,49 bereits zu Überfunktionssymtomen kommen ?
    Oder liegt die Grenze weiter unten ? Ich nehme L-Thyroxin 100.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karen

  • Frank sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    ich leide unter Hashimoto und suche noch nach meiner passenden Dosierung.
    Meine Dosierung wurde von mir selber von 175 ug auf 200 dann wegen Überfunktionssymptomen auf 150 und nun auf 100 gesenkt.
    Jeweils ca. 2 Wochen zwischen den Übergängen.
    Kann die Änderung der Dosis zu (neu auftretenden) Haarausfall führen ?
    Wo sollte der Tsh liegen ?
    Danke
    Frank

    • Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als eine Schilddrüsenunterfunktion kann zu Haarausfall führen. Allerdings geschieht der Haarausfall Wochen bis Monate nach der falschen Dosierung, also mit erheblicher Verzögerung, sodass man nicht aufgrund dieses Symtomes eine Dosis finden kann. Der TSH sollte zunächst auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Eine Schilddrüsenunterfunktion ist in weitaus mehr als 90% der Fälle immer Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis. Sie können also davon ausgehen, dass Sie die Schilddrüsenentzündung schon seit dem 11. Lebensjahr haben. Sie sollten die TSH Werte auf 0,3-1,0 gegebenenfalls noch niedriger einstellen lassen. T3 und T4 sollten sich dabei im oberen Normbereich befinden.

    Dr. med- Reinhold Lunow

  • Erika sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    TSH 1,9 bei Hashimoto
    wurde mir per Telefon von Arzt angegeben ,
    Ich war da weil ich mich mit L-Tyroxin 88 unwohl fühlte . Habe mittlerweile 10 kg zugenommen .
    Letztes Jahr bis Oktober hatte ich L Tyroxin 100
    FT 3 und 4 lässt er nicht bestimmen .
    Er äussert solange der TSH Wert nicht auffällig ist, ist es inordnung .
    Ist die Aussage korrekt??
    Bin 48 habe Hashimoto seit 22 Jahren !

  • Frank sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    TSH basal: 0,49
    Freies FT3: 2,9
    Freies FT4: 1,3
    Anti TPO: 26
    Anti TG: 23
    Selen: 105

    Bei mir wurde vor 2 Jahren Hashimoto diagnostiziert. Meine Medikamente: 200 ug L-Thyroxin (190 cm und 91 kg).
    Ein Jahr lang 200-400 ug Selen täglich. Mittlerweile kein Selen mehr.
    Mir geht es mit den Medikamenten gut.
    Entzündungsanzeichen weise ich seit über einem Jahr nicht auf.
    Kann man versuchen das L-Thyroxin auszuschleichen , da sich meine Schilddrüse erholt und ich daher die Diagnose Hashimoto anzweifele.
    Ist neu einsetzender Haarausfall ein Symptom meiner Werte und Medikamente ?

    Vielen Dank

    Freundliche Grüße

  • Era sagt:

    2003 wurde bei mir eine Überfunktion der Schilddrüse festgestellt. Diese wurde dann mit Carbimazol, Betablockern…(das ganze Programm) heruntergefahren. 3 Monate später waren meine Blutwerte wieder normal. Meine Ärztin sprach von Spontanheilung.
    Nach einem Umzug in eine andere Stadt ging ich zu einem neuen Arzt, weil ich mich irgendwie nicht wohl fühlte. Dieser empfahl mir L-Thyroxin 50 zu nehmen. Im Laufe der Jahre wurden daraus 75 Mikrogramm. Obwohl ich mich nicht so wirklich wohl fühlte akzeptierte ich diese Dosis, (auch nach dem Versuch einer Steigerung bis 100, welches mir aber nicht gut bekam)
    Nun nehme ich seit 13 Jahren L-Thyroxin 75 und meine Schilddrüsenwerte sind lt. Arzt immer im Normbereich. Ich habe allerdings seit Jahren mit starken Halsschmerzen zu kämpfen, außerdem mit starken Hitzewallungen (ich bin 71J.) und Magen- und Darmbeschwerden zu kämpfen. Leichte Gewichtszunahme inklusive.
    Auf meine Frage letzte Woche, ob ich überhaupt noch L-Thyroxin brauche, meinte mein Hausarzt: das ich mal einen Auslassversuch machen könne, da bei der letzten Blutuntersuchung (03-2018) meine Werte im Normbereich lagen (allerdings nur TSH basal (CMIA) bei 1.18mU/l Ref. Bereich 0.25 -4.04. Nun nehme ich seit 3 Tagen nur noch 37,5 Mikrogramm L-Thyroxin für 14 Tage, danach soll ich das Medikament ganz weglassen für 8 Wochen und dann würde er eine Blutuntersuchung machen und wir werden sehen, wie es mir bis dahin geht. Noch geht es mir gut. Aber ich fange an mich verrückt zu machen, da ich allerdings in allen Foren lese, dass man die Schilddrüsenhormone ein Leben lang nehmen muss. Stimmt das denn wirklich?
    Daten aus 2003: Trijodthyronin T3 = 228, Thyroxin T4 = 9,3, ft3 = 4.0, TSH basal = 0,04
    Daten aus 2015 Uniklinik Köln: Befund: Gesamteindruck euthyreot, keine endokrine Orbitopathie, keine Struma,
    Sonographie: SD-Gesamtvolumen 11ml (normal 15 ml) re. 6 ml, li. 5 ml. echoabgewächtes, inhomogenes Schallreflexmuster. Kein Hinweis auf suspekte Knoten. Keine pathologisch vergrößerten, zervikalen LK darstellbar.
    Labor 2015:
    TSH = 1,43 mU/l (Ref. 0,27 – 4,2 mU/l),
    ft4 = 14,9 ng/l (Ref. 9-17 ng/l),
    TPO-AK 102kU/l (Ref. M:<37 kU/l; F: <308 kU/l),
    TSH-Rezeptor-AK <0,5 U/l (Ref. <1U/l, 1-2U/l grenzwertig),
    Thyreoglobulin-AK = 37 kU/l (Ref. M: <72 kU/l;t, F:< 436 kU/l)

    Mittlerweile habe ich neue Blutwerte: ft3 = 2,1, ft4 = 12,1 Antikörper MAK 34, TSH 1,61 (im März 1,18). Mehr Werte wollte mein Hausarzt nicht bestimmen!
    Zum Ultraschall hat er mir erklärt, dass die Schilddrüse keinerlei Auslappungen und Löcher hat, sondern klein, aber glatt abgegrenzt ist.

    Da ich seit 2004 L-Thyroxin nehme, habe ich natürlich jetzt Bedenken, dies so einfach abzusetzen. Würde mich über eine Bewertung sehr freuen, ob ich nun Hashimoto habe oder nicht. Denn wenn ich es hätte, würde ich das L-Thyroxin natürlich nicht absetzen; wenn aber nicht, dann würde ich einen Versuch starten um endlich von meinem Dauerhusten und meinen elenden Halsschmerzen wegzukommen. (Magensäure habe ich untersuchen lassen, ist aber alles ok)
    Inzwischen nehme ich nun wieder L-Thyroxin 75, die Angst war zu groß!
    Freue mich über eine Antwort.
    Vielen Dank
    Era

    • Der Auslaßversuch mit Thyroxin ist vertretbar. Gerade bei älteren Patienten ist durch eine Reduzierung oder das Weglassen des Thyroxins oft eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Patienten finden sich dann mit einer leichten Schilddrüsenunterfunktion besser als mit einer normalen Schilddrüsenfunktion. Wenn es ihm jedoch wieder schlechter gehen sollte, ist eine weitere Therapie mit Thyroxin aber auch möglich.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrter Dr Lunow,
    habe Ihnen bereits die Werte meines 17 jährigen Sohnes geschrieben Sonographie war unauffällig. Empfehlung war 25mg L- Thyroxin.

    Nun hab ich meine Werte:
    Normmalgroße echoarme Schilddrüse
    Ft4 1.24
    Ft3 2.85
    TAG 1.67
    Anti TPO 11.28
    Anti TG 130.5
    TG 5.88
    Calcitonin <1.00
    Trak 0.4

    Tumormarker waren normwertg bzw. nicht wegweisend.

    Ich hatte während einer Schwangerschaft Depressionen.
    Jetzt Unruhe Haarausfall.
    Würde die bei meinen Werten eine Therapie mit LThyrocin befürworten ?

    Vielen Dank

    • Der TSH-Wert fehlt. Ich gehe davon aus, dass er nicht zu niedrig ist. Ihre Symptome können durch eine Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst sein. Die Schilddrüsenantikörper sind erhöht, insofern ist die Diagnose gesichert. Ich würde eine Therapie mit Thyroxin befürworten.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Claudia sagt:

        Nochmals guten Tag

        Mein TSH ist 1.67
        Nehme allerdings Antidepressiva ein könnte dadurch der Wert erniedrigt sein?
        Kann ich trotzdem bei diesem Wert mit niedrig dosierten L Thyroxin beginnen? Bei serologisch nicht florider AT

        Vielen Dank

  • Day sagt:

    Sehr geehrte damen und herren,

    Bei mir wurde mit 19 jahren hashimoto festgestellt. Mit 23 bin ich
    ohne medikamente schwanger geworden ab der 13 woche hatte ich eine
    unterfunktion die nicht erkannt wurde. Selbst auf mein bitten hin
    wurden die werte nicht überprüft erst in der 18 woche wurde dann
    eine unterfunktion festgestellt und mit 50 behandelt. Am ende mit 75
    danach hatte ich eine starke überfunktion. Als wir auf 0 waren folgte
    eine unterfunktion mit gewichtszunahme von 10 kilo innerhalb
    eines monats. Wir stiegen wieder auf 50. zweite schwangerschaft mit 50
    begonnen und 50 beendet. Wieder überfunktion, wieder langsam auf 0
    wieder unterfunktion mit 10 kilo zunahme in einem monat. Danach folgte
    die einnahme von 25. dritte schwangerschaft endete in einer
    fehlgeburt. Bin jetzt bei 50 und es wurde beim ultraschall ein knoten
    entdeckt. Ggf schwanger mit kind nummer 4 Muss ich was beachten. Kann der knoten etwas in der schwangerschaft bewirken?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Es ist nicht klar, auf welchen Laborwerten die Diagnose Überfunktion basiert. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie eher stramm eingestellt waren und noch keine Überfunktion vorlag. Im Allgemeinen ist der Thyroxinbedarf während einer Schwangerschaft um ca. 25 höher als ohne Schwangerschaft die starken Dosis Änderung sind sicherlich nicht sinnvoll. Der Schilddrüsenknoten sollte sonografisch kontrolliert werden. Wenn er nicht wächst, besteht im Allgemeinen kein Problem für eine erneute Schwangerschaft durch diesen Schilddrüsenknoten. Ein autonomes Adenom (heißer Knoten) sollte allerdings im Schilddrüsenszintigramm ausgeschlossen werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Day sagt:

        Vielen dank für die schnelle antwort. Die 4 schwangerschaft hat sich mit der diagnose des knotens überschnitten. Zurzeit bin ich nur bei meinem hausarzt. Entweder ich erhalte keine termine oder spätestens in 1,5 jahre bezüglich des knotens. Sollte es ein heißer knoten sein, was würde es für die schangerschaft bedeuten? Eine szintigraphie kann in einer schwangerschaft nicht erfolgen so wie ich es gelesen habe?

        Mfg

        • Eine Szintigraphie würde ich während der Schwangerschaft nicht machen lassen. Es reicht sicherlich wenn man die Schilddrüsenfunktion kontrolliert. Der TSH sollte nicht unter 0,3 liegen. Entscheidend ist aber vor allen Dingen, welche Symptome Sie haben. Bei Funktionssymptomen sollte der TSH dennoch möglichst nicht auf Werte unter 2,0 eingestellt werden.

          Dr. med. Reinhold Lunow

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,
    Ich bitte Sie erneut um eine Einschätzung der Werte meines 17 jährigen Sohnes.

    TSH 4.14
    ft3 3.69 pg/ml
    ft4 1.46ng/so
    Anti TPO 23.99 IU/ ml
    TRAK 0.2 IU/ l
    Anti TG 12.45 IU/ml
    TG 19.57 ng/ ml
    Parathormon intakt 29.1pg/ ml
    Vitamin D3 26.3ng/ ml

    Er hat Allergien und Vitiligo.
    Symptome zur Zeit Haarausfall.
    Bruder hat Hashimoto.
    Der Bruder hatte große Schwierigkeiten bei der Einstellung mit L Thyroxin.

    Vielen Dank

    • Eine kontinuierliche Therapie Begleitung ist auf diesem Wege nicht möglich. Bitte haben Sie Verständnis dafür. Der TSH-Wert ist relativ hoch, die erhöhten Schilddrüsenantikörper sind Zeichen der Hashimoto-Thyreoiditis. Im Allgemeinen gibt es keine Probleme mit der Einstellung mit Thyroxin.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ein Zusammenhang ist mir nicht bekannt.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Andre sagt:

    Hallo, ich habe vor kurzem eine Diagnose vom Endokrinologe erfahren: Hashimoto-Thyreoiditis. Ich bin Mann, 43. Ich war immer fit und sportlich, war fast nie bei Ärzten, bis während letzten Paar Jahren bekam ich eine nach den anderen merkwürdige Symptome und Erkrankungen (Prostatavergrößerung, Beschwerden fast in allen Gelenken, besonders in Knien, Potenzstörung, Schlafstörung). Ist ein Zusammenhang zwischen allen diesen Symptomen/Erkrankungen möglich?

  • Negative TSH Werte gibt es nicht, deswegen gehe ich davon aus, dass Ihr TSH-Wert 0,39 war. Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich wohl mit einem TSH-Wert von 0,3-1,0. Manche Patienten aber erst bei einem TSH-Wert von 0. Wichtig sind in diesen Fällen, dass T3 und T4 nicht in den Überfunktionsbereich gehen. Außerdem sollte das Herz und die Knochendichte regelmäßig kontrolliert werden. Natürlich sollten auch keine Schilddrüsenüberfunktionssymtome unter dieser Therapie auftreten.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Eine Hashimoto-Thyreoiditis kann auf viele Organe eine Auswirkung haben. Ein überdurchschnittlicher Knorpelverschleiß im Kniegelenk als Begleiterkrankung ist mir nicht bekannt.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Karin sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    seit einigen Jahren ist bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion bekannt. Zudem leide ich unter PCO.

    Ich bin 32 Jahre alt, 168 cm, 57 kg.

    Ich leide besonders unter folgenden Symptomen: Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Verdauungsstörungen und Zyklusstörungen (welche ich nur durch Neo Eunomim in den Griff bekomme). Zudem habe ich gerade eine Serie großflächiger, unerklärlicher Hämathome hinter mich gebracht (Blutgerinnung etc. wurden ärztlich abgeklärt und sind ok).

    Da meine Schilddrüsenwerte auffällig waren, wurde das L-Thyroxin von 50 auf 75 erhöht. In den ersten Tagen ging es mir besser, seit 2 Tagen habe ich jedoch wieder „Watte im Kopf“ und könnte nur schlafen. Es wurde auch Hashimoto in den Raum gestellt. Dies soll aber Fachärztlich abgeklärt werden. Da ich noch keinen guten Endokrinologen in der Nähe gefunden habe, würde ich mich sehr über eine Einschätzung von Ihnen freuen. Gerne würde ich dann auch (sofern Sie eine Veranlassung dazu sehen) für eine entsprechende Untersuchung und Beratung zu Ihnen in die Praxis kommen.

    Meine Werte (unter L-Thyroxin 50):

    TSH 2,51 (0,3 – 4,2)
    TRAK < 0,8 (< 1,8 lU/l)
    FT4 1,64 (0,9 – 1,70)
    TPO 196 (+) (< 34 lU/ml)

    Ganz lieben Dank!

    • Da Ihre Schilddrüsenantikörper (Anti-TPO) erhöht sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. PCO als Begleiterkrankung ist nicht ungewöhnlich. Ihre Beschwerden passen zu einer Hashimoto-Thyreoiditis.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ich gehe davon aus, dass die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis durch Ultraschall oder Schilddrüsenantikörper gesichert ist. Wenn dies der Fall ist, ist der TSH-Wert noch zu hoch und Sie sollten die Thyroxindosis bei diesen vorliegenden Beschwerden erhöhen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Wenn Sie unter Erschöpfung leiden, sind Sie noch nicht richtig eingestellt. Da der TSH-Wert mit 0,7 noch nicht völlig supprimiert ist, könnte man die L-Thyroxin-Dosis steigern oder auch T3 (zum Beispiel Thybon) dazugeben. Im Prinzip kann man Selen lebenslang nehmen. Sie sollten nur den Selenspiegel kontrollieren lassen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Claudia sagt:

    Sehr geehrter Dr. Lunow,

    wie würden Sie die Werte meines 17 jährigen Jungen bewerten?

    TSH 5,4 mU/l
    T3 3,9 pg/ ml
    Ft4 1,3 ng/ El

    MAK < 1.0
    TRAK < 1.0
    Sonographie ist unauffällig.

    Er hat eine Vitiligo.
    Ausgeprägten Vitamin D Mangel

    Geschwisterkind hat Hashimoto.

    Vielen Dank

    • Der TSH-Wert ist auffällig hoch. Sie sollten noch die TPO-Antikörper bestimmen lassen, aber selbst wenn diese nicht erhöht sind, könnte das Anfangsstadium einer Hashimoto-Thyreoiditis vorliegen. Behandelt werden muss die Erkrankung bei diesen Werten (latente Unterfunktion) aber nur, wenn sie Symptome macht.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Biene sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr Lunow,

    Zu meiner Anfrage vom 27.02.2017 möchte ich ergänzen, dass ich heute von meinem HA angerufen wurde, weil der Befund vom Endokrinologen eingetroffen ist. So soll ich statt L-Thyroxin 75 jetzt Thyronajod 50 nehmen.
    Ist das ok? Das Rezept lag bei.
    Außerdem hatten Sie mir empfohlen, einen Arzt zu konsultieren der sich mit Hashimoto-Thyreoiditis beschäftigt. Können Sie mir eine Empfehlung für den Bereich Halle/Leipzig/Erfurt geben?

    Vielen Dank
    Biene

    • Die erhöhten Schilddrüsenantikörper sprechen für eine Hashimoto-Thyreoiditis.Wenn sie keine Beschwerden haben, ist eine Behandlung im Moment wirklich nicht nötig. Jod ist bei Hashimoto-Thyreoiditis kontraindiziert.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Biene sagt:

    Guten Morgen Herr Dr Lunow,
    Zur Vorgeschichte: im Jahr 2000 bekam ich nach Schwindel die Diagnose Kleinhirnbrückenwinkelmeningeom mit OP. 2005 dann Rezidiv mit OP.
    2011 dann Bestrahlung. Seit dem jährliche MRT Kontrolltermine der noch vorhandenen Tumor-Reste.
    2016 nach dem 2 Jahres Check, waren die Leberwerte erhöht. Danach wurden die Werte nochmals untersucht. Diesmal mit Bestimmung der Schilddrüsenwerte.
    So wurde mir in 07/2016 zum ersten Mal gesagt: Hashimoto mit kalten Knoten.
    Es erfolgte die Einstellung auf L Thyroxin 25.
    Im August diesen Jahres wurden folgenden Werte gemessen und nach einer Mibi-
    Scintigraphie die OP empfohlen:
    TSH 0,4
    Ft 3 3,0 57,69 %
    Ft 4 1,6 80 %
    MAK 800 IU/ml Norm <100 IU/ml
    TAK. 6600 IU/ml Norm < 100 IU/ml
    Am 06.12.2017 OP. Es wurde der rechte Schilddrüsenlappen entfernt.
    Seit 28.12.2017 Einstellung auf L Thyroxin 75.
    Am 26.12.2018 Kontrolltermin beim HA. Es wurden folgende Werte gemessen:
    TSH. 0,61
    Ft 3. 4,77 30%
    Ft 4. 15,44 116 %
    TPOAK 16 Norm <16
    PTH 2.54 Norm 1,70-6,89

    Befinden: Kribbeln und aufsteigendes Brennen/Stechen in den Füßen und Händen, sporadische Schmerzen in den Fuß-,Finger- und Handgelenken, starkes Kältteempfinden, Müdigkeit und Schlafprobleme, trockene Haut

    Überweisung zum Endokrinologen. (meine Nuklearmedizinerin ist selbst krank) Dieser sagt: Hashimoto ist keine Krankheit. Auf die ft3 und ft4 Werte angesprochen, sagte er: Es zählt nur der TSH- Wert. Nach dem Befinden wurde nicht gefragt, nur Sonographie und Blutentnahme.
    Die Auswertung ist noch nicht bekannt.
    Eine Kontrolle der Nährstoffe, wie Selen, Ferritin, Vitamin D erfolgte noch nie.

    Außerdem, jetzt bin ich 55 Jahre. Habe seit 10 Jahren die Hormonspirale Mirena.
    Meine Frauenärztin hat mich jedes Jahr zum Kontrolltermin gefragt, ob ich Schilddrüsenhormone nehme. Als ich dies 2016 mit ja beantwortete, hat sie gesagt: Damit hat sie nichts zu tun. 2017 hat sie mir auf die Frage, ob ich vielleicht einen Östrogenüberschuss habe, Progesteron Tabletten verschrieben. Ohne die Werte kontrolliert zu haben. Diese habe ich nicht genommen, weil die OP bereits geplant war.
    Haben Sie eine Empfehlung?

    Vielen Dank
    Biene

    • Ihre Beschwerden können durchaus durch eine nicht ausreichend therapierte Hashimoto-Thyreoiditis bedingt sein. Sie sollten zu einem Arzt gehen, der sich mit dieser Erkrankung intensiv beschäftigt . Die meisten Patienten fühlen sich am wohlsten mit einem TSH zwischen 0,3 und 1,0. T3 und T4 sollten dabei im oberen Normbereich sein. Die Umfelddiagnostik wie zum Beispiel Eisenstoffwechsel sollte ebenfalls durchgeführt werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Geli sagt:

    Guten Tag aus Berlin, ich bin nach meiner Diagnose ( 4 Wochen alt, ) durch Zufall Ende Januar in einer Endokrinologischen Praxis gewesen, mit Blutwerten, die die Onkologin auffällig fand : Ergebnis SD Ultraschall :ja Schilddrüse entzündet, Ich nehme seit meiner Teilresektion wg. kalter Knoten 1 Seite komplett herausgenommen / operiert bin 2005
    50mg L Thyroxin v Henning. Meine WERTE: Thyreoglobolin Ak + 415
    TSH Basal sprunghaft nach OP ( Gebärmutter und Eierstock Entfernung – Myome 2016) Vorbeugenden Massnahme bei Brustkrebs Adeno Karzinom OP 2011und restverbleibendes Karzinoma in situ , Danach sehr starker Haarausfall (an chemo erinnernd seit Okt.2016, Starkes KÄLTEempfinden, Lymphozyten + 4,9, Hämatokrit +49,8 . Thromboz +380, MCV +102,5
    HB 16,9 ; Leuko 16,5 seit August 2016, Neutrophile (abs)9,4
    Monozyten 1,10; Gamma GT +54,3
    TSH basal von 0,2 auf 1,6 (bisher zwischen 0,2 und 0,8 höchstens ( bei Einnahme L Thyroxin 50 morgens ) Trockenheit der Haut, Unruhe , Schlafbeschwerdenund tags müde, Hände Zittern, starke Gelenkbeschwerden m Schwellungen
    Keine Therapievorschläge, nur der Hinweis min 300 Selen pro Tag 1000 Einheiten D3, Vitamin B Komplex, und Eisen. (Mein Hämoglobin ist ja schon erhöht ) sie müssen was f Ihr Immunsystem tun… WAS ? keine Ahnung, Sofa und Fisch vermeiden, kein Weizen…
    Damit hat man mich gehen lassen. Also habe ich meine Mistel Pinie 20 ng wieder hervorgeholt und Tendum und Arnica zum Spritzen gegen die Immer schlimmer werdenden Gelenkbeschwerden.
    WAS SOLL iCH TUN, habe am 1.3. noch mal in einer anderen Praxis f Endokrinologie Termin, aber (es könnte sein, bis dahin habe ich Glatze ….)
    Bitte um Rat
    Angelika Böckmann

    • Ein TSH-Wert von 1,6 bei Hashimoto-Thyreoiditis ist im Allgemeinen zu hoch. So gesehen könnte der Haarausfall durch eine Schilddrüsenunterfunktion bedingt sein. Eine Erhöhung der Thyroxindosis ist aus meiner Sicht zu vertreten. Ein Hb-Wert allein reicht nicht aus um einen Eisenmangel als Ursache für den Haarausfall auszuschließen. Bitte lassen Sie noch Transferrin und Transferrinsättigung sowie das Ferritin bestimmen.
      Bedenken Sie bitte, dass sich eine Besserung des Haarausfalls erst Wochen bis Monate nach Optimierung der Stoffwechsellage (Schilddrüse oder Eisen) zeigen kann.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Monika sagt:

    Guten Morgen Hr.Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich war beim Arzt dieser sagte mir eine Hälfte meiner Schilddrüse wäre vergrößert.Ca doppelt so groß wie die andere.Auch habe ich einen Kropf Struma 1.Mein TSH liegt bei 2.55.Er hat mir Lthyroxin 25mg empfohlen.Meinen Sie es wäre dafür notwendig?Auch leider ich unter Panikattacken,Schwindel,Nebel,Müdigkeit die sich mit Unruhe abwechselt.Kann das von diesem Wert/Befund kommen?

    Vielen Dank.
    Grüße
    Monika

    • Wenn Sie nur eine Schilddrüsenvergrößerung haben, ist eine Therapie mit L-Thyroxin nicht unbedingt notwendig. Sie sollten die Schilddrüsenantikörper überprüfen lassen. Wenn diese erhöht sind, haben Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis und dann ist der TSH-Wert von 2,55 ein Hinweis darauf, dass Sie eine Schilddrüsenunterfunktion haben. Ihre Beschwerden könnten dazu passen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

      • Monika sagt:

        Guten Tag Hr.Dr.Lunow,

        Vielen Dank für Ihre Antwort.Habe noch vergessen zu erwähnen das ich einen ganz kleinen Knoten habe.Und er mir deshalb noch das Lthyroxin gab.Die Antikörper waren bei den Blutuntersuchungen nicht erhöht.1x sagte mir ein anderer Arzt das Gewebe meiner Schilddrüse wäre grieselig.Ich weiß nicht was das zu bedeuten hat?Auch sind bei mir ständig die Werte Adrenalin und Noradrenalin erhöht.Darf man da überhaupt das Lthyroxin nehmen?Oder soll ich es lieber komplett sein lassen?

        Vielen Dank.
        Gruß Monika

        • Früher hat man zur Verhinderung des Knotenwachstums über Jahre hinweg Schilddrüsenhormone gegeben. Nach heutiger Auffassung ist dies nicht mehr notwendig. Eine unruhige Struktur der Schilddrüse im Ultraschall ist auch keine zwingende Indikation zur Therapie mit Schilddrüsenhormonen. Sollte es Ihnen allerdings nach Absetzen des Schilddrüsenhormon schlechter gehen, spricht natürlich auch nichts gegen eine weitere Einnahme von L-Thyroxin.
          Ein Zusammenhang mit den ständig erhöhten Adrenalin und Noradrenalin sehe ich nicht. Ich gehe davon aus, dass ein Phäochromozytom schon ausgeschlossen worden ist.

          Dr. med. Reinhol Lunow

  • Susan Sch. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    im Februar 2016 wurde, nach langer Irrfahrt durch Ärztepraxen, vom Endokrinologen ein Hashimoto, mit einem hohen Vitamin D Mängel bei mir diagnostiziert. Ich gehe zu den Blutkontrollen aber der zuständige Mediziner meint, meine Werte sind unauffällig und nicht „schlecht genug“ um den Versuch mit künstlichen Hormonen auszuprobieren. In Ihren Berichten lese ich oft, dass man nach der Befindlichkeit des einzelnen Patienten schauen sollte. Ich habe Angst-/ und Panikattacken, depressiver Verstimmungen und bin emotional gesehen eine Achterbahn, Haarausfall, mein Cortisol lag bei der letzten Blutkontrolle bei über 240 (morgens nach Ruhephase vor der Abnahme). Ich habe sehr hohe Eisenwerte. Nun soll ein Zuckertest stattfinden weil auch die Insulinwerte nicht so rosig sind. Ich nehme zu obwohl ich mich gesund und ausgewogen ernähre. Ich fühle mich in jeglichen Belastungssituationen stark gestresst und habe während meines Zyklus starke Gemütsschwankungen. Im April diesen Jahres erlitt ich eine frühe Fehlgeburt. Schwindel, Muskel-und Gelenkschmerzen begleiten mich. Das schlimmste allerdings sind die Herzrhythmusstörungen die ich seit mehreren Monaten habe und zudem deutlich spüre. Trotz der Einnahme von Bisoprolol 3.75mg dreimal täglich. Mein Herz „stolpert“ , vermehrt in belastenden Situationen aber auch Abends im Bett. Im 24 h EKG wurden die Extrasystolen aufgezeichnet aber es heißt ich müsse damit leben es würde nichts passieren. Ich merke jedoch zunehmend, dass ich Kurzatmigkeit habe, gerade beim Treppensteigen oder unter Anstrengung bekomme ich schlechter Luft und mein Herz spielt verrückt. Dieses Gefühl macht mir noch mehr Angst und ich bin dadurch stark eingeschränkt in meinem Leben. Ich traue mich nicht mehr spazieren zu gehen oder Sport zu machen. Ich bin 35, ich habe zwei Kinder und einen Mann. Ich möchte gern wieder weitest gehend normal leben. Ich hab nur ein Herz und ich mache mir Gedanken, dass mein „Motor“ solche Hilfeschreie
    sendet. Können Sie mir weiterhelfen?

    Liebe Grüße aus Sachsen
    Susan Sch.

    • Natürlich ist bei so komplexen Krankheitsbild keine Beratung online möglich. Möglicherweise liegen bei Ihnen außer der Hashimoto-Thyreoiditis noch andere Autoimmunerkrankungen vor. Ein Therapieversuch mit Thyroxin ist fast in allen Fällen indiziert. Entscheidend ist wie Sie es auch selber schreiben allerdings, ob ihre Symptome darunter besser werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Michaela S. sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte gerne Ihre Meinung zu meinem Befund.
    Vor 2 Wochen wurde bei mir beim Nuklearmediziner Blut abgenommen.

    Meine Werte

    Freies T3 3,69 ( 2,42-4,36)
    Freies T4 1,24 ( 0,95-1,57)
    TSH 2,05 ( 0,27-4,20)
    TPO-AK 8,6 ( <34)
    Calcitonin <1,00 (<4,80)
    vor 6Monaten wurde bei mir noch Hashimoto festgestelt.

    Schilddrüsen Volumen gesamt 11ml / rechts 8ml, links 4ml

    Der Arzt ist der Meinung ich bräuchte keine Medikamente da ich sonst in eine Überfunktion käme.
    Meine Beschwerden sind kreisrunder Haarausfall,Unruhe, Schwindel, Benommenheit, Angst und Panik.

    Vielen Dank.
    Viele Grüsse Michaela S.

    • Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis gesichert ist, sollten Sie ihren TSH-Spiegel auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 senken. Ihre Symptome passen zu Hashimoto-Thyreoiditis. Ein Versuch mit Thyroxin ist auf jeden Fall zu empfehlen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Bei Ihnen sind die sogenannten TPO-Antikörper erhöht. Dabei handelt es sich um Schilddrüsenantikörper, die meist im Zusammenhang mit einer Hashimoto-Thyreoiditis auftreten.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Silke sagt:

    Guten Abend Herr Dr.Lunow,

    Bei mir wurde vor einigen Monaten Hashimoto festegestellt mit den Werten:

    T3 4.7 (2.8-7.2)
    T4 17.1 (9.5-24.0)
    TSH 3.0 (0.3-4.1)

    Mit der Empfehlung aufgrund meiner Beschwerden von Angststörung,Panikattacken,Muskelzucken,Unruhe,Sehstörungen,Schwindel,manchen Tage wieder extreme Müdigkeit wurde mir 50mg Levothyroxin empfohlen.
    Kurz darauf nahm meine neue Hausärztin nochmal Blut.In dieser Zeit hatte ich noch nicht mit der Einnahme begonnen.

    Die Werte:
    TSH: 2.44 (0.27-4.20)
    T3: 3.50 (2.42-4.36)

    Nun ist es mir lt.der Ärztin für Nuklearmedizin selbst überlassen ob ich mit der Medikamenteneinnahme beginne oder nicht.Da ich es eig.gar nicht benötige.Sie mir es nur aufgrund meiner Beschwerden verschrieben hat.Nun weiß ich nicht was ich tun soll.
    Über Ihre Meinung wäre ich wirklich sehr dankbar.

    Ganz herzliche Grüße

    • Die Beschwerden, insbesondere der Schwindel und die starke Müdigkeit passen durchaus zu einer Hashimoto-Thyreoiditis. In diesem Fall ist ein TSH-Wert unter 1 anzustreben. Sie sollten mit der Thyroxin Therapie beginnen.

      Dr. med. Christian Lunow

      • Silke sagt:

        Grüß Gott Herr Dr.Lunow,

        Vielen Dank für Ihre Antwort.Hätte noch eine Frage.Ist es es von meinen Blutwerten her eine Schilddrüsenunterfunktion?Oder soll ich das Thyroxin aufgrund meiner Beschwerden nur einnehmen?

        Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.

        • Rein von der Definition her, handelt es sich bei diesem Werten nicht um eine Schilddrüsenunterfunktion. Allerdings ist es die Regel, dass Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis sich mit diesem Werten in einer Unterfunktion fühlen. So gesehen ist es einerseits richtig, dass Sie Thyroxin einnehmen sollen wegen ihrer Beschwerden, andererseits zeigt die Erfahrung, dass dies auch durchaus zu einer Schilddrüsenunterfunktion passt.

          Dr. med. Christian Lunow

  • Brigitte sagt:

    Guten Tag, ich habe seit vielen Jahren Hashimoto, inzwischen ist meine Schilddrüse weg, aber ich bin recht gut eingestellt mit L-Thyroxin, denke ich. Bin aber inzwischen – trotz regelm. Sport – sehr empfindlich am Rücken (oft Schmerzen wg. Verspannungen, beim Schlafen etc.) und an der Hüfte (Druckschmerzen bei Bodenkontakt) und habe tlw. Schlafprobleme. Habe nun erfahren, dass man bei Hashimoto trotz guter Einstellung einen Magnesium- und/oder Selenmangel haben kann. Haben Sie einen Tipp, wo ich mich belesen kann, ob das korrekt ist und welche Mängel generell im Laufe der Jahre entstehen können? Meine bisherigen Recherchen dazu waren nicht sehr erfolgreich und ich würde meine Körper aber gerne mit entsprechenden Zufuhren unterstützen. Herzlichen Dank für Ihre Antwort und beste Grüße

    • Es immer schwer, zu beurteilen, ob Beschwerden durch Hashimoto-Thyreoiditis verursacht sind oder ob noch eine andere Ursache vorliegt. Viele Beschwerden verschwinden erfahrungsgemäß, wenn man die Thyroxin Therapie optimiert. Letztendlich ist es aber immer nur ein Versuch.
      Ich rate davon ab, ohne den Nachweis eines wirklichen Mangels von Spurenelementen und Vitaminen, diese einfach auf Verdacht zu nehmen.
      Im Blut sollte die Konzentration von Folsäure, Zink, Magnesium, Selen, Vitamin D, Vitamin B12 und anderen B-Vitamine bestimmt werden. Wenn ein Mangel nachgewiesen wird, sollte dieser durch entsprechende Stoffe substituiert werden.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Dilara M. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    vor zwei Monaten wurde bei mir die Diagnose „Hashimoto Thyreoiditis“ gestellt.
    Der Grund warum ich überhaupt zu solch einer Untersuchung musste war, weil kurzzeitig mein TSH-Wert bei ca. 6 µlU/ml lag. daraufhin wurde seitens eines Nuklearmediziniers und eines Endokrinologen, durch die notwendigen Untersuchungen (Sonographie, Blutuntersuchung auf Antikörper), die Diagnose gestellt. In der Zwischenzeit „normalisierte“ sich mein TSH wieder und befand sich im Normbereich, wodurch keinerlei Therapie zustande kam.
    Ich war jetzt schon bei vier Ärzten die sich geweigert haben, trotz meiner Symptome (Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörung, Stimmungsschwankungen, Zyklusstörungen, Kopfschmerzen mit Druckgefühl am Auge und Nackensteifheit, Gewichtszunahme von 15kg, Kältegefühl am ganzen Körper und Muskelkrämpfe) und meinen stark erhöhten Cholesterinwerten (303 mg/dl) bei einem alter von 22 Jahren, mich zu behandeln.
    Auf den Rat hin auf meine Ernährung zu achten und Sport zu treiben, bin ich diesem ohne Erfolg nachgekommen.
    Nun weiß ich wirklich nicht mehr was ich machen soll. Nächsten Monat steht mein Studium im Ausland an und mit den Ihnen geschilderten Symptomen dürfte sich das nicht besonders leicht gestalten.
    Ich habe versucht in Ihrer Praxis einen Termin zu bekommen, aber leider war das nicht mehr rechtzeitig möglich.
    Haben Sie nun vielleicht einen Rat für mich wie es weiter gehen könnte?
    Mit freundlichen Grüßen
    Dilara M.

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis und den von Ihnen angegebenen Symptomen Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Kältegefühl, Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen und Muskelkrämpfe ist aus meiner Sicht auch bei einem nicht wesentlich erhöhten TSH eine Therapie mit L-Thyroxin indiziert. Der TSH sollte auf Werte unter 1,0 und T4 im oberen Normbereich eingestellt werden. Ich würde die Therapie mit 25 µg Thyroxin beginnen. Die Dosisfindung geschieht dann anhand der oben genannten Werte von TSH und T4 aber vor allen Dingen durch Beobachtung ihrer Beschwerden und Symptome.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Anna sagt:

    Guten Morgen sehr geehrte Praxis Dr. Lunow.

    Ich bin in der 11. Woche schwanger und mein TSH liegt bei 2,4 bei einer Euthyrox Dosis von 112 µg. Das freie ft4 liegt bei 22, so dass der Hausarzt erstmal nicht weiter erhöhen möchte. Hashimoto ist diagnostiziert seit 2015.
    Es gab in der Vergangenheit sehr unterschiedliche Aussagen zur Zielwerteinstellung bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft und auch was die Jodidsubstitution angeht. Daher bin ich sehr verunsichert. Ich habe von drei Ärzten drei verschieden Aussagen (Hausarzt, Gynäkologe, Radiologe) über die Ergänzung von Jodid.
    Sie reichen von : Das können Sie die ganze Zeit nehmen, bis-das sollten Sie ganz lassen, -oder- ab der 10. Woche 150µg pro Tag,

    Ich habe Angst, dass sich durch die Jodzufuhr die Werte verschlechtern und ein Abort droht. Allerdings möchte ich meinem Kind die optimale Entwicklung der fetalen Schilddrüse natürlich nicht vorenthalten.

    Was würden Sie empfehlen? Jodid ja oder nein und welche Dosierung?
    Und reicht das Euthyrox oder muss es erhöht werden? Die nächste Blutkontrolle ist erst wieder in 5 Wochen.

    Ich freue mich sehr auf Ihre Einschätzung und hoffe es bringt mir etwas mehr Klarheit, was sowohl für mich als auch mein Baby am besten sein kann.

    Vielen Dank und mit besten Grüßen
    Anna

    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis wird während der Schwangerschaft im Allgemeinen ein TSH zwischen 0,3 und 1,0 angestrebt. Wenn Sie sich beim TSH-Wert von 2,4 wohl fühlen, ist dieser Wert auch für normal anzusehen. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Thyroxin, sodass meist etwa ab der 10. bis 12. Woche 25 µg Thyroxin mehr gegeben werden müssen.
      Eine Jodid Substitution ist auch bei Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis aus meiner Sicht während einer Schwangerschaft zu empfehlen. Erstens ist nicht gesichert, ob Jod wirklich den Verlauf einer Hashimoto-Thyreoiditis beeinflusst. Zweitens steht während der Schwangerschaft das Wohl des Kindes eindeutig im Vordergrund. Sie brauchen keine Angst davor zu haben, dass sich durch eine Jodzufuhr die Erkrankung erheblich verschlechtert. Ob sie nach der Schwangerschaft eine Dosis von 112 Thyroxin oder 125 brauchen, spielt letztendlich keine Rolle. Während der Schwangerschaft würde ich die Schilddrüsenwerte alle 4 Wochen kontrollieren, damit die Thyroxindosis notfalls angepasst werden kann.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Ela sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,
    bei uns in der Region gibt es leider keine Ärzte die die wünschenswerte Erfahrung mit Hashimoto haben.
    Ich wurde nun mehrfach hoch und runter dosiert und habe wirklich selten mal gute Phasen während der Behandlung.
    Der TSH lag anfänglich bei mir bei etwas über 5, ft3und ft4 wurden damals nicht gemessen, es wurde somit sehr schnell mit der L-Thyroxin-Gabe (Hexal) begonnen, damit fingen die Beschwerden dann tatsächlich auch erst gefühlt richtig an. Vorher litt ich gelegentlich an bleiernder Müdigkeit, dies schien mich aber nicht sehr stark einzuschränken, ich muss mich wohl daran gewöhnt haben Seit der Behandlung mit L-Thyroxin ist es ein ständiges auf und ab mit den Werten und Symptomen, es geht soweit, dass ich mittlerweile wirklich am liebsten die Einnahme abbrechen würde. Anfangs waren keine Antikörper messbar, vor 3 Monaten waren diese dann stark erhöht. Zu meinen Symptomen gehören nunmher seit der letzten Dosissenkung (auf Grund eines nicht messbaren TSH´s) von 100 auf 88 kribbeln im gesamten Körper, Reizbarkeit, Durchfall, Zyklusstörungen, Sprachstörungen, Magenschmerzen, Gewichtszunahme, Kälteempfinden (hält alles noch an). Mit der Dosis in Höhe von 75 war ich wohl noch unterdosiert und wurde somit auf 100 angehoben, mit 100 scheinbar überdosiert, zwischendurch hatte ich schon die Dosis in Höhe von 88, diese vertrug ich seinerzeit recht gut aber irgendwie will das mit dem Einstellen nicht so recht gelingen.

    • Bei einem TSH über 5 war sicherlich richtig eine Therapie mit L-Thyroxin zu Beginn. Das erst im Krankheitsverlauf die Antikörper angestiegen sind, ist nicht ungewöhnlich. Im Allgemeinen steigt der Thyroxinbedarf im Laufe der Erkrankung, wobei aber über den zeitlichen Ablauf eine Prognose fast unmöglich ist. Manche Patienten sind über Monate oder sogar Jahre in einer festen Dosierung gut eingestellt, andere Patienten benötigen alle paar Monate eine andere Dosis. Sie sollten sich deswegen nicht entmutigen lassen.

      Dr. med. Christian Lunow

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Guten Morgen Herr Dr.Lunow,

    Vielen Dank für Ihre Antwort am 8.08.17.
    Wollte noch dazu ergänzen das die TRAK Werte alle passen.Wenn man Hashimoto hat und die Blutwerte passen und man sich trotzdem nicht gut fühlt kann man dann trotzdem Medikamente geben? Und sie hatten von einer
    disseminierte Autonomie geschrieben?Kann diese mit Medikamenten behandelt werden?Wenn nur in einer Szintigrafie eine Überfunktion zu sehen ist und im Blutbild nicht?

    Vielen Dank
    Viele Grüße

    Antworten

    Praxisklinik Dr. Lunow sagt:

    10 August, 2017 um 08:00

    Eine dissimenierte Autonomie wird durch Radiojodtherapie behandelt, dann müssten sie aber auch eine Überfunktionfunktion haben. Ihre Werte sprechen nicht dafür. Da die TG Antikörper hoch sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Eine probeweise Therapie mit Thyroxin ist aus meiner Sicht möglich. Die Überfunktions-Diagnose alleine aus der Szintigrafie erscheint mir zweifelhaft. Hier sollten Sie vielleicht noch einmal nachfragen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    Guten Abend Herr Dr.Lunow
    Mit welcher Menge Thyroxin würden Sie beginnen?
    Kann es dadurch noch schlimmer werden?Da ja meine Blutwerte ok sind.

    Vielen Dank.
    Viele Grüße

    Guten morgen Herr Dr.Lunow,

    Meine Hausärztin hat mir aufgrund meiner Beschwerden und meines Szintigraphie-Bilds das ihrer Meinung nach und auch nach den Aussagen des Nuklearmediziners eine Überfunktion anzeigt das Medikament Carbimazol 2.5mg verschrieben.Die ersten 2 Tage war ich sehr ruhig.Doch am 3.Tag kam die Unruhe zurück.Am 4.Tag war es so schlimm das ich wie unter Strom war.Der Körper war extrem unruhig.Konnte mich weder setzen noch hinlegen.Der ganze Körper zitterte.Kann das von den Tabletten kommen?
    Habe heute keine mehr genommen.

    Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Viele Grüße.

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Guten Morgen Herr Dr.Lunow,

    Vielen Dank für Ihre Antwort am 8.08.17.
    Wollte noch dazu ergänzen das die TRAK Werte alle passen.Wenn man Hashimoto hat und die Blutwerte passen und man sich trotzdem nicht gut fühlt kann man dann trotzdem Medikamente geben? Und sie hatten von einer
    disseminierte Autonomie geschrieben?Kann diese mit Medikamenten behandelt werden?Wenn nur in einer Szintigrafie eine Überfunktion zu sehen ist und im Blutbild nicht?

    Vielen Dank
    Viele Grüße

    Antworten

    Praxisklinik Dr. Lunow sagt:

    10 August, 2017 um 08:00

    Eine dissimenierte Autonomie wird durch Radiojodtherapie behandelt, dann müssten sie aber auch eine Überfunktionfunktion haben. Ihre Werte sprechen nicht dafür. Da die TG Antikörper hoch sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Eine probeweise Therapie mit Thyroxin ist aus meiner Sicht möglich. Die Überfunktions-Diagnose alleine aus der Szintigrafie erscheint mir zweifelhaft. Hier sollten Sie vielleicht noch einmal nachfragen.

    Dr. med. Reinhold Lunow

    Guten Abend Herr Dr.Lunow
    Mit welcher Menge Thyroxin würden Sie beginnen?
    Kann es dadurch noch schlimmer werden?Da ja meine Blutwerte ok sind.

    Vielen Dank.
    Viele Grüße

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Guten Morgen Herr Dr.Lunow,

    Vielen Dank für Ihre Antwort am 8.08.17.
    Wollte noch dazu ergänzen das die TRAK Werte alle passen.Wenn man Hashimoto hat und die Blutwerte passen und man sich trotzdem nicht gut fühlt kann man dann trotzdem Medikamente geben? Und sie hatten von einer
    disseminierte Autonomie geschrieben?Kann diese mit Medikamenten behandelt werden?Wenn nur in einer Szintigrafie eine Überfunktion zu sehen ist und im Blutbild nicht?

    Vielen Dank
    Viele Grüße

    • Eine dissimenierte Autonomie wird durch Radiojodtherapie behandelt, dann müssten sie aber auch eine Überfunktionfunktion haben. Ihre Werte sprechen nicht dafür. Da die TG Antikörper hoch sind, werden Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Eine probeweise Therapie mit Thyroxin ist aus meiner Sicht möglich. Die Überfunktions-Diagnose alleine aus der Szintigrafie erscheint mir zweifelhaft. Hier sollten Sie vielleicht noch einmal nachfragen.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Aus der Ferne ist natürlich keine fein dosierte Therapie Einstellung möglich. Ich könnte mir vorstellen, dass die Euthyroxdosis zu gering ist.

    Dr. med. Christian Lunow

  • Sandra sagt:

    Guten Tag, bei mir wurde kürzlich eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt und der Verdacht auf Morbus Basedow geäußert. In der Familie ist jedoch Hashimoto Thyreoiditis über mehrere Generationen diagnostiziert. Ich habe gelesen, dass Hashimoto oftmals mit einer Überfunktion beginnt und dann in eine Unterfunktion umschwenkt. Ist die Behandlung mit Thiamazol dennoch richtig und wird voraussichtlich anschlagen? Freises T4 lag vor Tabletteneinnahme bei 23,0, TSH basal<0,01 und TSH Rezeptor AK bei 4,98. Seit drei Wochen nehme ich täglich 20 mg Tiamazol. Mir wurde empfohlen zunächst mindestens 1-1,5 Jahre die Tabletten zu nehmen und mit der Planung einer Schwangerschaft solange zu warten. Würden Sie das auch so empfehlen? Mit freundlichen Grüßen

    • Da ihre TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) erhöht sind, ist davon auszugehen, dass Sie einen Morbus Basedow haben. Da etwa bei 50% der Patienten nach 1-1½ Jahren es zu einer Spontanheilung kommt, wird im Allgemeinen empfohlen über diesen Zeitraum die Schilddrüsenüberfunktion mit Medikamenten wie Thiamazol zu behandeln. Sollten ihre Schilddrüsenantikörper (TRAK) jedoch nicht im Laufe der Behandlung abfallen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie zu denen gehören, bei denen die Krankheit spontan abklingt, gering. In diesem Fall sollte über eine definitive Therapie wie Radiojodtheapie schon eher nachgedacht werden. Während der Therapie mit Thiamazol sollten sie besser nicht schwanger werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Kathi sagt:

    Guten Tag Herr Dr.Lunow,

    Ich hätte eine Frage an Sie.Ich leider unter starker Unruhe (das sich wie innerlichen klappern äußert) mehrmals am Tag, Herzrasen, Angststörung, Panikattacken, Sehstörungen, Depressiv.Am schlimmsten ist jedoch dieses klappern.Die Symptome wechseln fast täglich.Auch das Gewicht ändert sich alle paar Tage.Mal 2 Kilo mehr dann wieder 2 Kilo weniger.Vor 2 Wochen wurde bei mir durch einen Ultraschall und szintigraphie Hashimoto festgestellt. Bei der Szintigraphie wurde eine Überfunktion festgestellt.Die Blutwerte waren jedoch ok.Ich solle nur Selen 300 nehmen.Nur bekomme ich dadurch noch mehr Unruhe.Und musste es absetzen.Ich weiß nicht was ich tun soll.Mir geht es jeden Tag schlecht.Der Arzt sagt ich brauche keine Medikamente.Schilddrüse wäre normal groß.Angefangen hat alles ca 9Monate nach der Entbindung und einer starken Grippe.
    Meine Werte:
    T3 4.3 (3.1-7.0)
    T4 9.6 ( 8.0-17.0)
    TSH 1.35 ( 0.30-3.70)
    Thyreoglobulin 12.95 (*1)
    TG 94.34 (>70)
    TAK <60 (<60)

    Vielleicht können Sie mir hierzu Ihre Empfehlung geben.Wir haben hier leider nur einen Schilddrüsenarzt.Würde gerne zu Ihnen kommen(sind ca 500km).

    Vielen Dank.
    Viele Grüße

    • Da ihre Schilddrüsenantikörper erhöht sind, werden sie eine Hashimoto-Thyreoiditis haben.
      Ihre Symptome sprechen eher für eine Schilddrüsenüberfunktion. Die TSH, T3 und T4 Werte zeigen aber eine Überfunktion nicht an. Sie sollten noch die TRAK Antikörper bestimmen lassen, die bei einem Morbus Basedow erhöht wären.
      Wenn in einer Szintigrafie eine Überfunktion festgestellt worden ist, könnte sich vielleicht auch um eine disseminierte Autonomie handeln.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lara sagt:

    Sehr geehrter Herr Lunow,

    ich bin 22 Jahre alt und leide seit langen Jahren unter Müdigkeit und Haarausfall.Vor 3 Jahren wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt ,was aber auf den darauffolgenden Blutuntersuchungen nicht mehr der Fall war. Durchweg ist auf dem Ultraschall eine Veränderung der Schilddrüse nach Hashimoto zu sehen. Aufgrund der Tatsache das im Blut nichts festzustellen ist nehme ich keine Medikamente ein.
    Meine letzten Laborwerte ergaben nichts auffälliges außer das Anti TG lag bei 82.1+ ,bei einem Referenzbereich von 33. Meine Frage wäre was ich tun sollte bei so einem Fall.
    Würde mich auf eine Meinung freuen.
    Mit freundlichen Grüssen

    • Man sieht im Ultraschall typische Veränderungen wie bei Hashimoto-Thyreoiditis haben, sollte insbesondere angesichts der auch erhöhten Schilddrüsenantikörper eine Therapie mit Thyroxin begonnen werden besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass ihre Beschwerden wie Müdigkeit und Haarausfall dann besser werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Lina sagt:

    Guten Tag,
    ich nehme seit 14 Jahren Euthyrox wegen H-T., bin „perfekt“ eingestellt, dh die Laborwerte passen, es geht mir aber trotzdem sehr schlecht (Müdigkeit bis zur Erschöpfung als Dauerzustand, extremes Kältegefühl, Kirbbelanfälle, trockene Haut), andere Ursachen sind ausgeschlossen. Ich frage mich, wozu ich das Medikament nehme und erwäge, es abzusetzen. Was kann passieren?
    Danke für Ihre Einschätzung!

    • „Perfekte“ Laborwerte bedeutet noch nicht, dass Sie gut eingestellt sind. Zum einen stellt sich die Frage, welche Normwerte hierbei zugrunde gelegt worden und zum anderen sollte die Einstellung sich weniger an den Laborwerten als an den Beschwerden orientieren.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Petri sagt:

    Guten Tag,
    Ich nehme seit mehreren Jahren L thyroxin ( z.Z. 150). Habe auch schon eine Radiojodtherapie hinter mir. Ich fühle mich immer noch schlapp, habe Schlafprobleme ( 3 Stunden und das war es für die Nacht ) und nehme einfach nicht ab. Meine Haut ist rissig und total trocken. Werde auch langsam depresiv. Kann das ein Hashimoto sein?
    Was kann ich machen ?

    • Nach Radiojodtherapie ist eine Schilddrüsenüberfunktion die Regel. Ob Sie an Hashimoto-Thyreoiditis leiden, kann durch die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper auch andere Auto-Immunphänomenen festgestellt werden. Im Ultraschall ist eine Hashimoto-Thyreoiditis bei Zunstand nach Radiojodbehandlung nicht so leicht zu diagnostizieren. Wenn Sie Laborbefunde haben, die für eine Autoimmunerkrankung sprechen, sollten Sie sich in die Behandlung eines Arztes begeben, der Erfahrung mit diesen Erkrankungen hat.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Novothyral 150 hat 0,03 mg T3. Das ist in der Regel eine zu hohe T3 Dosis. Vielleist versuchen Sie es mal mit 150 Thyroxin und 1 Tbl. Thybon, welches auch T3 enthält.

    Dr. med. Reinhold Lunow

  • Stöcker sagt:

    Guten Tag,
    seit Jahren hat mein Mann als vermeintlich Schilddrüsengesunder, einen ft3 von 60% und einen ft4 von 40%. Ist so ein Verhältnis zueinander tatsächlich normal? Muß nicht der ft4 höher als der ft3 sein? Diese Konstellation hat er schon seit gut 2 Jahren, also kein Wert der mal kurzfristig ausgebrochen ist. Wie sieht das ein Fachmann? Zumal auch ne Menge Symptome da sind…
    Vielen Dank
    Sani

  • Yvonne sagt:

    Sehr geehrter Hr.Dr.Lunow

    Bei mir wurde vor 12 Jahren Hashimoto festgestellt ich habe bis August diesen Jahres ca 7 Jahre L Thyroxin 112 eingenommen es ging mir damit gut.Wegen Kinderwunsch und das ich seit 3 Jahren versuche schwanger zu werden und schlechtem TSH Wert überwies mich mein Gynäkologe zum Nuklearmediziner.Dieser setzte das L Thyroxin auf 125 und dann 3 Wochen später auf 150 hoch.Seit 5 Wochen fühle ich mich sehr schlecht ich habe zeitweise kribbeln in Händen,Füssen und sogar im Kopf und auch starke innerliche Unruhe. Der TSH Wert bei meiner Hausärztin war vor 3 Wochen im Normbereich 1,14 ich bin sehr verzweifelt beim Facharzt bekomme ich erst Ende Februar einen Termin.Ich war sogar beim MRT für die Halswirbelsäule und beim CT Kopf alles ok auch das große Blutbild laut meiner Hausärztin ist ok.

  • Hein sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lunow,

    ich leide an Hashimoto und bn derzeit nicht Behandlung. T4 und T3 sind im Normbereich, TSH liegt bei 5,6. Ich habe bereits Fachliteratur gelesen und mich dem Thema beschäftigt.
    Einen Termin bei einem Spezialisten habe ich erst Anfang August.
    Ich nehme ein homöopat. Mittel (Thyreodea Ferrum).
    Meine Frage: Ich möchte gerne schwanger werden und mit der Einnahme von Folsäure beginnen. Meine FA meinte ich soll ein Präperat ohne Jod nehmen. Die Apothekerin meinte ich solle erst den Spezialistentermin abwarten bevor ich etwas nehmen, da es sein kann, dass es das Immunsystem „stört“.

    Jetzt möchte aber gerne mit der Einnahme von Folsäure beginnen und freue mich über einen kompetenten und ehrlichen Rat.
    Folgende Präperate stehen zur Auswahl:
    Feiblon (jodfrei) I und II
    Orthomol natal (soll sehr gut sein und eines der besten, hier kann man wohl die Jodtabl. weg lassen)
    Folio und Folio forte (jodfrei)
    Kann ich mit der Einnahme für den Kinderwunsch beginnen oder hat es tatsächlich Auswirkungen auf Hashimoto bzw. der Symptome der Schilddrüsenunterfuntkion? Oder sollte ich tatsächlich erst den Termin abwarten?
    Meines Erachtens sind es doch nur „Vitamine und Mineralstoffe“, die eigentlich gut sein müssten für den Körper.
    Ich rauche nicht, ernähre mich sehr bewusst und gesund, bin so oft es geht an der frischen Luft und treibe Sport. Zöliakie liegt ebenfalls bei mir vor, damit komme ich aber schon seit Jahren sehr gut klar.

    Ich hoffe auf eine kurze ehrliche Antwort, damit ich mit dem Kinderwunsch „beginnen“ kann.

    Vielen Dank vorab und herzliche Grüße!
    Fr. Hein

    • Bei Kinderwunsch spricht aus meiner Sicht nichts gegen die Einnahme eines Folsäurepräparate.
      Jod ist zwar bei Hashimoto Thyreoiditis eventuell kontraproduktiv. bei Kinderwunsch würde ich diese Bedenken aber hinten an stellen.
      Der TSH sollte auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt werden.

      Dr. med. Reinhold Lunow

  • Carmen sagt:

    Liebe Praxisklinik,

    Ich leide unter Hashimoto. Mein letzter TSH lag bei 34,4…ich habe das Gefühl das meine Ärzte sich nicht wirklich auskennen.Oft werden Symptome nicht Ernst genommen und abgetan.auch die Blutkontrollen sind nicht umfangreich genug. Hinzu kommt das ich wegen eines unerfüllten Kinderwunsches leide und ohne ruchtige Behandlung auch sicher keine Erfüllung finden werde. Ich bin verzweifelt und ich bräuchte dringend Ärzte die sich mir abnehmen und meine Symptome und Probleme ernst nehmen.

    Ich freue mich über eine Antwort.

    Liebe grüße Carmen

  • Thiemann sagt:

    Liebe Praxisklinik,
    Ich habe vor 15 Jahren die Diagnose Hashimoto bekommen und nehme seitdem 75 mg LT. Ich habe den Eindruck mich seit einem halben Jahr nicht gut eingestellt zu fühlen, da ich unter extremer Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und Unwohlsein leide. Meine aktuellen Blutwerte sind:
    TSH 1, 47 (Ref. 0,27- 4, 2)
    FT3 2,27 (Ref. 2,0- 4,4) und
    FT4 1,28 (Ref. 0,9- 2,0).
    Ich habe erneut 75 mg LT verschrieben bekommen. Sollte ich dieses vielleicht erhöhen?
    Vielen Dank für Ihre Mühe!
    Ich hoffe Sie können mir helfen.

    • Sehr geehrte Frau Thiemann,

      Ihre Symptome sprechen für eine zu niedrige Dosis. Die meisten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis fühlen sich bei TSH-Werten zwischen 0,3 und 1,0 am wohlsten. Sie sollten es probeweise mit einer höheren Dosierung probieren. Wenn es zu keiner Besserung kommt, würde ich die nicht seltenen Begleiterkrankungen von Hashimoto-Thyreoiditis ausschließen lassen. Häufig ist ein Eisenmangel oder Vitamin B12 Mangel die Ursache für solche Symptome.

      Dr. med. R. Lunow

  • Die Autoimmunerkrankung lässt sich nur in sehr seltenen Fällen bei frühzeitiger Behandlung stoppen. Im allgemeinen ist die Hashimoto-Thyreoiditis jedoch eine lebenslange Erkrankung.
    Ob im Moment schon eine Behandlung bei Ihnen notwendig ist, hängt nicht nur von den Laborwerten ab, sondern auch von Ihren Symptomen.

    Dr. Reinhold Lunow

  • Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis lasst sich durch einen Ultraschall der Schilddrüse und durch eine Bestimmung der Schilddrüsenantikörper sichern.

    Dr. Reinhold Lunow

  • Christine C. sagt:

    Können Sie einen besonders auf Hashimoto spezialisierten Kollegen in München oder Umgebung empfehlen?

  • Marita E. sagt:

    Seit Jahren hatte ich einen Stillstand bei meiner Dosis L-Thyroxine 175. Ich musste jetzt innerhalb kurzer Zeit meine Dosis erhöhen lassen. Kann es sein, dass es etwas mit meinen bevorstehenden Wechseljahren zu tun hat? Im August werde ich 43 und ab ca. 40 fingen Schlafstörungen und Schweissausbrüche an.

    • In Phasen hormoneller Umstellung ist es nicht selten, dass die Dosis der Schilddrüsenhormone angepasst werden muss. Typische Beispiele sind Schwangerschaften, aber auch die Wechseljahre. Ob Ihre Symptome wie Schlafstörungen und Schweißausbrüche von den Wechseljahren oder von der Hashimoto-Thyreoiditis herrühren, sollte überprüft werden.

      Dr. Reinhold Lunow

  • g. bremer sagt:

    Ist HashimotoThyreoiditis eine Erbkrankheit?

    • Wenn Mutter, Vater oder Geschwister eine Hashimoto-Thyreoiditis haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei über 50% an Hashimoto-Thyreoiditis zu erkranken. Die exakten Gene und die Art der Veränderungen sind bisher im einzelnen nicht bekannt. Wahrscheinlich spielen aber diejenigen Gene eine Rolle, die an der Regulation des Immunsystems beteiligt sind.

      Dr. med. R. Lunow

  • Eine Hashimoto-Thyreoiditis ist eine häufige Ursache für Kälteempfindlichkeit. Ich empfehle Ihnen sich bei einem Schilddrüsen-Spezialisten vorzustellen.
    Dr. med. R. Lunow